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Dienstag, 24. November 2009

Mc Chrystals Afghanistan-Strategie: morgens Bonbons, abends Bomben

rhbl

Die Welt wartet ungeduldig auf die Bekanntgabe der neuen Strategie der USA für Afghanistan. Den Afghanen geht es wirtschaftlich so schlecht wie nie. Der Westen gibt viermal mehr Geld für Militär aus als für die zivile Aufbauhilfe. 40.000 zusätzliche Soldaten hat der amerikanische Kommandeur Mc Chrystal gefordert, angeblich „für den Schutz der afghanischen Zivilbevölkerung“. Wie er die aufständischen Taliban, die sich in Kleidung und Habitus nicht von den afghanischen Zivilisten unterscheiden, in der Zivilbevölkerung herausfinden und bekämpfen will, bleibt sein Geheimnis; oder die Sache der Geheimdienste, für die niemand besser steht als Robert Gates, der US-Kriegsminister mit einschlägig krimineller Geheimdienstvergangenheit.


thunder

Leichter Jagdbomber JF-17 "Thunder", eine chinesisch-pakistanische Gemeinschaftsproduktion: "gelbe Gefahr" im grünen Kleid des Propheten. Etwa 150 Stück soll Pakistans Luftwaffe kriegen. Für den Abwurf von Atombomben ist das Ding hoffentlich ungeeignet.


Ob 40.000, 30.000 oder 20.000 GI`s mehr, am Ende wird es in Afghanistan so laufen wie in Vietnam, wo die US-Army tagsüber vor den laufenden Kameras der Weltpresse Bonbons an die Kinder verteilte, um dann abends im Schutz der Dunkelheit Napalm-Bomben auf die armseligen Hütten ihrer Familien abzuwerfen oder giftige Agent Orange-Dioxin-Kampfstoffe flächendeckend zur Entlaubung der Wälder zu versprühen, mit grauenhaften Folgen für Gesundheit und Erbgut der Zivilbevölkerung ("Mourir pour Hamid Karsai", Le Monde Diplomatique).

Heimtücke und Hinterlist beim Ausfragen von unbedarften afghanischen Kindern, notfalls deren Folter oder Vergewaltigung durch afghanische Hilfspolizisten an den "Checkpoints", so, wie es von den "Angloamerikanern" im Irak auch gemacht wurde, um an Informationen über versteckte Waffen zu kommen, das ist die hinter dem PSK-Gerede vom angeblichen "Schutz der Zivilbevölkerung" verborgene "neue" Strategie und Taktik des US-Generals Mc Chrystal, der sich ausnahmsweise mal nicht wie seine beiden Vorgänger mit Vornamen D a v i d oder D a n i e l nennt, was seine wahre Herkunft sofort verraten könnte.

Nächste Woche, so die New York Times, wird es nach neun Beratungsrunden im Weißen Haus, Gesprächen mit den Oberkommandierenden der Armee, mit dem Vorsitzenden des Streitkräfteausschusses im Kapitol, Telefonaten mit den noch NATO-Verbündeten Brown in London, Sarkozy in Paris und Merkel in Berlin schließlich soweit sein. Der Friedensnobelpreisträger Obama wird vor die Kameras und Mikrofone treten und seine großartige neue Strategie verkünden. Es ist die alte Leier nach AIPAC-Art in zwielichtigem Gewand, US-Truppen raus und rein zu gleicher Zeit: Exit+Surge 2.0. Der "Stabschef" des US-Präsidenten – oder soll man wahrheitsgetreuer sagen – der eigentliche Regisseur im Weißen Haus namens Rahm Israel Emanuel hat für die herrschende Mischpoke schon alles geregelt.

Armeechef Mullen, Hillary Clinton und der ganze Chor der Sphirren, die für den Militärisch-Industriellen Komplex der USA stehen, werden gleichzeitig in einer ununterbrochenen Serie von Hearings und Pressekonferenzen ihr Verslein von den braven USA vortragen, die am wilden Hindukusch tapfer gegen ihren Willen die Freiheit der westlichen Welt verteidigen müssen. Natürlich wird der US-Einsatz zeitlich begrenzt, damit die traurige Botschaft nicht so schmerzt. Dass dieser sinnlose Krieg gegen einen armseligen Rest von Widerständlern, gegen eine Handvoll zerlumpte Al-Kaida-Sandalenträger geführt wird, die sich die meiste Zeit gar nicht in Afghanistan aufhalten sondern in Waziristan, dem Nordwestzipfel Pakistans, das werden sie nicht sagen. Den Widerstand der Afghanen und Paschtunen, den haben die Amis erst selbst mit ihren unverhältnismäßigen Bombardierungen seit Ende 2001, mit ihrer marodierend im Land herumziehenden Söldner-Soldateska geschaffen.

Im Irak haben es die verluderten US- und UK-Militärs mit Folter, Vergewaltigung und dem willkürlichen Abknallen wehrloser Einheimischer weit getrieben. Mehr als eine Million tote Iraker hat der Irakkrieg schon gefordert und noch immer werden jede Woche Dutzende von Irakern von Bombenfallen zerrissen, an Straßensperren niedergeschossen oder offiziell von ihrer Marionettenregierung im Dienst der US-Ölkonzerne hingerichtet.

Noch schlimmer geht es am Hindukusch zu. Das gegen kritische Reporter abgeschottete Afghanistan erleidet wegen seiner Abgeschiedenheit den Gipfel der Gewalt enthemmter US-Söldner, grauenhafte Drogenkriminalität und absurde Besatzerwillkür. Der US-Militärstützpunkt Bagram besitzt ein geheimes Foltergefängnis, vergleichbar mit Abu Graib, aber noch vollständig "in Betrieb".


kunduz
"Kollateralschaden" Kunduz: Dutzende tote Zivilisten, darunter auch Kinder.
Wegen der miserablen Informationspolitik der Hardthöhe zum Bombenangriff auf zwei Tanklastwagen bei Kunduz ist der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Schneiderhan, inzwischen zurückgetreten
(Quelle:SPON).


Es gäbe weltweit einen Aufschrei der Empörung, würde bekannt, dass die Masse der Kriegstoten in Afghanistan, der verbrannten, zerfetzten, verstümmelten Leiber und abgetrennten Gliedmaßen, die stets hastig nach muslimischer Sitte unmittelbar nach den Schießereien und US-Bombardierungen auf dem nächstgelegenen Friedhof des jeweiligen Dorfes unter die Erde gebracht werden, Körper von Frauen, Kindern und alten Leuten - Zivilisten - sind. Drei ausgeglühte Kalaschnikows und die Reste einer Panzerfaust hat man neben den beiden ausgebrannten Wracks der Benzinlaster in Kundus gefunden. Beleg dafür, dass eine Handvoll Taliban bei den festgefahrenen LKW waren. Aber neben den Taliban gab es Dutzende von Zivilisten, die der Bombardierung der LKW durch zwei amerikanische Kampfbomber zum Opfer fielen. Die wirklichen Opferzahlen werden in der ach so freien westlichen Welt geheimgehalten und die mit "Presserabatten" u.ä. vielfältig bestochene West-Journaille schweigt, bemüht sich noch nicht mal die Zahlen der Toten rauszukriegen; "netzwerk reiche ernte" sollte sich das deutsche "netzwerk recherche" lieber nennen, das wäre ehrlicher.

Von den wahren Kriegszielen der USA in Afghanistan, von der Eindämmung des Einflusses Chinas und Russlands in Zentralasien und von den geplanten Erdöl- und Erdgaspipelines aus Zentralasien über afghanisches Gebiet bis zu den Öl-Häfen an der Küste wird nächste Woche nicht die Rede sein. Stattdessen wird vordergründig in Washington laut von einer angeblichen "Exitstrategie" getönt, während im Hinterland, in Fort Hood schon das nächste Kanonenfutter bereitgestellt wird.

Obama wird seine große Rede mit dem "Plan zum Rückzug aus Afghanistan" noch nicht beendet haben, da werden die laut CNN nächsten 34.000 GI`s oder Marine`s abmarschbereit an der Startbahn des größten Umschlagplatzes für menschliches Militärmaterial kauern, um Bataillon für Bataillon mit der jeweils nächsten C 5 "Galaxy" (Stückpreis über 60 Mio $, Wikipedia) zum Verheizen nach Afghanistan gekarrt zu werden. Im Irak hat dieser "Exit+Surge" - Trick zur Täuschung der Weltöffentlichkeit funktioniert, jetzt wird er in Afghanistan wiederholt.

Obama hat gar keine Wahl. Er wird das Friedensnobelpreiskomitee enttäuschen müssen. Das Spielcasino USA steht mit dem Rücken zur Wand, ist wegen der irrsinnigen Kriegskosten im Irak (geschätzt: 3 Billionen US-$) und Afghanistan (bisherige Gesamtkosten unbekannt) und wegen der Fehlspekulationen seiner kranken Zocker an der Börse total pleite. Für einen U-turn, eine Wende, einen Sparkurs, für eine Beendigung des Afghanistankrieges ist es zu spät.

Das auf „Wachstum“ sprich Verschwendung getrimmte kapitalistische System der Wall Street lässt nur ein „weiter so“ zu. Weitermachen mit der Billionen-Dollar-Verschuldung ist die Devise, selbst wenn die ganze westliche Welt in Scherben fällt. Der Kriegstanz auf dem Finanz-Vulkan muss weitergehen. Ein Innehalten, ein Nachdenken über Sinn und Zweck des mörderischen Engagements könnte ja dazu führen, dass die Deutschen, Franzosen, Engländer und Amerikaner, dass die Bürger der freien Welt plötzlich erkennen würden, von wem sie in den letzten Jahrzehnten so maßlos betrogen und hinters Licht geführt wurden. Und dass die Bürger in rasender Wut das herrschende Kriegstreiber-Lumpengesindel ergreifen und an der nächsten Laterne aufhängen würden, so wie 1789 in Frankreich. Das würde auch kein Chilcot-Komitee mehr verhindern, das in London gerade versucht, die wahren Ursachen für George W. Bush`s und Tony Blair`s völkerrechtswidrigen Angriffskrieg vom 20.03.2003 gegen den Irak zu vertuschen.


C-27-A

Aus der Zeit gefallen: eine veraltete C 27 A als Transporter für die afghanische "Luftwaffe".


Doch die Stunde der Wahrheit rückt unerbittlich näher. Der Goldpreis steigt und steigt. Platzt der bis zum Äußersten manipulierte Dollarkurs, der sich immer noch merkwürdig davor drückt die magische 1,50 Schwelle zum Euro zu überspringen, dann brechen alle Dämme. Wie leer die Kassen in Washington sind lässt sich an der militärischen Unterstützung bemessen, die Robert Gates den Afghanen noch zukommen lassen kann. Zwanzig uralte, bei der US-Air Force ausgemusterte, unbewaffnete C 27 A Transportflugzeuge haben die USA Hamid Karsai versprochen. Damit würde sich die Zahl der afghanischen Militärflugzeuge glatt verdoppeln. Denn neben den wenig brauchbaren, weil völlig veralteten Transportern hat Afghanistan noch ein gutes Dutzend alte Hubschrauber aus russischen Beständen. Das ist so gut wie nichts in dem riesigen Gebirgsland, in dem am Boden auch wegen des vielfach verminten Geländes nur wenig bewegt werden kann. Der Ausbau der strategischen afghanischen Ringstraße, den die USA vor Jahren mit großem Buhei versprochen haben, kommt wegen ständiger Scharmützel mit den Aufständischen einfach nicht voran.

Das Nachbarland Pakistan, eine kleine Atommacht, ist da schon viel weiter. In Kooperation mit China und auf der Basis ursprünglich russischer Triebwerke hat die pakistanische Luftwaffe ein eigenes kleines Kampfflugzeug mit der richtigen Kragenweite für den Hindukusch entwickelt, die JF-17 Thunder, das ist eine Trainingsmaschine, die für ein Entwicklungsland zum "Einstieg" in eine moderne Luftflotte genau die richtige Größe hat. Die Avionik ist nicht in teurem ADA oder PEARL programmiert, das preiswerte C++ tut`s auch und die chinesischen oder pakistanischen Programmierer kennen sich damit bestens aus.

Da werden die Jungs von EADS mit ihrem unbezahlbar teuren Eurofighter, einem Kampfjet ohne Kanone, aber dumm gucken. Der instabile Entenflügler lässt sich noch nicht mal manuell vom Piloten steuern und stürzt ab, wenn der Bordcomputer abstürzt. Von den Entwicklungskosten in Höhe von ca. 15 Milliarden Euro hat Deutschland knapp 5 Milliarden Euro geblecht. Das nur von befreundeten Nationen umgebene Deutschland zahlt laut BMVg insgesamt für 183 Eurofighter 15,4 Milliarden Euro, was einem Systempreis von ungefähr 86 Millionen Euro pro Flugzeug entspricht. Unsummen, die unseren Kindergärten, Schulen und Universitäten fehlen. Natürlich ist es kein Zufall, dass Deutschland gezwungen wird, seit Jahrzehnten im Militärbereich das Geld zum Fenster rauszuwerfen, während es im Bildungsbereich an allen Ecken und Enden fehlt. Noch verstecken sich die Schuldigen in ihren gepanzerten Dienstlimousinen hinter getönten Glasscheiben und sind von Bodyguards umringt. Aber die teure Regelung mit den vielen dicken Dienstwagen und dem überflüssigen Personenschutz für miserable Politiker in Bund und Ländern muss wegen Geldmangel eh bald geändert werden.

An den JF-17-Entwicklungskosten von ca. 500 Millionen Dollar haben sich China und Pakistan je zur Hälfte beteiligt. Das erste in Pakistan fabrizierte Flugzeug (Stückpreis 15 - 20 Millionen US-Dollar) wurde gestern der Presse vorgestellt. Damit sind westliche Flugzeughersteller wie Lockheed oder Dassault in Pakistan aus dem Rennen, und die Chinesen sind im Boot. Der Iran und der Sudan haben angeblich schon Interesse am Kauf des modernen Kampfflugzeugs gezeigt. Für die USA ist das eine strategische Niederlage im wichtigsten konventionellen Militärbereich, in dem sie Jahrzehnte die Nase vorn hatten, bei der Luftwaffe. Für die Europäer ist es ein Alarmzeichen und ein Weckruf, mit der NATO Schluß und mit der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft endlich Ernst zu machen. Für uns Deutsche bleibt in Afghanistan und Zentralasien nur eins: der geordnete Rückzug. Japan und Kanada haben es uns schon vorgemacht. Bis 2012 sollten unsere Jungs wieder zu Hause sein.

Auch US-Vizepräsident J o e . B i d e n plädiert vernünftigerweise dafür, die Zahl der in Afghanistan eingesetzten Truppen zu r e d u z i e r e n .

Wenn der von der proisraelischen US-Propagandaeinrichtung "Atlantikbrücke" politisch hochgepäppelte und etwas voreilig in Merkels Gruselkabinett installierte CSU-Verteidigungsminister von und zu Guttenberg heute laut DLF den zusätzlichen Einsatz von 5.500 Kameraden von der Bundeswehr und damit eine irre Aufstockung auf 10.000 deutsche Soldaten in Afghanistan gefordert haben sollte (die SZ kolportiert gerüchteweise die "Gesamtzahl" 7.000), dann sollte man mal seinen Geisteszustand überprüfen.

Der frühreife Gebirgsjäger zu Guttenberg ist für Deutschland ein sicherheitspolitisches Risiko geworden. Wir sollten den Uffz. d. Res. mit seinem Vor-Vorgänger, ex-Verteidigungsminister Struck und Rüstungslobbyist CDU-MdB Kauder zusammen unbewaffnet als Nachhut an den Khyber-Pass schicken. Da können die drei transatlantischen Musketiere mit lautem Gejodel die Taliban erschrecken und den Abzug der Bundeswehr sichern.

Sonntag, 22. November 2009

Oskar kommt wieder

rhbl

„Ich weiss, Du kommst wieder“, sagt die Großmutter zu Oskar. Gemeint ist nicht Lafontaine, sondern der Rumäniendeutsche Oskar Pastior, dessen Lager-Schicksal Herta Müller in ihrem atemberaubenden Buch „Atemschaukel“ schildert.


verpennt

Ohne Oskar hätte die SPD das Ende des Kapitalismus glatt verpennt.


„Ich weiss, Du kommst wieder“, das sagen wir jetzt zu Oskar Lafontaine, denn der liegt gerade im Krankenhaus und muss sich von seiner Prostataoperation erholen. Lafo hat schon ganz andere Schläge weggesteckt. Erst wurde er bei einem Attentat von einer Messerstecherin lebensgefährlich verletzt und sprang dem Tod nur ganz knapp von der Schüppe. Dann stellte ihn Schröder mit einer üblen Intrige als Finanzminister kalt, so daß Oskar der SPD den Bettel hinschmeißen musste. Danach betrieb die übliche Journaille jahrelang eine flächendeckende Hetzkampagne von der übelsten Sorte gegen ihn. Oskar hat alles ausgehalten. Oskar ist stark. Er wird wiederkommen.

Ausschwitz überlagert in deutschen Medien seit vielen Jahrzehnten alle anderen Großverbrechen, die im und nach dem Zweiten Weltkrieg geschahen. Da war kein Platz für unsere eigene Geschichte. Wer es dennoch wagte, wurde als "Opfer" verhöhnt. "Du Opfer", das ist inzwischen ein übles Schimpfwort an unseren Schulen. Die Sieger schreiben stets die Geschichte.

Das bittere Los der Rumäniendeutschen in Stalins Lagern, die Menschen aus den sowjetisch und polnisch besetzten Gebieten in Pommern, die aus den früher deutschen Gebieten von Königsberg bis Breslau Vertriebenen, das Schicksal der Sudetendeutschen, 14 (in Worten: Vierzehn) Millionen deutsche Schicksale geraten erst nach einem halben Jahrhundert langsam wieder richtig in den Blick. Warum? Weil die hiesige Journaille von den Besatzungsmächten 50 Jahre den Auftrag hatte, über das Elend der Vertriebenen möglichst wenig oder garnichts zu berichten. Die gefährlichste Waffe der Medienplutokraten ist: das T o t s c h w e i g e n .

Besser als den Deutschen im Osten ist es denen im Westen gegangen. Das Saarland wollten sich eigentlich die Franzosen einverleiben. Doch in einer Volksabstimmung entschieden sich die Saarländer überraschend gegen Frankreich und für Deutschland. Damit geriet auch der kleine Oskar Lafontaine in die Krallen des deutschen Bundesadlers. Ein Glücksfall für die Linken und für die Republik. Der von der katholischen Kirche mit einem Stipendium besonders geförderte Saarländer, dessen Herz wirklich links schlägt, hat für die Linken aus dem Osten den überlebenswichtigen Brückenschlag nach Westen geschafft. Für den Linkskatholen kein Problem, denn er weiß ja, wie Millionen Katholiken in Westdeutschland ticken. Die katholische Soziallehre (kurze Textauszüge s. Anhang*) hat er gewissermaßen mit der Muttermilch aufgenommen. Wer die Texte im Anhang ohne Blick auf die Quelle liest, könnte die Thesen stellenweise mit Rohentwürfen aus dem Steinbruch des Programms der Linken verwechseln.

Ich präsentiere im Anhang bewusst eine Auswahl offizieller Texte der katholischen Soziallehre, hätte ich Texte der südamerikanischen Väter der "Theologie der Befreiung" zitiert, würde die geistige Nähe zum Programm der Linken noch stärker ins Auge springen. Wenn mit dem Platzen der nächsten Billionen-Bombe (SPON-Forum) der Kapitalismus endgültig das Zeitliche segnet, wird sicher auch der Vatikan seine eher historisch bedingte Ablehnung der Befreiungstheologie überdenken. Erhob Josef Kardinal Ratzinger doch in der Hochzeit des Sowjetkommunismus im Auftrag des polnischen Kommunistenfressers Papst Woytila den Vorwurf, die Befreiungstheologie (Boff, Gutiérrez, Romero) sei eigentlich ein Marxismus im christlichen Gewand und strebe ein sozialistisches Gesellschaftsmodell an, das nicht mit der Schöpfungsordnung vereinbar sei. Nachdem die roten Sterne über dem Kreml abmontiert sind dürfte auch Papst Benedikt XVI. die streng soziale Ausrichtung seiner südamerikanischen Hirten und Schäflein in milderem Licht betrachten (Wikipedia).

Jon Sobrino (SJ) z.B. sucht wie Die Linke nach einem Gesellschaftsmodell, das den gescheiterten Kapitalismus ablösen könnte. Entscheidende Maßstäbe für sein neues Zivilisationsmodell sollen Universalisierbarkeit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit sein. "Die Wirtschaftsweise der reichen Länder des Nordens ist schon aus ökologischen Gründen nicht universalisierbar. Was nicht universalisierbar ist, kann aber dem kategorischen Imperativ Kants zufolge auch nicht ethisch vertretbar sein." So frische Denkansätze für ein neues Parteiprogramm brauchen naturgemäß Zeit, bis die neuen Inhalte diskutiert und die Formulierungen in Ost und West gleichermaßen konsensfähig sind. Am Ende muss der Wähler ja sein Kreuzchen an der richtigen Stelle machen. Gut Ding will Weile haben. Gysi und Lafontaine werden es schon richten.

Mit der Geburtshilfe für die Partei „Die Linke“ hat Lafo schon jetzt mehr für die Wiedervereinigung geleistet als alle politischen Festredner, marktwirtschaftlichen Bauchredner und pseudosozialen Edelfedern zusammen.

Gerade ist Oskar operiert worden. Im Vorfeld hat sich die übliche Kanaille von BLÖD, SPIEGEL (Berg, Deggerich), BUNTE, FAS (Marguier), SZ (bavo) usw. mal wieder mit einer frei erfundenen Schlüssellochstory kräftig blamiert. Beleidigung (§ 185 StGB), üble Nachrede (§ 186 StGB), oder Verleumdung (§ 187 StGB, Freiheitsstrafe bei öff. Begehung bis zu fünf Jahren) sind ja alles Straftatbestände. Sind die Taten geeignet, das öffentliche Wirken von Politikern zu erschweren, so ist nach § 188 StGB höhere Freiheitsstrafe verwirkt. Hier sollte, wenn es nach den Staatsbürgern ginge, mal ein Exempel an einem dieser schreibenden und spitzelnden Affen statuiert werden.

Es gibt nur ein kleines Problem. Die Gossenpresse darf sich in Deutschland im Auftrag der namentlich allseits bekannten proisraelischen Verlegerfamilien, die die deutsche Medienmaschine komplett beherrschen, alles rausnehmen, weil in der BRD wegen Auschwitz seit Jahrzehnten auch Polizei und Justiz von den Verwandten der plutokratischen "Führungsgruppe" höchst diskret kontrolliert werden. Der Fall Buback hat`s gestern abend bei Anne Will mal wieder schön gezeigt ("Diese Erkenntnis erschüttert alles", Nils Minkmar, FAZNET). Die RAF hing an Fäden, deren Ende bis heute keiner von uns gesehen hat. Die Mischpoke, die uns kontrolliert, wird dafür sorgen, dass das auch so bleibt. Es gibt bei "Recht und Inneres" in D einen "Staat im Staate", da läuft alles absolut verschwiegen im Hintergrund und unsichtbar für den deutschen Wahlbürger ab. Ich weiss was ich hier schreibe. Die Welt ist eine Bühne...

Wer möchte sich in D unter solchen Bedingungen schon mit den fremdbezahlten Schweinejournalisten mehr als nötig einlassen. Selbst eine Strafanzeige ist schon zuviel der Aufmerksamkeit für die Drecksäue von der sogenannten „Boulevardpresse“. Noch nicht mal ignorieren ist da die Devise.

Wird schon alles werden, damit Oskar 2010 wieder an der Spitze der linken Truppe ins Feld ziehen kann. 2010 ist das Jahr der Abrechnung mit den großen Versprechungen der Schröderianer. Was wurde nicht alles durch die Agenda 2010 versprochen, bei den Arbeitsplätzen, dem Wirtschaftswachstum oder der Sanierung des Haushalts? Nichts von all den schönen Schröder-Versprechungen ist eingetreten, das genaue Gegenteil ist der Fall: die Arbeitslosenzahlen steigen in gefährliche Höhen, die Banken taumeln von einem Schlagloch ins nächste, die Exportwirtschaft kriselt vor sich hin und zum Finanzminister hätte das Memmenspektakel bei 1,6 Billionen Euro Schulden, die sich bis 2012 auf 2 000 000 000 000 Euro Miese gesteigert haben werden, am besten den Madoff gemacht, wenn der nicht schon woanders brummen müsste.

Nur eins hat sich bewahrheitet, wovor uns Oskar schon seit Jahren gewarnt hat, die Hemmungslosigkeit der Marktradikalen, mit der die angloamerikanischen Heuschrecken selbst in der schlimmsten Finanzkrise noch über uns herfallen und das Land ausplündern. Wäre die Schweinejournaille damals, als Oskar zu Recht dem Gerhard den Bettel hingeworfen hat, nicht wie ein Weib über ihn, sondern über den Armani-Schröder und die falschen Fuffziger in der SPD hergefallen und hätte den Genossen der Bosse fertiggemacht, wer weiß, vielleicht wäre Deutschland das Schlimmste erspart geblieben. Egal, Schnee von gestern.

Hauptsache, die Ärzte haben gemeldet, die Operation sei den Umständen entsprechend gut verlaufen. Oskar kommt wieder.

Beste Genesungswünsche!

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* Anhang

Textquelle:

"DIE SOZIALE AGENDA
EINE SAMMLUNG VON TEXTEN AUS DER
KATHOLISCHEN SOZIALLEHRE"

Francois-Xavier Nguyen Van Thuan

Titular-Erzbischof von Vadesi
Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden
(Vatikanstadt, den 1. Mai 2000)

Abkürzungen:

CA Centesimus Annus (Zum hundertsten Jahrestag von Rerum
Novarum); Johannes Paul II.

KKK Katechismus der Katholischen Kirche

GS Gaudium et Spes (Pastorale Konstitution über die Kirche in
der Welt von heute); II. Vatikanisches Konzil

LG Lumen Gentium (Dogmatische Konstitution über die Kirche);
II. Vatikanisches Konzil

MM Mater et Magistra (über die Ordnung des gesellschaftlichen
Lebens); Johannes XXIII.

PP Populorum Progressio (über den Fortschritt der Völker);
Paul VI.

PT Pacem in Terris (über den Frieden); Johannes XXIII.

QA Quadragesimo Anno (über die Wiederherstellung der
sozialen Ordnung); Pius XI.

RN Rerum Novarum (über die Arbeiterfrage); Leo XIII.

SRS Sollicitudo Rei Socialis (über soziale Belange); Johannes
Paul II.

TMA Tertio Millennio Adveniente (Zur Vorbereitung auf das
Jubeljahr 2000); Johannes Paul II.




Katholische Soziallehre

Tatsächlich kommt es der Kirche zu, immer und überall die sittlichen Grundsätze, auch in Bezug auf die soziale Ordnung, zu verkündigen wie auch über menschliche Dinge jedweder Art zu urteilen, soweit die Grundrechte der menschlichen Person oder das Heil der Seelen dies erfordern (Kodex des Kirchenrechtes, Kanon 747, Nr. 2).

Gerade was die Fragestellungen anbelangt, die für die Diskussion von Fragen der Moral heute kennzeichnend sind und in deren Umfeld sich neue Tendenzen und Theorien entwickelt haben, empfindet es das Lehramt in Treue zu Jesus Christus und in der Kontinuität der Tradition der Kirche als sehr dringende Pflicht, sein eigenes Urteil und seine Lehre anzubieten, um dem Menschen auf seinem Weg zur Wahrheit und zur Freiheit behilflich zu sein. (Veritatis Splendor, Nr. 27)

Ihre Soziallehre vorzutragen und zu verbreiten ist Teil des Verkündigungsauftrages der Kirche. Und weil es sich um eine Lehre handelt, die darauf abzielt, das Verhalten der Personen zu beeinflussen, ergibt sich daraus auch der Einsatz für die Gerechtigkeit je nach Auftrag, Berufung und Lage des einzelnen. Die Durchführung des Verkündigungsauftrages im sozialen Bereich, der ein Aspekt der prophetischen Dimension der Kirche ist, umfasst auch die Offenlegung der Übel und Ungerechtigkeiten. Doch ist die Klarstellung angebracht, dass Verkündigung wichtiger ist als Anklage, und dass diese nicht von jener absehen darf, da sie nur von dort ihre wahre Berechtigung und die Kraft einer höchsten Motivation erhält. (Sollicitudo Rei Socialis, Nr. 41)


Sie drängt sie dazu, dass jeder von ihnen, entsprechend seiner Berufung und seinen Möglichkeiten, zum Wohle seiner Gemeinschaft beiträgt, dass er Gerechtigkeit, Frieden und Brüderlichkeit unter den Menschen fördert und seinen Brüdern, vor allem den Armen und Unglücklichen, hilft (vgl. Paul VI., Credo des Gottesvolkes, Nr. 27) (Libertatis Nuntius, Abschluss).


Wir sind bereit, unsere Rolle in dieser ursprünglichen und universellen Gesellschaft zu übernehmen, die insistente Forderung nach Grundbedürfnissen anzuerkennen und die neuen und häufig sublimen Ausdrücke des Erfindungsreichtums zu begrüßen. Es bestehen aber moralische Werte höchster Wichtigkeit, die wir zu vertreten haben. (Ecclesiam Suam, Nr. 97)


Es gibt sicherlich nicht nur ein einziges Modell politischer und wirtschaftlicher Organisation der menschlichen Freiheit, da ja verschiedene Kulturen und unterschiedliche geschichtliche Erfahrungen in einer freien und verantwortlichen Gesellschaft verschiedene institutionelle Formen hervorbringen. (Rede des Papstes zur Fünfzigsten Generalversammlung der UNO, 1995, Nr. 3)


Die Soziallehre der Kirche entwickelte sich im 19. Jahrhundert, veranlasst durch die Konfrontation des Evangeliums mit der modernen Industriegesellschaft, ihren neuen Strukturen zur Herstellung von Verbrauchsgütern, ihrer neuen Auffassung von der Gesellschaft, dem Staat und der Autorität und ihren neuen Arbeits- und Eigentumsformen. ( CA, Nr. 3) (KKK, Nr. 2421)


Der Uns von Gott anvertraute Schatz von Wahrheit und die schwere Pflicht, das Sittengesetz in seinem ganzen Umfang zu verkünden und zu erklären und, ob erwünscht oder unerwünscht, auf seine Befolgung zu dringen, stellen unter unsere oberste Jurisdiktion und unterwerfen ihr nicht nur die Gesellschaftsordnung, sondern auch die wirtschaftlichen Aktivitäten selber. (Quadragesimo Anno, Nr. 41)


Freiheit

Durch kein menschliches Gesetz können die persönliche Würde und die Freiheit des Menschen so wirksam geschützt werden wie durch das Evangelium Christi, das der Kirche anvertraut ist. Diese Frohbotschaft nämlich verkündet und proklamiert die Freiheit der Kinder Gottes; sie verwirft jede Art von Knechtschaft, die letztlich aus der Sünde stammt. (vgl. Röm. 8, 14Ð17) (Gaudium et Spes, Nr. 41)


Jesus Christus geht dem Menschen jeder Epoche, auch der unseren, mit den gleichen Worten entgegen: Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen (Joh. 8, 32). Diese Worte schließen eine wesentliche Forderung und zugleich eine Ermahnung ein: die Forderung eines ehrlichen Verhältnisses zur Wahrheit als Bedingung einer authentischen Freiheit; und auch die Ermahnung, dass jede nur scheinbare Freiheit, jede oberflächliche und einseitige Freiheit und jede Freiheit, die nicht von der ganzen Wahrheit über den Menschen und die Welt geprägt ist, vermieden werde.
(Redemptor Hominis, Nr. 12)


Doch ist die Freiheit nicht nur ein Recht, das man für sich
selbst beansprucht; sie ist auch eine Pflicht, die man anderen
gegenüber auf sich nimmt. Um wahrhaft dem Frieden zu dienen, muss
die Freiheit jedes Menschen und jeder menschlichen Gemeinschaft
die Freiheit und das Recht der anderen Menschen und Gemeinschaften
achten. Darin findet sie ihre Begrenzung, aber auch ihre innere Logik
und Würde. Denn der Mensch ist von Natur auf Gemeinschaft
angelegt. (Botschaft zum Weltfriedenstag, 1981, Nr. 7)


Die Freiheit gibt uns nicht das Recht, alles zu sagen und alles
zu tun. Es ist falsch zu behaupten, dass der Mensch das Subjekt der
Freiheit ist, das sich selbst genügt und als Ziel die Befriedigung
seines eigenen Interesses im Genuss der irdischen Güter hat.
(Libertatis Conscientia, Nr. 13).


Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen,
politischen und kulturellen Voraussetzungen zu einer gerechten
Ausübung der Freiheit werden allzu oft verkannt oder verletzt. Solche
Verblendung und Ungerechtigkeit belasten das sittliche Leben und
bringen Starke und Schwache in Versuchung, gegen die Liebe zu
sündigen. Wenn sich der Mensch vom sittlichen Gesetz entfernt,
beeinträchtigt er seine Freiheit, kettet sich an sich selbst, zerreißt die
Bande der Brüderlichkeit und lehnt sich gegen die göttliche Wahrheit
auf. (KKK, Nr. 1740)


Zügellosigkeit

Schließlich ist zu sagen, dass die wahre Freiheit auch in der
permissiven (zügellosen) Gesellschaft nicht gefördert wird, welche die Freiheit
mit der Erlaubnis zur Willkür verwechselt und im Namen der Freiheit
eine Art von allgemeiner Sittenlosigkeit verkündet. Die Behauptung,
der Mensch sei frei, sein Leben unabhängig von sittlichen Werten zu
gestalten, und die Gesellschaft brauche diese Werte nicht zu schützen
und zu fördern, ist eine Karikatur der Freiheit. Eine solche Haltung
zerstört Freiheit und Frieden. (Botschaft zum Weltfriedenstag, 1981, Nr. 7)


Fundamentalismus

Die Kirche verschließt auch nicht die Augen vor der Gefahr
des Fanatismus oder Fundamentalismus derer, die glauben, im Namen
einer angeblich wissenschaftlichen oder religiösen Ideologie den
anderen Menschen ihre Auffassung von dem, was wahr und gut ist,
aufzwingen zu können. Die christliche Wahrheit ist nicht von dieser
Art. Der christliche Glaube, der keine Ideologie ist, maßt sich nicht
an, die bunte sozio-politische Wirklichkeit in ein strenges Schema
einzuzwängen. Er anerkennt, dass sich das Leben des Menschen in
der Geschichte unter verschiedenen und nicht immer vollkommenen
Bedingungen verwirklicht. Darum gehört zum Vorgehen der Kirche,
die stets die transzendente Würde der Person beteuert, die Achtung
der Freiheit. (Centesimus Annus, Nr. 46)


Konsumismus

Der einzelne wird heute oft zwischen den beiden Polen
Staat und Markt erdrückt. Es hat manchmal den Anschein, als existiere
er nur als Produzent und Konsument von Waren oder als Objekt der
staatlichen Verwaltung. Es wird vergessen, dass das Zusammenleben
der Menschen weder den Markt noch den Staat zum Endziel hat. Es
besitzt in sich selber einen einzigartigen Wert, dem Staat und Markt
dienen sollen. Der Mensch ist vor allem ein Wesen, das die Wahrheit
sucht und sich bemüht, sie zu leben und sie in einem dauernden Dialog
zu ergründen, der die vergangenen und die künftigen Generationen
einbezieht.
(Centesimus Annus, Nr. 49)


Menschenrechte

Bezüglich der Menschenrechte, die Wir ins Auge fassen
wollen, stellen Wir gleich zu Beginn fest, dass der Mensch das Recht
auf Leben hat, auf die Unversehrtheit des Leibes sowie auf die
geeigneten Mittel zu angemessener Lebensführung. Dazu gehören
Nahrung, Kleidung, Wohnung, Erholung, .ärztliche Behandlung und
die notwendigen Dienste, um die sich der Staat gegenüber den
einzelnen kümmern muss. Daraus folgt auch, dass der Mensch ein
Recht auf Beistand hat im Falle von Krankheit, Invalidität, Verwitwung,
Alter, Arbeitslosigkeit oder wenn er ohne sein Verschulden
sonst der zum Leben notwendigen Dinge entbehren muss.
(Pacem in Terris, Nr. 11)

Jedem menschlichen Zusammenleben, das gut geordnet und
fruchtbar sein soll, muss das Prinzip zugrunde liegen, dass jeder
Mensch seinem Wesen nach Person ist. Er hat eine Natur, die mit
Vernunft und Willensfreiheit ausgestattet ist; er hat daher aus sich
Rechte und Pflichten, die unmittelbar und gleichzeitig aus seiner Natur
hervorgehen. Wie sie allgemein gültig und unverletzlich sind, können
sie auch in keiner Weise veräußert werden.
(Pacem in Terris, Nr. 9)


Soziale Gerechtigkeit

Allzu große wirtschaftliche und gesellschaftliche Ungleichheiten
zwischen den Gliedern oder Völkern in der einen Menschheitsfamilie
erregen Ärgernis; sie widersprechen der sozialen Gerechtigkeit, der
Billigkeit, der menschlichen Personenwürde und dem gesellschaftlichen
und internationalen Frieden. Die privaten und öffentlichen
menschlichen Institutionen sollen sich darum bemühen, der
Würde und dem Ziel des Menschen zu dienen, indem sie gegen
jedwede gesellschaftliche oder politische Verknechtung entschieden
ankämpfen und die Wahrung der Grundrechte des Menschen unter
jedem politischen Regime sichern. (Gaudium et Spes, Nr. 29)


Wenn aber nun trotz dieser Voraussetzungen die Menschenrechte auf verschiedene Weise verletzt werden, wenn wir Zeugen von Konzentrationslagern, von Gewalt und Torturen, von Terrorismus und vielfältigen Diskriminierungen sind, so muss das eine Folge anderer Vorbedingungen sein, die die Wirksamkeit der humanistischen Voraussetzungen in jenen modernen Programmen und Systemen bedrohen oder oft auch zunichte machen.
(Redemptor Hominis, Nr. 17)


Familie

Die erste und grundlegende Struktur zugunsten der Humanökologie ist die Familie, in deren Schoß der Mensch die entscheidenden Anfangsgründe über die Wahrheit und das Gute empfängt, wo er lernt, was lieben und geliebt werden heißt und was es konkret besagt, Person zu sein. Hier ist die auf die Ehe gegründete Familie gemeint, wo die gegenseitige Hingabe von Mann und Frau eine Lebensatmosphäre schafft, in der das Kind geboren werden und seine Fähigkeiten entfalten kann. Wo es sich seiner Würde bewusst wird und sich auf die Auseinandersetzung mit seinem einmaligen und unwiederholbaren Schicksal vorbereiten kann. Oft geschieht es jedoch, dass der Mensch entmutigt wird, die naturgegebenen Bedingungen der Weitergabe des Lebens auf sich zu nehmen. Er lässt sich dazu verleiten, sich selbst und sein Leben als eine Folge von Sensationen zu betrachten, die es zu erleben gilt, und nicht als eine Aufgabe, die zu erfüllen ist. Daraus entsteht ein Mangel an Freiheit, der von der Verpflichtung, sich fest mit einem anderen Menschen zu verbinden und Kinder zu zeugen, zurückscheut oder dazu verleitet, Partner und Kinder als eines der vielen „Dinge“ anzusehen, die man, je nach eigenem Geschmack, haben oder nicht haben kann und die mit anderen Möglichkeiten in Konkurrenz treten. Die Familie muss wieder als das Heiligtum des Lebens angesehen werden. Sie ist in der Tat heilig: sie ist der Ort, an dem das Leben, Gabe Gottes, in angemessener Weise angenommen und gegen die vielfältigen Angriffe, denen es ausgesetzt ist, geschätzt wird und wo es sich entsprechend den Forderungen eines echten menschlichen Wachstums entfalten kann. Gegen die sogenannte Kultur des Todes stellt die Familie den Sitz der Kultur des Lebens dar.
(Centesimus Annus, Nr. 39)


Als eigentlicher Kern der Gesellschaft hat die Familie
Anspruch auf volle Unterstützung seitens des Staates, um ihre
besondere Sendung voll entfalten zu können. Die staatlichen Gesetze
müssen daher darauf ausgerichtet sein, das Wohlergehen der Familie
zu fördern, indem sie ihr bei der Verwirklichung der ihr zufallenden
Aufgaben behilflich sind. Angesichts der heute immer bedrohlicheren
Tendenz, Ersatzformen der ehelichen Gemeinschaft zu legitimieren,
Formen von Verbindungen, die aus der diesen innewohnenden Natur
oder aufgrund der beabsichtigten Vorläufigkeit in keiner Weise den
Sinn der Familie zum Ausdruck bringen und ihr gewährleisten
können, hat der Staat die Pflicht, die Familie als authentische Institution
zu fördern und zu schützen, wobei die naturgegebene Gestalt
und die natürlichen und unveräußerlichen Rechte zu respektieren sind.
(Botschaft zum Weltfriedenstag, 1994, Nr. 5)

Menschenwürde

Was zum Leben selbst in Gegensatz steht, wie jede Art von Mord, Völkermord, Abtreibung, Euthanasie und auch der freiwillige Selbstmord; was
immer die Unantastbarkeit der menschlichen Person verletzt, wie
Verstümmelung, körperliche oder seelische Folter und der Versuch,
psychischen Zwang auszuüben; was immer die menschliche Würde
angreift, wie unmenschliche Lebensbedingungen, willkürliche
Verhaftung, Verschleppung, Sklaverei, Prostitution, Mädchenhandel
und Handel mit Jugendlichen, weiters auch unwürdige Arbeitsbedingungen,
bei denen der Arbeiter als bloßes Erwerbsmittel und
nicht als freie und verantwortliche Person behandelt wird: all diese
und andere ähnliche Taten sind an sich schon eine Schande; sie sind
eine Zersetzung der menschlichen Kultur, entwürdigen weit mehr
jene, die das Unrecht tun, als jene, die es erleiden. Zugleich sind sie
in höchstem Maße ein Widerspruch gegen die Ehre des Schöpfers
(GS, Nr. 27).
(Veritatis Splendor, Nr. 80)


Frauen

So nimmt die Frau wahr und lehrt, dass die menschlichen Beziehungen glaubwürdig sind, wenn sie sich der Aufnahme des anderen Menschen öffnen, der um der Würde willen anerkannt und geliebt wird, die ihm aus der Tatsache seines Personseins und nicht aus anderen Faktoren, wie [Reichtum, Macht,] Nützlichkeit, Kraft, Intelligenz, Schönheit, Gesundheit, zukommt. Das ist der fundamentale Beitrag, den sich die Kirche und die Menschheit von den Frauen erwarten. Und es ist die unersetzliche Voraussetzung für eine echte kulturelle Wende.
(Evangelium Vitae, Nr. 99)


Wirtschaft

Auch im Wirtschaftsleben sind die Würde der menschlichen
Person und ihre ungeschmälerte Berufung wie auch das Wohl der
gesamten Gesellschaft zu achten und zu fördern, ist doch der Mensch
Urheber, Mittelpunkt und Ziel allen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen
Lebens.
(Gaudium et Spes, Nr. 63)


Wahrheit

Das bürgerliche Zusammenleben ist deshalb dann als gut
geordnet, fruchtbar und der menschlichen Würde entsprechend
anzusehen, wenn es auf der Wahrheit gründet, wie der Apostel Paulus
mahnt: Darum leget ab die Lüge, ein jeder rede die Wahrheit mit
seinem Nächsten; denn wir sind Glieder untereinander (Eph. 4, 25).
Das wird dann sicher der Fall sein, wenn jeder seine Rechte und
besonders seine Pflichten gegenüber den anderen anerkennt.
(Pacem in Terris, Nr. 35)


Rassendiskriminierung

An erster Stelle gilt, dass die gegenseitigen Beziehungen der
politischen Gemeinschaften untereinander von der Wahrheit bestimmt
sein müssen. Die Wahrheit verlangt aber, dass es darin keine
Diskriminierung der Rassen geben darf; unantastbar und unerschütterlich
gilt darum, dass alle Staaten, was ihre natürliche Würde angeht,
untereinander gleichgestellt sind. Jeder hat also das Recht auf Dasein,
auf Entfaltung, auf den Besitz der dazu notwendigen Mittel und auch
darauf, dass er in der Verwirklichung alles dessen die Hauptverantwortung
übernimmt. Desgleichen kann er rechtmäßig verlangen, dass
er geachtet und dass ihm die gebührende Ehre erwiesen wird.
(Pacem in Terris, Nr. 86)

Solidarität

[Solidarität] ist nicht ein Gefühl vagen Mitleids oder
oberflächlicher Rührung wegen der Leiden so vieler Menschen nah
oder fern. Im Gegenteil, sie ist die feste und beständige Entschlossenheit,
sich für das Gemeinwohl einzusetzen, das heißt für das
Wohl aller und eines jeden, weil wir alle für alle verantwortlich sind.
Eine solche Entschlossenheit gründet in der festen .Überzeugung, dass
gerade jene Gier nach Profit und jener Durst nach Macht, von denen
bereits gesprochen wurde, es sind, die den Weg zur vollen Entwicklung
aufhalten. Diese Haltungen und Strukturen der Sünde
überwindet man nur neben der notwendigen Hilfe der göttlichen
Gnade mit einer völlig entgegengesetzten Haltung mit dem Einsatz für das Wohl des Nächsten zusammen mit der Bereitschaft, sich im
Sinne des Evangeliums für den anderen zu verlieren, anstatt ihn
auszubeuten, und ihm zu dienen, anstatt ihn um des eigenen Vorteils
willen zu unterdrücken.
(Sollicitudo Rei Socialis, Nr. 38)


Solidarität und Entwicklungshilfe

Die Pflicht zur Solidarität unter den Menschen besteht auch
für die Völker. Es ist eine schwere Verpflichtung der hochentwickelten
Länder, den aufstrebenden Völkern zu helfen (GS, Nr.
86). Diese Lehre des Konzils muss in die Tat umgesetzt werden. Wenn
es auch richtig ist, dass jedes Volk die Gaben, die ihm die Vorsehung
als Frucht seiner Arbeit geschenkt hat, an erster Stelle genießen darf,
so kann trotzdem kein Volk seinen Reichtum für sich allein
beanspruchen. Jedes Volk muss mehr und besser produzieren, einmal
um seinen eigenen Angehörigen ein wahrhaft menschenwürdiges
Leben zu gewährleisten, dann aber auch, um an der solidarischen
Entwicklung der Menschheit mitzuarbeiten. Bei der wachsenden Not
der unterentwickelten Länder ist es durchaus in der Ordnung, dass
die reichen Länder einen Teil ihrer Produktion zur Befriedigung der
Bedürfnisse der andern abzweigen; und ebenso, dass sie Lehrer, Ingenieure, Techniker, Wissenschaftler ausbilden, die ihr Wissen und
Können in den Dienst der anderen stellen.
(Populorum Progressio, Nr. 48)

Um die heute verbreitete individualistische Denkweise zu
überwinden, braucht es ein konkretes Bemühen um Solidarität und
Liebe, das in der Familie beginnt mit dem Rückhalt, den die Eheleute
einander geben, und dann mit der Sorge der Generationen füreinander.
Auf diese Weise qualifiziert sich die Familie auch als Arbeits- und
Solidaritätsgemeinschaft.
(Centesimus Annus, Nr. 49)

Jeder Bürger hat das Recht, am Leben seiner Gemeinschaft teilzuhaben: Das ist heute eine allgemein verbreitete Überzeugung. Dennoch wird dieses Recht zunichte gemacht, wenn der Demokratisierungsprozess durch Begünstigung und Korruption bis zur Unwirksamkeit ausgehöhlt wird. Diese Phänomene verhindern nicht nur die berechtigte Teilhabe an der Machtausübung, sondern
versperren sogar den Zugang zu einer gleichmäßig verteilten Nutzung
der Güter und der öffentlichen Dienste, auf die jeder ein Recht hat.
(Botschaft zum Weltfriedenstag, 1999, Nr. 6)




Entfremdung

Der Marxismus hat die kapitalistischen bürgerlichen
Gesellschaften kritisiert, indem er ihnen die Vermarktung und die
Entfremdung des menschlichen Daseins vorwarf. Dieser Vorwurf
beruht zweifellos auf einer falschen und unsachgemäßen Auffassung
des Begriffs Entfremdung. Er wird einseitig aus dem Bereich der
Produktions- und Eigentumsverhältnisse abgeleitet, das heißt es wird
ihm eine materialistische Begründung zugeschrieben. Es werden
außerdem die Berechtigung und die positive Bedeutung der
Marktbeziehungen in ihrem spezifischen Bereich geleugnet.... Die
gesellschaftliche Erfahrung des Westens ihrerseits zeigt, dass dennoch,
obwohl die marxistische Analyse und Begründung der Entfremdung
falsch sind, die Entfremdung mit dem Verlust des wahren Lebenssinnes auch in den westlichen Gesellschaften eine reale
Gegebenheit ist. Denn sie ereignet sich im Konsum, wenn der Mensch
in ein Netz falscher und oberflächlicher Befriedigungen
hineingezogen wird, statt dass man ihm hilft, die echte und konkrete
Erfahrung seiner Persönlichkeit zu machen. Sie ereignet sich auch
bei der Arbeit, wenn diese so organisiert wird, dass sie möglichst hohe
Erträge abwirft, man sich aber nicht darum kümmert, dass der Arbeiter
sich durch seine Arbeit mehr oder weniger als Mensch verwirklicht,
je nachdem, ob seine Teilnahme an einer echten solidarischen
Gemeinschaft wächst oder ob seine Isolierung in einem Komplex
von Beziehungen eines erbitterten Konkurrenzkampfes und
gegenseitiger Entfremdung zunimmt, in dem er nur als ein Mittel,
nicht aber als ein Ziel angesehen wird. Wir müssen den Begriff der
Entfremdung auf seinen christlichen Sinngehalt zurückführen und
in ihm die Umkehrung von Mitteln und Zielen wieder aufleben lassen.
Wenn der Mensch auf die Anerkennung des Wertes und der Größe
der Person bei sich selbst und im anderen verzichtet, beraubt er sich
in der Tat der Möglichkeit, sich seines Menschseins zu freuen und in
jene Beziehung der Solidarität und Gemeinschaft mit den anderen
Menschen einzutreten, für die ihn Gott geschaffen hat.
(Centesimus Annus, Nr. 41)


Kultur

Reich oder arm, jedes Land hat eine Kultur, die es von den
Vorfahren übernommen hat: Institutionen für das materielle Leben,
Werke geistigen Lebens, künstlerischer, denkerischer, religiöser Art.
Sofern sie wahre menschliche Werte darstellen, wäre es ein großer
Fehler, sie aufzugeben. Ein Volk, das dazu bereit wäre, verlöre das
Beste seiner selbst, es gäbe, um zu leben, den Grund seines Lebens
hin. Das Wort Christi: Was nützt es dem Menschen, wenn er die
ganze Welt gewinnt, aber seine Seele verliert (Mt 16, 26), gilt auch
für die Völker.
(Populorum Progressio, Nr. 40)


Technischer Fortschritt

Der Fortschritt der Technik und die Entwicklung der heutigen
Zivilisation, die von der Vorherrschaft der Technik geprägt ist,
erfordern eine entsprechende Entwicklung im sittlichen Leben und
in der Ethik. Diese scheint jedoch leider immer zurückzubleiben.
Der Fortschritt, der ja andererseits so staunenswert ist, weil wir in
ihm auch echte Zeichen der Größe des Menschen mühelos entdecken
können, wie sie uns in ihren schöpferischen Anfängen schon im Buch
der Genesis bei der Darstellung der Schöpfung offenbart worden sind,
muss darum doch auch vielfältige Sorgen wecken. Die erste Sorge
betrifft die wesentliche und grundlegende Frage: Macht dieser Fortschritt,
dessen Urheber und Förderer der Mensch ist, das menschliche
Leben auf dieser Erde wirklich in jeder Hinsicht menschlicher?
Macht er das Leben menschenwürdiger? Zweifellos ist dies in
mancher Hinsicht der Fall. Die Frage meldet sich jedoch hartnäckig
wieder, wenn es um das Wesentliche geht: Wird der Mensch als
Mensch im Zusammenhang mit diesem Fortschritt wirklich besser,
das heißt geistig reifer, bewusster in seiner Menschenwürde,
verantwortungsvoller, offener für den Mitmenschen, vor allem für
die Hilfsbedürftigen und Schwachen, und hilfsbereiter zu allen?
(Redemptor Hominis, Nr. 15)

Gemeinwohl

Die Autorität wird nur dann rechtmäßig ausgeübt, wenn sie
das Gemeinwohl der betreffenden Gemeinschaft anstrebt und sittlich
erlaubte Mittel anwendet, um es zu erreichen. Falls Behörden ungerechte
Gesetze erlassen oder der sittlichen Ordnung widersprechende
Maßnahmen ergreifen, können solche Anordnungen das Gewissen
nicht verpflichten; in diesem Falle hört die Autorität ganz auf; an
ihre Stelle tritt grässliches Unrecht (PT, Nr. 51).
(KKK, Nr. 1903)

Ferner müssen die staatlichen Stellen im Interesse des
Gemeinwohls sich auch dafür einsetzen, dass Bedingungen herrschen,
in denen es den einzelnen Menschen möglich, und zwar leicht möglich
ist, ihre Rechte wahrzunehmen als auch ihre Pflichten zu erfüllen.
Hat uns doch die Erfahrung gelehrt: wenn in der Wirtschaft, in der
Politik, in den kulturellen Fragen die Staatsorgane nicht in rechter
Weise vorangehen, so verschärft sich, besonders in unseren Tagen,
die Unausgeglichenheit immer weiter, und so geschieht es, dass die
Rechte des Menschen und seine Pflichten unwirklich bleiben....
(Pacem in Terris, Nr. 63)


Strukturelle Ungerechtigkeit

Auf jeden Fall muss man das Bestehen wirtschaftlicher,
finanzieller und sozialer Mechanismen anprangern, die, obgleich vom
Willen des Menschen gelenkt, doch fast automatisch wirken, wobei
sie die Situation des Reichtums der einen und der Armut der anderen
verfestigen. Solche Mechanismen, von den stärker entwickelten
Ländern in direkter oder indirekter Weise gesteuert, begünstigen durch
die ihnen eigene Wirkweise die Interessen derer, die über sie verfügen,
erdrücken oder lenken aber schließlich vollständig die Wirtschaftsordnungen
der weniger entwickelten Länder. Es wird notwendig sein,
diese Mechanismen später einer sorgfältigen Analyse in ethischmoralischer
Hinsicht zu unterziehen.
(Sollicitudo Rei Socialis, Nr. 16)


Soziale Gerechtigkeit, Rechtsstaat und Demokratie

Der Rechtsstaat ist die notwendige Bedingung zur Errichtung
einer wahren Demokratie. Damit diese sich entwickeln kann, bedarf
es einer präzisen Unterweisung der Bürger sowie einer Förderung
der öffentlichen Ordnung und des Friedens innerhalb des
gesellschaftlichen Zusammenlebens. Es gibt wirklich keine echte und
stabile Demokratie ohne soziale Gerechtigkeit. Daher ist es notwendig,
dass die Kirche der Gewissensbildung mehr Aufmerksamkeit
schenkt, Sozialarbeiter für das öffentliche Leben auf allen Ebenen
ausbildet, die ethische Erziehung, die Befolgung des Gesetzes und
der Menschenrechte fordert und sich noch mehr um die ethische
Unterweisung der Politiker bemüht.
(Ecclesia in America, Nr. 56)


Da die staatliche Gewalt von der Ordnung der geistigen
Wirklichkeit gefordert wird und von Gott ausgeht, können Gesetze
oder Anordnungen die Staatsbürger innerlich nicht verpflichten, wenn
die Staatslenker gegen diese Ordnung und deshalb gegen Gottes
Willen Gesetze erlassen oder etwas vorschreiben; denn man muss
Gott mehr gehorchen als den Menschen; in diesem Falle hört die Autorität ganz auf; an ihre Stelle tritt grässliches Unrecht, wie der
heilige Thomas von Aquin lehrt: Zum Zweiten ist zu sagen, dass das
menschliche Gesetz nur insoweit die Beschaffenheit eines Gesetzes
hat, als es der rechten Vernunft gemäß ist. Demzufolge ist offenbar,
dass es vom ewigen Gesetz abgeleitet wird. Insofern es aber von der
Vernunft abweicht, wird es als ungerechtes Gesetz bezeichnet und
hat nicht die Bewandtnis eines Gesetzes, sondern eher die einer
Gewalttätigkeit (Hl. Thomas v. Aquin, STh, I-II, 93, 3, ad 2).
(Pacem in Terris, Nr. 51)


Ablehnung des Führungsmonopols einer Gruppe

Man muss ferner betonen, dass keine gesellschaftliche Gruppe,
wie zum Beispiel eine politische Partei, das Recht hat, das Führungsmonopol
an sich zu reißen; denn das führt zur Zerstörung des wahren
Subjektcharakters der Gesellschaft und der Bürger als Personen, wie
es bei jedem Totalitarismus geschieht.
(Sollicitudo Rei Socialis, Nr. 15)


Regierungen, deren Wesen dem natürlichen Sittengesetz, der öffentlichen Ordnung und den Grundrechten der Personen widerspricht, können das Gemeinwohl der Nationen, denen sie aufgezwungen wurden, nicht verwirklichen.
(KKK, Nr. 1901)


Totalitarismus

Im Gegensatz zu dieser Auffassung vertritt in der modernen
Zeit der Totalitarismus in seiner marxistisch-leninistischen
Ausprägung die Meinung, dass einige Menschen auf Grund einer
tieferen Kenntnis der Entwicklungsgesetze der Gesellschaft oder
durch eine klassenmäßige Sonderstellung oder durch einen Kontakt
mit den eigentlichen Quellen des kollektiven Bewusstseins vom Irrtum
frei sind und daher Anspruch auf die Ausübung einer absoluten Macht
erheben können. Hinzu kommt, dass der Totalitarismus aus der
Verneinung der Wahrheit im objektiven Sinn entsteht: Wenn es keine
transzendente Wahrheit gibt, der gehorchend der Mensch zu seiner
vollen Identität gelangt, gibt es kein sicheres Prinzip, das gerechte
Beziehungen zwischen den Menschen gewährleistet. Ihr Klasseninteresse, Gruppeninteresse und nationales Interesse bringt sie unweigerlich in Gegensatz zueinander. Wenn die transzendente
Wahrheit nicht anerkannt wird, dann triumphiert die Gewalt der
Macht, und jeder trachtet, bis zum Äußersten von den ihm zur
Verfügung stehenden Mitteln Gebrauch zu machen, um ohne
Rücksicht auf die Rechte des anderen sein Interesse und seine
Meinung durchzusetzen. Der Mensch wird da nur insoweit respektiert,
als man ihn als Werkzeug für ein egoistisches Ziel benutzen kann.
Die Wurzel des modernen Totalitarismus liegt also in der Verneinung
der transzendenten Würde des Menschen, der sichtbares Abbild des
unsichtbaren Gottes ist. Eben deshalb, auf Grund seiner Natur, ist er
Subjekt von Rechten, die niemand verletzen darf: weder der einzelne
noch die Gruppe, die Masse, die Nation oder der Staat. Auch die
gesellschaftliche Mehrheit darf das nicht tun, indem sie gegen eine
Minderheit vorgeht, sie ausgrenzt, unterdrückt, ausbeutet oder sie zu
vernichten versucht. Die Kultur und die Praxis des Totalitarismus
ziehen auch die Verneinung der Kirche nach sich. Der Staat oder die
Partei, die glaubt, in der Geschichte das absolute Gut verwirklichen
zu können und sich über alle Werte hinwegsetzt, kann nicht zulassen,
dass ein objektives Kriterium für Gut und Böse außer dem Willen der
Herrschenden anerkannt wird, das unter bestimmten Umständen auch
dazu dienen kann, ihr Verhalten kritisch zu beurteilen. Das erklärt,
warum der Totalitarismus die Kirche zu vernichten oder wenigstens
zu unterwerfen trachtet, indem er sie zu einem Werkzeug seines
ideologischen Apparates macht. Das Bestreben des totalitären Staates
läuft noch immer darauf hinaus, die Nation, die Gesellschaft, die
Familie, die Religionsgemeinschaften und die Menschen selbst in
sich aufzusaugen. Durch die Verteidigung ihrer Freiheit verteidigt
die Kirche zugleich den Menschen, der Gott mehr gehorchen muss
als den Menschen (vgl. Apg. 5, 29), die Familie, die verschiedenen
gesellschaftlichen Organisationen und die Nationen, alles Realitäten,
die ihren je eigenen Autonomie- und Souveränitätsbereich besitzen.
(Centesimus Annus, Nr. 44Ð45)

Wertorientierung

Aber der Wert der Demokratie steht und fällt mit den Werten, die sie verkörpert und fördert.
(Evangelium Vitae, Nr. 70)


Gott hat die Erde mit allem, was sie enthält, zum Nutzen für alle Menschen und Völker bestimmt; darum müssen diese geschaffenen Güter in einem billigen Verhältnis allen zustatten kommen; dabei hat die Gerechtigkeit die Führung, Hand in Hand mit ihr geht die Liebe (GS, Nr. 69). Alle anderen Rechte, ganz gleich welche, auch das des Eigentums und des freien Tausches, sind diesem Grundgesetz untergeordnet. Sie dürfen seine Verwirklichung nicht erschweren, sondern müssen sie im Gegenteil erleichtern. Es ist eine ernste und dringende soziale Aufgabe, alle diese Rechte zu ihrem ursprünglichen Sinn zurückzuführen.
(Populorum Progressio, Nr. 22)


Mildtätigkeit

„Der Mensch muss die äußeren Dinge nicht wie ein Eigentum, sondern
wie gemeinsames Gut betrachten und behandeln, insofern nämlich,
als er sich zur Mitteilung derselben an Notleidende leicht verstehen
soll. Darum spricht der Apostel: Befiehl den Reichen dieser Welt ...
dass sie gerne geben und mitteilen“ (Hl. Thomas von Aquin, STh, IIII,
66, 2, c). Gewiss ist niemand verpflichtet, dem eigenen notwendigen
Unterhalt oder demjenigen der Familie Abbruch zu tun, um dem
Nächsten beizuspringen. Es besteht nicht einmal die Verbindlichkeit,
des Almosens wegen auf standesgemäße und geziemende Ausgaben
zu verzichten. Denn niemand ist, um wieder mit dem hl. Thomas
zu sprechen, verpflichtet, auf unangemessene Weise zu leben. Ist
der Besitz jedoch größer, als es für den Unterhalt und ein standesgemäßes
Auftreten nötig ist, dann tritt die Pflicht ein, vom Überflusse
den notleidenden Mitbrüdern Almosen zu spenden. „Was ihr an
Überfluss habet, das gebet den Armen“, heißt es im Evangelium (Lk 11, 41). Diese Pflicht ist allerdings nicht eine Pflicht der Gerechtigkeit,
den Fall der äußersten Not ausgenommen, sondern der christlichen
Liebe, und darum könnte sie auch nicht auf gerichtlichem Wege
erzwungen werden. Sie erhielt indes eine Bekräftigung, mächtiger
als die durch irdische Gesetzgeber und Richter, von seiten des ewigen
Richters der Welt, der durch vielfache Aussprüche die Mildtätigkeit
empfiehlt: „Es ist seliger zu geben als zu nehmen“ (Apg 20, 35), und
der, der Gericht halten wird über Spendung und Verweigerung der
Almosen an seine Armen, so als wäre sie ihm geschehen, spricht:
„Was ihr einem der geringsten meiner Brüder getan habt, das habt
ihr mir getan“ (Mt 25, 40). (Rerum Novarum, Nr. 22)


Sozialpflichtigkeit des Eigentums

Man muss sich noch einmal das kennzeichnende Prinzip der
christlichen Soziallehre vergegenwärtigen: Die Güter dieser Welt sind
ursprünglich für alle bestimmt. Das Recht auf Privateigentum ist
gültig und notwendig; es entwertet aber dieses Prinzip nicht: Auf
ihm liegt in der Tat eine soziale Hypothek, das heißt darin erkennt
man eine soziale Funktion als innere Qualität, die genau auf dem
Prinzip der allgemeinen Bestimmung der Güter gründet und von
dorther gerechtfertigt ist.
(Sollicitudo Rei Socialis, Nr. 42)

Der Mensch arbeitet, um die Bedürfnisse seiner Familie , der
Gemeinschaft, zu der er gehört, der Nation und schließlich der ganzen
Menschheit zu erfüllen (Laborem Exercens, Nr. 10). Er trägt außerdem
zur Arbeit der anderen bei, die im selben Unternehmen tätig sind,
sowie, in einer Solidaritätskette, die sich progressiv fortsetzt, zur
Arbeit der Lieferanten bzw. zum Konsum der Kunden. Das Eigentum
an Produktionsmitteln sowohl im industriellen wie im landwirtschaftlichen
Bereich ist gerechtfertigt, wenn es einer nutzbringenden
Arbeit dient. Es wird hingegend rechtswidrig, wenn es nicht produktiv
eingesetzt wird oder dazu dient, die Arbeit anderer zu behindern, um
einen Gewinn zu erzielen, der nicht aus der Gesamtausweitung der
Arbeit und des gesellschaftlichen Reichtums erwächst, sondern aus
ihrer Unterdrückung, aus der unzulässigen Ausbeutung, aus der
Spekulation und aus dem Zerbrechen der Solidarität in der Welt der Arbeit (Laborem Exercens, Nr. 14). Ein solches Eigentum besitzt
keinerlei Rechtfertigung und stellt einen Missbrauch vor Gott und
den Menschen dar.
(Centesimus Annus, Nr. 43)


Gewerkschaften

Zugleich will man vermeiden, dass die Marktmechanismen
zum ausschließlichen Bezugspunkt für das gesamte gesellschaftliche
Leben werden. Man strebt eine öffentliche Kontrolle an, die das
Prinzip der Bestimmung der Güter der Erde für alle wirksam zur
Geltung kommen lässt. Die verhältnismäßig guten Arbeitsmöglichkeiten,
ein solides System der sozialen und beruflichen Sicherheit,
die Freiheit zur Gründung von Vereinigungen und die ausgeprägte Tätigkeit von Gewerkschaften, Vorkehrungen für den Fall der
Arbeitslosigkeit, die Möglichkeit demokratischer Teilnahme am
gesellschaftlichen Leben, all das sollte dazu beitragen, die Arbeit
ihres Warencharakters zu entkleiden und ihr die Möglichkeit zu
geben, sie in Würde auszuführen.
(Centesimus Annus, Nr. 19)


« freier » Wettbewerb

Noch eines wird erfordert, das mit dem vorigen eng
zusammenhängt. So wenig die Einheit der menschlichen Gesellschaft
gründen kann auf der Gegensätzlichkeit der Klassen, ebensowenig
kann die rechte Ordnung der Wirtschaft dem freien Wettbewerb
anheimgegeben werden. Das ist der Grundirrtum der individualistischen
Wirtschaftswissenschaft, aus dem all ihre Einzelirrtümer
sich ableiten: in Vergessenheit oder Verkennung der gesellschaftlichen
wie der sittlichen Natur der Wirtschaft glaubte sie, die öffentliche
Gewalt habe der Wirtschaft gegenüber nichts anderes zu tun, als sie
frei und ungehindert sich selbst zu überlassen; im Markte, d.h. im
freien Wettbewerb, besitze diese ja ihr regulatives Prinzip in sich,
durch das sie sich vollkommener selbst reguliere, als das Eingreifen
irgendeines geschaffenen Geistes dies je vermöchte. Die Wettbewerbsfreiheit
- obwohl innerhalb der gehörigen Grenzen berechtigt
und von zweifellosem Nutzen - kann aber unmöglich regulatives
Prinzip der Wirtschaft sein. Die Erfahrung hat dies, nachdem die
verderblichen individualistischen Theorien in die Praxis umgesetzt
wurden, bis zum Übermaß bestätigt. Daher besteht die dringende
Notwendigkeit, die Wirtschaft wieder einem echten und durchgreifend
regulativen Prinzip zu unterstellen. Die an die Stelle der Wettbewerbsfreiheit
getretene Vermachtung der Wirtschaft kann aber noch weniger
diese Selbststeuerung bewirken: Macht ist blind; Gewalt ist stürmisch.
Um segenbringend f.r die Menschheit zu sein, bedarf sie selbst
kraftvoller Zügelung und weiser Lenkung; diese Zügelung und
Lenkung kann sie sich aber nicht selbst geben. Höhere und edlere Kräfte müssen es sein, die die wirtschaftliche Macht in strenge und
weise Zucht nehmen: die soziale Gerechtigkeit und die soziale Liebe!
Darum müssen die staatlichen und gesellschaftlichen Einrichtungen
ganz und gar von dieser Gerechtigkeit durchwaltet sein; vor allem
aber tut es not, dass sie zur gesellschaftspolitischen Auswirkung
kommt, d.h. eine Rechts- und Gesellschaftsordnung herbeiführt, die
der Wirtschaft ganz und gar das Gepräge gibt. Seele dieser Ordnung
muss die soziale Liebe sein; die öffentliche Gewalt aber hat sie
kraftvoll zu schützen und durchzusetzen, was sie um so leichter
vermag, wenn sie sich jener Belastungen entledigt, die, wie oben
dargelegt, ihr wesensfremd sind. (Quadragesimo Anno, Nr. 88)


Wirtschaftssystem

Wir haben dem heutigen Wirtschaftsystem
ins Gesicht geschaut und fanden, dass es unter den schwersten Übeln
leidet. (Quadragesimo Anno, Nr. 127-128)


Arbeit

Die Arbeit ist ein Gut aller, das für alle verfügbar sein muss, die dazu fähig sind. Vollbeschäftigung ist daher ein verpflichtendes Ziel für jede Wirtschaftsordnung, die auf Gerechtigkeit und Gemeinwohl zielt (Vat. Sozialkatechismus, Kapitel 6)


Gerechter Lohn

Zu den wichtigsten Verpflichtungen des Arbeitgebers gehört
es aber, jedem ein gerechtes Entgelt zu geben.
(Rerum Novarum, Nr. 20)

Der gerechte Lohn ist die rechtmäßige Frucht der Arbeit.
Ihn zu verweigern oder zurückzubehalten ist eine schwere Ungerechtigkeit.
Zur Berechnung des gerechten Entgelts sind sowohl die
Bedürfnisse als auch die Leistungen eines jeden zu berücksichtigen.
Die Arbeit ist so zu entlohnen, dass dem Arbeiter die Mittel zu Gebote
stehen, um sein und der Seinigen materielles, soziales, kulturelles
und spirituelles Dasein angemessen zu gestalten, gemäß der
Funktion und Leistungsfähigkeit des Einzelnen, der Lage des
Unternehmens und unter Rücksicht auf das Gemeinwohl (GS, Nr.
67). Das Einverständnis der Parteien allein genügt nicht, um die Höhe
des Lohns sittlich zu rechtfertigen.
(KKK, Nr. 2434)

dass es weder nach göttlichem noch nach menschlichem Recht angängig
ist, um des höheren Ertrags willen die Bedürftigen und Schwachen
im Lohn zu drücken und so aus der Not der anderen Kapital zu
schlagen. Jemanden um den geschuldeten Lohn bringen, ist fürwahr
eine schwere Sünde, die laut zum Himmel um Rache ruft. „Siehe der
Lohn der Arbeiter ... den ihr unterschlagen, schreit zu Gott, und ihre
Stimmen dringen zum Herrn“. (Jak 5, 4).


Sozialleistungen , bezahlbare Krankenversicherung

Neben dem Lohn kommen hier noch verschiedene Sozialleistungen
in Betracht, deren Zweck es ist, das Leben und die
Gesundheit des Arbeitnehmers und seiner Familie zu sichern. Die
mit der nötigen Sorge für die Gesundheit verbundenen Ausgaben,
besonders bei Arbeitsunfällen, machen es notwendig, dem Arbeitnehmer
einen leichteren Zugang zu ärztlicher Hilfe zu verschaffen, und zwar zu einem möglichst geringen Preis oder auch ganz unentgeltlich.

Ein anderer Bereich solcher Leistungen steht im
Zusammenhang mit dem Recht auf Ruhe und Erholung: es handelt
sich hier vor allem um die regelmäßige wöchentliche Ruhezeit, die
zumindest den Sonntag umfassen sollte, ferner um eine längere
Erholungszeit, den sogenannten Urlaub, einmal im Jahr oder eventuell
mehrmals im Jahr in kürzeren Zeitabschnitten. Schließlich geht es
um das Recht auf Ruhestandsgeld, auf Alterssicherung und auf
Versicherung bei Arbeitsunfällen. Im Rahmen dieser hauptsächlichen
Rechte gibt es ein ganzes System einzelner Rechtsansprüche, deren
Beachtung zusammen mit der Entlohnung der Arbeit für ein korrektes
Verhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber entscheidend ist.
Unter diesen Einzelrechten ist immer auch der Anspruch auf solche
Arbeitsräume und Produktionsprozesse zu beachten, die dem
Arbeitnehmer weder gesundheitlich noch geistigsittlich schaden.
(Laborem Exercens, Nr. 19)


Streik

Wo der Gegensatz wirtschaftlicher oder sozialer Interessen
zu kämpferischen Auseinandersetzungen zu führen droht, müssen
alle Bemühungen dahin zielen, eine friedliche Lösung zu finden. An
erster Stelle muss immer die ehrliche Aussprache der Beteiligten
stehen. Nichtsdestoweniger wird auch unter den heutigen Verhältnissen
der Streik, wenn auch nur als letzter Behelf, unentbehrlich
bleiben, um Rechte der Arbeiter zu verteidigen oder berechtigte
Forderungen durchzusetzen. So schnell als möglich muss dann aber
versucht werden, den Weg zur Wiederaufnahme von Verhandlungen
und gemeinsamen Überlegungen über eine Verständigung zu finden.
(Gaudium et Spes, Nr. 68)


Selbsthingabe

Die Nächstenliebe ist das größte soziale Gebot. Sie achtet
den anderen und dessen Rechte. Sie verlangt gerechtes Handeln und
sie allein macht uns dazu fähig. Sie drängt zu einem Leben der Selbsthingabe:
Wer sein Leben zu bewahren sucht, wird es verlieren; wer
es dagegen verliert, wird es gewinnen (Lk 17, 33).
(KKK, Nr. 1889)


WTO, Welthandel

Noch immer gilt die Lehre Leos XIII. in Rerum Novarum:
das Einverständnis von Partnern, die in zu ungleicher Situation sind,
genügt nicht, um die Gerechtigkeit eines Vertrages zu garantieren.
Die Regel, wonach Verträge durch das freie Einverständnis der Partner
zustandekommen, ist den Forderungen des Naturrechts untergeordnet.
Was dort von dem gerechten Lohn für den einzelnen Arbeiter
gelehrt wird, gilt ebenso für internationale Verträge: eine Verkehrswirtschaft
kann nicht mehr allein auf die Gesetze des freien und ungezügelten Wettbewerbs gegründet sein, der nur zu oft zu einer Wirtschaftsdiktatur führt. Der freie Austausch von Gütern ist nur dann recht und billig, wenn er mit den Forderungen der sozialen Gerechtigkeit übereinstimmt. (Populorum Progressio, Nr. 59)


Ebenso gilt es, den Mut zu haben, eine Revision der Beziehungen zwischen den Völkern vorzunehmen, wobei es um die internationale Aufteilung
der Produktion, um die Handelsstrukturen, die Kontrolle des Gewinns
und um das Währungssystem geht. Dabei ist die Verwirklichung
menschlicher Solidarität nicht zu vergessen, die Wachstumsmodelle
der reichen Nationen sind neu zu prüfen, die Denkweise umzuformen,
um sie für den Vorrang der internationalen Verpflichtungen
empfänglich zu machen; schließlich sollen die internationalen Organisationen
erneuert werden, um ihnen eine größere Wirksamkeit zu
verleihen. (Octogesima Adveniens, Nr. 43)




Internationale Organisationen

Es besteht die Notwendigkeit, in internationalen Austäuschen die auf Gewalt gegründeten Beziehungen zu überwinden, um zu Vereinbarungen zu gelangen, die mit dem Interesse des Wohles aller erreicht werden. Beziehungen, die auf Gewalt gegründet waren, haben tatsächlich nie Gerechtigkeit in einer wahren und dauerhaften Weise errichtet, selbst wenn zu gewissen Zeiten die Änderung von Positionen leichtere
Bedingungen für den Dialog ermöglichen. Die Gewaltanwendung führt überdies dazu, gegensätzliche Gewalt in Bewegung zu setzen, und daraus entspringt eine Atmosphäre des Kampfes, die Situationen von extremer Gewalttätigkeit und Missbräuchen den Weg öffnet…

Ebenso gilt es, den Mut zu haben, eine Revision der Beziehungen zwischen den Völkern vorzunehmen, wobei es um die internationale Aufteilung der Produktion, um die Handelsstrukturen, die Kontrolle des Gewinns und um das Währungssystem geht.

Dabei ist die Verwirklichung menschlicher Solidarität nicht zu vergessen, die Wachstumsmodelle der reichen Nationen sind neu zu prüfen, die Denkweise umzuformen, um sie für den Vorrang der internationalen Verpflichtungen empfänglich zu machen; schließlich sollen die internationalen Organisationen erneuert werden, um ihnen eine größere Wirksamkeit zu verleihen. (Octogesima Adveniens, Nr. 43)

Freitag, 20. November 2009

Herman van Rompuy und Catherine Ashton gewinnen im Geschacher um EU-Ratspräsidenten und EU-Außenbevollmächtigte

rhbl

Zugegeben, es sind nicht gerade die begnadetsten Politpersönlichkeiten aus der Europäischen Union, die da gestern zwischen Suppe und Dessert nach einem wochenlangen jüdischen Geschacher für die im Lissaboner Vertrag neugeschaffenen EU-Führungspositionen ausgesucht wurden. Was waren das noch für Zeiten, als ein brillanter Mann wie Jaques Delors an der Spitze der EU wirkte. Aber wie Merkel schon bemerkt hat: Was nicht ist, kann ja noch werden. Ein echt gutes Zeichen ist, dass Berufsrüpel Daniel Cohn-Bendit (ProIsrael-Agitator im Europäischen Parlament) sogleich über die beiden bescheidenen Kandidaten lästerte und nach seinem Straßenkämpferkumpel Joschka Fischer schrie.

Der Durchbruch kam, nachdem die in Brüssel eigentlich dominierende ProIsraelfraktion den Irak-Kriegstreiber und Pseudokonvertiten Tony Blair als völlig aussichtslosen Präsidentenbewerber in letzter Minute zurückziehen musste. Auf Blair wartet bald ein Strafverfahren beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wegen diverser Folter- und Kriegsverbrechen seiner britischen Söldner im Irak. Im Gegenzug konnte leider der für die Stelle des Außenbeauftragten hoch qualifizierte Massimo D`Alema auch nicht antreten, weil er sich laut Standard.at* als italienischer Außenminister 2006 mal "freundlich gegenüber extremistischen (?) Palästinensern geäußert hatte - und Israel attackiert hatte, was in den Augen vieler (?) als keine ideale Voraussetzung für einen europäischen Außenminister angesehen worden war".

Auf die Idee, einen Osteuropäer wie den ungarischen ex-Premier Nemeth durchzuboxen oder sich für die Idealbesetzung Jean Claude Juncker aus Luxemburg als Ratspräsidenten stark zu machen ist in Berlin oder Paris offenbar niemand gekommen. Jeder der beiden hätte die Ehre verdient und hätte einen sehr guten Job gemacht.


EURatspraesident2

Das "neue Führungsteam" der EU, von links: Erster für zwei Jahre designierter EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy, noch amtierender EU-Ratspräsident Reinfeldt, Kommissionschef Barroso, Catherine Ashton. Der Lissabon-Vertrag soll zum 1. Dezember in Kraft gesetzt werden. Wird ja langsam auch Zeit, dass sich die Europäer einigen und im Konzert der Großen mitspielen.

Beim EU-Limbo um den Posten des ersten „Ratspräsidenten“ mit zweijähriger Laufzeit und die Stelle der „Hohen Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik“ konnten sich die ehemaligen Volksparteien Christdemokraten und Sozialdemokraten am Ende des in Brüssel üblichen undemokratischen Gezerres (so ausgerechnet der grüne Obermauschler Cohn-Bendit) gerade noch auf den kleinsten gemeinsten Nenner, auf zwei mediokre, politisch bisher recht unbekannte Gestalten einigen. Kleinere Parteien wie Linke, Grüne oder Liberale gingen bei der stalinistischen Stellenbesetzung leer aus. Im Hinterzimmer nominiert, wie im undemokratisch** strukturierten Europäischen Rat üblich, wurden zwei etwas abgekämpft wirkende, politische Randfiguren aus der europäischen Provinz. So wie sie aussehen, stehlen die zwei mittelprächtigen Landeier in der EU den mittelmäßigen nationalen Politmarionetten wie Merkel, Sarkozy, Brown oder Barroso nicht die Schau.

Sollte die EU für die Mitgliedsländer an Bedeutung verlieren, ausgerechnet in dem Moment, wo sich mit dem Inkrafttreten des Lissabon-Vertrages auch die Chance eines entschiedeneren Auftretens Europas in der Weltpolitik öffnet? Die gezielt aus übler Perspektive geschossenen Fotos des neuen Führungsduos, die heute morgen von vielen "deutschen" Zeitungen zusammen mit meist ätzenden Kommentaren (Die Welt) veröffentlicht wurden, scheinen darauf hin zu deuten. Die egoistischen Regierungsfrettchen in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten wollen in Wahrheit noch keine Kernkompetenzen nach Brüssel abgeben, wollen sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen.

Die Luschen in Berlin (Merkel) und Paris (Sarkozy) kriegen ja noch nicht mal das groß angekündigte Einigungs-Projekt mit dem "deutsch-französischen Minister" geregelt. Die FAZ berichtet: "Der französische Europaminister Pierre Lellouche hat sich am Freitag erstmals von der Idee eines deutsch-französischen Ministers distanziert. „Ich habe keine Erklärung, weder vom Präsidenten noch von einem Regierungsmitglied, in der gesagt worden wäre, dies sei ein französischer Vorschlag“, sagte Lellouche im Deutschlandfunk. Die Idee sei Frankreich „irgendwie zugeordnet“ worden, „weil sie in Paris im Umlauf ist“ (FAZ).

Die sozialdemokratische EU-Handelskommissarin Ashton könnte ordentlich Biß haben, denn sie hat es immerhin geschafft, den atmenden Leichen im Londoner Oberhaus den Lissabon-Vertrag schmackhaft zu machen. Der jetzige belgische Ministerpräsident van Rompuy hat das Zerbröseln des belgischen Drei-Völker-Staates zumindest vorübergehend gestoppt und die Aufteilung seiner antagonistischen Flamen, Wallonen und Deutschen zwischen Holland, Frankreich und Deutschland vorerst verhindert. Der Christdemokrat gilt als ein Strippenzieher wie aus dem Bilderbuch. Der etwas zerzaust wirkende van Rompuy ist ein Vermittler, wie er jetzt im Gerangel zwischen den osteuropäischen Neumitgliedern und dem Rest des alten Europa in Brüssel dringend gebraucht wird.

Im Kreis der Mächtigen dieser Welt, in China, Indien, Japan, Russland, Brasilien oder den USA dürften sich von Rompuy und die außenpolitisch unerfahrene Catherine Ashton, die im letzten Moment an Stelle des fiesen Kriegsverbrechers Tony Blair von der englischen New Labour-Partei für den EU-Außenposten nominiert wurde, ziemlich deplatziert vorkommen.

Wenn van Rompuy wie Obama seinen Antrittsbesuch bei Hu Jintao in der Großen Halle des Volkes in Peking oder beim japanischen Kaiser in Tokio macht, wird jeder sehen können, wie einem Kanarienvogel zu Mute ist, der einen Adler erblickt.


Akihito

US-Präsident Obama verbeugt sich bei seinem Antrittsbesuch am 14.11.09 vor dem japanischen Kaiser Akihito. Ein Bild, dass bei den Republikanern im US-Kongress helle Empörung auslöste. Die haben noch nicht begriffen, dass es mit ihrer Macht parallel zum Dollar rapide den Bach runter geht. Japan ist neben China der größte Gläubigerstaat der USA.


Cathrine Ashton dürfte als verhuschte Diplomatin neben "Riesenstaatsmann" Guido Westerwelle wie ein mageres Suppenhuhn neben einem knackigen Maishähnchen wirken. Allerdings weiß jeder, dass in China ein Suppenhuhn zusammen mit viel Reis für eine Großfamilie mit mehr als zwei Dutzend Essern ausreicht, während im freßsüchtigen, konsumfaschistischen Europa selbst ein dickes Maishähnchen gerade mal für zwei Tischpartner reicht. Hoffen wir, dass am Ende in Brüssel nicht alles für die Katz ist.

Denn das überalterte, wegen Kinderlosigkeit im Aussterben begriffene Europa wird noch als Muster für einen Weg gebraucht, wie die Völker der Welt in Zukunft ohne Krieg friedlich miteinander auskommen können. Nach zweitausend Jahren Krieg um Grund und Boden in Europa, nach kolonialen Feldzügen in alle vier Himmelsrichtungen der Erde, bis zur Antarktis und zum Nordpol, hat die im Unterschied zu den USA wertorientierte europäische Kultur eingesehen, dass Gewalt und Krieg nichts bringt. Davon könnten andere Nationen lernen. Die USA haben sich leider als lernunfähig herausgestellt. Sie wollten sich nach dem Untergang der Briten nur an deren Stelle die global vorhandenen Rohstoffquellen des früheren Commonwealth of Nations aneignen, um den zusammengeraubten Reichtum fett und faul zu genießen. An einem Ausgleich des Wohlstands mit den Bewohnern in den Ländern der Südhalbkugel waren die raubkapitalistischen USA wie die gottlosen Vorgängerpiraten im englischen Oberhaus in London nie interessiert. Das wird den geldgierigen Angloamerikanern jetzt zum Verhängnis, wo mehr als hundert US-Banken schon pleite sind, die Kreditkartenkrise mit mehr als einer Billion Dollar privaten US-Kreditkartenschulden ungelöst ist, jeder siebte US-Haushalt hungern muss, jeder zehnte US-Amerikaner arbeitslos ist und die Zahl der zwangsversteigerten Häuser in den USA von Monat zu Monat rapide steigt.

Niemand wird den USA oder dem UK noch helfen. Die ganze Welt wartet nur noch auf den völligen Einsturz der elenden Piratennester.

china2

Prognose zur Entwicklung Chinas bis 2010, rote Linie, aus dem Buch von Professor W. Fucks: "Formeln zur Macht", DVA, 1965

Bildunterschrift: "Die chinesische Macht überflügelt nacheinander die der [einzelnen] europäischen Staaten, der Sowjetunion und der USA, ähnlich wie früher die Macht vergleichbar volkreicher Staaten die der weniger volkreichen überflügelt hat."



Das aufsteigende China hat den Übergang von einer Agrarnation zum Industrieland noch nicht ganz geschafft. Es verfügt jedoch schon über beträchtliches Kapital, Billionen US-Dollar, die den USA bitter fehlen. Wenn die USA erst mal implodiert sind, und das ist absehbar, wird nichts und niemand China daran hindern, sich die noch notwendigen naturwissenschaftlichen Kenntnisse und technischen Erfahrungen, die Militärausrüstung und Waffensysteme zu beschaffen, die es zu einer übermächtigen Weltführungsmacht werden lassen. Der Tag ist nicht mehr fern, wo die Europäer erkennen werden, dass sie ohne Russland das Übergewicht einer chinesischen Weltregierung nicht mehr austarieren können. Russland sollte deshalb in weiser Vorausschau als nächstes in das europäische Haus aufgenommen werden. So, wie es 1990 die Charta von Paris schon beschrieben hat, die bei den Europäern in Vergessenheit geraten ist, seit Michail Gorbatschow in Moskau abgelöst wurde und Jelzin sein Land den USA öffnete, mit verheerenden Folgen des wirtschaftlichen Raubbaus und der Ausplünderung durch jüdische "Gangster-Oligarchen" wie Abramowitsch, Beresowski oder Chodorkowski.

Über Jahrtausende haben die Europäer Krieg um Ackerland geführt. Die US-Amerikaner hatten nach Ausrottung der indianischen Urbevölkerung Land im Überfluss. Die Verbrechernation versklavte Schwarzafrikaner, um das von den Indianern geraubte Land überhaupt bestellen zu können. Um bequemer im Luxus leben zu können, haben die USA das letzte Jahrhundert unentwegt Kriegszüge zum Raub fremder Rohstofflagerstätten und Energiequellen durchgeführt. Das amerikanische Jahrhundert, zuletzt ein Albtraum von Systemkonkurrenz des Kapitalismus mit dem Kommunismus und gegenseitiger nuklearer Erpressung, ist nur zwei Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion am Ende. Wie gewonnen, so zerronnen.

Im Irak hat das US-Empire seinen letzten Pyrrhussieg errungen. In Asien, in Afghanistan und Pakistan, wo es um die Pipelines für die zentralasiatischen Öl- und Gasvorkommen geht, wird China den USA die Grenzen militärischer Macht aufzeigen. China wird in zwei Jahrzehnten die USA als Weltführungsmacht ablösen. Was wird dann aus den Europäern?

In seinem Buch „Formeln zur Macht“ hat Wilhelm Fucks schon vor über vierzig Jahren auf der Basis der Bevölkerungsentwicklung, Stahl- und Energieproduktion die Entwicklungslinien für die Europäer, die USA, Sowjetunion und China bis zum Jahr 2040 im wesentlichen richtig vorhergesagt. Er hat schon 1965 auf die „Einigungsprämie“ hingewiesen, die den Europäern zufallen würde, wenn ihnen die Einigung gelänge. Den Fall der Sowjetunion, des Eisernen Vorhangs und den Mauerfall konnte er natürlich nicht voraussehen. Dennoch sind seine Vorhersagen für China und die einzelnen europäischen Staaten verblüffend genau eingetreten. Um so höher die Einigungsprämie, wenn West- und Osteuropäer in der EU erfolgreich zusammenwachsen könnten. Angesichts der neuen Entwicklungen in Washington und Peking entstehen neue Ereignisketten, drohen uns Europäern neue Gefahren. Das Buch von Professor Wilhelm Fucks, damals Direktor des Instituts für Plasmaphysik des Kernforschungszentrums Jülich, endet so:

„Die Entscheidung über die weitere Existenz der Völker und der Menschheit fällt in einem Wettlauf mit der Zeit. Ein Wettlauf kann verloren, aber auch gewonnen werden.“


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*Anmerkung:

Der proisraelische "Standard.at" wird von dem vor einigen Jahren aus dem Umfeld der New Yorker Madoffs nach Wien übergesiedelten "Maler" Oscar Bronner herausgegeben. Das sagt alles über die provinzielle NYT-Kopie, mit der die üblichen Verdächtigen im mehrheitlich konservativ-katholischen Österreich "für ein paar Dollar mehr" vor allem die nach der Beseitigung ihres Vormanns nur noch virtuell vorhandene "Jörg Haider-Fraktion" aufmischen und zersetzen wollten.

Die konservativen Österreicher zeigen sich gegenüber der Medien-Dauerberieselung durch permissive Hollywood - TV - Sex and Crime - Spektakel immer noch hartnäckig resistent und brauchen wohl aus israelisch/amerikanischer Sicht eine "Sonderbehandlung" durch ein Extrablatt ähnlich der BLÖD-Zeitung aus dem bekannten FRIEDE SPRINGER-Verlag.


**Urteil des BVerfG in Karlsruhe zu möglichen Demokratiedefiziten in der EU und im Lissabon-Vertrag vom 30. Juni 2009

Die Verfassungsrichter haben in ihrer Presseerklärung vom 30. Juni 2009 dem bei der Umsetzung des Lissabon-Vertrages schludrig arbeitenden Bundestag ein paar deftige Merksätze ins Stammbuch geschrieben, Auszug:

"Durch den Ausbau der Kompetenzen des Europäischen Parlaments kann die Lücke zwischen dem Umfang der Entscheidungsmacht der Unionsorgane und
der demokratischen Wirkmacht der Bürger in den Mitgliedstaaten
verringert, aber nicht geschlossen werden. Das Europäische Parlament ist
weder in seiner Zusammensetzung noch im europäischen Kompetenzgefüge
dafür hinreichend gerüstet, repräsentative und zurechenbare
Mehrheitsentscheidungen als einheitliche politische Leitentscheidungen
zu treffen. Es ist gemessen an staatlichen Demokratieanforderungen nicht
gleichheitsgerecht gewählt und innerhalb des supranationalen
Interessenausgleichs zwischen den Staaten nicht zu maßgeblichen
politischen Leitentscheidungen berufen. Es kann deshalb auch nicht eine
parlamentarische Regierung tragen und sich im
Regierungs-Oppositions-Schema parteipolitisch so organisieren, dass eine
Richtungsentscheidung europäischer Wähler politisch bestimmend zur
Wirkung gelangen könnte. Angesichts dieses strukturellen, im
Staatenverbund nicht auflösbaren Demokratiedefizits dürfen weitere
Integrationsschritte über den bisherigen Stand hinaus weder die
politische Gestaltungsfähigkeit der Staaten noch das Prinzip der
begrenzten Einzelermächtigung aushöhlen.

Die Völker der Mitgliedstaaten sind Träger der verfassungsgebenden
Gewalt. Das Grundgesetz erlaubt es den besonderen Organen der
Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und Rechtsprechung nicht, über
die grundlegenden Bestandteile der Verfassung, also über die
Verfassungsidentität zu verfügen (Art. 23 Abs. 1 Satz 3, Art. 79 Abs. 3
GG). Die Verfassungsidentität ist unveräußerlicher Bestandteil der
demokratischen Selbstbestimmung eines Volkes. Zur Wahrung der
Wirksamkeit des Wahlrechts und zur Erhaltung der demokratischen
Selbstbestimmung ist es nötig, dass das Bundesverfassungsgericht im
Rahmen seiner Zuständigkeit darüber wacht, dass die Gemeinschafts- oder
die Unionsgewalt nicht mit ihren Hoheitsakten die Verfassungsidentität
verletzt und nicht ersichtlich die eingeräumten Kompetenzen
überschreitet. Die mit dem Vertrag von Lissabon noch einmal verstärkte
Übertragung von Zuständigkeiten und die Verselbständigung der
Entscheidungsverfahren setzt deshalb eine wirksame Ultra-vires-Kontrolle
und eine Identitätskontrolle von Rechtsakten europäischen Ursprungs im
Anwendungsbereich der Bundesrepublik Deutschland voraus..."

Dienstag, 17. November 2009

Fort mit den Studiengebühren, Geld für Bildung statt für Banken

rhbl

Wenn heute Tausende von Studenten auf der Großdemo vom „Bündnis Bildungsstreik“ für bessere Bildungschancen, Lernbedingungen und für die Abschaffung der Studiengebühr durch Berlin ziehen, dann erinnert das fatal an die schwierige Situation an den westdeutschen Hochschulen Ende der sechziger Jahre.

Auch damals steckte die westliche Führungsmacht USA in einem verlorenen Krieg (Vietnam), auch damals legte sie die ungeheuren Kriegskosten ihren Nato-Vasallen als Tributzahlungen auf. Die traten prompt bei der Bildung auf die Ausgabenbremse.

Der Unterschied zu Vietnam ist nur, dass wir Deutschen unseren Anteil an den drei Billionen US-Dollar, die seit 2003 im Irakölkrieg der USA verpulvert worden sind, diesmal indirekt über das Abstottern der Schulden aus der Weltfinanzkrise doppelt blechen dürfen. Auch an der Summe, die in das afghanische Kriegsfass ohne Boden geschüttet wird, nimmt Deutschland doppelt teil, diesmal auf westlicher Seite. Denn die Sowjetunion hat für ihren ebenfalls verlorengegangenen Afghanistankrieg die frühere DDR schon so ordentlich bluten lassen, dass in der runtergewirtschafteten Ostblock-Baracke nach der „Wiedervereinigung“ erst einmal Infrastruktur-Investitionen in Billionenhöhe anstanden.

Wo soviel schönes Geld in sinnlosen Kriegen verschleudert wird bleibt für Soziales, Umwelt oder Bildung nur ein Notgroschen übrig. Ein Notopfer Bildung sollten wir deshalb einführen, so wie es schon mal ein Notopfer Berlin gab. Wo 1965 die FU-Studenten zuerst für bessere Bildung und mehr Demokratie an der Universität auf die Straße gegangen sind. Uwe Wesel hat die Abläufe in seinem Buch über „Die Verspielte Revolution“ mustergültig und eindrucksvoll geschildert*.


freiraeume

Vollversammlung im Audimax der FU-Berlin. Links oben an der Balustrade fordert ein Plakat "Freiräume für k r i t i s c h e Bildung".


Damals demonstrierten die Studenten gegen die Ordinarienuniversität, wo die Professoren die Lehre nur als lästige Pflicht in übervollen Hörsälen ansahen und der Forschungsstoff sich an den privaten Hobbys der Gelehrten entlang hangelte. Die Drittelparität wurde gefordert, damit die Studenten und der akademische Mittelbau neben den Professoren an der Uni mitreden durften. Heute demonstrieren die Studenten gegen den übermächtigen Einfluss der Privatindustrie, gegen Studiengänge und Lernstoffe, die sich mehr an den Interessen der Wirtschaft als am humanistischen Bildungsideal orientieren. Die drangvolle Enge an den Universitäten dauert seit Jahrzehnten an, ist nach Bologna noch schlimmer geworden. Hinzugekommen ist eine Verschulung des Lehrverfahrens und eine Prüfungsdichte, die kaum noch Freiraum für individuelle Entdeckungsreisen in die Tiefe des jeweiligen Fachwissens oder der zugehörigen Sekundärliteratur zulässt.

Wer 1968 das Gutachten des Deutschen Bildungsrats gelesen hat, die „Bibel der Verschulung“ (Horst Rumpf im KURSBUCH 80), der ahnte schon, dass es so wie im Schulsystem bald auch an den Universitäten aussehen würde, Zitat: „Diese 594 denkbar unattraktiv geschriebenen Seiten unter der Überschrift „Begabung und Lernen“ waren es , die den pädagogischen Fortschritt wissenschaftlich mit vielen Tausenden von Literaturzitaten meist angloamerikanischer Herkunft, einläuteten. Mit dieser Waffe in der Hand, so schien es, konnte jeder aus dem Feld geschlagen werden, der etwas von der angeborenen Begabung, von dem darauf aufbauenden dreigliedrigen Schulsystem, von der Auslesepraxis der täglichen Schule zu halten geneigt war.“

Vierzig Jahre später hat sich der Goldrausch im Bildungswesen gelegt. Die Universitäten konnten der anstürmenden Massen von Studenten nicht Herr werden. Jeder zweite bis dritte Student in den naturwissenschaftlichen Fächern macht keinen Abschluss. Durch den Bologna-Prozess ist alles nur noch schlimmer geworden. Bei den Studiengängen herrscht inzwischen in Deutschland manchmal ein so unübersichtlicher Wildwuchs, dass selbst die Fachleute in den Ministerien nicht mehr durchschauen.

Die Föderalismusreform hat die letzten länderübergreifenden, zentralen Ordnungsstrukturen im Bildungsbereich zerschlagen. Es gibt Universitäten, die von Bundesland zu Bundesland sich gegenseitig nicht die Zwischenprüfungen, die Bachelor- und Master-Zeugnisse anerkennen. Von der Anerkennung von Studiengängen und Prüfungen in anderen europäischen Ländern, – und das sollte ja das Ergebnis der europaweiten „Bologna-Standardisierung“ sein, - ganz zu schweigen.

Lebenslang sollte nach den Prognosen unserer Bildungs-Weisen der sagenhafte Lernprozess dauern, mit dem man ungeahnte verborgene Schätze und Energien im Humankapital ans Tageslicht fördern wollte. Doch lebenslang währt einzig unser Bemühen, die fast jährlich wechselnden Betriebssysteme unserer PC`s zu verstehen, die monatlichen Änderungen in den Gaspreisen, die wöchentliche schwankenden Mobilfunktarife oder die täglichen Sprünge der Benzinpreise an der Zapfsäule nachzuvollziehen.

Bei den Medizinern oder Juristen hat sich in der Ausbildung trotz Bologna nicht viel geändert. Lässt sich Anatomie oder Römisches Recht einfach schlabbern? Wohl kaum. Der Bologna-Berg hat gekreißt und eine Maus geboren, und auch noch eine ohne Kopf aber mit 25 Füßen, die alle in eine andere Richtung rennen wollen.

So, wie die Schwachköpfe der EU bei der unkritischen Übernahme der verheerenden angloamerikanischen "Bilanzrichtlinien" voll in die Kacke geraten sind, so muss man jetzt auch bei „Bologna“ verschämt den Rückzug antreten. Unsere Politiker, sie sind die einzigen im Westen neben unseren Bankstern, die sich regelmäßig selbst begaben, haben Mist gebaut. Das kommt davon, wenn die Macht in die Hände von "Ahnungslosen" und "Ungebildeten" gerät.


Bildungsstreik

Bildungsstreik, "mehr Geld für Bildung statt für Banken" wird hier verlangt.


Dabei ist die Problemlösung ganz einfach. Die Politiker müssen nur die Banken vergesellschaften und den Bankstern ein paar der fünfhundert Milliarden Euro wegnehmen, die ohnehin bei den Banken nach der Vergesellschaftung nicht mehr gebraucht werden. Nichts lässt sich besser computergestützt planen und steuern als das Bankgeschäft. Das durch die enormen Synergieeffekte einer Verstaatlichung der Banken freigewordene Geld kann nutzbringend in Bildung, Soziales und Umwelt gesteckt werden.

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*Uwe Wesel: "Die verspielte Revolution" Blessing-Verlag 2002, ein gekürzter Auszug:


Zu Beginn des Sommersemesters 1967 erreichte die Studentenrevolte des SDS an der Freien Universität (FU) in Berlin ihren Höhepunkt. In der ASTA-Zeitung „FU-Spiegel“ erschienen Rezensionen der Seminare, die dem autoritären Uni-Senat unter Rektor Lieber nun überhaupt nicht gefielen. Als sich die Studenten in der Halle des Henry-Ford-Baus der Uni versammeln, um Musik zu hören, schaltet die Verwaltung den Strom aus. Wolfgang Lefèvre und Rudi Dutschke fordern die Studenten auf, die Halle mit einem Sit-in zu besetzen. Peter Schneider vom SDS hält die folgende denkwürdige Rede:

„Wir haben Fehler gemacht, wir legen ein volles Geständnis ab. Wir haben in aller Sachlichkeit über den Krieg in Vietnam informiert, obwohl wir erlebt haben, dass wir die unvorstellbarsten Einzelheiten über die amerikanische Politik in Vietnam zitieren können, ohne dass die Phantasie unserer Nachbarn in Gang gekommen wäre, aber dass wir nur einen Rasen betreten zu brauchen, dessen Betreten verboten ist, um ehrliches, allgemeines und nachhaltiges Grauen zu erregen.

Wir haben vollkommen demokratisch gegen die Notstandsgesetze demonstriert, obwohl wir gesehen haben, dass wir sämtliche Ränge des Zivildienstes aufzählen können, ohne irgendeine Erinnerung wachzurufen, aber dass wir nur die polizeilich vorgeschriebene Marschrichtung zu ändern brauchen, um den Oberbürgermeister und die Bevölkerung aus den Betten zu holen.

Wir haben ruhig und ordentlich eine Universitätsreform gefordert, obwohl wir herausgefunden haben, dass wir gegen die Universitätsverfassung reden können soviel und solange wir wollen, ohne dass sich ein Aktendeckel hebt, aber dass wir nur gegen die baupolizeilichen Bestimmungen zu verstoßen brauchen, um den ganzen Universitätsaufbau ins Wanken zu bringen.

Da sind wir auf den Gedanken gekommen, dass wir erst den Rasen zerstören müssen, bevor wir die Lügen über Vietnam zerstören können, dass wir erst die Marschrichtung ändern müssen, bevor wir etwas an den Notstandsgesetzen ändern können, dass wir erst die Hausordnung brechen müssen, bevor wir die Universitätsordnung brechen können.

Da haben wir den Einfall gehabt, dass das Betretungsverbot des Rasens, das Änderungsverbot der Marschrichtung, das Veranstaltungsverbot der Baupolizei genau die Verbote sind, mit denen die Herrschenden dafür sorgen, dass die Empörung über die Verbrechen in Vietnam, über die vergreiste Universitätsverfassung schön ruhig und wirkungslos bleibt.

Da haben wir gemerkt, dass sich in solchen Verboten die kriminelle Gleichgültigkeit einer ganzen Nation austobt. Da haben wir es endlich gefressen, dass wir gegen den Magnifizenzwahn und akademische Sondergerichte, gegen Prüfungen, in denen man nur das Fürchten lernt, gegen Ausbildungspläne, die uns systematisch verbilden, gegen Sachlichkeit, die nichts weiter als Müdigkeit bedeutet, gegen die Verketzerung jeder Emotion, aus der die Herrschenden das Recht ableiten, über die Folterungen in Vietnam mit der gleichen Ruhe wie über das Wetter reden zu dürfen, gegen demokratisches Verhalten, das dazu dient, die Demokratie nicht aufkommen zu lassen, gegen Ruhe und Ordnung, in der die Unterdrücker sich ausruhen, gegen verlogene Rationalität und wohlweisliche Gefühlsarmut – dass wir gegen den ganzen alten Plunder am sachlichsten argumentieren und uns hier in den Hausflur auf den Boden setzen. Das wollen wir jetzt tun.“

Donnerstag, 12. November 2009

Wo Geld Tore schießt war für Robert Enke kein Platz

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Der 1977 in Jena/DDR geborene Robert Enke war ein feiner Kerl. Der beste und talentierteste Torwart der Bundesliga. Jetzt hat er sich umgebracht. Warum? Stefan Hermanns, einer der wenigen, die den Mut hatten den Auslösefaktor zu benennen, beschreibt es in der ZEIT so:

„Am Wochenende hat es mal wieder Aufregung um die deutschen Fußball-Nationaltorhüter gegeben. Diesmal ging es um Robert Enke. Andreas Bergmann, sein Vereinstrainer bei Hannover 96, hatte sich für ihn verwendet.

Er sei nicht damit einverstanden, dass Enke von Joachim L ö w nicht für die beiden Länderspiele gegen Chile und die Elfenbeinküste nominiert worden war.

Solche Wortmeldungen von mehr oder weniger beteiligten Personen gibt es rund um jedes Länderspiel, aber gestern Abend ist einem wieder einmal bewusst geworden, wie belanglos das eigentlich alles ist. Gestern Abend wurde die Nachricht bekannt, dass Robert Enke tot ist. Er hat sich das Leben genommen.“



enke

2006 wurde Nationaltorwart Robert Enke zu Niedersachsens Sportler des Jahres gewählt.


Robert Enke ist das neueste Opfer des zur reinen Geldmaschine verkommenen deutschen "Profifußballs". Wo Menschenhändler wie der megafette Rainer Calmund direkt in der Wende in die zusammenbrechende DDR fuhren, um für hartes Geld den dortigen Fußballclubs die Spitzensportler abzujagen. Millionengagen konnte weder Leipzig noch Magdeburg den Jungs zahlen. Nicht nur die Industrie im Osten ist ja mit dem 1:1 DM-Umtausch systematisch plattgemacht und abgewickelt worden. Der Sport in der ehemaligen DDR, der bis zur Einheit Spitzenklasse war, hat genauso gelitten. Geld war im Osten Mangelware, man hing Jahrzehnte am westdeutschen Soli-Tropf. Da gingen Ausnahme-Talente wie Robert Enke notgedrungen in den Westen.

Weil Robert Enke in seiner DDR-Kindheit und Jugend noch in einem solidarischen Umfeld humanistisch sozialisiert wurde, wo egoistische Geldgier eben nicht als die für das eigene Fortkommen entscheidende Charaktereigenschaft angesehen wurde, musste er im gnadenlos alles als Ware betrachtenden Ausbeutungssystem des Westens scheitern. Mit extremen Höhen und Tiefen ist folglich die Karriere des Mannes, der bei vielen Fachleuten als bester Torwart der deutschen Nationalmannschaft gesehen wurde, im Westen verlaufen. Dazu kam ein furchtbarer Schicksalsschlag, als seine zweijährige Tochter an einem Herzleiden verstarb. Der für das von den üblichen Verdächtigen brutalisierte Fußballgeschäft zu intelligente und sensible Robert Enke, das lässt sich schlicht konstatieren, ist von den in der Liga und beim DFB amtierenden Fußballheuschrecken und auch von geldgeilen Sportkriminellen / Fußballfunktionären sowie vom koksenden Trainer Christoph Daum in der Türkei einfach verheizt worden ("Enkes Reflexe").


EnkePKDFB

Zwanziger tröstet Bierhoff durch Handauflegen. Beim DFB will keiner was geahnt oder gewusst haben. Unglaubwürdig, dafür war die ungewöhnlich schnell anberaumte DFB-Pressekonferenz zu routiniert und showmäßig inszeniert. So lenkt man im Medienzeitalter von der eigenen Schuld ab.


Löw`s Betbrüder in den unterwanderten deutschen Medien, die jetzt wie Enkes Witwe verdächtig viel von Enke`s Depression reden, haben beim ausgrenzenden Mobbing, Abwerten und Abservieren gegen Robert Enke mit tausend Nadelstichen kräftig mitgeholfen.


EnkePK96

Gespenstische Pressekonferenz von Hannover 96 mit Pressesprecher, Enkes gefasster Witwe (Sterben macht Erben) und seinem seltsamen Therapeuten. Alle in gleichfarbig gedeckten Klamotten. Wer hat den Arzt eigentlich von seiner ärztlichen Schweigepflicht entbunden? Die gleichen Trauerworte, das gleiche Handauflegen, alles routiniert und im Schweinsgalopp durchgezogen. Sprachregelung: der zum "depressiven Kranken" erklärte Robert Enke ist für alles verantwortlich. Motto: "Wir haben unser Bestes getan, konnten ihm nicht helfen". "Liebe kann nicht alles, usw."

Das Gegenteil dürfte die traurige Wahrheit sein. Enke war wohl durch das Leistungs-Mobbing der Funktionärsmaschine so unter Druck, durch den Psychoterror der proIL-Abzocker so auf den Hund gekommen, dass er sich sogar bemüßigt gefühlt hat, sich für seinen Freitod zu entschuldigen. Wer den Rechtfertigungsdruck aufgebaut haben könnte ist auch klar. Der Scharlatan, der als Psychotherapeut Robert Enke und seine Frau "begleitet" oder sollte man besser sagen "gehirngewaschen" hat. Diese bei Enke fachlich gescheiterte, zweifelhafte Person mit Migrationshintergrund ausgerechnet aus Köln, hatte sogar die Frechheit unter Verletzung der ärztlichen Schweigepflicht die intimsten Details aus der vorgeblichen "Krankenakte" des Toten in einer "Pressekonferenz" zu verbreiten. Tote können sich nicht wehren. Kein Wunder, dass diese Presseshow vom Privatsender N24 übertragen wurde. Da weiss man, wer in D im Hintergrund die Fäden zieht
(Youtube-Video).


Mobbing geht bei der Itzhak-Journaille so elegant, dass es kaum gerichtsverwertbare Spuren hinterläßt:

"Die NDR-Sportschau am letzten Sonntag, nach dem Spiel von Hannover 96 gegen den Hamburger SV zum Beispiel: Enke haderte, ob er herauslaufen sollte, um den Ball abzufangen, oder ob er im Tor stehen bleiben sollte. Für den Bruchteil einer Sekunde war er unentschieden – da fiel das Gegentor. In der Sportsendung wurde diese Szene schon in der Zusammenfassung zwei, drei Mal wiederholt, stets mit der Frage: „War es ein Torwartfehler?“ Später war Hannover-Manager Jörg Schmadtke zu Gast, auch ihm wurde die Szene erneut vorgespielt – Torwartfehler?"

Wer zog in dieser NDR-Sportschau die Fäden, führte die Regie? Namen werden nicht genannt. Sollte mit dieser Sendung der NDR-Sportschau Löw`s Entscheidung gegen Enke dem Publikum schmackhaft gemacht werden? Gut möglich.(Quelle: Brüggemann im FREITAG).

Daum

Mit `nem gerollten Zwanziger hat sich der durch die Kokain-Affäre diskreditierte Christoph Daum, dem der DFB offenbar immer noch nicht die Trainerlizenz entzogen hat, wohl die Drogen reingezogen. Ausgerechnet Kokser Daum brüstet sich im SPIEGEL, Enke habe sich ihm anvertraut. Drogensüchtige dürfen neuerdings in "deutschen" Medien Meinung über Spitzensportler machen. So tief sind wir gesunken. Der früher in D identitätsstiftende Fußball hat fertig. Der Rest folgt, wenn die nächste Wall Street-Finanzblase platzt.


Fußball war mal in Deutschland bis zum Eintreffen der Heuschrecken, der falschen Fuffziger, die als Vereins- und Verbandsaktivisten emsig nach englischem Vorbild das elende Millionengeschäft antriggerten, ein schönes Spiel. Spiel ist dadurch gekennzeichnet, dass es nicht das gewöhnliche Leben ist. Gespielt wird in der Freizeit oder in der Pause von der Arbeit. Wer spielt steht außerhalb des Prozesses der unmittelbaren Befriedigung von Lebensnotwendigkeiten. Das ist vorbei. Freizeit und Leistungsgesellschaft, das passt nicht zusammen. Für die Ami-Heuschrecken soll nach dem Untergang der kommunistischen Systemkonkurrenz möglichst pausenlos auch in Deutschland rund um die Uhr die ganze Woche, auch Sonntags, malocht werden. 7 Tage zu 24 Stunden, das wird die neue Stachanow-Norm, die unsere neue Schwarz-Gelbe Regierung als Zielvorgabe neben der Ausweitung der Sklaven-/Leiharbeit und der Einschränkung/Aufhebung des Kündigungsschutzes schon im Hinterkopf hat. Fußball ist kein Spiel mehr, es ist eiskaltes Geschäft wie alles andere im Turbo-Raub-Kapitalismus auch.

Früher spielten unsere Amateure in den Fußballmannschaften nur um die Ehre und bestenfalls um einen Pokal. Der kam in die Vitrine des Vereinslokals und repräsentierte das Ansehen der Mannschaft und indirekt damit das Ansehen der Stadt oder des Landes, aus dem die Fußballmannschaft kam. Wie sollen exotische "Kameltreiber", "Kümmeltürken" und "Kralneger" - so werden die fremden Fußballsklaven, die fast immer importierte Fremdkörper in der Deutschen Mannschaft bleiben, abschätzig von den Fans betitelt, - das Ansehen oder die Ehre Bielefelds oder Deutschlands stärken? Das ist ein Unding. Das Ansehen Deutschlands in der Welt - und damit das wichtige Ansehen Deutschlands als Industrie- und Wirtschaftsplatz, als Exportnation - soll mit den komischen Multi-Kulti-Auftritten einer aus aller Herren Länder zusammengewürfelten Mannschaft in Wahrheit zerstört werden. Wir Deutsche sollen so nur en passant gedemütigt und in Mißkredit gebracht werden. Demütigung ist eine proisraelische Spezialität, eine billige Retourkutsche für den Holocaust.

Längst geht es beim Fußball auch nicht mehr ums Ansehen und die Ehre. Nur das Image zählt noch, und das hat nichts mehr mit Ehre und Ansehen, aber viel mit Marketing und Geld zu tun. Statt griechischer Stadien gibt es heute amüsierfaschistische, römische Arenen, ein großer Unterschied (Die Arena der Welt verläßt man nur als Toter, Sloterdijk). Die Arenen werden wie zum Hohn im von Neoliberalen besetzten Deutschland nach den englischen Geschäftsfirmen, den Heuschrecken-Investoren oder nach Geldsammelstellen wie AWD benannt, die Deutschland ausplündern.

Neuerdings gibt es in jeder Arena komfortable Logenplätze für die Bosse, damit sich die Schweinsgesichter nicht mehr in der gleichen Reihe wie der Plebs, der Pöbel, das Volk, das Prekariat oder auch einfach Unterschicht genannt den Arsch abfrieren müssen. In den Logen wird der Champagner, wie es sich gehört, durch Diener bis zum jeweiligen Logenbruder geschleppt. Vermutlich gibt es auch Aufzüge, die direkt zu den bewachten Parkplätzen fahren und Bodyguards, die das gemeine Volk an der Tür in Schach halten. Bezuschusst werden diese Prachtbauten aus dem öffentlichen Haushalt. Das heißt, dass der kleine Mann die überdachten und geheizten Luxus-Sessel für die vollgefressenen Schweinsvisagen in den Séparées auch noch blecht, während er selbst mit dem Rest der 100.000 gemeinen Zuschauer auf einer Plastikschale für 80 Euro pro Spiel im Regen ausharren darf. Eine echte Gemeinheit. Wer aufmuckt wird von der Polizei, die auch aus seinen Steuermitteln bezahlt wird, höchst unsanft abtransportiert und kriegt evtl. auf Verdacht en bloc Stadionverbot, eine Kollektivstrafe, die garantiert verfassungswidrig ist.


zwanziger
Multi-Kulti-Zwanziger hat sich als DFB-Chef besonders auch um die Damen gekümmert.


Seitdem bei Schalke aus den Dürregebieten Schwarzafrikas, den südamerikanischen Favelas oder vom abwassertechnisch unterentwickelten Balkan importierte Billigstfußballsklaven mit den hiesigen Eingeborenen aus Gelsenkirchen zusammengemixt werden, hängt der Haussegen schief, fehlt es an Mannschaftsgeist und Kameradschaft. Der ganze Bundesligafußball ist nur noch eine aufgeblasene Riesenshow und massive Abzocke des Plebs durch die proisraelischen Eigentümer der Privatfernsehkanäle (Kirch, Murdock, Saban etc.) und andere Geldgeier. Hinter den angeblichen und wirklichen Fußball-Millionären hält zudem eine parasitäre Truppe von Managern, Masseuren und anderen zwielichtigen Funktionärsgestalten pausenlos die Hand auf.

Die proisraelischen Erfinder des Multi-Kulti-Menschenhandels (Gangsteroligarch Abramowitsch & Co.), die als englische "Premier Ligue“ bisher nur mehrere hundert Milliarden Euro Miese gemacht haben, dienen mitten in der Weltfinanzkrise wohl als großes Vorbild für Theo Zwanziger & Co.. Selbsttäuschung oder Betrug ?

Wie soll eine ethnisch/kulturell total heterogen zusammengewürfelte Truppe von Einzelkünstlern aus allen Himmelsgegenden der Welt denn Mannschaftsgeist entwickeln? Wenn der Trainer nicht fünf Sprachen spricht, von Kisuaheli bis Portugiesisch und von Türkisch über Deutsch bis Serbokroatisch? Das verdeckte Hauptziel des von den Proisraelis im DFB geschaffenen globalisierten Menschen-Mischmasch ist die Zerstörung des Fußballs als einer identitätsstiftenden Kraft der Deutschen Nation. So, wie die Dekonstruktion Deutschlands von den gleichen Akteuren parallel auch über die systematisch betriebene Verdrängung des Deutschen aus "unseren" proisraelisch beherrschten Medien, durch die s c h l e i c h e n d e Einführung der englischen Sprache via Computer- und Kommunikationstechnik, via Globalisierung im Topmanagement und über die Werbung massiv vorangetrieben wird. Ein zerstörerischer Feldzug der globalen Finanzbetrüger, der nur durch Erstreckung des für das deutsche Bier geltenden Reinheitsgebots auch auf den Fußball, die deutsche Sprache und alle anderen wesentlichen Lebensbereiche in Deutschland gestoppt werden kann und muss.

Wer sich gegen die Dekonstruktion Deutschlands nicht wehrt, lebt verkehrt!

Die "Multi-Kulti-Bundesliga". das ist den meisten seit den Wettbetrügereien des ex-Schiedsrichters Hoyzer längst klar, ist nur noch ein Potemkinsches Fußballdorf für Zocker, Bildzeitungsleser und andere Blödis. Mit Gammelfleischwurst, Aldi-Bier und vertickten Fußball-Spielen wird das deutsche Prekariat vor der Glotze oder in der Arena bei Laune gehalten und von der Politik abgelenkt. Damit es nicht auf die Idee kommt, den Herrschenden zu genau auf die Finger zu gucken. Mit dem früheren Breitensport und Nationalsport Fußball, auf den wir zu Zeiten Sepp Herbergers bis hin zu Franz Beckenbauer noch stolz sein konnten, hat diese abartige Show von Größenwahnsinnigen, die da an jedem Wochende in den Arenen abgezogen wird, nichts mehr zu tun. Deshalb bleiben die Besucher aus, sinken die Einschaltquoten. Von Schalke bis Bayern München, von Bremen bis Berlin, überall sind die Fußballkassen leer. Dafür nimmt die Randale von Woche zu Woche zu. Die Fans lassen sich nicht mehr für dumm verkaufen und hauen auf den Putz. Die Ärmsten spüren, dass mit ihrem Geld nur die Reichen subventioniert werden, so wie es z. B. in Schalke abläuft.

Die Schalker Probleme haben so ziemlich alle Bundesligaclubs. Schalke steht vor der Pleite. Die Arena KG hat Schulden in Höhe von 113 Millionen Euro. Der Verein braucht dringend zwanzig Millionen Euro. Die Stadt Gelsenkirchen, die selbst 500 Millionen Euro Schulden hat, wird Schalke das Geld leihen. Damit bezuschusst wieder einmal der kleine Steuerzahler die Fußball-Millionäre. Das Geld wird im Kommunalhaushalt an anderer Stelle fehlen: im Sozialbereich, in den Altenheimen, den Kindergärten, Schulen und beim Flicken der vielen Löcher in den Fahrbahndecken. Eine Monatsfahrkarte der Straßenbahn/Verkehrsbetriebe kostet teure 59,95 Euro. Das ist für Tausende von Hartz-IV-Empfängern und Arbeitslosen in Gelsenkirchen unerschwinglich. Eine einzelne Fahrt zum Arbeitsamt kostet 3 Euro. Dagegen gibt es „auf Schalke“ in der Arena zwei Dutzend Millionäre, exotische Fußballer, Trainer, Manager etc., von denen jeder mit meist hirnlosem Gekicke so viel Geld verdient, dass es im Keller schon zu faulen beginnt, wenn die Scheine nicht regelmäßig umgeschaufelt werden. Wie lange sollen diese zum Himmel stinkenden, sozial höchst ungerechten Zustände noch andauern?


SargEnke

Hunderttausend Deutsche verabschiedeten sich am Volkstrauertag in einer Trauerfeier am Sarg Robert Enke`s im und um das Stadion in Hannover.


Beim DFB und bei der Bundesliga wird sich durch den Freitod Enke`s nichts ändern. Die neoliberale Sippschaft, die jetzt in Deutschland das Sagen hat, kennt keine Spielpausen, keine Unterbrechung ihrer Geschäfte. Ob im Spielcasino oder an der Börse, überall wird von den Heuschrecken gewettet, mit nie zuvor dagewesenen Geldeinsätzen, mit höchsten Risiken. Das ist doch oberfaul. "Staatsanwalt, bitte übernehmen sie!" würde man fordern, wüsste man nicht, dass die deutsche Justiz-Szene an den entscheidenden Ecken auch schon von der Mischpoke unterwandert ist. Warum wurde der Ganove Hoyzer vorzeitig auf freien Fuß gesetzt? Weil die Mischpoke sich gegenseitig hilft und einer den anderen aus dem Knast und wieder an den Trog zieht.

Das gut geheuchelte Mitgefühl bei der ausgerechnet von der geschiedenen Frau Käßmann geleiteten Trauerfeier für Robert Enke, ihre Krokodilstränen bei der Pressekonferenz, das hätten sich die Herrschaften vom "Deutschen Fußballbund" schenken können. Zu Mayer-Vorfelder`s Zeiten hat es solche Tragödien wie die mit Robert Enke nicht gegeben. Der "privatisierte" deutsche Fußball ist seitdem an die "Wirtschaftsinteressenten" geradezu verschleudert worden, ist dank des Durchgriffs zu vieler geldgieriger Interessenten und zweifelhafter Investoren sportlich am Ende. Da muss jeder anständige Spieler oder Torwart ja einfach Depressionen kriegen.

Jetzt rufen alle nach mehr Psychologen und Psychiatern für die Spieler. Aber das wäre irre, da würden die Falschen behandelt. Psychotherapeutische Behandlung braucht beim deutschen Fußball zuallererst das Top-Management in den Teppichetagen.

Das Millionärs-Raffer-Gesindel, das seit der Einführung des Bezahlfernsehens (Premiere) den deutschen Fußball aus reiner Geldgier unterwandert hat, hat Robert Enke auf dem Gewissen. Es sollte sich schleunigst vom Acker machen.

Dienstag, 10. November 2009

Friedrich Schiller, zum 250. Geburtstag

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schiller



Der Antritt des neuen Jahrhunderts


Edler Freund! Wo öffnet sich dem Frieden,
Wo der Freiheit sich ein Zufluchtsort?
Das Jahrhundert ist im Sturm geschieden,
Und das neue öffnet sich mit Mord.

Und das Band der Länder ist gehoben,
Und die alten Formen stürzen ein;
Nicht das Weltmeer hemmt des Krieges Toben,
Nicht der Nilgott und der alte Rhein.

Zwo gewaltge Nationen ringen
Um der Welt alleinigen Besitz,
Aller Länder Freiheit zu verschlingen,
Schwingen sie den Dreizack und den Blitz.

Gold muß ihnen jede Landschaft wägen,
Und wie Brennus in der rohen Zeit
Legt der Franke seinen ehrnen Degen
In die Waage der Gerechtigkeit.

Seine Handelsflotten streckt der Brite
Gierig wie Polypenarme aus,
Und das Reich der freien Amphitrite
Will er schließen wie sein eignes Haus.

Zu des Südpols nie erblickten Sternen
Dringt sein rastlos ungehemmter Lauf,
Alle Inseln spürt er, alle fernen
Küsten - nur das Paradies nicht auf.

Ach umsonst auf allen Länderkarten
Spähst du nach dem seligen Gebiet,
Wo der Freiheit ewig grüner Garten,
Wo der Menschheit schöne Jugend blüht.

Endlos liegt die Welt vor deinen Blicken,
Und die Schiffahrt selbst ermißt sie kaum,
Doch auf ihrem unermeßnen Rücken
Ist für zehen Glückliche nicht Raum.

In des Herzens heilig stille Räume
Mußt du fliehen aus des Lebens Drang,
Freiheit ist nur in dem Reich der Träume,
Und das Schöne blüht nur im Gesang.


Friedrich Schiller [ 10. November 1759 - 9. Mai 1805 ].


Schiller schrieb das 1802. Was hat sich seitdem geändert? Der olympische Wettbewerb um die Weltherrschaft ist weitergegangen. Deutschland wurde wegen Blutdoping disqualifiziert. Das paradiesische Land wurde für mehr als ein halbes Jahrhundert geteilt, wieder zusammengefügt und Berlin fungierte zum 09.11.09 erstmals als Treffpunkt und "Disneyland" für die Staatsführer aller Staaten, die schon aus dem Rennen um den Platz der Weltführungsmacht ausgeschieden sind. Es wurde soviel Alkohol ausgeschenkt, dass selbst die Bundeskanzlerin Schwierigkeiten mit dem richtigen Artikulieren bei ihrer Festansprache hatte.

Das britische London und das Paris der Franken sind zu Provinzhauptstädten degradiert. Im Ringen um die Weltherrschaft hat die "Planwirtschaft" gegen die "Marktwirtschaft" die erste Runde nach Punkten verloren. Mit dem "zügellosen Wettbewerb" steigt die globale Kriminalitätsrate jedoch so besorgniserregend, dass allenthalben über strengere Regeln für den Kapitalverkehr nachgedacht wird. In Peking sitzt man angespannt auf den mit immer wertloser werdenden Dollarnoten gefüllten Geldsäcken. Tokio möchte keinen US-Militärstützpunkt auf Okinawa mehr. In Rio ist die nächste Olympiade.

Eigentlich hat sich seit 200 Jahren wenig geändert. Ob "Wallenstein" oder "Die Räuber". Friedrich Schiller ist im US-geführten Weltbürgerkrieg des 21. Jahrhunderts so aktuell wie bei der ersten Drucklegung seiner Werke.

Sonntag, 8. November 2009

USA, das Land, wo die Kanonen blühen und Muslime wie Nidal Malik Hasan nichts zu lachen haben

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Der 39-jährigen Armeepsychiater und US-Major Nidal Malik Hasan hat in 10 Minuten mit 100 Schuß aus zwei Pistolen in Fort Hood 13 Soldaten erschossen und 30 so schwer verwundet, dass einige mit dem Tode ringen.

Ein Amoklauf mehr in den verrotteten USA, der neben Israel waffenstarrendsten und militaristischsten Off-Shore-Entität der Welt:


Ruestungsausgaben-weltweit

Wie sehr die USA durch und durch militarisiert sind erkennt man an der Höhe ihrer jährlichen Rüstungsausgaben (inzwischen liegen die bei über 750 Milliarden Dollar jährlich). Die USA geben fürs Militär weit mehr Geld aus als alle anderen hier aufgezählten Staaten der Welt zusammen.


Nach dem Motto „Psychiatrie studiert nur, wer selbst einen Dachschaden hat“ könnte man über die Angelegenheit "Fort Hood" hinweggehen. Wenn, ja wenn der Fall des muslimischen Kriegsdienstverweigerers Hasan nicht einige Besonderheiten aufweisen würde, über die in der freien westlichen Presse nur ungern berichtet wird. Es hieß zunächst, Hasan sei Amerikaner, dann war er Sohn jordanischer Einwanderer und ganz am Schluß kam die Wahrheit raus. Seine Eltern sind Palästinenser. Das erklärt die Sache schon eher. Wer sich aufgrund seiner palästinensischen Herkunft immer und immer wieder an das Söldner-Gemetzel unter dem israelischen General Scharon in den Flüchtlingslagern Sabra und Schatila erinnert, an die zahllosen anderen israelischen Massaker an den Palästinensern seit 1948 unter dem Schutz der USA, der lebt in einem psychischen Ausnahmezustand.

Seit Sigmund Freud ist die Psychologie und Psychiatrie ein von jüdischen "Wissenschaftlern", manche sagen auch unverblümt "Scharlatanen", besetztes Gebiet. Zwischen großmäuligen Heilsversprechen und praktischen Niederlagen ohne Ende bewegt sich in den USA ein Heer von professionell geldgierigen Gehirnwäschern, deren wahre Aufgabe im Sinne der herrschenden Atom- und Öl-Plutokraten es ist, traumatisierte und verwirrte GI`s zwischen zwei Einsätzen wieder funktionsfähig zu machen. Funktionabel für`s Töten von Muslimen im sogenannten "Krieg gegen den islamistischen Terror". Ein lügnerisch gekünsteltes Feindbild, das die wahren, sehr viel konkreteren Kriegsziele der USA im ölreichen Mittleren Osten und auf dem Rest des Globus verschleiern soll. Jeder Muslim weiß, dass es den verlogenen proisraelischen US-Plutokraten von Exxon-Mobile etc. in Wahrheit nur um die Konzessionen für`s Anbohren und den schlecht verhüllten Raub der Gas- und Ölreserven im Irak und in den Nachbarländern geht.


Golfstrategie-der-USA

Ölraub unter dem Schutz von US-Kriegsschiffen und IL-Atomraketen.
Mit dem sogenannten "Krieg gegen den "i s l a m i s t i s c h e n Terror" läuft seit dem 20.03.2003 die schlecht verhüllte völkerrechtswidrige Militäroffensive der USA, um die Ölfelder des Nahen und Mittleren Ostens für lau auszubeuten (Quelle: Le Monde Diplomatique, PopUp, Karte mit Doppelklick öffnen).



Globalisierung, das bedeutet aus Sicht der US-Kapitalisten nur das weltweite, möglichst ungehinderte Ausplündern menschlicher Arbeitskraft unter Sklavenhalterbedingungen, begleitet von der rücksichtslosen globalen Ausbeutung aller wertvollen Rohstoffe zu Niedrigstpreisen, angefangen bei den Öl- und Gasvorkommen des Mittleren Ostens und Zentralasiens, den Diamantenminen von de Beers in Südafrika, über die kanadischen Goldminen, die kongolesischen Kupfer-, Kobalt-, Coltan- und Uranvorkommen bis zu den Zinngruben in Bolivien oder den Eisenerz- und Kohlevorkommen in Australien. Im Wall Street-Casino der materialistischen Madoff`s war die Gier nach einem Luxusleben stets so grenzenlos wie der Geldbedarf, um die US-Kriegsmaschine am Laufen zu halten (s.o.). Denn widerstandslos lässt sich der Rest der Welt vom New Yorker Lumpengesindel auf Dauer nicht ausplündern. Nach 9/11 mussten die Leh- und Liebermänner, die Murdock`s und Madoff`s die Maske fallen lassen. Klar wird nun auch dem Dümmsten, dass die Konflikte, die zwischen Ost und West bestanden, nur temporär im Vordergrund standen. Seit Adam und Eva, immer schon tobt der Kampf zwischen Unten und Oben, jetzt zwischen den wenigen Fettaugen auf der Nordhalbkugel und den unzähligen Hungerleidern, dem Rest der Welt auf der Südhalbkugel.

Muslimische US-Militär- Psychiater müssen unter diesen Umständen in dem unlösbaren Interessenkonflikt des Mitleidens für die eigenen zum Krüppel geschossenen oder traumatisierten muslimischen Glaubensbrüder auf der einen Seite und der Loyalität gegenüber ihrem proisraelisch-amerikanischen Dienstherrn Robert Gates auf der anderen Seite geradezu seelisch zerrissen werden.


verkrueppelt

Propagandaplakat zu einer verlogen "Volle Teilhabe" und "Gelegenheiten" für Kriegsinvaliden des Afghanistan-/Irakkriegs versprechenden Info-Veranstaltung in Fort Hood. Wie die Wirklichkeit aussieht zeigt das Schicksal des Namensgebers des größten Militärumschlagplatzes für globale Kriegseinsätz der USA. Der Draufgänger und Südstaaten-General Bell Hood, nach dem Fort Hood, der größte Militärstützpunkt der Welt benannt ist, wurde im Bürgerkrieg zwischen Nord- und Südstaaten mehrfach schwer verwundet und verlor unter anderem ein Bein. Der Kriegskrüppel starb völlig verarmt und verelendet an Gelbfieber in den Slums von New Orleans. Seine Frau starb nur Stunden nach ihm. Zurück blieben zehn Waisenkinder. So sieht die asoziale Realität in den kapitalistischen USA, im land of opportunities, im "Glücksspielcasino der unbegrenzten Gelegenheiten" oder genauer im "Land des grenzenlosen O p p o r t u n i s m u s " auch heute noch aus. Weil die meisten armen Amerikaner noch nicht mal krankenversichert sind, können sie sich vor den Zug schmeißen, wenn sie krank oder verwundet aus dem Krieg zurückkommen.


Besonders hart wird es, wenn die US-Militär-Psychiater die von ihren Patienten gehörten "schrecklichen Dinge" in sich reinfressen und nicht durch hinreichende fachliche Supervision regelmäßig psychisch entlastet werden. Irgendwann müssen sie ausrasten. Da ist das sprachgeregelte heuchlerische "Rätseln" der FAZ und der ganz überwiegenden Masse der übrigen auf US-Kurs gebrachten "freien Westmedien" über Hasan`s "Motiv" nur Ablenkung und bewußte Irreführung des Lesers. Die Pentagon-Abteilung für Psychologische Kriegsführung lässt grüßen.

In einer von den neoliberalen US-Heuschrecken und US-Plutokraten seit dreißig Jahren systematisch chaotisierten Welt, deren Unordnung die US-Lehmänner im Finanzbereich und die US- und IL-Liebermänner im Militärbereich bis zum Äußersten gesteigert haben, genügt ein Funke wie die "Operation Bleigießen" oder der letzte US-Luftangriff auf zwei Tanklastzüge bei Kundus, wo Dutzende muslimischer Zivilisten, Benzin zapfende Frauen, Kinder und Greise neben ein paar Taliban in den höllischen Feuerbällen der steckengebliebenen und mit überdimensionierten GBU-38/39 Bomben zerstörten Tanklaster bis zur Unkenntlichkeit verbrannten, um das seelische Pulverfaß bei besonders exponierten Menschen wie dem muslimischen Palästinenserkind im Dienste der US-Militärpsychiatrie, Malik Hasan, zur Explosion zu bringen. Mit welch krimineller und ekelerregender Kriegshetze rechtsextreme Juden wie Joe Lieberman in den USA (Vorsitzender des US-Kongressausschusses für die Homeland Security) und sein evtl. über achtzehn Ecken mit ihm verwandter Counterpart, der israelische Außenminister Avigdor Lieberman in Tel Aviv die Milliarden Muslime seit Jahrzehnten aufbringen, habe ich unten im Anhang* aus einem Streitgespräch eines israelischen Rechtsextremisten NN mit dem linksliberalen israelischen Schriftsteller Amos Oz beispielhaft dokumentiert.

Grotesk, hier von einem "Ausbruch der Gewalt" zu sprechen, wie es Obama getan hat. Gewalt "bricht" nicht von selbst aus. Gewalt wird Menschen von anderen Menschen angetan.

Gewalt ist strukturell in staatlichen Einrichtungen wie Militär, Polizei, Justizvollzug und Geheimdiensten offen und versteckt angelegt. Je militaristischer ein Staat ist, um so mehr latente Gewalt sammelt sich an, um so schneller kommt es zum offenen Konflikt. Israel und die USA sind leuchtende Beispiele für militaristische Entitäten, deren Existenz offenbar nur solange gesichert ist, wie sie militärische (oder kriminelle) Gewalt ausüben können. Nichts anderes hält anscheinend die amerikanische oder israelische Gesellschaft zusammen - außer der Gier nach Geld natürlich. Wenn das Geld ausbleibt bleiben auch die militärischen Erfolge aus, weil nicht mehr die modernste Waffentechnik zur Verfügung steht. Wo nur noch Mißerfolge eintrudeln rennen die Leute auseinander.

Die Frage ist, wie schnell die Implosion der USA voranschreitet, wenn die Zerfallserscheinungen im Herzen des multikulturellen militär-industriellen Komplexes USA jetzt schon so deutlich wie in Fort Hood sichtbar werden.

Unbegreiflich ist die ungeheure Brutalität der in den USA alles dominierenden Gewalt. Nach dem Dollar oder im Kampf um den Dollar bestimmt Gewalt das menschliche Miteinander, trieft Gewalt aus allen Ritzen des US-Herrschaftsapparats, besonders aus den US-Unterhaltungsmedien, die seit 1989 in schrecklichem Ausmaß auch in Deutschland und ganz Europa den Ton angeben und unsere abendländische Kultur, das gesamte Bildungswesen und das menschliche Miteinander vergiften und zerstören. Womit wir des Nachts immer öfter sogar im öffentlich-rechtlichen TV abgefüllt werden sind entsetzliche US-/IL-Sex- and Crime-Filme, Hollywood-Horrorbilder, deren blutiger Abglanz an Halloween sogar am Tage bis ins letzte Dorf in McPomm durchscheint.

Die USA geben vor, ein zivilisiertes, industriell hochentwickeltes Land mit riesigen Bibliotheken und Universitäten zu sein. Dort hat man ab 1945 Konrad Zuses Computer nachgebaut und in abgewandelter Form glücklich zu unmenschlicher "Anwendungsreife" gebracht. Dort wurde Carl Friedrich Weizsäckers Patent einer Plutoniumbombe gewissenlos kopiert und industriell umgesetzt. Dort wurde die grauenhafte jüdische Atombombe in Japan erstmals hemmungslos an lebenden Menschen, die man zuvor in der jüdisch dominierten US-Propaganda systematisch zu Untermenschen gemacht hatte, in großer Zahl ausprobiert. Hat die besondere Gewaltaffinität des Amerikaners etwas mit der Zeit des Wilden Westens zu tun, so dass dort inzwischen der private Amoklauf mit Pistolen zu einer Blüte gebracht wurde, wie sie die Welt zuvor noch nicht gesehen hat?

Seit Beginn der Weltfinanzkrise ist wenigstens sicher, dass die maßlos gewaltgeneigte und geldgeile US-Gesellschaft ihre Zukunft hinter sich hat. Wie gewonnen, so zerronnen. Was bleibt von den USA übrig?

Kaugummiflecken in den Fußgängerzonen unserer Großstädte, Plastikmüll in der Wüste, marode Betonhochhäuser in Mainhattan und leere Cola-Flaschen in den Weltmeeren. Dazu hochradioaktive Plutoniumabfälle in Hanford und zwei Brandschatten der Atombombenexplosionen in Hiroshima und Nagasaki. Das wird wohl alles sein, was von der "Zivilisation" des vorgeblichen "Schmelztiegel der Völker" am Ende zurückbleibt. Ein Absturz, der im Zickzack-Kurs erfolgt. Die USA, die Kathedrale des Kapitalismus, implodieren wie die kommunistische Sowjetunion, der Untergang erfolgt allerdings im Moment noch schrittweise in Etappen. Er folgt der zitternden Fieberkurve des schwindenden Dollar und der finanziellen Kernschmelze der US-Papiere rund um den Globus (zu evtl. Dollar-Kollaps: Video NZZ-Online). Mehr und mehr Menschen geben dem Kapitalismus schlechte Noten:


kapitalismus

Es fällt auf, dass die Kritik am Kapitalismus in Ländern mit romanischer Tradition (Frankreich, Mexiko, Brasilien) besonders stark wächst. Demnach dürften es die katholischen Hispanos sein, die gemeinsam mit der Volksgruppe der afroamerikanischen Muslime den proisraelischen Raffern an der Spitze der USA den entscheidenden Todesstoß von innen versetzen. Deutschland ist derzeit noch die Musterbaracke des Kapitalismus. Das wird sich jedoch bald ändern, wenn sich die Ossis erstmal auf ihre Stärken und auf ihre wahren Interessen zurückbesinnen. Deutschland kann mehr.


Der amerikanische Traum vom multiethnischen Zusammenleben in den USA ist endgültig geplatzt. Die multi-kulturell bestückte US-Army war mal das Rückgrat der militaristischen Welteroberer, so wie die Wall Street ihr Hirn war. Seit 09/11 leiden besonders die Muslime, die GI´s afroamerikanischer oder arabischer Herkunft bekleiden meist niedrigere Dienstränge, unter versteckten Schikanen und Nano-Nadelstich-Mobbing. Offiziell ist es in der US-Army verboten, Farbige zu diskriminieren, tatsächlich grassiert Rassismus und Antiislamismus wie eine AIDS-Seuche in den "US-Bodentruppen". Rassismus und Diskriminierung finden in der Berichterstattung der herrschenden West-Medien so gut wie nicht statt, um das negative Klima nicht noch weiter anzuheizen. Der „Vorfall“ in Fort Hood, dem größten Militärstützpunkt der Welt, wo auf 880 Quadratkilometern 50.000 Soldaten mit 100.000 Angehörigen und Logistik-Zuarbeitern leben, ist mehr als ein Bandscheibenvorfall. Diese Schießerei ist für strenggläubige Muslime ein Fanal, das Signal für den Beginn einer Meuterei. Muslime dürfen nach dem Koran nicht auf Muslime schießen. Für die moderaten und gemäßigten muslimischen Armeeseelsorger könnte es der Anfang vom Ende ihrer Arbeit sein. Andere Meutereien werden folgen. Mal werden es die unterprivilegierten Hispanos sein, die sich erheben, dann die Schwarzafrikaner, die sich von Obama mehr versprochen hatten. Das große Gebrösel der Ethnien hat in den USA begonnen. Rassismus und Rassendiskriminierung werden von jetzt an fröhliche Urstände feiern und Wellen schlagen. Ein böses Omen, dass Hasan`s Amoklauf genau an dem Tag stattfand, an dem Obama erstmals eine Gesandtschaft von Indianern im Weißen Haus empfing, die auf ihre Diskriminierung aufmerksam machen wollte.

Zwar lebt nur eine Minderheit von ca. 2,4 Millionen Muslimen in den USA, und davon dient nur eine kleine Zahl von ca. 15.000 Muslimen in der US-Army.
Aber GI`s, die Arabisch, Urdu oder Farsi sprechen werden im sogenannten „Krieg gegen den Terror“ dringend gebraucht. Die wenigen Arabisch-Dolmetscher an der unsichtbaren Front im Irak sind im Partisanenkrieg unverzichtbar.

Wenn die muslimischen GI`s denn keine kritischen Bemerkungen zu den Kriegen der USA im Irak und Afghanistan machen wie der Militäpsychiater Hasan. Der auf Kosten der US-Army Psychologie studiert hatte. Und der sich sechs Jahre lang im Walter Reed Hospital in Washington die entsetzlichen Berichte seiner traumatisierten und verwundeten, verstümmelten Kameraden von der Front anhörte, „schreckliche Dinge“. Der sich als gläubiger Muslim zu Recht gegen den Irak- und gegen den Afghanistankrieg offen aussprach und deshalb bei seinen Vorgesetzten und nichtmuslimischen Kameraden aneckte und gemobbt wurde. Der sich einen Anwalt nahm, um aus der Armee entlassen zu werden, was nicht klappte. Der am Walter Reed Hospital in einem Vortrag offen zu erkennen gab, dass er als strenggläubiger Muslim gegen den Afghanistankrieg ist. Der deshalb über Fort Hood am 28. November nach Afghanistan strafversetzt werden sollte und in das tödlich verminte Gebiet natürlich um`s Verrecken nicht wollte. Der befürchtete, dass Afghanistan für ihn ein Himmelfahrtskommando sein sollte.

Der am Ende ausrastete und 13 Menschen bei seinem Amoklauf in den Tod riss. Nur, weil irgendein Pfennigfuchser in der militärischen Hierarchie darauf bestand, dass die Ausbildungskosten, die man in Hasan investiert hatte, sich rentiert machten. Nur, weil irgendjemand im Pentagon noch nicht begriffen hat, was für jeden Muslim gut lesbar im Koran steht und was für den gläubigen Muslim Hasan eine absolut bindende Regel (Fatwa) ist:

„Für die Sache Allah`s streiten (Jihad) ist die Verpflichtung eines jeden Muslim.

Jihad in diesem Sinne hat eine weitreichendere Bedeutung, die sich [ im Sinne des ständigen Bemühens um ein gutes, friedliches, pflichtgemäßes Leben] auf die grundsätzliche Aufgabe des Menschen auf der Erde [auf den Sinn des Lebens] bezieht, jenseits der Verpflichtung sein Land zu verteidigen, seine Ehre, sein Eigentum und weltliche Reichtümer. Ein Muslim ist Bruder von jedem Muslim. Deshalb sollte er ihn nicht unterdrücken oder einem Unterdrücker ausliefern…

Es ist [deshalb] nicht erlaubt für einen Muslim, der von der US-Armee rekrutiert wird, gegen Muslime zu kämpfen, weder in Afghanistan noch irgendwo sonst. Es ist besser, dass diese Muslime ihre Rechte wahrnehmen und sich dafür entschuldigen, dass sie am Krieg nicht teilnehmen, ein Recht, das in der amerikanischen Verfassung verankert ist. “


(Rohübersetzung der Fatwa von Dr. `Ali Jum`ah, Professor für Islamische Jurisprudenz, Al-Azhar Universität, Kairo, in Englisch veröffentlicht auf IslamOnline.Net ).

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Anhang

Auszug aus einem Streitgespräch des israelischen Falken NN mit der israelischen Taube Amos Oz:


[der israelische Falke argumentiert:]

„Von mir aus kannst du mich nennen, wie du willst. Nenn' mich ein Monstrum. Nenn' mich einen Mörder...

Von jetzt an hört vielleicht das Gerede von der Ausschließlichkeit jüdischer Moral ein für allemal auf. Von der moralischen Lehre aus Holocaust und Verfolgungen, von den Juden, die rein und geläutert aus den Gaskammern herauskommen sollten. Schluß. Wir sind jetzt fertig mit diesem Müll. Die kleine Verwüstung in Tyros und Sidon, die Störung von Ein-Hilwe, die ordentlichen Bombardierungen von Beirut, und das klitzekleine Massaker—fünfhundert Araber, auch ein Massaker! - in jenen Lagern [Sabra und Schatila] - alle diese guten Taten machten endgültig Schluß mit dem Geschwätz über das „auserwählte Volk" und über das "Licht der Völker". Gelobt sei Gott, der uns hiervon befreit hat...

Jedem Nachbarn, der Hand an uns legt, muß man eine Hälfte seines Bodens mit Gewalt für immer nehmen und die andere verbrennen. Auch das Öl. Auch mit Atomwaffen ... Weißt du, was am Ende dieses Prozesses herauskommen wird? ... Ein echter Frieden, stabil und lebensfähig.

Gleich nach Verwirklichung dieses Kapitels der Aggressivität, bitte dann seid ihr dran, euren Text vorzutragen. Schafft uns hier Kultur, und moralische Werte und Humanismus. Schafft Völkerverständigung, Licht den Völkern. Schafft einen humanistischen Staat, daß die ganze Welt frohlockt, und ihr selbst könnt dann vor Selbstzufriedenheit und Wonne vergehen ... Dann kommt vielleicht die Zeit des Propheten Jesaja mit dem Wolf und dem Lamm und dem Leopard und dem Zicklein und diesem ganzen schönen Zoo. Unter einer Bedingung: daß auch am Ende der Zeit wir der Wolf und alle Gojim hier in der Nachbarschaft das Lämmchen sind.

Ich bin bereit, freiwillig die schmutzige Arbeit für das Volk Israel zu erledigen, Araber zu töten nach Bedarf, sie zu verbannen, zu verjagen, zu verbrennen, uns verhaßt zu machen ... Heute könnten wir schon alles hinter uns haben, ein normales Volk sein mit vegetarischen Werten ... und mit einer leicht kriminellen Vergangenheit: wie alle. Wie die Engländer und die Franzosen und die Deutschen und die Amerikaner, die schon vergessen haben, was sie den Indianern getan haben, und die Australier, die fast alle Aborigenes vernichtet haben, und wer nicht? Was ist schlecht daran, ein zivilisiertes, respektables Volk mit einer leicht kriminellen Vergangenheit zu sein? Das kommt in den besten Familien vor."


[ Auszug aus dem Buch von Hubert Schleichert: "Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren", Beck Verlag 2. Aufl. 1999, Seite 126,127. Das Zitat stammt ursprünglich aus einem Buch von Amos Oz von 1982: "Über die Weichlichsten und sehr Verwöhnten", S. 74 - 86, mit Kürzungen. ]

Dienstag, 3. November 2009

Merkels Gruselparty in Washingtons proisraelisch besetztem Kongreß

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Wer etwas anders erwartet hatte als das typisch Merkelsche Verhaspeln, Stammeln und Fracksausen vor den beiden Kammern des US-Kongresses wurde enttäuscht. Wie erwartet hat das Memmenspektakel eine bemitleidenswert schlechte Antritts-Rede in Washington abgeliefert. So ein Gestammel und Gestotter ist einfach nur noch peinlich.


washington
Gerade mal drei Mikrofone: ARD, ZDF und N-TV. Kaum einer will Merkels flaches Gestotter noch hören.


Deutschland kann vielleicht mehr, aber das primitive Memmenspektakel kann`s einfach nicht: eine Rede halten.

Unsäglich primitiv und auf dööfstem BLÖD-Niveau hat Merkel vor den bestussten Amis gedankenlos drauf los geplappert, was das Zeug hielt. Von ihrem Elternhaus hat sie rumgelabert, von ihrer mangelnden Vorstellungskraft und von der Freiheit des US-Kapitals über westdeutsche Verwandte schlechteste Billig-Jeans aus bengalischer Kinderarbeit an unterbelichtete Ossi-Tussi-Übergrößen wie Angela Merkel zu verschicken. Lehrers Kinder, Pfarrers Vieh gedeihen selten doch meist nie.

Nichts dokumentiert den Niedergang des Westens besser als dieser jämmerliche Auftritt einer Kleinhirnigen vor einem noch dümmeren Publikum aus dem Wilden Westen. Leute, die aus Gegenden kommen, wo Schule und Bildung stets Glücksache ist, da, wo die endlosen Vieh-Weiden grün und der allgemeine IQ jenseits von gut und böse ist. Kein Wunder, dass in den USA geistig minderbemittelte Itzhaks, die in Europa als Müllmänner nicht eingestellt würden, die US-Politik und insbesondere den US-Kongreß fest im Griff haben. Wie Angela Merkel haben die meisten von ihnen noch nicht begriffen, dass das dumme Besänftigungsgeschreibsel der Finanz-Mietfedern, die alle drei Wochen die abkackende US-Wirtschaft wieder hoch schreiben, nur heiße Luft ist.

Der Big Bang an der Wall Street kommt noch. Die Katze lässt das Mausen nicht. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Der Internet-Hype-Crash im Jahr 2001, die Madoff-Story und der Ruin von Lehman Brothers in 2008, das sind nur die ersten sich noch sanft rundenden Wellen, die den kommenden globalen Finanz-Tsunami ankündigen, der von den proisraelischen Weltfinanzbetrügern in den USA ausgeht und alles in den Schatten stellen wird, was wir 1929 gesehen haben.

widerstand1

Die Straßendecke hebt sich direkt vor dem Führungsfahrzeug eines US-Militärkonvois im Irak. Gleich wird die Druckwelle der Detonation des "Improvised Explosive Device" (IED) der Al Kaida das Söldner-Fahrzeug nebst US-Besatzern zerreißen.


Wladimir Schirinowski, geb. Eidelstein, populistischer LDPR-Parteivorsitzender jüdischer Herkunft in der russischen Duma, hat die beiden Häuser des US-Kongresses deshalb als "israelische besetzte Gebiete" in Washington bezeichnet.

Die Kräfteverhältnisse im US-Kongreß spiegelt die gestrige Abstimmung über den Goldstone-Bericht, wo 344 Rechte, meist amerikanische Juden, die mit den Faschisten Netanjahu und Lieberman in Tel Aviv sympathisieren, 36 linke und gemäßigte Juden und Nichtjuden niedergestimmt haben. In den USA leben 6,155 Millionen Juden - die als winzige 2 Prozent - Minderheit nahezu alle wesentlichen Positionen in den Teppichetagen der Wall Street, der Medien wie in der Industrie und im Pentagon / in der Homeland Security und damit faktisch die Macht in einem Staat mit 305 Millionen Einwohnern innehaben – in "Israel" sind es mittlerweile nach dortigen Angaben 5,4 Millionen Juden, die fast ebensoviele Araber in den von ihnen besetzten palästinensischen Gebieten knechten. Die undemokratischen US-Herrschaftsverhältnisse erreichen den Gipfel der plutokratischen Unverschämtheit in New York, wo der jüdische Börsen-Spekulant und Milliardär Bloomberg quasi ohne Gegenkandidat wie Karsai in Afghanistan gerade Bürgermeister wurde.

Antidemokratische Zustände, die nur noch in Deutschland übertroffen werden, wo die 0,01 Prozent der unchristlichen Verdächtigen und Atheisten alle Machthebel in der Hand halten und mit dem 99,9 prozentigen Rest der christlichen Bevölkerung Katz und Maus spielen. So müssen jetzt alle Kreuze aus den Klassenzimmern des christlichen Abendlandes verbannt werden, weil die paar Leute mit der Holocaust-Moral-Keule, die sich bei näherem Hinsehen als Einsteins und Oppenheimers erpresserische jüdische Atombombe entpuppt, das so wollen.

Wer die Zustände in Deutschland offen kritisiert wird als "Antisemit" niedergeschrieben und isoliert. Haben sich alle Freunde zurückgezogen, wird das Opfer als "vogelfrei" mit Zustimmung der gekauften SPD- und Gewerkschaftsfunktionäre vom Arbeitsplatz weggemobbt. Seine Familie wird zugleich vor aller Augen mit Stasimethoden zerstört. In den proisraelisch kontrollierten deutschen Medien findet sich zu solchen Fällen fast kein Wort. Aus Angst vor dem Terror der "Dienste" schreitet niemand ein, keine Hand rührt sich. Das sind deutsche Zustände wie zur Zeit der mittelalterlichen Inquisition. Mit einfallsreichen Finanztricks wird jeder angebliche "Antisemit" am Ende um sein gesamtes Hab und Gut gebracht. Wo sein Geld hingeht ist auch klar, nach Israel. Israel braucht dringend Geld für den nächsten Angriffskrieg gegen den Libanon, Syrien oder den Iran. Das alles läuft vermutlich unter dem Stichwort "Wiedergutmachung".

Merkels Rede war denn auch von der in Israels Knesset gehaltenen nur geringfügig verschieden. Merkels Angeschleime war so unerträglich, das ich schon nach den ersten Abschnitten von acht Teilen im Handelsblatt das Lesen eingestellt habe. Die ProIsrael-Proll-Journaille sieht das natürlich anders. Hier eine kleine Auswahl der vom Bundespresseamt bestellten (und bezahlten ?) Jubel-Schlagzeilen:



"N24 Breaking Topmeldung Reaktionen auf Kongress-Rede: Merkels Klima-Appell sprengt Parteigrenzen.. http://bit.ly/3cIym4 http://bit.ly/3P9Lp vor 12 Minuten

topnachrichten Rede vor US-Kongress: Merkels Gespür für Amerika - STERN.DE http://bit.ly/34z44Z vor 13 Minuten

newsparadies Merkels Rede vor dem US-Kongress: Mauern aus Beton und in den Köpfen einreißen http://bit.ly/2k2FoT vor 27 Minuten

davidstern_de Rede vor US-Kongress: Merkels Gespür für Amerika - STERN.DE http://url4.eu/gz7s vor 27 Minuten

spiegel_politik Reaktionen auf Kongress-Rede: Merkels Klima-Appell sprengt Parteigrenzen... - http://tinyurl.com/yh3ds8e vor 32 Minuten

SPIEGEL_alles Reaktionen auf Kongress-Rede: Merkels Klima-Appell sprengt Parteigrenzen... - http://tinyurl.com/yh3ds8e vor 32 Minuten

ZDF.de
vor 4 Stunden - Top US-Kongress: Viel Applaus für Merkel
Kanzlerin im Kongress: In ihrer Rede vor dem US-Kongress hat Angela Merkel die Gemeinsamkeiten..."



Armes Deutschland, wer so ne miese Rednerin als Kanzlerin hat, braucht sich über den Spott der anderen Europäer nicht zu beklagen. In der FR musste die Krummnase Festerling aus der Sportredaktion das Memmenspektakel dienstlich bejubeln. Alle anderen aus den Redaktionen Politik etc. waren sich offenbar für die Arschkriecherei zu schade. Die zur Entschädigung für die elende Propagandaarbeit fotografisch in der FR abgebildete arme Mietfeder Festerling, die man getrost als Finsterling bezeichnen könnte, schrieb irgendwas von einer "brillanten Rede". Darauf kann nur kommen, wem vorher Brillantine ins Hirn statt in die fehlenden Haare geschmiert worden ist.

Die Heuschrecken bei General Motors in Detroit waren derweil auch nicht faul. Sie entschieden sich am gleichen Tag gegen Hessens Lieblingsprojekt, bei dem sich auch Merkel engagiert hatte: die Befreiung der Opel-Arbeiter aus US-Fron.

GM will die Sklavenarbeiter bei Opel samt den K(f)Z-Baracken in Rüsselsheim behalten und noch hundert Jahre weiter auspressen. Die Opel-Fabriken in Bochum, Kaiserslautern und Eisenach werden vermutlich geschlossen, tausende Arbeiter auf die Straße gesetzt. Damit zeigen die wortbrüchigen Freimaurer aus Detroit dem Memmenspektakel, das sich im US-Kongreß gerade erst rhetorisch so lobend über die F r e i h e i t nach Art der USA ausgelassen hatte, welchen Stellenwert die Freiheit in den USA in Wirklichkeit hat: gar keinen. Heimtücke und Hinterlist sind die hervorstechendsten Eigenschaften der US-Sklaventreiber, die uns Deutsche seit sechzig Jahren nur auf die elegante Tour auspressen und erpressen.

Auf die bevorstehende US-Erpressung bei Opel ("Insolvenz") gibt es eine einfache Antwort. Sofortiger Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan! Wenn die Amis die von ihnen nach dem ersten Weltkrieg mit unsauberen Geschäftsmethoden gekaperte Firma Opel nicht wieder freigeben werden eben alle deutschen Truppen und Polizeikräfte umgehend aus Afghanistan abgezogen. So kann Deutschland die nötigen Milliarden sparen, um die bei Opel und den Zulieferern freigesetzten zigtausend Arbeitslosen plus deren Familien langfristig durchzufüttern.

Die Europäische Union erfordert nach Ratifizierung des Lissabon-Vertrages die Bündelung aller deutschen Kräfte auf dem europäischen Kontinent. Deutschland muss sich schleunigst via EU-Verteidigungsgemeinschaft von der siechen NATO, von dem untergehenden Tanker USA lösen. Die bekannten US-Marionetten und medialen Einflüsterer in Berlin sollten nach Kontrolle ihrer schwarzen Konten in den globalen Steuerparadiesen zügig vor die atlantische Tür gesetzt werden. Die restlichen US-Militärstandorte auf deutschem und europäischen Boden werden komplett aufgelöst und samt allen US-Atombomben und US-Geheimdiensten schnellstens Richtung Washington repatriiert.


widerstand2

Die Antwort der ausgebeuteten und unterdrückten Muslime auf die gottlosen USA-Raubzüge in den Ölländern des Nahen und Mittleren Ostens: Feuerwalzen, in denen von Satelliten gelenkte, computerunterstützte Führungssysteme und Panzerfahrzeuge milliardenteuerer US-Waffensyteme samt Bedienungsmannschaften verglühen. Drei Billionen US-Dollar sind im verlorengegangenen Irakkrieg der US-Heuschrecken unnütz verpulvert worden. Auch der Afghanistankrieg der "NATO" ist längst verloren. Die enorme Zahl der toten, verletzten und traumatisierten Soldaten und Zivilisten wird von der "proisraelischen" Sippschaft in Washington, Paris, London und Berlin verzweifelt geheimgehalten.


Merkel hat in Washington mal wieder viel vom Pferd erzählt. Die USA als unsere "Befreier". Da muss man nur an die Flächenbombardements der US-Terrorbomber im Zweiten Weltkrieg gegen Deutschland mit einer Million unschuldigen toten Frauen, Kindern, Greisen und anderen unbeteiligten Zivilisten erinnern. Zahllose US-Kriegsverbrechen und US-Verbrechen gegen die Menschlichkeit nicht nur in Deutschland (Dresden), in Japan (Hiroshima, Nagasaki), Korea, Vietnam, Irak, Afghanistan warten bis heute auf ihre Sühne. Keiner der Schuldigen US-/UK-Kriegsverbrecher wurde je aufgehängt. Da ist noch viel zu tun.

Die Massenmörder George W. Bush und sein Vize Dick Cheney (die zwei haben zusammen mit dem Massenmörder Tony Blair unter anderem mehr als 1 Million tote irakische Zivilisten auf dem Gewissen) laufen noch immer frei rum. Blair wollte sogar der erste Präsident der EU werden, da lachen ja die Hühner! Wird langsam Zeit sie irgendwo am Arsch der Welt überraschend festzunehmen und zum Internationalen Strafgerichtshof nach Den Haag zu bringen, bevor auch diese kriminellen Schwerverbrecher sich durch natürliches Ableben der irdischen Gerechtigkeit entziehen können.

Angela Merkel soll übrigens nach Schröder/Steinmeier die eifrigste Gehilfin von George Bush und Dick Cheney bei der Verschleierung von deren CIA-Untaten (Entführungen/Renditions von italienischen Muslimen via US-Stützpunkt Ramstein und Folter deutscher Staatsangehöriger in US-Kasernen auf deutschem Boden, in Bagram/Afghanistan und im US-Konzentrationslager Guantanamo) gewesen sein, das muss auch noch gelegentlich in Den Haag untersucht und ggf. abgestraft werden...

Wir Deutsche sind in den über Obama hinweg nach wie vor proisraelisch gelenkten USA noch immer die Verlierer des Zweiten Weltkriegs. Merkel samt all ihren von Hillary Clinton und der AIPAC gekauften Nutten- und Emanzenclubs sollten langsam aufhören, sich im Kernland des Raubkapitalismus zu prostituieren, anzuschleimen und immer wieder in die gleichen Gesäßgänge der US-Plutokraten zu kriechen. Als Arbeitssklaven, Afghanistan-Militär-Hiwis und Ausputzer im Logistikbereich des US-Welthandels werden Deutsche als Menschen zweiter Klasse selbst im Niedergang des US-Kapitalismus nur an den schmutzigsten und gefährlichsten US-Frontabschnitten ("Business is war") gebraucht, damit die US- Ausbeutungs- und Gobalisierungsmaschine brummt.

Doch der Untergang der von Juden beherrschten USA, die 1,5 Milliarden Muslimen den Krieg erklärt haben, hat mit 9/11 begonnen und setzt sich im Irak und Afghanistan fort. Die riesige, nuklear bestückte US-Kriegsmaschine hat bis heute keine Antwort auf die improvisierten Sprengfallen der Al Kaida und Taliban-Kämpfer gefunden, die mit einfachsten Mitteln die aberwitzig gepanzerten Humvees der US-Army samt Insassen wie Papier zerreißen und in Rauch und Feuer auflösen.


widerstand3

Ein mit bescheidenen Bordmitteln (Klingeldraht, ein Handy, ein Metallbohrer, zwei alte Artilleriegranaten) geschrotteter Humvee. Von den US-Insassen bleibt meist nur etwas Asche übrig. Zwei Drittel der US-Verluste in Afghanistan und im Irak gehen auf das Konto der IED-Sprengfallen.



"Onkel Tom`s Hütte" hat die FDJ-Propagandistin Angela Merkel offenbar nie gelesen. Der Trend zum Zweitbuch war im Haushalt des evangelischen Pastors Kasner (Merkels Vater, s.u. Kommentar), der mit den Mächtigen von der SED kungelte, erkennbar nicht vorhanden. Die völlig ungebildete, tumbe Merkel sollte als Kanzlerin bald zurücktreten, um weiteren Schaden vom deutschen Volk abzuwenden. Die Niete Merkel ist schlicht überfordert, so wie der gelernte Dachdecker Honecker in seinem Job als DDR-Lenker und SED-Boß chronisch überfordert war.

Mach die Mücke, Angie!

scusi!

Die Welt ist eine Bühne, auf der ein jeder seine Possen agieret und hin und her tanzet, bis dass ihn unser aller Herr und Meister hinwegberufet. (G.Chr. Lichtenberg)

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