Donnerstag, 26. März 2015

Warum die Merkel-Regierung den Bürgern unverzüglich die Wahrheit über das Ende vom Flug Germanwings U 9525 sagen sollte

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ARD_Zustand

Wie der Herr, so`s G`scherr. Wenn noch nicht mal mehr die Teletext-Redaktion der ö.r. ARD korrekt arbeitet, wie muss es dann erst in der ARD-Programmdirektion, bei den Intendanten oder im Kanzleramt in Berlin aussehen. Der Verdächtige 27 oder 28 jährige wird in der deutschsprachigen PROIL-Presse aus verständlichen Gründen nicht beim Namen genannt, höchstens verkürzt. "Andreas L." steht übrigens für Andreas Lubitz, das ist gemeinhin ein h e b r ä i s c h e r Nachname (s.u.) , deshalb wurde er wohl überall in D. rasch auf "L." verkürzt. Lubitz` Wahn-Motiv scheint auch erklärbar.


Gestern nachmittag hat René Jouty, der Chef der franz. Luftfahrt - Untersuchungsbehörde BEA eine Pressekonferenz gegeben. Darin hat er mitgeteilt, dass eine erste Prüfung des Stimmrecorders ergeben habe, dass die fragliche Datei Stimmen und Geräusche in auswertbarer Form enthält. Details wollte er den Journalisten, die ihn nach Einzelheiten befragten, nicht nennen. Erst müssten die Daten des Stimmrekorders mit den Daten des noch nicht gefundenen Flugdatenschreibers abgeglichen werden, um z.B. die zeitlich genaue Zuordnung der Konversation im Cockpit sicherzustellen.

Herr Jouty sprang bei der PK so aufgeregt von einem Fuß auf den anderen und trug mit seiner gesamten Körpersprache eine derartige Unsicherheit und Unruhe zur Schau, dass jeder Journalist im Saal und jeder PHOENIX-Zuschauer der kläglichen Live-Übertragung ( miserable Dolmetscherin, starre Kameraführung) spüren musste, hier wusste jemand weit mehr als er sagen durfte. Die Hinhaltetaktik führte dazu, dass sich Journalisten und Blogger nach der PK nur um so intensiver um belastbare Informationen zu möglichen Absturzursachen bemühten.

Es dauerte denn auch nur noch kurze Zeit, bis z.B. „scusi!“ im englischen „Independent“ auf einen Artikel mit möglichen Absturzursachen stieß, in dem die vor zehn Jahren in Griechenland abgestürzte Helios Boeing 737 (Flug 522) mit dem handlungsunfähigen/bewußtlosen Piloten im Cockpit als möglicher Präzedenzfall genannt wurde. Der Independent - Artikel enthielt einen Absatz zu evtl. Rettungsmöglichkeiten noch während des Sinkflugs und verwies derart nachdrücklich auf ein ähnlich mögliches Geschehen bei der Germanwings – Maschine, dass der Autor den Eindruck erweckte, dass er wohl mehr wisse. Vermutlich waren zu diesem Zeitpunkt schon die Erkenntnisse des anonymen französischen BEA-Informanten, der gestern an seinem Chef vorbei die New York Times ausführlich gebrieft hat, in vagen Ansätzen im Umlauf. Hier der entscheidende Satz aus dem Independent von gestern nachmittag:

"Might anything have been done to save the aircraft?

Not externally. In the Helios flight 522 incident in Greece a decade ago, a military jet made observations of the flight deck of the stricken 737 and saw the first officer slumped over the controls and the captain’s seat empty. Nothing could be done to help the people on board. The Germanwings tragedy may turn out to be a crash with a similar cause."


dt. Rohübersetzung:

"Hätte irgendetwas getan werden können, um das Flugzeug zu retten?

Nicht von außen. Vor zehn Jahren überflog ein Militärjet bei dem Helios Flug 522 eine von einem Druckabfall betroffene Boeing 737 in Griechenland und sah den Copiloten bewußtlos zusammengesunken über dem Kontrollpanel, Der Sitz des Flugkapitäns war leer. Es konnte nichts mehr für die Passagiere in der noch fliegenden Passagiermaschine getan werden. Vielleicht hat die Germanwings A 320 ein ähnliches tragisches Schicksal ereilt."
(Independent)


Der Zugriff auf den Independent – Artikel wurde während der scusi!-Recherche massiv durch ein blockierendes „Skript“ erschwert. Offensichtlich sollte die Independent-Absturzthese mit dem „Helios 522 – Fall“ nicht oder jedenfalls nicht so schnell in die breite Öffentlichkeit gelangen. Es gelang jedoch im dritten Anlauf diese „Zensursperre“ zu umgehen.

Scusi! überprüfte daraufhin nochmals die von Germanwings und anderen kompetenten Stellen angegebenen Zeiten und anderen Angaben. Dabei ergaben sich auffällige Diskrepanzen in Bezug auf die Zeitdauer, während der keine Kommunikation mit dem Cockpit der A 320 möglich gewesen war. Die Mehrheit der Quellen sprach von acht Minuten bis zum Crash, während im Independent in einem Artikel von achtzehn Minuten (10:35 - 10:53 Uhr) die Rede war.

Inzwischen ist heute früh die New York Times mit der gesamten „Whistleblower“ Geschichte des anonymen höheren BEA – Militärs erschienen. Auch der Independent hat nachgelegt. Einige deutsche Blätter haben die von AFP/AP verbreitete Geschichte ebenfalls übernommen, darunter die Süddeutsche Zeitung, hier ein Auszug aus der SZ von heute morgen:



"Offenbar erster Hinweis auf Absturzursache"

Weder Lufthansa noch Germanwings können die Information derzeit bestätigen, doch was die französische Nachrichtenagentur AFP und die New York Times berichten, könnte einen ersten entscheidenden Hinweis auf die Ursache des Airbus-Absturzes in Südfrankreich geben: dass zum Zeitpunkt des Unglücks nur ein Pilot im Cockpit war.
Diese Erkenntnis ergibt sich den Berichten zufolge aus einer ersten Auswertung der Stimmenrekorder. Demnach scheint sich in den letzten Momenten von Flug 4U9525 Dramatisches abgespielt zu haben: Bevor die A320 ihren Sinkflug begann, habe einer der Piloten das Cockpit verlassen und anschließend vergeblich versucht, die Tür zu öffnen, um wieder ins Cockpit zu kommen.

Klopfen bleibt ohne Reaktion

"Der Mann draußen klopft leicht an die Tür, aber es gibt keine Antwort", zitiert die NYT einen namentlich nicht genannten Ermittler. "Dann klopft er stärker an die Tür, und wieder keine Antwort. Es gibt keine Antwort. Und dann kann man hören, wie er versucht, die Tür einzutreten." Warum der Mann das Cockpit verließ und warum das Flugzeug in den Sinkflug ging, sei unklar. "Sicher ist, dass ganz zum Schluss des Fluges der andere Pilot allein ist und die Tür nicht öffnet", sagt der Ermittler dem Blatt zufolge. Ungeklärt blieb zunächst, ob es sich bei dem ausgesperrten Besatzungsmitglied um den Piloten oder den Co-Piloten handelte und in welcher Verfassung sich dieser befand.

Nach Informationen von AFP hört man zu Beginn des Fluges normale Unterhaltungen auf dem Sprachrekorder. Die beiden Piloten unterhalten sich auf Deutsch. "Dann hört man das Geräusch, wie ein Sitz zurückgeschoben wird, eine Tür, die sich öffnet und wieder schließt, Geräusche, die darauf hindeuten, dass jemand gegen die Tür klopft. Und von diesem Moment an bis zum Crash gibt es keine Unterhaltung mehr", zitiert die Nachrichtenagentur einen Ermittler.

Am Mittwoch hatten die Behörden bestätigt, dass sie aus der geborgenen Black Box eine Audio-Datei sichern konnten, auf der Stimmen und Geräusche zu hören sind.

Cockpit-Türen von außen nicht zu öffnen

Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 sind Cockpit-Türen speziell gesichert, damit Passagiere nicht unbefugt in die Führerkabine gelangen können. An der Tür muss ein Code eingegeben werden, per Gegensprechanlage und Videokameras können die Piloten im Cockpit sehen, wer Zutritt will."



Soweit die SZ. Die Geschichte hört sich ziemlich realistisch an. Vermutlich kannte sie der Chef der französischen Luftfahrtuntersuchungsbehörde, seit die Stimmdatei der A 320 - Black Box gestern Mittag in Paris abgehört worden war. Dann hat es auch die deutsche Regierung unmittelbar danach und noch vor der Pressekonferenz erfahren. Offensichtlich waren die Regierungen bemüht, die Sache möglichst lange geheimzuhalten. Auffallend ist jedenfalls, dass von Anfang an nirgends Informationen über die Namen oder das Alter der beiden Piloten bekannt wurden, die den Germanwingsflieger gesteuert haben. Stand hier ein älterer Pilot vor der ungewollten Frühpensionierung?

Nein, in den letzten Minuten befand sich, wie der Marseiller Staatsanwalt Brice Robin heute um 13:15 auf einer PK mitgeteilt hat, der jüngere Copilot namens Andreas Lubitz (28 Jahre) aus Montabaur als einziger im Cockpit des A 320. Der Name Lubitz könnte auf einen hebräisch- osteuropäischen Migrationshintergrund hindeuten (ein eingedeutschter "Lubicz" oder "Lubawitz", siehe auch den Hollywood-Regisseur Ernst Lubitsch). Einer Journalisten-Frage nach der ethnischen Zuordnung des Verdächtigen wich Robin aus. Aus Sicht des Staatsanwalts hat Lubitz allein die Passagiermaschine vorsätzlich durch Betätigen eines Drehknopfs um mindestens 360 Grad in den Sinkflug geradewegs nach unten gegen die Felswand gesteuert, während er den Flugkapitän ausgesperrt hatte, der im Gang gegen die gepanzerte Cockpittür hämmerte. Die Passagiere sollen von all dem zunächst nichts mitbekommen haben. Erst in den letzten Sekunden vor dem Aufprall seien auf dem Stimmrekorder Panikschreie der Passagiere zu hören. Lubitz habe im Cockpit in den letzten Minuten nichts gesagt und auf die Sprechfunkanfragen aus der Leitstelle Marseille nicht reagiert. Nur seine normalen Atemgeräusche seien in der Audiodatei zu vernehmen. Damit scheide auch eine Herzattacke oder Bewußtlosigkeit aus.

Hatte Lubitz Probleme mit seinem Arbeitgeber, hatte er größere menschliche oder gesundheitliche Probleme (Burnout, Depressionen)? Vermutlich, aber das ist noch zu klären. Bei den zuständigen Gewerbe- und Luftaufsichtsbehörden ist das schlampige Aufsichtspersonal zu feuern. Wenn in der deutschen Bundespolitik schon ungebildete, kaputte, drogenabhängige oder charakterlose Typen systematisch ganz nach oben in die Bundestags - Hierarchie (Sicherheitsbereich!) geschleust werden (SPD-Fall Edathy, Wagner, Oppermann etc.) warum sollen dann nicht "seelisch Vorgeschädigte" bei "personaleffizienten", kaputten Billigfluglinien die Verantwortung für 150 Menschenleben übernehmen? (Satirisch gefragt, so geht`s natürlich nicht weiter!!!)

Andreas Lubitz
hat seine Flugstunden interessanterweise wie die Eleven von Mohammed Atta/Hamburg in den USA gemacht??? Wer waren Lubitz` "US-Lehrer" ??? Die ganze Sache stinkt zum Himmel. Ist "Barcelonnette" auch eine Retourkutsche der CIA für 9/11?

Niemand ist im christlichen Abendland gezwungen, jeden marktwirtschaftlichen Schwachsinn der "Angloamerikaner" nachzumachen. Die korrupten Figuren der EU-Kommission in Brüssel, die das Treiben von Scharlatan-Billig-Fluglinien wie Ryan Air und Easy Jet vermutlich gegen ein paar Dollar Bestechung mehr im völlig versifften belgischen Brüssel zulassen, sind zu feuern. Die seinerzeit zuständigen, windigen "EU-Kommissare" und deren Verwaltungsbeamte gehören vor den Kadi und an den Internet-Pranger gestellt.

Alle Billigfluglinien mit Zugang zu EU-Flughäfen sind sofort penibelst zu überprüfen. Die Start-/Landerechte aller mit unsolidem / unsicherem, unterbezahltem Personal ausgestatteten, sogenannten "Billigflieger" innerhalb Europas sind umgehend zu beenden. Es ging vorher (Wende von 1989) auch ohne Billigflieger. Mit der Bahn ist es innerhalb der EU, wo - im Vergleich zu Russland oder den USA - in der Regel nur relativ kurze IC-Entfernungen zu überwinden sind, allemal sicherer.

Die Lufthansa täte im deutschen Interesse gut daran, die dubiose Marke "Germanwings" umgehend zu löschen, Winkelmanns & Spohrs irre neoliberale Idee des "Billigflugs" zu vergessen und das Personal von "Germanwings" in die althergebrachten normalen Lufthansa - Arbeitsverhältnisse zurückzuübernehmen. Die windigen Herrschaften Winkelmann & Spohr sollten morgen früh ihren Rücktritt erklären, damit wenigstens die Lufthansa gerettet wird, auch wenn wegen Frau Merkel & FreundInnen aus der Bundesrepublik Deutschland so bald kein wohlgeordnetes Staatswesen mehr gemacht werden kann, was die rheinisch - kapitalistische Bundesrepublik in den sechziger und siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts einmal zu großen Teilen war. Kaum einer kennt das noch.


Der Independent geht in seinem heutigen Artikel übrigens folgerichtig davon aus, dass die Maschine absichtlich in das Bergmassiv gesteuert worden ist, was auf Selbstmord / Totschlag / Mord deutet. Die Staatsanwaltschaft Marseille wird das Ermittlungsverfahren wegen "fahrlässiger Tötung" wohl auf "vorsätzlichen Totschlag / Mord" umstellen müssen. Die Kontakte des herrn Lubitz ("PROIl-Psychotherapeuten ?") wird man sich ganz genau anschauen müssen.

Die Tragödie hat sich im Kontext eines seit Monaten verschärfenden, massiven Arbeitskampfs bei der Lufthansa und dem Billigflieger Germanwings mit den Piloten abgespielt. Das Flugpersonal bei Germanwings verdient schon drastische 20 Prozent weniger als das bei der Lufthansa. Das übrige Germanwings-Personal 40 Prozent weniger.

Möglicherweise fürchtete Lubitz gefeuert zu werden und ist durchgedreht. Überall in Europa wird im harten Konkurrenzkampf der kapitalistischen "Weltfinanzkrise" gespart bis zum äußersten, wird derzeit auch bei den Fluggesellschaften Personal in Mengen entlassen. Es gibt Hinweise, dass Germanwings selbst langjährig bewährte ältere Piloten gedrängt haben soll, sich als Scheinselbständige zu verdingen, um die Personalkosten zu drücken. Es gab bei den deutschen Piloten wegen der Verschlechterung der Einkommen und der Arbeitsbedingungen ja immer wieder erbitterte Streiks.

Was wirklich hinter dem mutmaßlichen „Pilotenversagen“ steckt, Herzinfarkt oder Selbstmord mit Mord ist zwar noch offen. Alles ist "Spekulation" und nicht erwiesen. Auch ein Terroranschlag ist immer noch nicht gänzlich auszuschließen. Das vorsätzliche Ansteuern der Felswand, wenn es denn geschah, spräche jedoch für sich. Um halbwegs sicher zu gehen, muss unbedingt der Flugdatenschreiber gefunden werden, um mit größtmöglicher Sicherheit die tatsächliche Absturzursache ermitteln zu können.

Eine erste Spur der Verzweiflung scheint nach Lage der Dinge in Paris bei der BEA auf dem Stimmrekorder gefunden und bei der Staatsanwaltschaft Marseille angekommen zu sein. Überall im Westen, vor allem in Deutschland und Europa werden jetzt - nach dem Untergang der Sowjetunion - von den herrschenden US-Finanzkapitalisten die Löhne gekürzt und Mitarbeiter entlassen.

Die menschenverachtende "Austeritätspolitik" der Berliner Merkel-Regierung zeigt nicht nur in Griechenland schwere Schattenseiten. In Griechenland ist ja die Selbstmordrate enorm angestiegen. Daher die große Unruhe unter den übrigen Crews von Germanwings, das Verweigern der Arbeitsaufnahme durch viele Piloten am Mittwoch und die riesige Nervosität bei allen amtlichen Stellen. Das alles kann jetzt von den Staatsmedien und den Politclowns wie Gauck und Konsorten nicht mehr länger zynisch unter den Care-Teppich von ziemlich unecht wirkender Staatsempathie sowie öffentlichen, von den Frauen Merkel, Kraft und Lörhrmann "theatralisch" schlecht inszenierten "Trauerfeierlichkeiten" gekehrt werden.

Es wäre besser gewesen, die Bundesregierung, die von all dem sicherlich
schon recht früh gewusst haben muss, hätte sofort nach Abhören des Stimmrekorders die Wahrheit gesagt.

Dienstag, 24. März 2015

Airbus A320 in den französischen Alpen abgestürzt

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Alpen

Ein franz. Rettungshaubschrauber überfliegt die bis zu 2700 m hohen Gipfel des Bergmassivs in den südwestlichen Alpen, wo der A 320 im raschen Sinkflug gegen eine steile Felswand gerast ist (Foto: NZZ).


Ein deutsches Flugzeug des Typs Airbus A320 ist in Südfrankreich über den Alpen bei Barcelonnette abgestürzt. An Bord waren laut der Fluggesellschaft Germanwings 150 Personen, davon sechs Besatzungsmitglieder und 144 Passagiere. Es gibt keine Überlebenden. An Bord war auch eine ganze Schulklasse mit sechzehn Schülern aus Haltern in NRW mit ihren beiden Lehrern. 35 Passagiere waren Spanier, 72 waren Deutsche. Die restlichen Passagiere kamen aus diversen anderen Ländern. Damit ist das fürchterliche Flugzeugunglück die größte Katastrophe in der deutschen Zivilluftfahrt seit dem Zweiten Weltkrieg. Scusi! spricht allen Angehörigen das Beileid aus.


Berghang

Der Berghang, an dem der Airbus 4U9525 ("Mannheim") in 1400 m Höhe nur wenig unterhalb des Gipfels in kleine Teile zerschellt ist. Rechts im Bild ein größeres Trümmerteil des Flugzeugs (weißer Pfeil, Foto "Le Figaro").



300 Feuerwehrleute und 300 Polizisten der Gendarmerie Nationale suchen mit zehn Hubschraubern und einem Aufklärungsflugzeug nach den Opfern. Bei der Wucht des Aufpralls bestanden keine Überlebenschancen für die Insassen. Bisher konnten noch keine Leichen geborgen werden.

Die 24 Jahre alte, regelmäßig gewartete Germanwings - Maschine* startete heute morgen um 10:01 Uhr mit 24 Minuten Verspätung in Barcelona und erreichte nach einer Dreiviertelstunde ihre Flughöhe - in etwa - auf der Route nach Düsseldorf. Um 10:30 war der letzte Sprechfunkkontakt mit der Leitstelle Aix en Provence. Nach nur einer Minute, um 10:47 Uhr ging sie dann plötzlich und unerwartet über Südfrankreich in einen relativ steilen Sinkflug über, so als ob die Piloten noch eine Notlandung in Nizza versucht hätten. Der Kurs wurde allerdings nicht geändert. Die Fluglotsen riefen jetzt einen Notfall aus und setzten die Rettungskette in Gang. Minuten später starteten Hubschrauber. Eine französische Mirage brach einen Trainingsflug ab und eilte ebenfalls zu Hilfe. Unbeantwortet ist bislang die Frage, was hat dieser Pilot des französischen Mirage-Abfangjägers gesehen, der seinen Übungsflug abbrach, um zum letzten bekannten Aufenthaltspunkt der A 320 zu fliegen, hat er die A 320 noch in der Luft angetroffen oder war sie schon abgestürzt?

Vor zehn Jahren überflog ein Militärjet eine von einem Druckabfall betroffene Boeing 737 in Griechenland und sah den Copiloten bewußtlos zusammengesunken über dem Kontrollpanel, Der Sitz des Flugkapitäns war leer. Es konnte nichts mehr für die Passagiere in der noch fliegenden Passagiermaschine getan werden. Vielleicht hat die A 320 ein ähnliches Schicksal ereilt (Independent).



Die Kommunikation mit den französischen Fluglotsen ist abgerissen, ohne dass die Piloten auf ein besonderes Vorkommnis wie plötzlicher Druckabfall oder Rauchentwicklung an Bord der Maschine hingewiesen hätten**. Das Flugzeug raste nach acht Minuten Sinkflug frontal in den Alpen-Berghang des Massivs der "Trois évêchés" (Liberation).

Das Flugwetter war optimal. Der Flugkapitän der Maschine hatte 10 Jahre Berufserfahrung, davon hatte er allein 6000 Stunden Airbus-Maschinen wie die A 320 geflogen.

Einen Notruf haben die beiden Piloten n i c h t abgesetzt, obwohl dazu eigentlich Zeit genug gewesen wäre. Das ist mehr als merkwürdig. (Irgendjemand hatte unmittelbar nach dem Absturz am Vormittag die Falschmeldung in die Medien lanciert, es hätte einen "Notruf" gegeben. Das wurde von Frankreich Stunden später offiziell dementiert. Es wäre für das BKA / den BND wichtig, die Person oder "Einrichtung" zu ermitteln, die das Gerücht vom Notruf in die Welt gesetzt hat. Die Person könnte ja was mit dem Absturz zu tun haben. Aber höchstwahrscheinlich wird derjenige/diejenige nie mehr zu ermitteln sein.)

Verfrühte, derzeit öffentlich in den Medien geführte Diskussionen und taktlose Spekulationen über die Absturzursache verbieten sich. Erst müssen Flugdatenschreiber und Stimmrekorder der abgestürzten Maschine gefunden und ausgewertet werden. (Nachtrag 20:00 Uhr: der Stimmrekorder wurde beschädigt aber wohl noch auswertbar am späten Nachmittag sichergestellt.)


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* Hohes Durchschnittsalter deutscher Flugzeugflotten


Die Lufthansa hat mit einem Durchschnittsalter von elf Jahren eine eher betagte Flotte. Konkurrent Emirates etwa kommt auf sechs Jahre. Lufthansa-Manager Buchholz betont aber, dass es praktisch kein technisches Limit für das Alter eines Fliegers gebe, weil das Flugzeug bei den diversen Checks und Wartungen runderneuert würde (Die Welt 28.11.2013). In der SZ wurde für Germanwings ein Durchschnittsalter von 13 Jahren errechnet, während es bei angloamerikanischen Konkurrenzlinien wie Easy Jet oder Ryan Air bei nur ca. 5 Jahren liegen soll.

Die Lufthansa soll unlängst ein paar über 25 Jahre alte Jumbojets nach Afrika und Südamerika vertickt bzw. zu Transportflugzeugen umgerüstet haben. Bei Germanwings war die fast 25 Jahre alte A 320 noch im Passagiereinsatz.

Sind Deutsche weniger wert als Luftfrachtcontainer?


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** Häufiger Ausfall von Sprechfunksystemen in Notfällen von Passagierflugzeugen ?


Wir leben in sicherheitspolitisch höchst unsicheren Globalisierungs-Zeiten, in denen westliche "Dienste" wie Mossad, MI6, GCHQ, CIA und NSA nachweislich gravierend aus dem Ruder gelaufen sind und von ihren Regierungen offenbar weder gelenkt noch kontrolliert werden können (Flug MH 370 verschwunden; MH 17: ungeklärter Abschuss über Grabowo). Anschläge auf Passagiermaschinen wurden und werden meist von Terroristen durchgeführt oder als "False Flag" - Operationen von staatlichen Geheimdiensten durchgeführt und den jeweils feindlichen Nationen/Kräften in die Schuhe geschoben (Lockerbie).

Der ungeklärte Abschuss der vollbesetzten malaysischen Passagiermaschine über dem umkämpften Ort Grabowo in der Ostukraine, der von Springers und Murdochs PROIL-Riesenmedienmaschine ruck-zuck wie b e s t e l l t den "Russen" in die Tasche geschoben wurde, führte dazu, dass sich in Deutschland das vorher gegenüber Russland/Putin noch neutral bis wohlwollende Meinungsklima um 180 Grad drehte und seitdem in der Bevölkerung die Mehrheit wie zu Adenauerzeiten (CDU-Wahlplakate: "Die Russen kommen!") antirussisch eingestellt ist.

Deutschland hat sich in wenigen Jahrzehnten vom Verlierer des Zweiten Weltkriegs zur führenden Industrienation Europas (siehe den gehässigen SPON-Titel: "Übermacht") hochgearbeitet. Europa ist im "Great Game" zwischen den USA, Russland und China das Zünglein an der Waage. Neiderfüllte, um ihre Weltherrschaft fürchtende UKUSA &PROIl-Schlapphüte in Tel Aviv, Washington und London, denen aus selbstverschuldeten Gründen (Finanzkrise, Afghanistan, IS in Syrien/Irak, Jemen, Ukraine) in ihrem Beritt das "Globalisierungs-Wasser" bis zur Unterkante Oberlippe steht, könnten via "Germanwings-Crash" der Kanzlerin eine in diesen UKUSA-Kreisen nicht unübliche "Drohbotschaft" geschickt haben. Hat die deutsche Kanzlerin Merkel doch u.a. zusammen mit dem französischen Präsidenten Hollande und dem russischen Staatslenker Putin in Minsk gegen den Willen der "proisraelischen" und angloamerikanischen Putschisten und Kriegstreiber einen - wenn auch brüchigen - Waffenstillstand zustandegebracht. Das dürfte den krummnasigen Besitzern der riesigen, derzeit nicht ausgelasteten Waffen- und Rüstungsfabriken in USA, Israel und UK, den mosaischen Meistererpressern des Atomtods, überhaupt nicht gefallen haben.


Die USA, UK und Israel haben in den letzten Jahrzehnten zig Milliarden in ihre elektronischen, weltweit aktiven Spitzelsysteme und digitalen Abhöreinrichtungen der Geheimdienste, in die Miniaturisierung ihrer Atomwaffen und in die Militarisierung des Weltraums gesteckt. In die Verbesserung der Luftsicherheit durch Ausrüstung der zivilen Passagierflugzeuge mit zuverlässigeren und stabilen Funkeinrichtungen für die Kommunikation mit den Bodenstellen gerade in Notfällen sind anscheinend keine nennenswerten Euro-, Pfund- , Schekel- oder Dollarbeträge investiert worden. Steckt dahinter Methode?

Der in letzter Zeit häufiger vorkommende Ausfall der Kommunikationssysteme in Notsituationen an Bord von abstürzenden Passagiermaschinen gibt schwer zu denken. Das spurlose Verschwinden (MH 370) bzw. der (vermutlich CIA-provozierte) Abschuss (MH 17) sowie der "Absturz" einer dritten malaysischen Passagiermaschine (A 320) innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums ist noch nicht allzu lange her. In allen drei Fällen gab es keinen Notruf (Mayday), weder von den Piloten noch von den automatischen Bordsystemen. Zum rätselhaften A 320 - Absturz in einer Gewitterzone vor der Küste Indonesiens (Flug QZ 8501) gibt es entgegen den Regeln bis heute keinen Zwischenbericht.

Die deutsche Crew hätte bei der Einleitung des Sinkflugs der französischen Flugleitzentrale per Funk vorschriftsgemäß das Verlassen der Reiseflughöhe mitteilen müssen. Das ist nicht geschehen. Irgendetwas ist dazwischen gekommen. Wer hat die "Bordfunksysteme" in Düsseldorf und ggf. in der "bunten und offenen Weltstadt" Barcelona als Letzter / Letzte "gewartet"?

Donnerstag, 19. März 2015

Doppelte Sonnenfinsternis über Frankfurt - Mainhattan

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Gozilla

Gozilla besucht die EZB-Eröffnungsparty in Ffm. Frankfurt`s City ("Mainhattan") versank in Rauchschwaden. Die Demo-Veranstaltung gegen die EZB hätte ohne die Bilder brennender Polizeiwagen zwar nicht die globale Medienaufmerksamkeit bekommen, doch der Zweck heiligt nicht j e d e s Mittel. (Quelle: Leserkommentar im Freitag", s.u.")


Mancher Bankster der Frankfurter City wird über das Ausmaß der Proteste gegen die EZB überrascht geswesen sein. Stephan Hebel schildert in der FR die Gründe für die Wahl Frankfurts zum Ort des Protests:

"Es gäbe gute Gründe, in Berlin zu protestieren. Aber die Gründe, das Nein zur Erpressungsspirale aus immer neuen Schulden und immer neuen Einsparungen im Süden Europas vor den Frankfurter EZB-Turm zu tragen, sind mindestens ebenso gut. Hier sind drei davon.

Erstens: Frankfurt ist nicht nur Sitz der Europäischen Zentralbank, sondern das deutsche Finanzzentrum überhaupt. Es schadet nicht, wenn die Demonstranten in der Kulisse der Hochhäuser laufen, in denen die europäische Finanzkrise herbeigezockt wurde.

Zweitens: Die von Blockupy gestellte Frage, ob in Europa eher die Regierungen regieren oder die Banken, ist angesichts dieser Krise so abwegig nicht. Dass der allergrößte Teil des Geldes, das „den Griechen“ gegeben wurde, praktisch direkt an die Banken floss (mit gütiger Hilfe der EZB), wird nicht dadurch unwahrer, dass Angela Merkel und Wolfgang Schäuble es verschweigen.

Drittens: Die EZB hat, als sie sich 2012 zum Ankauf von Staatsanleihen entschloss, zwar wohl tatsächlich den großen Crash vermieden. Das aber hat das System der Abhängigkeit ganzer Staaten vom Finanzmarkt nicht verändert, sondern erhalten. Ihm ist die EZB treu verpflichtet. Wer es nicht glaubt, muss sich nur erinnern, dass sie das Kaputtsparen Griechenlands und anderer gemeinsam mit den anderen Gläubigern ungerührt zu erzwingen versucht
."


Was also soll der Protest vor der EZB? Er ist hier an der richtigen Stelle.
Zur Eröffnungsparty der Europäischen Zentralbank (EZB) kam auch "Ockupy" und brachte einige ungeladene Gäste aus dem Ausland mit. Die gingen schon frühmorgens mit Brandsätzen und einer derartigen Heftigkeit zur Sache, dass die Rauchschwaden der brennenden Autoreifen, Polizeiwagen und Barrikaden über Frankfurt die Sonne verfinsterten und der Himmel dem glich, wie ihn der Kiewer Dollar-Maidan in Hochzeiten des "freiheitlich-demokratischen" Protests von Victoria Nulands & Petro Poroschenkos "Pro-Westlern" gegen das "Janukowitsch-Regime" hervorgebracht hat.

Offenbar haben die in Scharen aus ganz Europa zugereisten zornigen Demonstranten, vielfach arbeitslose griechische, spanische oder italienische Jugendliche und schwer notleidende Opfer der in Europa übel um sich greifenden EZB-Austeritätspolitik, die Erzählungen der PROIl-Medien über die "Gerechtigkeits-" und "Freiheitsliebe" der "Maidan-Demonstranten" ernstgenommen und deren unverhältnismäßig aggressive bis potentiell tödliche Methoden zur Bekämpfung des Gewaltmonopols der Herrschenden als neuen "Goldstandard" provokativer Demonstrationsarbeit übernommen.

Da blieb es in Frankfurt nicht mehr bei "Gewalt gegen Sachen" (§ 303 StGB, Sachbeschädigung). Mehrere hundert Menschen wurden verletzt (FR), darunter auch 157 Polizisten (§ 223 StGB, Körperverletzung). Demo-Brandsätze haben nach Aussagen des Innenministers auch Polizeiwagen getroffen, in denen noch Beamte saßen. Das könnte laut IM de Maiziere sogar eine "Tötungsabsicht" indizieren. Mehrere Beamte und Zivilisten wurden durch Pflastersteine schwer verletzt. So geht`s natürlich nicht.

Ines Pohl hat im DLF darauf hingewiesen, "dass gerade in Deutschland, in dem in diesem Sinne historischen Frankfurt, mühsam aus den tödlichen Schüssen auf zwei Polizeibeamte bei den Startbahn-West-Protesten gelernt wurde, dass Aktionen, die in Kauf nehmen, dass Menschen verletzt oder gar getötet werden, kein probates Mittel der politischen Auseinandersetzung sein können. Hier muss und kann die westdeutsche Linke mit ihrer Geschichte Verantwortung übernehmen und sich klar abgrenzen von Gewalttätern. Und zwar nicht nur durch distanzierende Worte, sondern auch durch eine entsprechende Bündnispolitik für Gewaltfreiheit kämpfen. Nicht alles ist erlaubt."

Je größer die Wut des Publikums, um so nachhaltiger müssen sich die Demo-Veranstalter über ihren Ordnungsdienst anstrengen, die Demoteilnehmer zur Contenance und Selbstdisziplin anzuhalten. Polizisten sind auch nur Menschen.

Die seit Joschka Fischer`s grüner "68er Putztruppe" in Frankfurt nicht mehr gezeigte Aggressivität organisierter Aktionstrupps gegen die Ordnungsmacht lässt für die Zukunft (G 7 - Gipfel) Schlimmes befürchten. Aber auch die Frankfurter Polizeiführung muss Kritik einstecken. Polizeigewalt ist bekanntlich nicht von schlechten Eltern. Wer zum Teufel ist auf die satanische Idee gekommen in Frankfurt rund um die EZB eine riesige Polizeifestung aus S-Drahtrollen aufzubauen und selbst Kinderspielplätze mit NATO-Stacheldraht zu durchqueren?

Der Polizeiforscher Rafael Behr kritisierte in der ZEIT auch die scharfe Rhetorik der Polizeigewerkschaften gegenüber den Demonstranten. Wenn etwa von einem "Mob aus ganz Europa" die Rede sei, habe dies auch eine Wirkung auf die Polizisten im Einsatz. "Sie entmenschlichen die Demonstranten. Das macht Eskalationen wahrscheinlicher." In Frankfurt erinnert man sich noch gut an die Auseinandersetzungen um die Startbahn West. Damals wurde mit Zwillen und Stahlnägeln auf Polizisten geschossen. Das damalige Gewaltniveau wird heute nicht mehr erreicht", meint Behr.

Die Organisatoren zählten mehr als 20.000 Teilnehmer bei der Abschlusskundgebung am Opernplatz. Gegen 19.00 Uhr wurde die Demonstration für beendet erklärt.


Im Freitag hat scusi! unter dem Gespräch mit Blockupy-Bündnis-Sprecher Süß einen Kommentar von Richard Zietz gefunden, der die Situation am Tag danach
kommentiert. Scusi spiegelt den (abgesehen vom wider alle Mediengerüchte real existierenden Varoufakis - Stinkefinger, da geht selbst Zietz dem Fälscher Böhmermann auf den Leim) recht treffenden Leserkommentar nachfolgend hier:



"Richard Zietz
Richard Zietz 19.03.2015 | 10:43

Sorry, man muß es mal in der Deutlichkeit sagen: Die mit Falschaussagen, Weglassungen und gezieltem Auslegen falscher Fährten gespickte Anti-Bockupy-Propagandaberichterstattung des in wesentlichen »Staatsfragen« mittlerweile komplett gleichgeschalteten Leitmedienkartells mitsamt der dazugehörigen heuchlerischen Echauffierung hat mit den gestrigen Ereignissen wenig zu tun.

Zu den Ereignissen am frühen Morgen bzw. Vormittag: Völlig unüberprüft verbreitet wird beispielsweise die Behauptung von den rund 100 verletzten Polizeibeamten. n-tv, ticker, 9:33 Uhr: »Viele Beamte wurden durch Reizgas verletzt.« Fakt ist: Selbst gutvorbereitete Demonstranten dürften (abgesehen von der Trotteligkeit, derart fürs Anliegen kontraproduktive Waffen zum Einsatz zu bringen) kaum über die Logistik zu einem großangelegt-koordinierten Giftgaseinsatz verfügen. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist die simple Wahrheit schlicht die, dass ein Großteil der lauthals beklagten Verletzungen auf Pfefferspray-Einsatz der eigenen Kollegen zurückzuführen ist.

An der – alle Beteiligten sowie objektive Medien bestätigen dies: großen, bunten, kämpferischen und dabei friedlichen – Demo am Nachmittag nahmen laut ARD-Staatsfunk »17.000« TeilnehmerInnen teil; die Auftaktveranstaltung verlief demselben Sender gemäß »weitgehend« friedlich. Selbst bei einer volksfestartigen Veranstaltung mit Melina-Mercouri-Sound und Bockwürsten kommt das öffentlich-rechtliche deutsche Staatsleitmedium Nummer eins also nicht umhin, zumindest mittels einer suggestiven Wortwahl zu unterstellen, dass da vielleicht doch, zumindest »ein bißchen«, Gewalt im Spiel gewesen sein könne. Die Demozahlen – hier nur am Rand – werden von seriöse(re)n Medien (wie etwa auch der taz, was man an der Stelle anerkennend vermerken sollte) ungefähr auf das anderthalbfache bis doppelte veranschlagt. Aber die ARD hält sich (obwohl nachweislich mit Team vor Ort) an die Polizeizahlen – selbstverständlich, ohne die dazugehörige Quelle auszuweisen.

Das seit der Ukrainekrise chronisch im Regierungspropaganda-Modus befindliche Staatsmediumsportal tageschau.de liefert auch am Tag »danach« ausschließlich Hetze und zusammenkolportiertes Geschreibsel. Headlines: »Weiter Kritik an ›abstoßender‹ Gewalt«, »Presseschau: Eine erschreckende Orgie der Gewalt« und – seltsamerweise fehlt in dem Zusammenhang das Wort »Gewalt«: »Hat die Zentralbank zuviel Macht?« Der Spin mit dem angeblich fehlintendierten Ziel der Demonstranten wurde bereits gestern von so gut wie allen Leitmedien aufgegriffen. Die Antwort, laut Fach-Expertise der einschlägigen Presse: selbstverständlich Nein. (Die »Institution« EZB hat den Südländer-Banken schließlich zu billigen Krediten verholfen, die sie nunmehr eins-zu-eins an die Nordbanken weiterleiten dürfen.) Der »Presseschau«-Artikel – ebenfalls auf das allerplumpste selektiv. Heißt: Dort, wo differenzierter berichtet wurde wie beispielsweise in der (bei der EZB-Einweihung übrigens nicht zugelassenen) Frankfurter Rundschau, werden eben passende Passagen selektiv ausgewählt, die zu der gewünschte Echauffierstimmung passen.

...

Was bleibt zum gestrigen Tag? Einige Medien haben – zum Teil mittels Leuten direkt vor Ort – durchaus objektiv und differenziert berichtet. Neben einigen bereits aufgeführten zählen dazu unter anderem: das ND, Telepolis sowie die junge welt. Letztere berichtete unter anderem auch, dass die Resonanz auf die Blockupy-Demonstationen in anderen Ländern teilweise ganz anders ausgefallen sei.

Fazit: Es ist nicht immer so, wie es unter der Käseglocke erscheint. Und: Es lohnt sich IMMER, sich zu informieren."

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P.s.: die nächste Sonnenfinsternis in Frankfurt ist am 20.03. An diesem Tag haben die bis heute unbestraft frei herumlaufenden Kriegsverbrecher George W. Bush / USA und Tony Blair / UK vor zwölf Jahren aus heiterem Himmel den Ölstaat Irak völkerrechtswidrig angegriffen.

An den fürchterlichen Folgen knabbert der gesamte Orient und der Rest der Welt heute noch (scusi!, "Obama, orientierungslos im Orient").
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Montag, 16. März 2015

Varoufakis: "kleine unbedeutende Liquiditätsprobleme"

rhbl



Comic-greece-russia

Merkel und Hollande kämpfen an zwei Fronten, Cameron schaut zu. Griechenland droht unter der Last von über 320 Milliarden Euro Schulden zusammenzubrechen. Athens Finanzminister Varoufakis sah in der ARD nur "kleine unbedeutende Liquiditätsprobleme" auf sein Land zukommen. Athens stellv. Ministerpräsident Dragasakis hat jetzt, nur drei Tage später, sehr wohl größere "Liquiditätsprobleme" eingeräumt. Noch diese Woche wollen sich wg. der "Griechenklemme" die wichtigsten EU-Repräsentanten und Staatenlenker ohne ihre "uneinigen" Finanzminister in Brüssel am Rande des Europarats mit Tsipras treffen.
(Cartoon-Quelle: Independent)


War das ein Heidenspaß, 1965, "Alexis Sorbas", der Film mit Anthony Quinn: Der Grieche Basil, der sein ganzes Geld in eine Kohlemine und den Bau einer Seilbahn auf Kreta gesteckt hat, die dann am Tag der Eröffnung zusammenbricht, bittet seinen Baumeister Sorbas spontan darum, ihm das Tanzen beizubringen. Und Sorbas tut das. Lachend zeigt er ihm, wie man "Sirtaki" tanzt. Plötzlich verkehrt sich das Entsetzen über das tragische Unglück in Lebensfreude und einen leidenschaftlichen Tanz der zwei Schelmen.

So wie damals auf Kreta dürfte es auch jetzt nach dem Athener Syriza-Wahlsieg zwischen dem linken Bauingenieur Alexis Tsipras und dem erratisch-marxistischen Wirtschaftswissenschaftler Yanis Varoufakis zugehen. Der falsche Klavierspieler*, Blogger und Krypto-PROIl** Varoufakis hat scheinbar sein ganzes Schelmen - Dasein als "Wirtschaftsprofessor" in den Dienst von ökonomischer Forschung und Lehre gestellt. Jetzt, da Baumeister Tsipras ihm endlich ein Finanzministerium in Athen besorgt hat, damit Varoufakis zeigen kann, was er gelernt hat, jetzt kommt - nichts. Acht Wochen im Amt, viele heiße Sprüche und Interviews, aber außer Spesen nichts gewesen.

Was in Europa besonders schlecht angekommen ist sind die rufschädigenden Versuche des "proisraelisch"-griechischen Politstänkerers, Nachkriegs-Deutschland mit ständig wiedergekauten über 70 Jahre alten WK II - Geschichten aus der Nazizeit und damit verbundenen, ganz überwiegend längst erledigten "Reparationsforderungen***" zu erpressen (Eulen nach Athen tragen?).
Natürlich stehen wir Deutsche moralisch gegenüber den Griechen in der Verantwortung. Auch sieht jeder, dass die griechischen Politiker gerade wegen der finanziell und wirtschaftlich extrem bedrängten Lage ihres Landes so aggressiv sind. Aber es sollte nicht in Vergessenheit geraten, dass Deutschland nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg unter dem Druck der weitaus mächtigeren US-Kapitalisten im Westen (Versailler Diktat) stand und sich im Osten einem Bolschewismus gegenübersah, der weit über Russlands Grenzen hinausgriff. In den "Anliegerstaaten" des Sowjetimperiums, wozu im WK II auch Griechenland zählte, verbreiteten die Kommunisten mit ihren ELAS- und DSE-Partisanen ab 1941 subversiv einen präzedenzlosen Schrecken, obwohl Stalin Churchill insgeheim Griechenland als britische "Einflußsphäre" überlasssen hatte.

Sowohl das nationalsozialistische Regime Hitlers als auch der Sowjetstaat Stalins sind untergegangen. Deshalb ist es an der Zeit, über die politische Polemik hinauszugelangen und sich bei der Darstellung der Ereignisse zunächst einmal um größtmögliche Objektivität und historische Wahrheit zu bemühen.

Über die von den kommunistischen ELAS-"Partisanen" und der linken DSE-"Volksfront" unter der Zivilbevölkerung Griechenlands im Griechischen Bürgerkrieg (1941 bis 1949, mit zwei Unterbrechungen) angerichteten entsetzlichen Massaker und Kinderverschleppungen, auch in die spätere "DDR", schweigt aber die Partei Syriza und ihr krypto-marxistischer Finanzminister Varoufakis, schweigen auch all die anderen Kaufmäuler und Mietfedern, die jetzt wieder im allgemeinen Propagandageheul der PROIl-Riesenmedienmaschine über Deutschland herfallen.

Stinker-Varoufakis

"Stinkergate". In der Jauch-Sendung vom Sonntagabend log Varoufakis, dessen proisraelische Syriza-Partei so wie er vor Ressentiments gegen Deutschland nur so platzt, der gegen die Deutschen gerichtete "Stinkefinger" in diesem Video sei "gefälscht".
Doch die Mischpoke hat es bekanntlich nicht so sehr mit W a h r h e i t und Klarheit. Der Mittelfinger von Griechenlands Finanzminister Gianis (alias Jannis oder Yanis, scusi!) Varoufakis in diesem Video von 2013 ist e c h t . Das ergab eine Prüfung des Materials durch die Redaktion der ARD-Talksendung "Günther Jauch". "Nach bisherigem Kenntnisstand kann die Redaktion von Günther Jauch keinerlei Anzeichen von Manipulation oder Fälschung in dem während der Live-Sendung gezeigten Video feststellen", heißt es in einer Pressemitteilung des Senders
(t-online).


"Kosmopolit" Varoufakis, der als Dozent in Australien und den USA weilte, gibt vor, ein strikter Gegner neoliberaler Austeritätspolitik zu sein. Jedenfalls wäre das nicht die richtige Antwort auf die griechische Staatsschuldenkrise. Aus seiner Sicht der globalen Finanzlage „wurden hohe Verluste aus den Büchern der Banken auf die schwachen Schultern der griechischen Steuerzahler verschoben in dem vollen Bewusstsein, dass die Kosten, weil die griechischen Schultern zu schwach dafür waren, auf Deutschland, die Slowakei, Finnland, Portugal und andere überschwappen würden“. Nicht Griechenland sei gerettet worden, sondern B a n k e n und verschiedene H e d g e f o n d s . Da durch die drastischen Sparauflagen die Einkommen der Menschen um ein Viertel reduziert wurden und gleichzeitig die Lebenshaltungskosten stiegen, sei es sowohl für die öffentliche Hand als auch für den privaten Sektor in Griechenland unmöglich geworden, alte und neue Kredite zurückzuzahlen." (Yanis Varoufakis, Wikipedia)

Da hat Varoufakis ausnahmweise mal Recht. 77 Prozent der "Finanzhilfen" gingen an den Finanzsektor ("SPON" und "attac" nennen nicht einen Einzigen der an dem antideutschen Finanzcoup beteiligten Schieber, geschweige denn einer der kriminellen Bankster persönlich (z.B. die "Herren" Lloyd Craig Blankfein & Mario Draghi, Präsident & exVizepräsident der Monetenschieber von "Goldman Sachs"). Es sind diese bekannten rachsüchtig - raffgierigen "Berechnenden", die namhaft gemacht werden müssen. Doch nicht eine einzige europäische oder US-Bank und nicht ein einziger US-Hedgefonds wird in den Medien beim Namen genannt !!! ). Dabei erlaubt der Pressecodex in Ziff. 8 ausdrücklich die namentliche Aufklärung des Publikums in schweren Fällen. Eine Namensnennung ist dann gerechtfertigt, wenn "eine in ihrer Art und Dimension besondere Straftat" vorliegt. Und wenn "ein Widerspruch besteht ... zwischen der gesellschaftlichen Rolle und Funktion einer Person und der ihr zur Last gelegten Tat."

Die mediale Schweigespirale zu den Namen der beteiligten Bankster erstaunt im "Westen" leider niemanden mehr, wo spätestens seit der "Wende" die immer gleiche "Mischpoke" die Schlüsselstellen in Medien wie Banken besetzt hält und die gemeine Kundschaft nach Belieben entreichert und zum Hungern zwingt, während die PROIL-Funktionäre der Teppichetagen wie Dagobert Duck an ihrem selbstgemachten Gold- und Geldregen zu ersticken drohen. Nur wenn das eigene Geldsammel- und Herrschaftssystem in Gefahr gerät und wenn es sich z.B. um ein kleines Würstchen bei der taz handelt, sind die Zeilenschinder bereit, einen der "Ihren" zu opfern (NDR, "tazgate").

Der heimtückische Anschlag der "US-Goldmänner" und der "EU-PROIl-Bankster" auf Deutschland via weiche Südostflanke Europas wäre allerdings nie geglückt, wenn die Griechen so fleißig, untertänig und diszipliniert schuften würden wie die Japaner oder die Deutschen. Die Staatsverschuldung Japans liegt weit höher als die Griechenlands. Japan ist allerdings ein so hochproduktives und hochindustrialisiertes Land, dass an seiner Kreditwürdigkeit nie Zweifel bestanden. Anders die Griechen, die 2010 (nicht zum ersten Mal!) vor dem Bankrott standen.

Grexit2015

2001 bis 2014; Entwicklung der Staatsverschuldung einiger EU-Staaten (und Japan) in Prozent vom BIP (zum Vergrößern anklicken)



Die Staatsverschuldung in Europa hat im Jahr 2008 mit der proisraelisch westlichen (Welt-) Finanzkrise nach dem Zusammenbruch der Lehman-Spekulanten in New York - City richtig Fahrt aufgenommen und ist seitdem stark gestiegen.

staatsverschuldung.de meint dazu: "Die Euro-Währungs­union hat sich seit den drama­tischen Ereig­nissen vom 09.05.2010 faktisch zu einer Haftungs­gemein­schaft entwickelt, daher ist heute die Entwick­lung in der Euro-Zone für Deutsch­land wichtiger als die Verschul­dung in Deutsch­land selbst.

Beim Vergleich der Staats­verschuldung verschie­dener Länder muss man berück­sichtigen, dass die Volks­wirtschaften verschieden groß sind. Deshalb wird die aufgelaufene Gesamt­verschuldung nicht in absoluten Geld­beträgen verglichen, sondern als "Schuldenquoten" in Beziehung zum Brutto­inlandsprodukt (BIP) gesetzt. Nach den Maastricht-Kriterien für die EURO-Währungsunion darf die Gesamt­verschuldung 60% des BIP nicht übersteigen.

Die Staats­schulden in Italien sind mit ca. 2.069 Mrd. € ähnlich hoch wie in Deutsch­land (2.147 Mrd. €), doch ist die Wirt­schafts­kraft des Landes um 40% kleiner. Ohne die Kredite von der Euro­päischen Zentral­bank (EZB) wäre Italien zahlungs­unfähig.

Auch Griechenland, Portugal und Irland sind von den Krediten der EZB abhängig, es sind aber vergleichs­weise kleine Länder."


Nun ja, Kleinvieh macht auch Mist! Über Griechenland war seit Jahren bekannt, dass es die Aufnahmekriterien in den Euro-Club nicht erfüllte und beim Eintritt in die Eurozone heftig geschummelt hat. Ohne die Verbrecher der US-Bank Goldman Sachs und ohne die zumindest fahrlässige Mitwirkung der EU-Kommission wäre der Betrug an den mithaftenden europäischen Euro-Gesellschaftern, zuallererst an den deutschen Steuerzahlern, nicht möglich gewesen. Proisraelische Maulwürfe, von denen es in den Leitungsetagen der griechischen Regierung und in den Schaltstellen der EU-Kommission mehr als reichlich gibt, haben den Goldmännern aus New York-City beim griechischen Euro-Eintritts-Riesenbetrug offenbar so sauber wie diskret zugearbeitet. War in Griechenland die gleiche US-Sippschaft am Werk wie in Island? Wo bleibt der Staatsanwalt?

Der Stern berichtete dazu 2010: "Die US-Finanzbranche hat Griechenland laut einem Pressebericht geholfen, sein Schuldenproblem jahrelang zu v e r s c h l e i e r n . So habe die Bank Goldman Sachs Griechenland kurz nach dessen Beitritt zur Eurozone einen Milliardenkredit gewährt, der als Devisengeschäft ausgegeben worden sei, berichtete die "New York Times" ... Goldman Sachs habe Griechenland 2001 kurz nach dessen Zulassung zur Eurozone mehrere Milliarden Dollar geliehen, ohne dass dies öffentlich geworden wäre, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf mit der Transaktion vertraute Kreise. Das Geschäft sei als Devisenkauf und nicht als Kredit dargestellt worden. So habe Goldman Sachs dazu beigetragen, dass Griechenland dem Anschein nach die Defizitvorgaben der Eurozone erfüllte."


In der EU-Kommission in Brüssel, in der personell und strukturell über viele Jahrzehnte ähnlich chaotische Zustände herrschten wie in der äußerst korrupten Verwaltung Griechenlands, hätte man auf das Treiben der Raffgierigen aus New York eigentlich viel früher aufmerksam werden müssen. Denn das süsse Gift der Brüsseler Subventionen war es ja, das den Absturz der griechischen Wirtschaft über viele Jahre systematisch befördert hat. 2012 erschien dazu in der FAZ eine enthüllende Story, Auszug:

"Griechenland gehört zu den vier größten Nettoempfängern von EU-Geld und hat schon seit den frühen achtziger Jahren alljährlich Milliardenbeträge aus Brüssel erhalten. Insgesamt floss nach heutigem Geldwert wohl eine Summe von mehr als hundert Milliarden Euro, wie der emeritierte Heidelberger Finanzwissenschaftler Franz-Ulrich Willeke ermittelt hat. Nach seiner Rechnung erhielt das strukturschwache Griechenland in den Jahren 1991 bis 2008 netto 75,4 Milliarden Euro aus den Brüsseler Fördertöpfen, in den Jahren zuvor waren es 13,3 Milliarden Euro. Willeke errechnet daraus in heutigem Geldwert eine Summe von 133,5 Milliarden Euro.

Nach Angaben der Kommission hat das Land seit 1981 allein aus dem Regional- und Kohäsionsfond der Gemeinschaft mehr als 40 Milliarden Euro erhalten. Hinzu kommen noch einmal rund 10 Milliarden Euro aus dem dritten Strukturfonds, dem Sozialfonds. Zudem erhielt das Land nach Schätzungen mehr als 70 Milliarden Euro aus den Agrarfördertöpfen. Die Zahlen sind mit den von Willeke errechneten nicht vergleichbar, da die Beitragszahlungen nicht berücksichtigt und die Zahlen nicht inflationsbereinigt sind.

Griechenland hänge „am Dauertropf der Gemeinschaft“, kritisiert Willeke. Nur Spanien erhielt von den siebziger Jahren bis 2008 mit 157,5 Milliarden Euro noch mehr Nettotransfers als Griechenland. Portugal bekam 72 Milliarden Euro und Irland 67,5 Milliarden Euro. Willeke fragt, ob die Dauersubventionen mit ein Grund für die wirtschaftliche Fehlentwicklung sind."

Um abschätzen zu können, wieviel Geld deutscher Steuerzahler schon von den 133,5 Milliarden Euro EU-Subventionen (nur in der Zeit von 1981 bis 2008) in den Taschen griechischer Betrüger, Oligarchen, ProIl-Milliardäre und US-amerikanischer Griechenland-Berater (Goldman Sachs ...) gelandet ist, dazu fehlt noch eine Zahl.

Man sollte als deutscher Bürger wissen, dass Deutschland ca. 45 Prozent der EU-Subventionen blecht, weil es fast die Hälfte aller Nettobeitragszahlungen leistet. 45 Prozent von 133,5 Milliarden Euro, das sind rund 60 Milliarden Euro des deutschen Steuerzahlers, die dank der schlampigen und fehlenden Kontrolle der EU-Kommission (nur von 1981 bis 2008) in Griechenland schon gänzlich verloren sind. Dazu kommen jetzt weitere zig Milliarden, wenn die Finanzierung der über 320 Milliarden Euro Gesamtschulden den Bach runter geht, die Griechenland inzwischen mit Hilfe der EZB, IWF und EU (Troika) angehäuft hat. Deutschland ist auch hier wieder mit
84,8 Milliarden Euro (FAZ) dabei.

60 Mrd. plus 84,8 Mrd = rund 145 Milliarden Euro müssen wohl bei einem "Grexit" auf die Verlustliste gesetzt werden, könnte Deutschland die hinterfotzige Attacke der "angloamerikanischen Proisraelis" von Goldman Sachs auf die Eurozone kosten - und "Griechenland" könnte erst der Anfang sein. Was für ein Glück für Deutschland, dass mit Herrn Draghi jemand die EZB leitet, der sich bei Goldman Sachs (scusi!) auskennt und Europa mit seiner gewagten Lockerungsübung, der "Billionen-Geldschwemme" (quantitative easing), vor dem Schlimmsten bewahren wird ?!






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* Paris Match "Homestory" des Jannis Varoufakis

Am Freitag hatte "Paris Match" mehrere Fotos des Finanzministers und seiner Frau in ihrem Penthouse in einem der teuersten Stadtviertel Athens unterhalb der Akropolis veröffentlicht. Einfache Bürger zeigten sich im Fernsehen verwundert, dass sich Varoufakis angesichts der Schuldenkrise stundenlang für solche Fotoproduktionen Zeit nehme.

Wer noch daran zweifelte, ob es sich bei V. um einen Scharlatan handelt, muss in die "SZ" oder den "Paris Match" (s.o.) gucken. Da posiert V. in seiner Protzbude wie ein Pfau in falscher Klavierhaltung. Wie es richtig geht hätte der Blogger vor dem "Photo-Shooting" in 10 Minuten im Internet lernen können.
Im Internet-Video für Interessierte "Klavier lernen in 10 Minuten" ist der Klavierstuhl z.B. so weit hochgestellt, dass der Unterarm mindestens parallel zu den Tasten - wenn nicht höher - ist.

Der Blender Varoufakis sitzt auf dem Küchenstuhl sichtbar zum ersten Mal, weil viel zu tief vor dem Klavier. Mit derart abgeknickten Handgelenken (s.o. SZ-Homestory-Foto aus Paris Match) kann niemand Klavier spielen. V. hat offenbar noch nie eine Klavierschule von innen gesehen, Varou fake is wohl ein schlechter Schauspieler und Pseudo-Klavierspieler für die Fotografen.

Abgesehen davon gehts beim Essen in der obszön wohlhabend möblierten Wohnung und auf der Terasse der Varoufakis - Familie zu wie bei Millionärs, und das im völlig verarmten Griechenland . Der linke Ministerpräsident Papandreou, der "Pate" von "Ziehsohn" Varoufakis, war selbst Sohn einer polnischen Jüdin und hatte Kontakte zu Freimaurern. Eine Schande, diese reichen Mischpoke - Fettaugen im "Kosmopoliten" - Villenviertel Athens zu sehen, wo in kleineren Städten und auf dem flachen Land 26 Prozent der Griechen arbeitslos sind und zu Hause höchstens dünne Wassersuppe und verbilligtes "Brot vom Vortag" vorgesetzt bekommen.


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** Die Ablenkungsmär vom angeblichen "Judenfeind" Varoufakis


Dreister gehts nicht. Gleich zu Beginn des nächsten Akts im Griechendrama wurde das Publikum in der WELT mit der angeblichen "Judenfeindschaft" des griechischen Finanzministers hinter die Fichte geführt.

SPON stellte klar:

"Der neue griechische Finanzminister fällt auf. Mit seinem Kleidungsstil. Mit seiner Streitlust. Und mit seinem Werdegang: vom griechischen Auswanderer zum griechischen Finanzminister. Bei Politikern wird gerne mal in der Vergangenheit gewühlt. Doch die Vorwürfe, die nun gegen Varoufakis erhoben werden, wiegen besonders schwer: Er sei judenfeindlich und stelle das Existenzrecht Israels infrage.

Doch ein genauer Blick auf das, was Varoufakis einst im australischen Radio gesagt hat, zeigt: Seine Haltung war zwar auf eine typisch linke Art israelkritisch. Vom generellen Vorwurf des Antisemitismus bleibt allerdings nichts übrig. Varoufakis kritisierte vor allem die Sperranlagen, die das Westjordanland von Israel trennen. Doch die werden auch von Amnesty International kritisiert, von den USA und selbst die UNO äußerten sich skeptisch. Die UN wollte 2003 sogar eine Resolution dagegen verabschieden, die jedoch durch das Veto der USA nicht zustande kam.

Doch der Reihe nach: Thomas Weber, Dozent an der Universität von Aberdeen, war der Erste, der die angeblich antiisraelische Gesinnung des Griechen thematisierte. "Im Aufruhr über die griechische Finanzpolitik wird die Judenfeindlichkeit der Regierung Tsipras glatt übersehen", schrieb er in einem Gastkommentar für die "Welt". "Ein tiefer Graben" tue sich zwischen Berlin und Athen im Umgang mit Israel auf. Während Angela Merkel Israels Sicherheit zur deutschen Staatsräson erklärt habe, sei Varoufakis 2005 aufgrund antiisraelischer Tiraden als Radiomoderator des australischen Radiosenders SBS gefeuert worden. "



Was lernt uns das? Wenn die CIA eine Zeitung wie Springers proisraelische "WELT" über Jahrzehnte subventioniert, bleibt das bei den dortigen Zeilenschindern nicht in den Kleidern hängen. Manche werden zu aktiven Mitgliedern bei Horch und Guck, erfinden die blödsinnigsten Sachen und schreiben auch noch drüber. Wer schreibt der bleibt.

So erfand Springers WELT vor ein paar Tagen die Ammenmär von den über 100 (Rußland-)Deutschen, die für Donezk und Lugansk die Ostukraine gegen PrOIL-Poroschenkos AmiSöldner verteidigen. Die erfundene Story kam in der "westlichen" Riesenmedienmaschine sofort gut an und wurde mit Riesenschlagzeilen überall nachgedruckt und versendet, hier nur zwei Beispiele:

"Ukraine: Mehr als 100 Deutsche sollen für die Separatisten ...
www.zeit.de › Politik › Ausland
vor 4 Tagen - Der Großteil sollen Russlanddeutsche und ehemalige ... Im Krieg in der Ostukraine kämpfen nach Recherchen der Welt am Sonntag auch ...

Wie gefährlich sind Rückkehrer aus der Ostukraine? | MDR ...
www.mdr.de/nachrichten/ukraine-deutsche-poroschenko-merkel100.
vor 3 Tagen - Mehr als hundert Bundesbürger kämpfen offenbar auf Seiten der Rebellen im Donbass. Bislang ist ... Die meisten sollen Russlanddeutsche sein, etliche von ihnen ehemalige Bundeswehrsoldaten."


Tatsächlich wurden nur 9 Deutsche im Donbas gefunden, wie der mdr jetzt kleinmütig nach dem Bericht eines Abgeordneten im Innenausschuss des Landtages eingestehen musste.

Wer Fantasiegeschichten wie der "Gast" Thomas Weber bei der "WELT" schreibt, der wird natürlich weiter (aus den CIA-Krokodilfonds ?) bezahlt und bleibt höchst komfortabel finanzierter PrOIl-Zeilenschinder, zumindest bis das ganze finanzkapitalistische Kartenhaus zusammenbricht.


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*** Angebliche griechische Ansprüche auf "Reparationszahlungen"

Die Bundesregierung sieht die Sache völkerrechtlich zutreffend als erledigt an, nachdem die Griechische Regierung keine Einwände gegen den "2 + 4 - Vertrag" erhoben hat.

Weil im Rahmen der EU-Subventionen allein in den Jahren 1981 bis 1990 Deutschland 60 Milliarden Euro an Griechenland geleistet hat (s.o., Willeke) sind damit auch etwaige Ansprüche aus einem angeblichen "Zwangskredit" (würden heute ca. 11 Mrd € wert sein) sowie auch alle sonstigen denkbaren Ansprüche (Geiselerschießungen etc.) abgegolten. Keiner der progriechischen EmpathInnen-MdB war damals im irrsinnigen griechischen Bürgerkriegsgemetzel dabei oder kennt die Details. Der Gipfel ist die dreiste Behauptung des im Fall Edathy extrem unter Druck geratenen, unwissenden ex-Vorsitzenden der deutsch-israelischen Arbeitsgruppe im Bundestag, Oppermann. Das, was "die Deutschen" im WK II in Griechenland an "Verbrechen" angerichtet hätten, könne in Geld gar nicht aufgewogen werden. Das ist ein Argument, mit dem auch Israel`s berüchtigter Junta-Premier Netanyahu gemeinhin Schadensersatzansprüche der von der IDF massakrierten und von Israel um ihr Land betrogenen Palästinenser pauschal abwimmelt.

Das Handelsblatt zitiert den Völkerrechtler Kotzur, der die Position der Bundesregierung stützt, wonach mit dem "2+4 - Vertrag" eine abschließende Regelung vorliegt: "„Allerdings hat Griechenland im Jahre 1990 die Pariser Erklärung unterzeichnet und damit seine Unterstützung zum Regelungsgehalt des Zwei-plus-Vier-Vertrags zum Ausdruck gebracht. Damit sind aus meiner Sicht völkerrechtlich weitergehende Reparationsforderungen ausgeschlossen, da eine abschließende Regelung vorliegt.“

Diese Meinung wird von zwei Dritteln der Bundesbürger geteilt (s.u. SPON).

Die sogenannten griechischen "Pseudo-Reparationsforderungen", an die auf Seiten der Opposition die üblichen "Nestbeschmutzer" vom Linken Gysi über die Allzweck-Grünen Claudia Roth & Göring-Eckardt bis zur SPD-Looserin Gesine Schwan, den PROIl`s Oppermann & Stegner sowie die üblichen proisraelischen Kaufmäuler in der deutschsprachigen PROIl-Medienmaschine andocken, sind ein Produkt geschichtlich überholten, antagonistisch-ideologischen Denkens. Das äußerst zweckgerichtete Memorieren der Nazi-Greuel durch "prokommunistische" Interessenten erinnert an die Machenschaften der "Holocaust-Industrie" ( Norman Finkelstein ), deren "angloamerikanische" WJC-Verbandsfunktionäre in allererster Linie stets nur für sich selbst gesorgt und in die eigenen Tasche gewirtschaftet haben. Bei den tatsächlich Betroffenen, die meisten sind inzwischen ohnehin verstorben, kommt bei solchen gegen Deutschland gerichteten Hass- und Neidkampagnen und Agitprophetze-Aktionen der proisraelischen Nichtstuer und obstinaten Dickköpfe im östlichen Mittelmeer in aller Regel nichts oder fast nichts an.

Scusi begrüßt stattdessen den Vorschlag, dass die griechischen und die deutschen Milliardäre, die mit dem Verticken von Rüstungsgütern, U-Booten, U-Bahnen u.ä. Dingen in der Vergangenheit dicke Gewinne erzielt haben, dieses Geld in eine Stiftung zur Gründung eines deutsch-griechischen Jugendwerks einbringen.

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SPON-Umfrage: "Sollte die Bundesregierung Griechenland wegen der Nazi-Besatzung des Landes von 1941 bis 1944 entschädigen?

Ja.................. 19665.......... 30,24%

Nein...............43891......... .67,48%

Ist mir egal..... 1483..............2,28%

Gesamtbeteiligung 65039

Stand: 17.03.2015, 15:09 Uhr"
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Sonntag, 8. März 2015

Ranga Yogeshwar`s Report über die Atomkatastrophe von Fukushima

rhbl



07.03.2015, 04:51 Uhr | dpa:
"Merkel reist erstmals seit sieben Jahren wieder nach Japan. Fast auf den Tag genau vor vier Jahren hatte ein Tsunami den Nordosten Japans verwüstet und im Atomkraftwerk in Fukushima eine Kernschmelze ausgelöst.
Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hält es für ein Versäumnis von Kanzlerin Angela Merkel, dass sie während ihres Japan-Besuches am Montag und Dienstag nicht Fukushima ansteuert. Für ihn sei das ein falsches Zeichen. Fukushima stehe dafür, wie hochriskant die Atomkraft sei, sagte Hofreiter der dpa."


Fuk_Block41

Der zerstörte Block 4 des AKW Fukushima. Ein Anblick, den sich Frau Merkel lieber ersparen möchte. Vier Jahre nach der Katastrophe von Fukushima liegen in den Orten rund um das Atomkraftwerk zudem Millionen Tonnen verstrahlten Abfalls herum, notdürftig in schwarze Müllsäcke gestopft, auch ein unschöner Anblick (Fotos: FAZ).


Frau Merkel hat schon mal schmelzende Eisberge in der Arktis besichtigt. Aber sie war nie in Tschernobyl und Harrisburg, Majak und Windscale, den Orten des atomaren Grauens, wo sich schon vor Jahrzehnten die "Risiken, die für absolut unwahrscheinlich gehalten wurden, doch nicht vollends unwahrscheinlich waren, Realität wurden" (Merkel).

Fuk_Leitstand1_Blackout

Nach dem Blackout im AKW Fukushima müht sich ein Schichtarbeiter im Block 1 unter Vollschutz in der Leitwarte ein Dokument zu lesen - im Schein einer Stablampe, die von einer improvisierten Stromquelle (Autobatterie?) genährt wird.


In ihrer Regierungserklärung vom 17. März 2011, sechs Tage nach Fukushima, führte die Bundeskanzlerin Merkel zu ihrer angeblichen persönlichen Kehrtwende in der "friedlichen" Atompolitik weiter aus: "Wenn das so ist, wenn also in einem so hoch entwickelten Land wie Japan das scheinbar Unmögliche möglich, das absolut Unwahrscheinliche Realität wurde, dann verändert das die Lage. Dann haben wir eine neue Lage, dann muss gehandelt werden. Und wir haben gehandelt.“

Patrick Bahners bemerkt zu Merkels gedrechselter Regierungsrede in den "Blättern" kritisch:"Nach wissenschaftlichen Maßstäben wird man wohl die Modallogik dieser Sätze bestenfalls als h a l b r i c h t i g bezeichnen. Nicht das scheinbar Unmögliche ist möglich geworden, sondern das für so gut wie unmöglich Gehaltene wirklich. Das absolut Unwahrscheinliche gibt es nicht. Dass das höchst Unwahrscheinliche nicht unmöglich war, hatte man immer gewusst."

Fukushima_Fluchtstrom

146.000 Anwohner des AKW Fukushima flohen nach dem Alarm spornstreichs und chaotisch in dieser endlosen Autoschlange auf der Hauptstraße Richtung Süden. Zum Glück wehten die Winde in den ersten drei Tagen die lebensgefährliche Radioaktivität aus den Reaktorruinen auf den Pazifik hinaus. Erst am 4. Tag drehte der Wind in Richtung Nordwest aufs Land. Der Fallout regnete bis hin zur Großstadt Fukushima (300.000 Einwohner) ab, die nur 62 km vom Atomkraftwerk entfernt liegt. In Fukushima und in der "Gelben Zone" wird jetzt der Boden 5 cm abgetragen. Jede Stelle und jedes einzelne Haus muss mühsamst "dekontaminiert" werden, d.h. jeder Quadratzentimeter wird - so gut es irgendwie geht - von den radioaktiven Partikeln mit primitiven Stahlbürsten abgekratzt, gesäubert, gefegt, abgeschrubbt, mit Staubsaugern abgesaugt, mit Wasser abgespritzt, bis die radioaktive Belastung an jeder Stelle unter der Dosis von 0,4 Mikrosievert pro Stunde (amtlicher Schwellwert) liegt. In der Todeszone der Roten Zone (s.u.) kann höchstwahrscheinlich nie mehr was gemacht werden. Das Gebiet ist unrettbar verstrahlt und verloren.



Was die hundertprozentige Atommerkel wirklich denkt, ließ sie in einer Rede zwei Jahre zuvor durchblicken. Patrick Bahners schildert es in seinem lesenswerten Artikel "Die Physikerin: Wie Angela Merkel dem Teufel begegnete": "...Am 1. Juli 2009 hielt Frau Merkel als Bundeskanzlerin der großen Koalition die Festrede zum 50. Geburtstag des Atomforums, der Lobby des Kernkraftgedankens. Sie bescheinigte ihren Gastgebern: „Sie haben versucht, mit sachlichen Argumenten zu überzeugen, was natürlich in der Austragung emotionsgeladener Konflikte oft eine ganz andere Spielart ist...
In Schweden habe man die Sache sehr interessant gelöst: Man ist öffentlich ausgestiegen, hat anschließend die Kernkraftwerke nachgerüstet und modernisiert und hat dann einfach weitergemacht“. (sic!)


Bahners: "Eine irrationale öffentliche Selbstbindung nötigte dazu, das Vernünftige als Geheimsache zu betreiben." Scusi, blüht uns Deutschen jetzt das "Modell Schweden"? Sollen wir mit einer Pseudo-Energiewende nur vorübergehend hinter die Fichte geführt werden bis die maroden Atommeiler nachgerüstet und modernisiert sind?


Sperrzonen-Fukushima-Ende-20141

Aktuelle Sperrzonenregelung in Fukushima. In der Roten Zone darf sich kein Einwohner aufhalten. Gärten, Häuser und Infrastruktur verfallen, weil alles gefährlich hoch kontaminiert ist. In der Gelben Zone sind Besuche von früheren Einwohnern für kurze Zeit am Tag möglich. 120.000 von der Radioaktivitätsausbreitung Vertriebene können nicht mehr in ihre Heimat zurück. 1332 sind an den Entbehrungen der Vertreibung inzwischen gestorben (Stern). (Standfoto aus Yogeshwar`s Story "Japan kämpft mit der Radioaktivität", s.u.).


Ranga Yogeshwar und sein Team haben für den WDR einen hautnahen und unter die Haut gehenden Film über Fukushima gedreht. Er lief leider zu nachtschlafender Zeit (22:45 Uhr) erstmals am 03. November 2014. Für seine "Story" hat der sichtlich erschütterte Ranga am und um den Standort der Atomruinen in Fukushima Daiichi das Treiben der Aufräumarbeiter gefilmt, die Radioaktivität gemessen und betroffene Anwohner interviewt. An der Außenwand des Reaktors Nr. 2 belief sich die Radioaktivität zur Zeit seines Besuchs übrigens auf 2500 Mikrosievert/Stunde.

fuk_rad

"Fluchtalarm", der Begriff ist neu für`s westliche Publikum*. Google kennt ihn noch gar nicht. In Japan hielten die Operator in den stockdusteren, strom- und lichtlosen Leitwarten tapfer aus, abgeschnitten von der Außenwelt und fehlinformiert von den angeblich so "zuverlässigen und sicheren US-amerikanischen General Electric - Reaktorsystemen" führten sie hinter meterdicken Betonwänden einen sinnlosen, absurden Kampf gegen drei höllische Kernschmelzen in den sogenannten "Sicherheitsbehältern" der ruinierten Containments. Deutsche Operator könnten frühzeitig wegrennen und Freiwillige Helfer fernbleiben. Das letztere befürchten Kritiker wie "ausgestrahlt" schon lange.

Deutschlands neuer Risikoplan für Atomunfälle lässt weiter auf sich warten. Die Konsequenzen aus Fukushima, gezogen in den Rahmenempfehlungen der SSK für den Notfallschutz bei Atomkraftwerken, sind in den Ländern seit einem Jahr nicht umgesetzt. Die Grünen werfen der Regierung Untätigkeit vor (DIE ZEIT).



Weil sich scusi! inzwischen über Fukushima die Finger wund geschrieben hat - nachfolgend eine Liste meiner Fukushima-Beiträge - wird empfohlen sich aus Anlass des Jahrestages von Fukushima unbedingt unten den Yogeshwar-Report anzuschauen. Interessierte Leser mögen Yogeshwar`s präzise vor Ort erhobene Befunde ruhig mit den natürlich nicht so exakten "Fernanalysen" von scusi! vergleichen:


Montag, 23. Februar 2015
Aus Fukushima läuft die radioaktive Suppe weiter ins Meer



Sonntag, 17. November 2013
Fallhöhe 30 m: Beim Transport von 1533 Brennelementen aus der Fukushima-Reaktorruine Nr. 4 darf nichts schiefgehen!



Mittwoch, 30. Oktober 2013
Tepco gehen in Fukushima die Wassertanks und Aufräumarbeiter aus



Dienstag, 20. August 2013
Fukushima-Kühlwasserlecks, beschämende Gleichgültigkeit bei zunehmender radioaktiver Verstrahlung Japans und des Pazifik



Dienstag, 12. März 2013
Lange Nacht des Schweigens senkt sich über die Atomkatastrophe von Fukushima



Donnerstag, 29. März 2012
Fukushima: 73 Sievert/h, das Zehnfache der tödlichen Strahlendosis in Block 2 gemessen


Mittwoch, 22. Juni 2011
Globale Funkstille zur Atomkatastrophe in Fukushima



Sonntag, 15. Mai 2011
Fukushima: restriktive Salamitaktik bei Evakuierungen jenseits der Sperrzone



Donnerstag, 12. Mai 2011
Der radioaktive Zerfall des Abschieds vom Ausstieg aus dem Ausstieg



Freitag, 25. März 2011
Erste Jod- und Cäsium-Wolken aus Fukushima bereits über Deutschland. Energiewende jetzt, AKW endgültig abschalten!


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Der herausragende WDR-Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar hat letztes Jahr über seinen Besuch in Fukushima die nachfolgende 42 Minuten - Reportage gemacht, die sich jeder Scusi!-Leser zum Jahrestag des Ereignisses unbedingt (noch)mal anschauen sollte:




Der Yogeshwar-Filmbericht (WDR-Homepage zur Fukushima-Reise) schildert die Situation treffend und fachlich korrekt. Das ist die sehenswerteste Reportage, die scusi! bisher zu "Fukushima" untergekommen ist. Ausspreche allerhöchste Anerkennung!
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*Fluchtalarm beim "SUPERGAU", ein ganz besondrer Klingelton, wenn der Größte von den "Berechnenden" in verharmlosender Absicht Angenommene Unfall ("GAU") im Atomkraftwerk dann doch so katastrophal "SUPER" wird, dass sogar das Bedienpersonal aus der geschützten Leitwarte wegrennen muss.

Die Rahmenempfehlungen der Strahlenschutzkommission (pdf, Download) (SSK) und der Reaktor-Sicherheitskommission (RSK) enthalten "rationale" Anforderungen an die anlageninterne Notfallschutzplanung der Betreiber von Kernkraftwerken. Sie werden hin und wieder an den Stand von Wissenschaft und Technik angepasst; die letzte Aktualisierung erfolgte im Jahr 2010. Damals hat man wohl ein paar Erfahrungen aus der Atomkatastrophe von Tschernobyl außen vor gelassen. Die aktuellen Ergänzungen berücksichtigen deshalb Erkenntnisse, die (angeblich erst) in der Auswertung der Analysen der Katastrohe im AKW Fukushima Dai-ichi gewonnen wurden.
Papier ist geduldig. Behandelt wird von der SSK in Ziffer 3.1.2 auch der

"Fluchtalarm":

"3.1.2
Interne Alarme zur Räumung gefährdeter Bereiche
Interne Alarme (wie Fluchtalarm, Räumungsalarm, Feueralarme) sind im BH
B (Alarmordnung) zu regeln.
Es ist zu berücksichtigen, dass der Aufbau der Notfallorganisation auch
unter den Randbedingungen vorlaufender interner Alarme gewährleistet sein muss...


Carl Friedrich von Weizsäcker zeigt in seinem Buch "Der bedrohte Friede" (Hanser, 1981), dass die Kernenergie von Menschen entwickelt und vertreten wird, denen das rationale Denken in Systemzusammenhängen selbstverständlich ist.""Eben darum können sie sich die Folgen eines Versagens dieses Denkens oft gar nicht ausmalen." Zur Erläuterung schildert er einen Besuch bei Rasmussen in dessen Institut am MIT, Cambridge, Massachusetts. Sie kamen auf die Frage, wie man einen Reaktor, der abgeschaltet wird, kühlt. "Er: "Das dauert vier Wochen." Ich: "Wer macht das?" Er: "Die Crew." Ich: "Und wenn die Crew versagt?" Er: "Warum sollte sie?" Ich: "Wenn sie wegläuft?" Er: "Das tut sie doch nicht." Ich: Aber wenn sie es tut?" Er: "Das darf sie nicht, sonst geschieht ein Unglück. Also tut sie es nicht." Ich: "Sie verkaufen doch auch Reaktoren ins Ausland. Angenommen, in Beirut steht ein Reaktor, die Crew besteht aus Christen, die Syrer kommen, die Crew läuft weg." Er: Sie darf nicht weglaufen." Pause. Dann ein Zuhörer: "Ich glaube, ich habe in den letzten zehn Minuten mehr gelernt als seit Monaten."

Fortsetzung drei Wochen später: Ich erzähle die Geschichte einem deutschen Fachmann. Er: "Bei den amerikanischen Reaktoren ist das wohl so. Die unseren kühlen automatisch. Da dürfte die Crew weglaufen. " Er hatte Recht.""


Scusi: Wir werden sehen. In der Ukraine steht das größte AKW Europas in Saporoschje nur hundert Kilometer von der Front entfernt. 40 Kämpfer eines "Freikorps" vom "Rechten Sektor" konnten beim Versuch, das Gelände zu besetzen und das AKW unter ihre Kontrolle zu bekommen nur mit Mühe von der örtlichen Polizei daran gehindert werden. Größere und kleinere Terrorakte sind im ukrainischen Bürgerkrieg an jedem Ort denkbar. Sabotagefälle hat`s in Atomkraftwerken auch schon gegeben. Vielleicht ist sogar die Katastrophe von Tschernobyl auf Sabotage zurückzuführen. Das wird nie geklärt werden.

Ohne die Kohle aus dem Donbas und ohne das Gas aus Russland ist die Westukraine vollständig auf den Betrieb ihrer Atomkraftwerke und die im Land liegenden Uranvorkommen angewiesen. Der brüchige Minsker Waffenstillstand wird von den USA derweil systematisch torpediert, die durch massive Waffenlieferungen im Baltikum und unnötige NATO-Seemanöver im Schwarzen Meer Russland bis aufs Blut reizen und zum Krieg in der Ukraine provozieren. Dazu kommt noch die weltweit hochgedrehte Anti-Moskau-Hetz-Propaganda der Hollywood/Pentagon - Mischpoke. Das kann nicht gutgehen.
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Freitag, 6. März 2015

Anne Sophie Dürmeyer 2. im Song Contest, wen kümmert`s ?

rhbl


"U-Musik wird störend oft empfunden, dieweil sie mit Geräusch verbunden."

(Wilhelm Busch)




Schoeneberger
Der Eurovision Song Contest endete gestern mit einem großen Knall. "Rampensau" Schöneberger (Mitte, auf Stilettos; Zweitplatzierte Dürmeyer links, Sieger Kümmert rechts) soll von ihrem schlimmsten "coitus interruptus" oder so ähnlich gesprochen haben. (Foto: dpa/Jochen Luebke)


Doch wen unter den Freunden der E-Musik kümmert sowas? Scusi! empfiehlt für Liebhaber von Schuberts Klaviermusik die neueste, exzeptionelle Einspielung der "Ungarischen Melodie in H-Moll (D 817)" von David Fray.

Nun zum Goldregen beim Eurovision Song Contest, an dem aus dem fernen Erdteil "Asien" auch Israel teilnimmt. Was dieses Jahr wie schon des öfteren zufällig dazu führte, dass für Deutschland in Wien mal wieder eine proisraelische Darstellerin aktiv wird. Es geht ja bei dem sogenannten "Song-Contest" um Karrierechancen in der U-Musikbranche und damit um viel Kohle.

Der SängerInnenwettstreit ist ganz offensichtlich ein israelisches culture-Brechmittel zum Anpickeln oder Anpinkeln (Paolo Pinkel fehlte hier noch) überkommener christlich-abendländischer Wert- und Moralvorstellungen. Wie der letzte Conchita Wurst - Auftritt gezeigt hat geht es den schrillen VeranstalterInnen wohl vorrangig um die Aufwertung ihrer sexuellen Andersartigkeit. Mehr als ein "Coitus interruptus" von Barbara Schöneberger ist da aber nicht zu erwarten. Die BZ beschreibt es verniedlichend so: "1998 zeigte die israelische Transsexuelle Dana International, dass es mehr gibt als nur Mann und Frau. Die Geschlechterfrage vollends auf den Kopf stellte schließlich 2014 Conchita Wurst, ein Mann als Frau mit Bart und der Message, dass jeder so leben könne, wie er mag" , queer und libertär nennt sich sowas.

Inzwischen sind von der BZ gefeierte queere L i b e r t ä r e, d.h. "Rampensäue" die "so leben wie sie mögen", von unseren Parteikompradoren sogar schon in den Innenausschuss des Deutschen Bundestages geschmuggelt worden, wo man sich als homosexueller MdB mit Chrystal Meth - Drogen hochpuschen, via teurer, auf Kosten der deutschen Steuerzahler beschaffter Kryptohandys über (politisch) abartige Schweinereien ungestört unterhalten oder sich über die vom Steuerzahler geblechten Bundestags-Laptops sogar während der dienstlichen Sitzungen zur eigenen Erregung / Entspannung über das tolle "World Wide Web" nette Kinder-Pornobildchen aus der "weltoffenen", wirtschaftlich wie kulturell globalisierten Porno- und Freihandelszone Kanada runterholen und angucken konnte (Fall Edathy & Hartmann in der SPD-Fraktion). Der "christliche" Koalitionär CDU/CSU mit seiner "modern" orientierten Kanzlerin Merkel schweigt zu alledem.

Zurück zum Contest, zum Zersägen der abendländischen Musikkultur mittels mosaischer Kreischsägen. Israel hat schon rein geografisch in der Eurovision nichts zu suchen. Wer den von dort gesteuerten pseudoeuropäischen Cocktail voll peinlichem Trash und falschem Glamour mal in Deutschland mitanhören / mitansehen muss, mit echt "schlechter Musik und miesen Ohrwürmern, die man schnell wieder loswerden will" (BZ), ist nicht zu beneiden.

Das Zitierkartell der an den Schaltstellen wie in der BRD üblich personell proisraelisch besetzten und per zwangsweise eingezogener Gebühr gesponserten ö.r. Sender ARD, ZDF und die sonstigen Mainstreammedien sind natürlich total entgegengesetzter Meinung. So schreibt ein gewisser Elmar Kraushaar (nomen est omen) in Brigitte Fehrle`s BZ: "Immer wieder beweist der Wettbewerb, dass es ihm gelingt, neue Bilder hervorzubringen und Althergebrachtes infrage zu stellen." (sic!)

Die "deutsche" Teilnehmerin in Wien heißt diesmal übrigens Ann Sophie Dürmeyer, wurde 1990 in London geboren, wuchs allerdings hauptsächlich in Hamburg auf. Im Alter von vier Jahren begann das Naturtalent im Ballett zu tanzen und mit 14 Jahren entschloss sie sich Opernsängerin zu werden. 2010 beendete sie ihre Schulausbildung mit dem Abitur. Danach zog sie - einfach mal so - nach New York. Dort besuchte sie das Lee Strasberg Theatre and Film Institute und absolvierte eine zweijährige Gesangsausbildung, was bestimmt teuer war, aber das Ganze sicht- und hörbar nicht besser gemacht hat (Biosatire frei nach Wikipedia).

Wer nicht abgeschreckt genug ist, kann hier auch mal reinhören beim:
Gewinnerauftritt der Zweitplatzierten Ann Sophie Dürmeyer...Puhhh!




KuemmertUnd hier ist der eigentliche Gewinner, der aber dann doch noch gekniffen hat:
Andreas Kümmert (* 1986 in Gemünden am Main) ist äußerlich nicht gerade ein John Wayne - Typ, eher ein bescheidener deutscher Blues- und Rocksänger aus Schaippach in Unterfranken... Bei seinem ersten Auftritt in den „Blind Auditions“ fiel er mit seiner Interpretation von Rocket Man von Elton John auf und wurde früh zum Favoriten der Show. 2015 nahm er mit den Liedern Home Is in My Hands und Heart of Stone an "Unser Song für Österreich", dem deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2015, teil (Wikipedia).

Der Eurovision Song Contest hat übrigens, anders als der Name vermuten lassen könnte, nichts mit Musik zu tun, geschweige denn dass es ein Wettbewerb um das beste "Lied" ("Song") wäre. Das ist jeder armen Sau klar, die diese ö.r. TV-Veranstaltung jemals zwangsweise verfolgen musste. Was nicht zuletzt der Auftritt dieser phänomenalen Ann-Sophie Dürmeyer schlagend bewiesen hat. Tanzschritte darf offenbar auch keine der Teilnehmerinnen beherrschen oder machen, denn die queeren Veranstalter verkaufen nebenbei in der Vorhalle hauptsächlich Dildos und Präser, die bei zuviel rhytmischem Getöse im Studio von den Verkaufstischen fallen könnten. Kopfschmerz-, Grippe-, Maserntabletten und Aufbaupräparate für Muskelprotze gibt`s beim "Contest" natürlich auch. Besonders geschäftstüchtige Izaks vermaggelten Solaranlagen für die am Eurovision Song Contest beteiligten Tussis, die allesamt so wenig in der Birne oder Röhre haben, dass sie ihre Haut zu Markte tragen müssen.

Bei der gestrigen Vorentscheidung erreichte Andreas Kümmert mit seinem steinerweichend herzzerreißenden Song (Songtext*) das Finale und wurde Erster, trat jedoch sofort danach überraschend vom Sieg zurück - vermutlich wegen der Frauenquote, eine Geschlechtsumwandlung ist dem Sieger wohl zu anstrengend.

Ein Rieseneklat. Schon machen Gerüchte die Runde, die männermobbenden Eurovision Contest - TV-Zicken hätten backstage mal wieder eine saftige Intrige gegen das männlich-brave Musiker-Würstchen inszeniert. Wenn`s um die Wurst geht werden Weiber zu Hyänen.

Kümmert kommt der Eurovision-ProIl-Szene zudem nicht queer genug daher und hat sich während seines Auftritts noch nicht mal in den Schritt gefasst.

Kaum hatte er gewonnen, lehnte der übersensible Künstler vor der grölenden TV-Meute schluchzend das Ticket nach Österreich ab: Er sehe sich "nicht in der Verfassung", beim Endausscheid anzutreten. Er sei nur "ein kleiner Sänger" (1,58m).

Was sagt scusi! zu alldem? Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung!



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* Songtext Kümmert

"Everything that you told me
It took me down on my knees
Now I try to unfold me
After all I do alright Give me back my heart of stone
Cause I know you can't handle it
Give me back my heart of stone
Uh yeah

Everything that you told me
It took me down on my knees
Now I try to unfold me
After all I do alright

Give me back my heart of stone
Cause I know you can't handle it
Give me back my heart of stone
Before it breaks in two"

Montag, 2. März 2015

Fall Edathy, Vorhang zu und alle Fragen offen

rhbl



Vorhang zu und alle Fragen offen. Strafrechtlich ist Edathy nach $ 153a StPO mehr als glimpflich davongekommen. "Der Fall Edathy ist eine Katastrophe für unser Rechtssystem" (Vetter). Die 5000 Euro für den Kinderschutzbund könnte der "bedingt geständige" ex-MdB aus der Portokasse zahlen, doch der Kinderschutzbund will das "kontaminierte" Geld nicht. Für die Opfer fand der charakterlich unterbelichtete Sozialdemokrat* in seiner dürren, vom Verteidiger verlesenen "Erklärung", die er auch noch unmittelbar danach auf Facebook zum "Nicht-Geständnis" relativierte, kein Wort des Bedauerns. Hier ist einer zu Unrecht davongekommen, der Schuld auf sich geladen hat (FAZ).

So erhärtet sich der Verdacht, dass man den ex-Vorsitzenden des NSU-Untersuchungsausschusses im Bundestag laufen ließ, um ein weiteres öffentliches Verfahren wie den NSU-Prozeß in München unbedingt zu vermeiden, wo mit fast jeder Gerichtssitzung weitere schreckliche "Ungereimtheiten" bei den geheimdienstlichen und polizeilichen Ermittlungen zum "NSU" ans T a g e s l i c h t kommen (FR, "Verfassungsschutz am Abgrund"). Edathy war ja drauf und dran seinen Fraktionskollegen Hartmann und seinen Fraktionsvorsitzenden Oppermann mit in die Tiefe zu reißen.

Legalist Edathy ging nach dem fragwürdigen Deal beim Landgericht Verden für ein Trinkgeld als "nicht Vorbestrafter" durch den Hinterausgang nach Hause. Nach den dubiosen Deals im Fall Höneß und im Fall Ecclestone ein weiterer unschöner Justizskandal. Gibt es in Deutschland für die Angehörigen einer gewissen, selbsternannten "Elite" einen generellen Rabatt in der Form, dass Raffgierige und Sexuell anders Orientierte sich seit der "Wende" im Jahr 1989 von größeren Unbilden bei der Justiz grundsätzlich "freikaufen" können? (FR, Holger Schmale, "Edathy-Affäre, ein Skandal mit vielen Facetten")


Politisch ist die Sache auch noch nicht ausgestanden. Am Mittwoch trifft sich dazu der Untersuchungsausschuß des Bundestages. Die Frage, wann wer in Berlin oder Niedersachsen im Jahr 2013 was wusste, muss allerdings ggf. ergänzt werden um eine präzisere Fragestellung, wann wer im Bundestag Ende 2011 / Anfang 2012 etwas von der Entdeckung des Namens Edathy auf der Kinderporno-Kundenliste in Kanada wusste (s. Einsetzung des U-Ausschusses, BT-Drs. 18/1475).

Der Ausschuss sollte versuchen detailliert zu klären, ob die Erkenntnisse der kanadischen Polizei über den deutschen Kundenkreis des Kinderpornohändlers Azov, zu dem Edathy gehörte, just in time schon v o r der Bestallung Edathy`s zum Vorsitzenden des NSU-Untersuchungsausschusses bei den parlamentarischen Entscheidern Ende 2011 in Berlin eingetroffen sind. Denn dann müsste der naheliegend schwere Verdacht ausgeräumt werden, ein wegen seines ggf. strafrechtlich relevanten, evtl. auch minder sexualschädlichen Verhaltens erpressbarer SPD-Abgeordneter sei vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Oppermann vielleicht mit "dolus eventualis" als Vorsitzender ausgewählt worden, um ihn im Fall politisch mißliebiger Entscheidungen im NSU-Ausschuss jederzeit wegen seiner pädophilen Orientierung "abschießen" zu können, scusi!

Joachim Riecker hat für die NZZ in seinem unaufgeregten Artikel "Kinderpornos, Lügen und Drogen" das Problem der Besetzung wichtiger parlamentarischer Kommandohöhen der deutschen Innenpolitik mit "libertär" oder schlicht "anders" orientierten Abgeordneten schon am 10.2.2015 indirekt angesprochen, Auszug NZZ:

"Nach Enttarnung der rechtsradikalen Terrorbande NSU wurde der aufstrebende SPD-Abgeordnete Edathy Anfang 2012 zum Vorsitzenden des Untersuchungsausschusses gekürt, der die Ermittlungspannen aufklären sollte. Hartmann war zur gleichen Zeit innenpolitischer Sprecher seiner Fraktion. Die beiden homosexuellen Abgeordneten waren auch privat befreundet. Was damals kaum jemand wusste: Die kanadische Polizei hatte im Herbst 2011 an das Bundeskriminalamt (BKA) eine Liste mit deutschen Kunden eines Nacktbilder-Versands übermittelt, zu denen auch Edathy gehörte. Die Ermittlungen gegen ihn begannen aber erst im Herbst 2013, nachdem der NSU-Untersuchungsausschuss seine Arbeit abgeschlossen hatte. A n g e b l i c h war der Name Edathys vorher niemandem aufgefallen."

Interessant ist, dass die Chronologie der Süddeutschen Zeitung fälschlich behauptet, die Namensliste mit den Kunden sei erst 2012 ans BKA übermittelt worden. Die SZ-Chronologie ist überhaupt lückenhaft und wirkt in entscheidenden Punkten ziemlich nebulös.

Dagegen stützt die FAZ Rieckers Angaben zu dem Zeitpunkt, zu dem die Namensliste ans BKA übersandt worden sein soll: "Das Bundeskriminalamt hatte 2011 die Kundenliste eines kanadischen Internetversands erhalten, auf der mehr als 1000 Bestellernamen von Personen verzeichnet waren, die Aufnahmen nackter Kinder erworben hatten."

Die kanadische Kinderporno-Konsumentenliste ist im Herbst 2011 übermittelt worden. Die Jahreszeit Herbst endet spätestens zum 22.12. zwei Tage vor Weihnachten. Das sind die beiden Tage, in denen im Bundestagspräsidium und in den Fraktionsvorständen der Parteien gern diskrete, manchmal unpopuläre Entscheidungen getroffen werden, weil die Pressemeute dann schon in den Weihnachtsferien ist.

Fakt ist, dass eine Grobsichtung der Namensliste im BKA schon am 10. Januar 2012 den Namen eines BKA-Mitarbeiters (Beamter X) ans Licht förderte, der wie Edathy Kunde bei Porno-AZOV war.

Der NSU-Untersuchungsausschuss hat am 26. Januar 2012 seine Arbeit aufgenommen (+) Es spricht einiges dafür, dass noch vor dem Jahresende 2011/Anfang Januar 2012 Sebastian Edathy im Bundestag zum Vorsitzenden des NSU-Ausschusses bestellt wurde. Waren die "Bestaller" da schon über seine kinderporno-pädophilen Neigungen informiert und deshalb möglicherweise "bösgläubig"?

Riecker schreibt, dass der Name Edathy`s "a n g e b l i c h" zuvor niemandem aufgefallen sei. In Kanada war "Azov" seit 2005, mit Hochdruck im Mai 2011 Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Wikipedia schreibt:

"Im Mai 2011 wurde bei einer Razzia in Ways Privat- und Büroräumen umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, darunter 500 Filme und knapp 300.000 Fotos. Darunter soll sich auch Material befinden, das sexuelle Akte mit jungen Kindern zeigt.[7] Ob dieses Material jedoch in direktem Zusammenhang mit Azov steht, ist nicht bekannt. Mithilfe der sichergestellten Unterlagen konnten die kanadische Polizei und United States Postal Inspection Service die Kundendaten von Azov Films rekonstruieren und an Interpol übermitteln"(Auszug Wikipedia "Operation Spade").


Bei den Ermittlungen im elektronischen WorldWideWeb dürften mit Sicherheit auch digital erfahrene Profi-Geheimdienste wie der NSA der USA, der sich im weltweiten Internet wohl am besten auskennt, diskrete Amtshilfe geleistet haben. Bereits auf den NSA-Computern werden gewöhnlich die Namen der Mitglieder des in Deutschland für "Inneres" zuständigen Spitzenpersonals, auch die MdB, zwecks automatisierten Datenabgleichs in allen einschlägigen VIP-Datenbanken "ge-earmarked" und stets auf dem neuesten Stand gehalten. Vom NSA sausten die digitalen Informationen der "Entdeckung" Edathys mit Sicherheit in atemberaubender Lichtgeschwindigkeit - unabhängig vom etwaigen Kurier/Postversand einer Papierliste - zu diversen Servern von Partner- Sicherheitsinstitutionen nach Deutschland.

Diejenigen, die mit der "Azov" - Kinderpornoliste in 2011 computergestützt im deutschen Sicherheitsbereich in ihrer Zuständigkeit zu tun hatten, müssen demnach nach Entschlüsselung sehr früh gewusst haben, wer der Herr "Edathy" ist. Notfalls haben sie sich auf dem kleinen Dienstweg bei ihren Chefs rückversichert, was zu tun oder zu unterlassen sei. Das alles muss jetzt im Untersuchungsausschuss aufgeklärt werden. Dazu müsste ggf. der Untersuchungsauftrag um den Zeitraum 2011/2012 erweitert werden. Ob die SPD dem zustimmt bleibt abzuwarten.

Die für "Inneres" zuständigen Bundestagsabgeordneten der etablierten Parteien, insbesondere der Vorsitzende des Innenausschusses gehören zusammen mit den Innenministern noch vor den Chefs der großen Sicherheitsbehörden wie BKA, BND oder BfV zu den wenigen wirklich wichtigen und bekannten Persönlichkeiten der Sicherheits-Landschaft in Deutschland. Es sind "bunte Hunde", die in der Szene "Innere Sicherheit" jeder Polizist und jeder Verwaltungsangestellte kennt.

Sebastian Edathy war von 2005 bis 2009 Vorsitzender des Bundestags-Innenausschusses. In dieser Funktion stand er in regelmäßigem Kontakt mit den obersten Sicherheitsbehörden und machte in der Sicherheitsszene hübsche Stippvisiten, um als MdB seinen Bekanntheitsgrad bei der Polizei, den Beamten und beim Wahlvolk zu steigern.

"So besuchte der SPD-Mann am 18. Mai 2007 das BKA in Wiesbaden, wo er um 14 Uhr mit Behördenchef Ziercke zusammentraf. Zuvor war Edathy unter anderem bei der Elitepolizeieinheit GSG 9 in St. Augustin zu Gast gewesen" (SPON).

Es ist beim besten Willen nicht nachzuvollziehen, dass die Sachbearbeiter im BKA am 10.01.2012 auf der Liste wohl ihren Kollegen aus der eigenen Behörde, nicht aber den exVorsitzenden des Innenausschusses des Deutschen Bundestags identifiziert haben wollen. Dass trotz Personalmangels im BKA zunächst das gesamte umfangreiche Bildmaterial von ein zwei Leutchen nach Kategorien klassifiziert wurde und erst danach die relativ überschaubare Personenliste zwecks Aufteilung und Weiterversand an die Länder (zur Identitätsüberprüfung) durchgesehen worden sein soll, wie im U-Ausschuss berichtet (s.u. Anhang **) , erscheint mehr als merkwürdig. Zumal der Buchstabe E wie Edathy ja ziemlich weit oben auf der dank Excel per Mausclick alphabetisch sortierbaren Computerliste (Besteller-Liste) der Klarnamen gestanden haben dürfte. Der Name "Edathy" ist in Deutschland auch nicht so weit verbreitet wie Müller, Meier oder Schulze.

Wenn zudem im Verlauf dieses Jahres bis zu 47 Leute, auch niedrigere Chargen, "insgeheim" per Flurfunk und sonstwie vom "Edathy-KinderPorno-Vorgang" erfahren haben, dann muss auch der hochrangige SPD-Fraktionsvorsitzende Oppermann rechtzeitig Informationen gehabt haben, wen er da zum NSU-Ausschussvorsitzenden machte. Was ab Mittwoch zu untersuchen ist. War Oppermann Ende 2011/Anfang 2012 nicht informiert, dann hat er nicht den für einen Fraktionsvorsitzenden im Bundestag jederzeit nötigen Durch- und Überblick.

(+) Leider verfügt der Untersuchungsausschuss offensichtlich bis heute nicht über alle Akten, die er zu seiner Arbeit eigentlich braucht (Freitag).
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* Charaktermängel als Karrierevorteil
(Peter Mühlbauer, Telepolis, Auszug)

"...Bei all diesen Gelegenheiten musste man sich fragen, warum die SPD so einen Politiker nicht nur nicht entfernt, sondern (ganz im Gegenteil) immer mehr als "Hoffnungsträger" feiert. Fast scheint es, als ob solche Charaktermängel und ein Umgang mit der Wahrheit, wie ihn Edathy pflegte, von Vorteil sind, wenn man es in der deutschen Politik zu etwas bringen möchte - auch deshalb, weil sich diese Merkmale nicht nur bei ihm, sondern auch bei zahlreichen anderen "Spitzenpolitikern" aus allen Parteien finden. Um dieses Problem zu lösen, hilft es nicht, Nacktbilder von Kindern umfassender zu verbieten (wie Bundesregierung und Bundestag das im letzten Jahr als Reaktion auf die Affäre Edathy machten). Man muss sich stattdessen überlegen, warum die derzeitige politische Kultur und politische Praxis zu einer charakterlichen Negativauslese führt - und dann handeln.

Eine Gelegenheit dazu wären die Untersuchungen gegen die zahlreichen anderen Politiker, die in die Edathy-Affäre verstrickt sind: Vom möglichen Strafvereitler Michael Hartmann (der Edathy gewarnt haben könnte, so dass dieser vielleicht Beweismaterial vernichten konnte) über den ehemaligen BKA-Chef Jörg Ziercke bis hin zum SPD-Fraktionsvorsitzenden Thomas Oppermann..."


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** Auszug aus der Veröffentlichung des BT-U-Ausschusses:

"Wie das BKA auf Edathy aufmerksam wurde"

Gründe für langwieriges Verfahren

"...Warum es dann immer noch fast zwei Jahre dauerte, bis gegen Edathy ermittelt wurde, erscheint nach den Aussagen der drei Zeugen über die Abläufe in ihrem (BKA-)Referat plausibel. Danach muss zunächst alles Bildmaterial daraufhin gesichtet werden, ob es strafbare Darstellungen enthält. Dann muss anhand der Bestelllisten geklärt werden, welcher Kunde Material der strafbaren Kategorie 1 erhalten hat.

Die Namen dieser Kunden werden dann den jeweiligen Landeskriminalämtern zur Identitätsprüfung zugesandt. Dabei geht es auch darum zu prüfen, ob sie, etwa aufgrund ihres Berufs, Umgang mit Kindern haben, weil dann zur Gefahrenabwehr vorrangig ermittelt werden müsste.

Beim Namen Edathy klingelte es spät

Erst wenn die Datensätze komplettiert und den Staatsanwaltschaften übergeben sind, kommen die Personen in Bearbeitung, die nur nicht strafbares Material der Kategorie 2 bestellt hatten. Darunter befand sich auch Sebastian Edathy. Dass es sich bei ihm um den damaligen Bundestagsabgeordneten handelte (redaktionell verharmlosende Bezeichnung: der zu diesem Zeitpunkt in der SPD als "ministeriabel" gehandelte "Hoffnungsträger" Edathy war als ex-Vorsitzender des Innenausschusses des Bundestags eine im Bereich der Inneren Sicherheit bundesweit bekannte Größe, scusi!) , fiel der Zeugin Wiegand zufolge erst einem Polizeibeamten in Edathys Heimatregion Nienburg auf, der eine Identitätsprüfung vornehmen sollte.

Warum es danach noch einmal Monate dauerte, bis bei Edathy eine Hausdurchsuchung stattfand, wird der Ausschuss zu einem späteren Zeitpunkt bei der Vernehmung niedersächsischer Ermittler zu klären versuchen."

Samstag, 28. Februar 2015

Wem nützt die Ermordung von Boris Nemzow?

rhbl




Am 27. Februar 2015, gegen 23.30 Uhr, war der kraushaarige Charmeur Boris Nemzow, eine schwer schillernde Moskauer Politgröße, nach einem leckeren Abendessen im GUM in Begleitung des gut gebauten ukrainischen Models Anna Durytska, (Foto auf "renTV") auf der Großen Moskwa-Brücke zu Fuß unterwegs. Anscheinend hat er deshalb ganz vergessen den Akku aus seinem Smartphone zu nehmen...

Nur wenige hundert Meter vom Kreml entfernt wurde er von jemandem, der ihn verfolgte oder ihm auf der Brücke aufgelauert haben könnte (in ersten Meldungen hieß es: "von einem vorbeifahrenden weißen Wagen aus") durch vier Schüsse in den Rücken aus einer Makarow-Pistole ermordet. Dem Model Anna Durytska ist zum Glück nix passiert. Motiv und Identität der Täter sind bislang unbekannt. Bereits zwei Stunden nach dem Mord gab Kreml-Sprecher Peschkow bekannt, dass es sich wohl um einen Auftragsmord und eine gezielte Provokation handele. Alles sieht nach professioneller Geheimdienstarbeit aus. Die Frage ist nur, ob es westliche oder östliche Geheimdienste waren. Cui bono? Wem nutzte der Mord?

Nachdem sich in der Ostukraine mit dem Beginn des Abzugs der schweren Waffen der zunächst brüchige Waffenstillstand in den letzten drei Tagen gerade etwas verfestigt hatte und Hoffnung bei der OSZE und allen Freunden des Friedens aufkeimte, die Minsker Vereinbarungen könnten vielleicht doch umgesetzt werden, wuchs bei den McCains und sonstigen Waffendealern, US-Rüstungsfabrikanten und proisraelischen Kriegstreibern die Wut. Die üblichen Kriegsgeschäftemacher und deren Medien-Kaufmäuler befürchteten ein Abflachen der mühsam via westlicher ProIl-Presse angeheizten West/Ost - Spannungen, ja sie sahen ihre Felle schon davonschwimmen.

Um den Zusammenbruch des militärpropagandistischen Spannungsbogens zu verhindern, der mittels Kiewer Putsch und Poro`s "Antiterrorkampf" in der Ostukraine erzeugt worden war, musste ein "Event" her, das den Hass zwischen den Streitparteien neu auflodern ließ. Dafür war man offenbar bereit Boris Nemzow zu opfern. So wie man am 20. Februar 2014 auf dem Kiewer Maidan schon zahlreiche eigene Demonstranten erschossen hatte, um die Opferzahl für einen erfolgreichen Putsch und den Zusammenbruch des Janukowitsch-Systems bis zum "Point of no return" hochzutreiben (Scharfschützenmorde in Kiew, "Die Spur führt zum Rechten Sektor", Stefan Korinth 14.12.2014).

ProIl Nemzow , ein Interessenvertreter der nach dem Zusammenbruch der Sowjetmacht mit Mord und Totschlag lediglich in die eigene Tasche "privatisierenden" ProIl-Gangster-Oligarchen (Abramowitsch, Beresowski, Chodorkowski usw. usf.), war unter Jelzin kurzzeitig Gouverneur in Nischni Nowgorod und sogar stellvertretender Ministerpräsident Russlands. Der hemdsärmelig neoliberale, für die exsowjetische Wirtschaft zuständige Nemzow wurde 1998, im Jahr des völligen Zusammenbruchs der russischen Wirtschaft und der Banken, von Jelzin gefeuert. Bankrotteur Nemzow bewarb sich dennoch kurz darauf ( zum Glück erfolglos) gegen den Mitkandidaten Putin um Jelzins Amtsnachfolge.

Der atomkritische, gelernte Atomphysiker und Amateurpolitiker betätigte sich seitdem als Helfer V. Juschtschenkos und als proisraelischer Mentor der Kiewer proamerikanischen Opposition (sogenannte "Orangene Revolution" Ukraine, 2004). In Russland/Moskau unterstützte der für den Kreml praktisch ungefährliche Lebemann und unflätige Maulheld die proisraelischen Oppositionellen zwar lautstark verbal doch politisch wirkungslos gegen den "bösen" Putin.

Als Politiker war der gelockte Schürzenjäger und "Bruder Leichtfuß" Nemzow für Putin keine Gefahr. Nur in prowestlichen und proisraelischen ProIl-Propaganda-Medien (ein schönes Beispiel ist die "Nowaja Gaseta", die nur in Israel von ein paar dorthin ausgewanderten rechtsextrem-orthodoxen Juden gelesen wird) galt er als angeblicher "Freund der Menschenrechte" und zeitweilig als "Anführer" der "antiautoritären Opposition" gegen den "Schachspieler" Putin. Die sogenannte russische Opposition ist äußerst zersplittert. Viele hingen bis vor kurzem an den Angelruten westlicher NGO`s und sogenannter "Hilfsorganisationen" wie "USAID" etc.. Die Moskauer Opposition hatte an originären Intellektuellen neben Nemzow im wesentlichen nur noch den früheren Schachweltmeister Garry Kasparow als hirnlich schon etwas mitgenommenes Mitglied aufzuweisen. Kasparow wird vom Hedgefonds-Manager und US-Milliardär Alan Howard über dessen Stiftung gesponsert. "The Alan Howard Foundation" ist eine verlängerte Vereinigung konservativer Freunde Israels, noch Fragen?

Unmittelbar nachdem am Freitagabend Nemzow erschossen worden war twitterte es auf alle PC`s und Smartphones, dröhnte es aus allen Lautsprechern, flimmerte es über die TV-Bildschirme. Wie Heuschreckenschwärme sprangen die nur schlecht verkleideten Schuldzuweisungen Richtung Kreml gleich massenweise aus den sogenannten "Sozialen" und sonstigen Leidmedien. Nemzows Ermordung wurde - natürlich nur zwischen den Zeilen - umgehend, ja vielleicht sogar etwas zu schnell, in nahezu allen "führenden" Blättern der westlichen ProIl-Presse dem Kreml bzw. Putin persönlich zur Last gelegt. So machen sich die deutschen Lügenmedien nur bis zur Kenntlichkeit lächerlich.

Zwei gleichgeschaltete ProIl-Damen titelten z.B. im Berliner Tagesspiegel unverblümt hetzerisch ohne Rücksicht auf jeglichen Pressecodex: "Regimekritiker in Moskau erschossen. Gab der Kreml den Mord an Boris Nemzow in Auftrag?
Vier Schüsse treffen ihn in den Rücken. Der Regimekritiker Boris Nemzow ist sofort tot. Angeheuerte Killer sind die Täter, sagen die Ermittler. Aber wer hat den Befehl gegeben? Viele in Russland und fast alle in der Ukraine sind sicher: der Kreml. Von
Nina Jeglinski, Elke Windisch ...". Wie"viele" in Russland? Die meisten Verwandten der beiden windigen Amazonen sind doch nach der Zerschlagung der Sowjetunion längst nach Israel ausgewandert.

Und "fast alle" in der Ukraine? Da meinen die beiden "Damen" wohl Ihresgleichen in der Westukraine. Wohlhabende PropagandistInnen in Odessa und Kiew haben auch Knete, das sind z.B. US-hörige JournalistInnen, die von den bekannten "US-Stiftungen" des US-ProIl-Milliardärs Soros in Dollar bezahlt werden. Außerdem halten sich in den "Freien Berufen", den Ärzten, Zahnärzten, Rechtsanwälten so manche ProIls mit hübschen Zubroten über Wasser, das war immer und überall schon so, nicht nur in der Ukraine. Dann sind da noch die wenigen wirklich Reichen, die sogenannten Oligarchen, dubiose Milliardäre wie Poroschenko & Co. kriminelle Raffgierige wie Julia Timoschenko oder Janukowitsch, die sich 1991 in und nach der "Wende" durch Korruption, Diebstahl, Betrug oder räuberisch per Mord und Totschlag am kommunistischen Volksvermögen und Staatseigentum gnadenlos bereichert haben ("Umverteilung von unten nach oben"). Das sind dann schon fast alle, die in der Ukraine in die EU oder am liebsten gleich in die USA wollen.

Putingegner und FAZ-Zeilenschinder Friedrich Schmidt (Foto) bemerkt in seinem Leitartikel zu Nemzow verräterisch: "Der oder die Täter nutzten den Angaben der Ermittler zufolge offenbar eine Makarow-Pistole, wie sie vom russischen Militär und der Polizei verwendet wird." Ann-Dorit Boy titelt ihren FAZ-Kommentar sogar: Nemzows Tod - Putins Beitrag. Fehlt nur dass Boy getitelt hätte: "Putins Tatbeitrag". Da muss es ja jedem unbefangenen FAZ-Leser gleich dämmern, dass nur der böse Putin höchstselbst am Steuer des Täterfahrzeugs, vermutlich ein weisser Wolga aus Nischni Nowgorod, gesessen haben kann. Ein ähnlicher Duktus findet sich in ZEIT, WELT, SPIEGEL, SÜDDEUTSCHER usw. usf.

Doch Nemzow könnte eben auch von seinen vermeintlichen "Freunden"
geopfert worden sein, um Stimmung gegen Putin zu machen. Dieser These wurde von unserem bekannt proisraelischen "Russlandbeauftragten" Gernot Erler gleich widersprochen, der gegen Putin ( "Putin ließ zuschlagen." ) als SPD-MdB gern mal 25 Seiten zur Verteidigung eines kriminellen Mörders wie Chodorkowski schreibt und ins Internet stellt (pdf). Im DLF-Interview am 01.03.15 hat Erler um 13:20 Uhr die "Opferthese" sogar als "Verschwörungstheorie" gebrandmarkt. Sogenannte "Experten" wie Erler hielt die Mischpoke schon immer auf allen politischen Kommandohöhen der Bundesrepublik versteckt, so wie in der früheren DDR die SED alle wesentlichen Schaltstellen offen oder verdeckt besetzt hielt. Hauptsache, "es musste demokratisch aussehen" (Ulbricht).

Dem Kreml hat der Mord an Nemzow jedenfalls wie geplant geschadet. Quod erat demonstrandum. Gorbatschow befürchtet deshalb sogar schon eine "Destabilisierung" in Moskau. Keksperte Erler, sozialdemokratischer Systemlautsprecher der im finanzkapitalistischen Westen real herrschenden ProIl-Verschwörung, liegt voll daneben.

Boris Nemzow war übrigens jemand, der aus seinem Herzen nie eine Mördergrube gemacht hat. Politamateure, die erst reden und dann denken haben im eigenen Umfeld meist mehr fiese Feinde als man ihnen wünschen würde.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat inzwischen versprochen alles zu tun, damit die Täter und die hinter ihnen stehenden Organisationen des hinterhältigen und zynischen Mordes die Strafe bekämen, die sie verdienten. Putin schrieb in einem am Samstag auszugsweise auf der Website des Kreml* veröffentlichten Telegramm an Nemzows Mutter Dina E i d m a n, der Tod Nemzows sei ein unwiederbringlicher Verlust. Der Politiker habe die Geschichte, das politische und öffentliche Leben Russlands geprägt. Er habe immer direkt und ehrlich seine Meinung vertreten.



Wie d i r e k t Nemzow seine Meinung vertrat lässt sich diesem Youtube-Video von einer handgreiflichen TV-Diskussion mit Schirinowski entnehmen. Nemzow sitzt rechts und setzt Schirinowski verbal so zu, dass der ausrastet und Nemzow live ein Glas Wasser überschüttet. Der revanchiert sich prompt. Die folgenden Tätlichkeiten werden nicht mehr gezeigt. (Qui était Boris Nemtsov, Liberation)

________________________________________________________________________

* Auszug aus Putin`s Telegramm an die Mutter des ermordeten Nemzow Condolences to Dina Eidman February 28, 2015, 15:30 Vladimir Putin expressed his condolences to Boris Nemtsov’s mother, Dina Eidman. The message of condolences from the President reads, in part: “Please accept my deepest condolences in connection with this irreparable loss. I sincerely share your sorrow. Boris Nemtsov has left his mark in the history of Russia, in its political and public life. He occupied significant posts in a difficult time of transition in this country. He always openly and honestly voiced and upheld his views. We will do everything to ensure that the perpetrators of this foul and cynical crime and those who stand behind them are properly punished.” _____________________________________________________________________

scusi!

Die Welt ist eine Bühne, auf der ein jeder seine Possen agieret und hin und her tanzet, bis dass ihn unser aller Herr und Meister hinwegberufet. (G.Chr. Lichtenberg)

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