Mittwoch, 19. November 2014

Platzeck zur Ukrainekrise: „der Klügere gibt nach"

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Frau Merkel hat am Rande der G 20-Konferenz in Australien beim proisraelischen "Lowy - Institute" (dt.: Löw - Institut, nomen est omen) eine groteske "Brandrede" gegen Russland gehalten. Angeblich droht wegen Putin in der Ukraine ein „Flächenbrand“ (Die Zeit). Der proamerikanische Putsch in Kiew und Poroschenkos Raketenartilleriesalven gegen die zivilen Ostukrainer kamen in Angies Wutsuada n i c h t vor. Es war einer der wenigen Momente, wo diese F r a u mal ihr wahres Gesicht zeigte.


selfie

Angie mimt hier bei den Kiwis die populistische "Pragmatikerin". Von wegen...
Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs sind völlig unberechenbar, wie uns Pedro Almodovar gezeigt hat.


Merkels Adlata, Verteidigungsministerin von der Leyen bemüht sich jetzt eilends um den Zukauf weiterer 131 Radpanzer vom Typ Boxer für schlappe 620 Millionen Euro bis 2020 (RP-Online). Das wäre ein Stückpreis von etwas über 4,7 Millionen Euro für den in Afghanistan angeblich bewährten, gehärteten Truppentransporter. Vom Boxer sind seit 2011 schon 272 Stück für die Bundeswehr im Zulauf, mit den zusätzlichen Bestellungen wären es dann insgesamt 404 Boxer-Radpanzer. Ein hübsches Schnäppchen für die Panzerschmiede Kraus-Maffei-Wegmann.

Boxer

Transportpanzer "Boxer" mit Airbags und ABC-Vollschutz (Klimaanlage) für 7 Mann plus Fahrer. Mit Nottoilette und Behelfskocher zum Aufwärmen des Dosenfleischs aus Esspaketen. Bewaffnung versionsabhängig, MG 3: 7,62 mm, 12,7 mm und/oder 40 mm Granatmaschinenwaffe.



Hoffen wir nur, dass deutsche Panzer nie wieder in der Ukraine rollen, so wie vor über 70 Jahren nach dem Hitler-Stalin – Pakt (siehe „Die Deutsche Wochenschau Nr 566“, Lemberg 1941, 25 Minuten Geschichtsunterricht zum Grauen des WK II ).


Wehrmachtspanzer

Wehrmachtspanzer auf dem Vormarsch nach Minsk (1941). Standfoto aus der obigen "Deutschen Wochenschau Nr. 566".



Eine Woche vor der Einnahme von Lemberg Ende Juni 1941 durch deutsche Gebirgsjäger hatten Angehörige des russ. NKWD (die obige Deutsche Wochenschau bezeichnet die Täter als "jüdisch-bolschewistische GPU") etwa 4000 politische Gefangene in den Lemberger Gefängnissen ermordet, siehe o.a. "Deutsche Wochenschau Nr. 566" sowie das wie üblich "proisraelisch" gefärbte Wiki (GPU-)"Massenmorde in Lemberg im Sommer 1941".

Spätestens seit diesem Zeitpunkt hassen die Westukrainer, großteils polnischer Herkunft, die russischen Streitkräfte als "Nachfolger" der "ruhmreichen" Sowjetunion wie die Pest. Deutsche Besatzungssoldaten haben in den "Weltkriegen" möglicherweise mit zeitweilig "unfreiwilligen" Waffenlieferungen die nationalen Aufstandsbewegungen der "Westukrainer" unterstützt, gefördert wurden durch die Überlassung von Gewehren und Maschinengewehren u.a. Nestor Machno (WK I) und im WK II Stepan Bandera .




Putin soll dem EU-Kommissionspräsidenten Barroso in einem schnoddrigen Telefonat unlängst gedroht haben, er könne Kiew in zwei Wochen einnehmen.

Putschist Poroschenko, inzwischen zum Präsidenten der Ukraine mutierter Schoko- und Rüstungsoligarch (seine Rüstungsfabrik stellt u.a. Mörser her) spricht wie einst Goebbels schon vom drohenden „Totalen Krieg“. Wie sich die Bilder gleichen.

In der westlichen Riesenmedienmaschine werden von den üblichen Verdächtigen wegen der Ukraine schon seit längerem die Kriegstrommeln geschlagen. So wie z.B. heute wieder hier in der Süddeutschen Zeitung Online, einem führenden Proil-Produkt:


Aufruestung1

Die NATO - Militärausgaben liegen tatsächlich weit höher als hier in dieser "interaktiven SZ-Trickpräsentation" dargestellt, weil allein die USA real jährlich knapp eine Billion Dollar für ihren mit 1000 global dislozierten Militärstützpunkten weltumspannenden und - dank unzähligen US-Spähsatelliten, Atomraketen, US-Flugzeugträgern und Atom-U-Booten noch weltbeherrschenden atomaren Militärapparat ausgeben. (Quelle: SZ, Julian Hans , s.u., aaO).



Ein hübscher Beleg für die fiesen Manipulationstricks der hiesigen* Proil-Meinungsmacht findet sich in der Online-SZ vom 19.11.2014, wo Julian Hans die (Un-)Gefährlichkeit des Russischen Bären und die „Aufrüstung“ Russlands nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion auf ziemlich irritierende Weise schildert.

Um die SZ-Leser für dumm zu verkaufen prangen in seinem Zeitungsartikel in einem tabellarischen Ost/West – "Vergleich" der Militärausgaben zwei unvergleichliche Grafiken. Unvergleichlich, weil man interaktiv immer nur die eine (NATO) oder die andere Präsentation (Moskau) anklicken und ansehen kann. Unvergleichlich irreführend auch, weil durch die unauffällige Änderung der Skalierung bei den Moskauer Militärausgaben für Unbedarfte, die nicht so genau hingucken, der Eindruck entstehen muss, die Russen holten militärisch mächtig auf:


Aufruestung2

Die vertikale Skalierung der ausgegebenen Geldsummen in dieser Vergleichsgrafik (Moskau) ist im Verhältnis zur Skalierung bei der obigen "NATO-Grafik" zuungunsten Russlands in kleinere 50 Mrd $$ - Schritte geändert. Dadurch erscheint der Anstieg der Ausgabenkurve bei Russlands Militärausgaben im Verhältnis zu den NATO-Ausgaben steiler. Echt hinterfotzig gemacht, in klammheimlicher Täuschungsabsicht ? Vermutlich. (Quelle: SZ , s.o., aaO)..



Dass man jetzt von einst seriös wirkenden Blättern wie der SZ bereits in den Präsentationsgrafiken gelinkt wird, erschließt sich erst mittels Copy & Paste sowie durch relationsgerechtes Stauchen und Zusammenfügen der beiden obigen Grafiken. Die schrägen SZ-Tabellen kann man - wie schon gesagt - auf der Online-Seite nur abwechselnd alternativ anklicken, was den direkten visuellen Vergleich am Bildschirm verhindert.

Hier deshalb eine von Scusi! zusammengefügte Kombination beider Präsentationen, die die wahren Größenverhältnisse bei den Militärausgaben besser wiederspiegelt:


Aufruestung3

Russland gibt für seine Truppen jährlich weniger als ein Zehntel von dem aus, was die NATO verschwendet (Quelle s.o. , in etwa maßstabsgerechte Scusi!-Kombination)



Während unsere SpitzenpolitikerInnen gerade dabei sind die Nerven zu verlieren, hält Außenminister Steinmeier weiter Friedenskurs. Gerade erst hat er im Kreml in einem vernünftigen Gespräch mit Putin nach unkonventionellen Wegen aus der Krise gesucht (Berliner Zeitung).

Ungewöhnliche Vorschläge, um aus der Sackgasse der Sanktionen zu kommen, hat der Vorsitzende des Deutsch-Russischen Forums, Matthias Platzeck, gemacht. Er schlägt vor, die Annexion der Krim durch Russland schlicht im nachhinein zu legalisieren: "Die Annexion der Krim muss nachträglich völkerrechtlich geregelt werden, sodass sie für alle hinnehmbar ist", sagte er der Passauer Neuen Presse. "Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Dazu gehören finanzielle Leistungen, eine Wiederholung des Referendums unter Kontrolle der OSZE und Weiteres. Das müssen Kiew und Moskau aushandeln". Und weiter: "Es ist momentan kaum vorstellbar, dass Donezk und Luhansk nach allem, was passiert ist, einfach wieder in den ukrainischen Staatsverband zurückkehren".

"Der Klügere gibt auch mal nach", meint Platzeck. "Was käme denn nach Putin, wenn der russische Präsident weg wäre? Sicher kein proeuropäischer Nachfolger, eher ein noch nationalistischerer Präsident. Wenn Russland als zweitgrößte Nuklearmacht der Welt aber politisch instabil würde, hätte das unabsehbare Folgen. Das wäre brandgefährlich! Wir müssen also eine gesichtswahrende Lösung finden, bei der Putin nicht als Verlierer vom Feld geht."

Klar wie Kloßbrühe, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit ihrem bekannten schwarzgrünen "Stoppt Putin jetzt!" - Chor (Röttgen (CDU), Marielouise Beck, Göring - Eckardt (Grüne)) die Bemerkungen Platzecks umgehend als „seltsam und deplatziert“ empfunden hat (FAZ). Nett, aber wenig überraschend, dass sich auch die SPD-Bundestagsfraktion in Gestalt von ex Jusochef Niels Annen und Genosse Mützenich sogleich in vorauseilendem Gehorsam zutiefst kriecherisch von Platzecks mutigem Vorschlag distanziert hat. Kein Rückgrat, keine Solidarität mehr, die Berliner Genossen.

Niels Annen, außenpolitischer SPD-Sprecher und 2010 Senior Transatlantic Fellow beim proisraelischen German Marshall Fund in Washington (s.u. "Meinungsmacht"*), lehnte laut rtdeutsch die Ansichten des früheren Ministerpräsidenten Brandenburgs und SPD-Vorsitzenden Platzeck mit der Begründung ab, sie seien „kein guter Rat an die deutsche Politik”. Und weiter: „Die nachträgliche Anerkennung der Annexion der Krim [sei] ein Präzedenzfall mit destabilisierender Wirkung weit über die Ukraine hinaus.“

Den Karriereparteisoldaten Niels Annen & die sonstigen russophoben Konsorten im Bundestag als proamerikanische Sbirren des in Deutschland herrschenden, fassadendemokratischen "Systems" zu bezeichnen wäre vermutlich zu hart. Natürlich ist die "GroKo - CSPDU" schon längst zur US-affinen ProIl-Systempartei degeneriert. Die "Grünen" haben den kompletten Kotau vor dem "Großen Bruder" noch vor sich. Doch Scusi! möchte hier nicht schubladisieren.

Platzeck ist trotzdem auf der richtigen Spur. Wir erinnern uns an das KuK - Reich Österreich-Ungarn, das 1878 das Balkanländchen Bosnien erst annektierte und wesentlich später, um des lieben Friedens willen, ein hübsches Sümmchen zur Legalisierung der Inbesitznahme anbot. Allerdings war es da schon zu spät. Der Erste Weltkrieg (14/18) war schon gebacken, weil die reichen Kolonialstaaten England und Frankreich nebst den USA den "Newcomer" Deutschland nicht mit am Tisch der etablierten, wohlhabenden (Ausbeuter-)Nationen haben wollten. Österreich wurde 1919 mit einem Federstrich alle Ländereien wieder los, die es sich über Jahrhunderte in seinem Kaiser- und Königreich zusammengestoppelt hatte.

Ähnliche Fälle wie den unblutigen Besitzerwechsel bei der Krim gibt es in der Geschichte der Nationen zuhauf. Putin selbst hat den blutigen Kosovo-Streich der USA im Kontext der gewaltsamen Zerschlagung Jugoslawiens als Beispiel genannt. Eine nachträgliche Legalisierung der Krim-Heimkehr wäre kein Präzedenzfall, denn da kam nur zusammen, was zusammengehörte (Willy Brandt). Russland könnte zur Verschönerung der Sache z.B. der Ukraine die Rückzahlung der gewährten Riesen - Milliardenkredite erlassen, wenn die Ukraine im Gegenzug nachträglich das Selbstbestimmungsrecht der Krimbewohner akzeptiert, förmlich bei den UN auf die Krim verzichtet und die Wasserversorgung etc. für die Krimbewohner wieder entsperrt.

Hat Russland nicht einst für ein paar US-Dollar mehr auf ganz Alaska verzichtet? Über den Rechtsstatus der Volksrepubliken Donezk und Luhansk in einer ukrainischen Föderation nach dem Vorbild der Schweiz könnte man sich mit etwas gutem Willen auch noch einig werden.

Frau Merkel käme bei einer allfälligen UN- oder OSZE - Mediation in Sachen Ukraine angesichts ihrer russophoben Grundhaltung als MediatorIn natürlich nicht in Betracht. Äußerstenfalls könnte sich auch der oberste außenpolitische Experte des Vatikan in Rom der Sache annehmen. Poroschenko ist ja bereit auf neutralem Boden zu verhandeln. Er muss nur noch die Vertreter von Donezk und Luhansk als seine Gesprächspartner akzeptieren.


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* amazon bietet das erhellende Buch von Uwe Krüger: "Meinungsmacht" (Paperback € 42,95 !) über den Einfluss von "Eliten" auf "Leitmedien" und "Alpha-Journalisten", das eine Zeitlang im Buchhandel schwer zu kriegen war, seit ein paar Tagen zusammen mit einem Buch über gekauften Journalismus in Russland (Paperback € 54,78 !) auf der gleichen Katalogseite zu einem überhöhten Preis an, originell ! Ausleihe bei der Stadtbibliothek ist viel billiger.

Freitag, 7. November 2014

Mauerfall, "ohne einen einzigen Schuss"

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Der 1976 aus der DDR ausgewiesene Wolf Biermann hat mit dem peinlichen Auftritt im Bundestag seiner Sache einen Bärendienst erwiesen. Natürlich gab es in der "überpolitisierten" DDR eine Zensur für alles, was veröffentlicht werden sollte. Aber es gab auch künstlerische Freiheit, wenn auch weniger als im Westen. Insbesondere die Musiker wussten wie weit sie in ihren Texten gehen konnten. Wer erfolgreich war durfte sogar im Westen auftreten, wie die Band City, die mit ihrem 1978er Song "Am Fenster", in dem es um Freiheit (Reisefreiheit*) geht, den musikalischen Durchbruch erzielte:




City - "Am Fenster" [ Berlin, Waldbühne 16. Mai 1996 ] (Quelle: YouTube)


Musiker wurden in der DDR weniger gegängelt als Normalos. Sie durften sogar mit dem Zentralkommitte ein wenig Katz und Maus spielen, durften am System kratzen und "sehen, ob es juckt", wie City-Musiker Krahl noch am 02.11.2014 in einer Diskussionsrunde über "Musik im ideologischen Kampf zwischen Ost und West" (PHOENIX-TV) berichtete.

Auch wenn die Songtexte vor Veröffentlichung "lektoriert" wurden, wenn das Erscheinungsbild der Bands, lange Haare (später Glatzen), Klamotten und Ohrringe bemängelt wurden, so gab es doch mehr Freiheiten für die Künstler als in der Westpropaganda dargestellt. Warum 1976 ausgerechnet an Wolf Biermann ein Exempel statuiert worden ist, wer weiß das schon?

Dumm nur, das "SED-Opfer" Biermann hat sich jetzt von den Berliner CDU-Größen Merkel und Lammert ganz offensichtlich in der Debatte um die als "Unrechtsstaat" verschrieene "DDR" mißbrauchen lassen. Das DDR-Unrecht steht aber in keinem Verhältnis zu dem Unrecht, das US-amerikanische NATO-Truppen z.B. in Afghanistan und anderswo angerichtet haben oder das jeden Tag im Mittelmeer praktiziert wird, wo in den letzten zwanzig Jahren an der EU-Südgrenze mindestens 20.000 Kriegs- und Hungerflüchtlinge aus der "Dritten Welt" ertrunken sind.

Das glücklicherweise vergangene Unrecht in der DDR wird von den üblichen "proisraelischen" Nestbeschmutzern und von interessierter konservativ-politischer Seite jetzt nur deshalb stark betont, um den Höhenflug der Partei "Die Linke" in Thüringen zu stoppen, wo der charismatische Gewerkschafter Bodo Ramelow, ein gebürtiger Westdeutscher mit christlichen Wertvorstellungen, Ministerpräsident werden könnte. Die Linke ist in Türingen "die einzige Partei, die die Zahl der absoluten Stimmen steigerte. Die neuen Mitglieder und Wähler, heißt es aus der Partei, seien überdurchschnittlich gebildet, und es gehe ihnen materiell gut. Die Linkspartei hat ihr Ziel klar formuliert: „Man muss in der Gesellschaft ankommen, um sie zu verändern.“ Bald könnte die Partei in einer Staatskanzlei angekommen sein" (FAZ).


Armer Biermann, "si tacuisses, philosophus mansisses". Hätte er doch nur Gitarre gespielt, sein Lied vorgetragen und die abfälligen Bemerkungen über die Genossen sein lassen.




Gregor Gysi`s Beitrag zum 25. Jahrestag des Mauerfalls im Bundestag
(Quelle: YouTube)

Vor 25 Jahren ist die Mauer ohne einen einzigen Schuss gefallen, wie unsere Abgeordneten heute morgen im Reichstag wiederholt betont haben. Friedlicher ist die BRD seit der "Wiedervereinigung" aber nicht geworden. Auch bei der Mauerfall-Jahresfeier der "Sieger" im Berliner Parlament ist es ziemlich unfriedlich zugegangen, weil der Witzbold Lammert auf die ausgefallene Idee kam zur "Ermutigung" (Songtext Biermann) ausgerechnet den verbitterten Liedermacher Biermann gegen die "DDR-Looser" als Wolf auftreten zu lassen.

Mit solch primitiven Polarisierungsmätzchen zeigen "unsere Spitzenpolitiker" Gabriel, Göring-Eckhardt, Merkel und Lammert, wes` Geistes Kind sie sind.
Die völlig unnötige Provokation der demokratisch gewählten Linken-MdB durch zwei verkalkte "Scherzkekse" (Biedermann Wolf & Lammert, Norbert) ist gehörig daneben gegangen.

Am 25. Jahrestag des Mauerfall`s hätten unsere Berliner CSPDU - Spitzenpolitiker besser den Blick nach vorn richten und die Bundesbürger mit klaren Ideen für die Zukunft unseres Landes und mit überzeugenden Konzepten zu deren Umsetzung konfrontieren sollen. Aber da kommt wenig bis nichts.

Einkommen

Auch 25 Jahre nach der Wiedervereinigung sind die L ö h n e in Ostdeutschland immer noch im Durchschnitt um ein Drittel niedriger als im Westen, während die reale A r b e i t s l o s i g k e i t fast doppelt so hoch ist (siehe scusi vom 06.Oktober 2013).
(Quelle: ZEIT - ONLINE)


Der singende "Wolf" konnte sich sein primitives Nachtreten gegen die "Erben" der SED-Diktatur, die er fälschlich für seinen Rauswurf und für Schlimmeres in der ehemaligen DDR verantwortlich macht, nicht verkneifen. Biermann hat bis heute nicht begriffen, was MdB Vaatz im Anschluss sofort in Erinnerung rief. "Wir waren nicht die Untertanen der SED, wir waren die Untertanen der Sowjetunion, die mit 500.000 Besatzungssoldaten** im Land stand".

Deutsche Provinzler wie Lammert oder Biermann vergessen halt gerne, dass die beiden deutschen Teilentitäten im "Kalten Krieg" nur verlängerte Werkbänke, Schießbuden und ideologische Versuchslabors der jeweiligen Blockführungsmacht in Washington oder Moskau mit eng begrenzter Souveränität waren. Weil der die "Dritte Welt" ausplündernde reiche Westen beim Lebens- und Konsumstandard die Nase vorn hatte und Hollywoodfilme das abendländische Wertesystem im christlich geprägten Westen effizienter untergruben als die kommunistische Propaganda zur Umerziehung im Osten beitragen konnte, brauchte das westliche Bananen-System intern kaum rohe Polizeigewalt zur Durchsetzung seiner Ziele.

Bei der Telefonüberwachung kritischer Bürger (nach der Wende vor allem bei der Überwachung der Internet-Nutzer) ist der Westen dem armen Osten stets um Lichtjahre voraus gewesen ("Echelon/NSA"). Stasigegner sprangen in Ostberlin während des Mauerbaus an den Mauergrundstücken noch durch Fenster in die Freiheit und enteilten physisch der Stasikontrolle.
In Westberlin und anderswo entkommt man der ubiquitär-virtuellen, elektronischen Kontrolle der Geheimdienste nicht mehr so leicht, denn in den "Windows" ("Fenster") - Programmen der Smartphones, die fast jeder Bundesbürger bei sich trägt, hat z.B. Microsoft extra "Backdoors" ("Hintertürchen") für die NSA & Co. eingerichtet. Das Dreckige Dutzend der weltgrößten Hard- und Softwarehersteller aus Silicon Valley kooperiert stillschweigend eng mit den US-Geheimdiensten. Ein Zugriff auf die intimste Privatspäre jedes Bürgers ist damit überall und jederzeit möglich, Wegrennen bringt dem Einzelnen gar nichts. Die Überwachung durch die Geheimdienste erfolgt so total wie global (SZ: "BND, Aufrüsten für den Cyberkampf").

Zwar gilt noch die erste Regel aller Geheimdienste, wonach grundsätzlich nur die Leute belästigt werden, die für das System ernsthaft lästig sind. Doch scheint durch die Entlarvung der dreckigen Datenkraken nach den Snowden-Veröffentlichungen ein generelles Mißbrauchs- und Überwachungsgefühl langsam auch in Deutschland zu entstehen (teilw. a.A. Constanze Kurz & Frank Rieger, FAZ-Podcast, Das interessante, etwas längliche Gespräch kommt erst nach 1 Stunde und 20 Minuten richtig zum Überwachungspunkt) .

Zynische "SpitzenpolitikerInnen" in Berlin erklären sich "machtlos" gegen die allumfassende Bespitzelung, die unsere bürgerlichen Grundrechte mit Trippelschritten in Salamitaktik v e r n i c h t e t. Welcher ehrliche Mensch wagt es unter solchen Umständen noch von einem Leben in " F r e i h e i t " zu reden?

Die westlichen Geheimdienste belauschen ihre Gegner weltweit bei Bedarf nicht nur jederzeit unbemerkt beim Telefonieren. NSA & Co. können fast jedes Kommunikationsnetz infiltrieren, um Emails oder SMS abzufangen. Sie stöbern spurlos in der "Cloud" ("Wolke") und sonstwo in allen elektronischen Archiven und können Dateninhalte auf dem PC beliebig einsehen, kopieren oder manipulieren. Über Bewegungsprofile kundschaften sie falls nötig auch jederzeit die aktuelle Fluchtrichtung eines "Gefährders/Gegners" aus. Wer im kapitalistischen System nicht spurt und systemrelevant stört, wurde und wird im Westen mit "soften", viel ausgeklügelteren HighTec- und Nano-Mobbingmethoden zur Strecke gebracht, als es die Stasitölpel im Osten je vermocht hätten (Edathy). Auch deshalb wurden im Inneren Schußwaffen im Westen bislang weit seltener gebraucht als im LowTech-Osten.

Was hilft`s, Rudi Dutschke (Songtext Biermann) macht das auch nicht wieder lebendig. Wenn Washington und Moskau ihre Polit-Sbirren in West- und Ostdeutschland ein halbes Jahrhundert ideologisch gegeneinander aufgehetzt haben reicht das in einem durch die Jahrhunderte wegen seiner geopolitisch zentralen Lage vom Krieg gebeutelten Deutschland ja nun wirklich. Schlimm genug, dass überall auf der Welt neue Kriege vorbereitet werden (wieder näherrückender Atomraketenkrieg USA-Russland ? , Modernisierung der US-Atomwaffen). Neue asymmetrische Kriege toben im Irak, Syrien und Libyen. Neue Mauern werden z.B. in Melilla, Palästina und am Ostrand der Ukraine hochgezogen, was für ein Wahnsinn (Michael Gorbatschow).

"HighTec-Überwachungssysteme" an der Südgrenze der EU (Mittelmeer) und der USA zur Abwehr der Hungerflüchtlinge aus der Dritten Welt haben im Vorfeld immer wieder zu grässlichen Massakern, z.B. in libyschen Flüchtlingslagern oder zum Studentenmord in Mexiko geführt. In der hungernden, sogenannten "Dritten Welt" ist der "Hass auf den Westen" inzwischen fast grenzenlos.


Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Im Grundgesetz heißt es schlicht, dass der Bund die Gesetzgebungskompetenz hat, um für die "Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse" in ganz Deutschland zu sorgen. Berlin sollte von dieser Kompetenz endlich Gebrauch machen. Schön wäre es z.B., wenn sich die Gesetzgeber in Berlin und die deutschen Industriebosse etwas mehr Gedanken über die Angleichung der Lebensverhältnisse durch gezielte Reindustriealisierung im Osten des eigenen Landes machen würden.

Sogar dem FOCUS ist schon aufgefallen, dass sich die deutschen Zentralen der 30 wichtigsten im DAX vertretenen Wirtschaftsunternehmen*** mitsamt den meisten Fabriken immer noch in Westdeutschland befinden. Im Osten herrscht Funkstille. Könnte da nicht mal jemand mit seiner Produktion samt Zentrale nach Ostdeutschland umziehen? Wird doch langsam Zeit. Sonst bluten die neuen Länder ja noch völlig aus. Fällt dem Wirtschaftsminister Gabriel partout nicht ein, wie man Anreize zum Umzug in die fünf neuen Länder bzw. zur Neubelebung der dort bis vor kurzem recht erfolgreichen Erneuerbaren Industrie gestalten könnte?

DAXzenralen

Alle wichtigen DAX-Zentralen befinden sich samt den allermeisten Produktionsstätten in den "alten" Bundesländern. Die Treuhand mit ihrer Privatisierungsorgie hat nach 1989 wenig dazubeigetragen, für die Ossi`s den volkseigenen Grund und Boden und die noch funktionierenden volkseigenen Industriebetriebe zu retten. Mit der 1:1 Währungsumstellung waren die VEB auch auf den osteuropäischen Märkten über Nacht nicht mehr konkurrenzfähig, obwohl die Produkte, z.B. Werkzeugmaschinen, dort durchaus begehrt waren (siehe zur "Enteignung" durch die Treuhand die Kritik von Rolf Hochhuth bei heise.de).

Die ehemalige DDR blutet aus, weil westdeutsche Kapitalisten immer noch Angst vor sozialistisch erzogenen Fabrikarbeitern haben
(siehe die FAZ, wo die Dinge regelmäßig aus Unternehmersicht mustergültig falsch rum dargestellt werden). Wie lange noch ?
(Quelle: FOCUS)


Gysi ging zum Glück auf Biermann`s elende Anwürfe gar nicht ein. Der "Kalte Krieg" ist Schnee von gestern und mit ihm das "Ideologische Zeitalter". Wer will da außer den unmittelbar betroffenen Opfern der "Systeme" noch alte Rechnungen begleichen? Die Herren Gauck und Jahn, sowie Frau Göring-Eckardt, nun ja, ihr Vater war in der DDR Tanzlehrer.

Gregor Gysi machte statt dessen eine neue Rechnung auf. Er verglich Löhne und Renten in Ost und West und musste feststellen, dass auch 25 Jahre nach dem Mauerfall in Ostdeutschland immer noch nicht die gleichen Löhne (Delta: 28 Prozent weniger im Osten) für die gleiche Arbeit und die gleichen Renten für die gleiche Lebensleistung gezahlt werden, was ein Skandal ist. Schlimmer noch, seit der Wende schrumpfen Reallöhne und sinken die Renten munter in ganz Deutschland, weil der neoliberale Kapitalismus, der seit der Wende auch im Westen Deutschlands eingezogen ist, den geschlagenen Konkurrenten Kommunismus nicht mehr fürchten muss.

Unter tatkräftiger Mitwirkung "unserer Spitzenpolitiker" von Gerhard Schröder (Agenda 2010, Hartz IV) bis Angela Merkel wurde auch im Westen allen Lohnabhängigen und Rentnern der B r o t k o r b höher gehängt. Das Geld wird woanders benötigt. Es gibt wohl bald wieder K r i e g. Für die Aufrüstung des Militärs werden Milliarden Euro gebraucht. 200 Millionen mehr hat die Bundeswehr vorsichtshalber schon mal angemeldet.

In der gestressten Arbeitswelt unserer Fassadendemokratie sieht es entsprechend düster aus. Gewerkschaften sind im neoliberalen Zeitalter zur Lachnummer verkommen. Wer ernsthaft streikt oder sonstwie quertreibt wird mit den übelsten und miesesten Mobbingmethoden von der Proil-Riesenmedienmaschine der arkan Herrschenden fertiggemacht
(Claus Weselsky, GDL)


sozialismus

Fast Dreiviertel der Ostdeutschen und knapp die Hälfte der Westdeutschen hält den Sozialismus für eine gute Idee, die nur schlecht ausgeführt wurde.
(Quelle: ZEIT - ONLINE)


Eine Befragung von Ostdeutschen nach persönlichen Vorteilen und Nachteilen durch die Herstellung der "Einheit" ergab übrigens laut Gysi in neun Punkten Verbesserungen:

1. besseres Warenangebot
2. Urlaub
3. Weltoffenheit
4. Meinungsfreiheit
5. Entscheidungsfreiheit des Einzelnen
6. Wohnverhältnisse
7. Umweltschutz
8. Selbstverwirklichung
9. Menschenrechte


Verschlechterungen meinten die Befragten in diesen Bereichen zu spüren:

1. Sicherheit des Arbeitsplatzes
2. sichere, niedrige Mieten
3. Kinderbetreuung
4. Gemeinschaftssinn
5. Vereinbarkeit von Familie und Beruf
6. Sportförderung
7. Zusammenhalt der Familie
8. Soziale Gerechtigkeit
9. Gleichberechtigung von Frauen und Männern


Gysi`s Umfrage-Bilanz der "Einheit" trifft die Sache ziemlich genau. Es gibt noch viel zu tun. Packen wir`s an. Die Herstellung der deutschen "Einheit" auf dem niedrigst-neoliberalen, kleinsten und gemeinsten Nenner könnte trotz aller Unkenrufe in letzter Sekunde vielleicht vermieden werden.

Der hochnäsige Westen darf noch einiges vom Osten lernen und da geht es nicht nur um s o z i a l e G e r e c h t i g k e i t oder Gemeinschaftssinn. Die Ossi`s hatten mit ihren
Polytechnischen Oberschulen nicht nur das sozial gerechtere, bessere Bildungssystem an den Schulen, sie sind auch in anderen Bereichen (Musik, Literatur usw) den Wessi`s kulturell ein ganzes Stück voraus.


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* "Am Fenster
(City - Songtext mit Anspielung auf die fehlende Reisefreiheit in der DDR)

Einmal wissen, dieses bleibt für immer
Ist nicht Rausch, der schon die Nacht verklagt
Ist nicht Farbenschmelz noch Kerzenschimmer
Von dem Grau des Morgens längst verjagt

Einmal fassen, tief im Blute fühlen
Dies ist mein und es ist nur durch dich
Nicht die Stirne mehr am Fenster kühlen
Dann ein Leben schwer vorrüber strich

...

Einmal fassen, tief im Blute fühlen
Dies ist mein und es ist nur durch dich
Klagt ein Vogel, acht auf mein Gefieder
Nässt der Regen, flieg ich durch die Welt"


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** Die Mannschaftsstärke der Westgruppe der sowjet. Streitkräfte betrug 380.000 Mann.

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*** Die großen deutschen Börsen-gelisteten Unternehmen konzentrieren sich auch 25 Jahre nach der Herstellung der "Deutschen Einheit" auf den Süden und den Westen der Republik. Der FOCUS berichtete:

"München ist Sitz von">FOCUS berichtete:

"München ist Sitz von acht Dax-Konzernen. Im vergangenen Jahr gesellte sich zu den Alteingesessenen – Siemens, Allianz, BMW, MAN, Hypo Real Estate, Münchener Rück und Infineon – der Gase-Lieferant und Anlagebauer Linde. Konzernchef Wolfang Reitzle verlegte den Firmensitz von Hessen nach Bayern und verstärkte die bayerische Präsenz im renommierten Leitindex, der insgesamt 30 Aktiengesellschaften zusammenfasst.

Den Sporthersteller Adidas aus Herzogenaurach dazugerechnet, hat Bayern fast mit Nordrhein-Westfalen gleichgezogen, was die Dax-Konzernkonzentration betrifft. Im bevölkerungsreichsten Bundesland sind zehn Dax-Konzerne angesiedelt, in Bayern neun.

Hessen ist bei den Börsendickschiffen ebenfalls beliebt. In der Rhein-Main-Region haben fünf der Dax-30-Firmen ihren Sitz. Im Osten Deutschlands suchen Anleger hingegen vergeblich nach großen Aktiengesellschaften: Der ehemalige

„Entsprechend zur Wirtschaftskraft konzentriert sich die Verteilung großer Konzerne auf wenige Ballungsgebiete“, erklärt Gerrit Fey vom Deutschen Aktien Institut."


Dax 30 – in alphabetischer Reihenfolge


Unternehmen
Ort
Branche
ISIN

Adidas
Herzogenaurach
Sportartikel
DE0005003404

Allianz
München
Versicherung
DE0008404005

BASF
Ludwigshafen
Chemie
DE0005151005

Bayer
Leverkusen
Chemie/Pharma
DE0005752000

BMW
München
Automobil
DE0005190003

Commerzbank
Frankfurt
Bank
DE0008032004

Continental
Hannover
Automobilzulieferer
DE0005439004

Daimler
Stuttgart
Automobil
DE0007100000

Deutsche Bank
Frankfurt
Bank
DE0005140008

Deutsche Börse
Frankfurt
Finanzen
DE0005810055 

Deutsche Lufthansa
Köln
Luftfahrt
DE0008232125

Deutsche Post
Bonn
Logistik
DE0005552004

Deutsche Postbank
Bonn
Bank
DE0008001009

Deutsche Telekom
Bonn
Telekommunikation
DE0005557508

E.on
Düsseldorf
Versorger
DE0007614406

Fresenius Medical Care
Bad Homburg
Gesundheit/Pharma
DE0005785802

Henkel
Düsseldorf
Konsumartikel
DE0006048432

Hypo Real Estate
München
Immobilienfinanz
DE0008027707

Infineon
München
Halbleiter
DE0006231004

Linde
München
Gase/Anlagenbau
DE0006483001

MAN
München
Maschinenbau
DE0005937007

Merck
Darmstadt
Pharma
DE0006599905

Metro
Düsseldorf
Handel
DE0007257503

Münchener Rück
München
Versicherung
DE0008430026

RWE
Essen
Versorger
DE0007037129

SAP
Walldorf
Software
DE0007164600

Siemens
München
Technologie
DE0007236101

ThyssenKrupp
Düsseldorf
Stahl
DE0007500001

Montag, 3. November 2014

Richtige und verständliche Infos zur Ebolaseuche immer noch Mangelware

rhbl



Ebola_Independent

Seit dem Ausbruch der Ebolaseuche in Westafrika wird das Internet mit Verhaltensempfehlungen und Informationen zu der heimtückischen Krankheit geflutet. Traditionelle Begräbnisriten und das Verhalten der afrikanischen Bevölkerung ändern sich nur langsam. Wenn das Virus auch in Europa aufschlägt werden wir uns zum Leidwesen der Damenwelt auch von den gerade erst aus USA eingeführten Umarmungs- und Begrüßungsritualen (Hug`s, Küßchen rechts Küßchen links) verabschieden müssen.


Vieles, was wir im Netz zur globalen Bedrohung lesen ist schon bekannt, manches schwer verständlich, einiges unrichtig. Selbst medizinische Experten wissen noch längst nicht alles über die Krankheit, die auch von den meisten Politikern und Journalisten merkwürdig lange "unterschätzt" worden ist. Dass zu "Ebola" erst jetzt richtig geforscht wird könnte auch mit der dubiosen Herkunft des Ebolavirus zu tun haben (derzeitiger Forschungsstand s. SPIEGEL-TV). Und nicht nur BLÖD fürchtet, dass Ebola als Biowaffe eingesetzt werden könnte.



Über den anfänglich saloppen Umgang mit dem Virus berichtete "Merkur-online" am 26.03.2014:

"Peter Piot, Mediziner und Mikrobiologe und heute einer der bedeutendsten Aids-Forscher, hat indessen miterlebt, wie das Ebola-Virus gnadenlos unterschätzt wurde. 1976 waren Viren in einer blauen Thermoskanne im Handgepäck eines Linienfluges von Afrika in die Schweiz gebracht worden - nur notdürftig mit Eis gekühlt. Es sei überraschend, dass keiner der beteiligten Wissenschaftler erkrankte.

Mit Blick auf den aktuellen Ausbruch sagte Piot in einer Reportage dem britischen Sender BBC, einige Maßnahmen, die schon bei der Eindämmung in den 1970er Jahren sinnvoll waren, würden auch heute noch helfen:

„Seife, Handschuhe, Patienten isolieren, Nadeln nicht wiederverwenden und Quarantäne für Menschen, die mit Erkrankten in Kontakt waren - theoretisch sollte es sehr einfach sein, Ebola zu kontrollieren.“


Haendewaschen

Mehrmaliges Händewaschen am Tag, hier in einer Schule in Abidjan, ist die wichtigste Vorbeugung gegen eine Ansteckung mit Ebolaviren. (Bild 2 der Photoserie zur Aufklärung über Ebola, "Six Tips...", Chinesische Volkszeitung)


Auch deutsche Spitzenfachleute der Tropenmedizin haben sich noch Anfang des Jahres über das Ausmaß der Epidemie geirrt, wie die Beurteilung des aktuellen Ebolaausbruchs in Westafrika im Frühling 2014 zeigt, die scusi! hier noch mal in Erinnerung ruft, Textprobe:

Eine Ausbreitung der Ebola-Epidemie im westafrikanischen Guinea nach Europa ist nach Expertenmeinung nicht zu befürchten. „Die Chance ist aus meiner Sicht sehr, sehr gering“, sagte der Tropenmediziner und Leiter der Ambulanz des Bernhard-Nocht-Instituts in Hamburg, Jakob Cramer.

„In Deutschland hat es noch nie einen Fall gegeben.“ Er gehe auch diesmal davon aus, dass es hier keine Fälle geben werde. Das Institut für Tropenmedizin hatte am Dienstag zwei Experten nach Guinea entsandt und Laborgeräte zum Bestimmen der Viren geliefert...

Sobald ein Ausbruch als solcher wahrgenommen werde, könne man schnell Maßnahmen ergreifen zur Isolierung, die dann eine weitere Ausbreitung eindämmen. Cramer rechnet auch in diesem Fall mit einem schnellen Ende der Epidemie. „Ich gehe von Tagen bis wenigen Wochen aus.


Soweit "merkur online" vom 26.03.14!

Inzwischen ist die komplexe Virenseuche in Westafrika komplett außer Kontrolle geraten. Dort fehlt es an allem, an einer staatlich geordneten Gesundheitsinfrastruktur, an Strom, fließend Wasser, Abwasserleitungen und Kläranlagen.

Auch das staatliche Bildungswesen ist jämmerlich unterentwickelt:

liberia-erwachsenenbildung
Afrikanische Erwachsenenbildung in einer Bruchbude im Kerzenschein, irgendwo in Westafrika.


Wie soll die Masse der einfachen Bevölkerung in Liberia über die komplexe Ebolakrankheit aufgeklärt werden, die nicht wie die hauchdünne US-affine Oberschicht Englisch spricht oder zumindest versteht? Noch immer spricht jeder der vielen verschiedenen Stämme seine überkommene Stammessprache. Erst jetzt, nach neun Monaten der Seuchenausbreitung beginnen die arroganten liberianischen Behörden im Radio die Ebola-Informationen auch in den wichtigsten der 30 Stammessprachen auszustrahlen:

Liberia-Stammesgebiete

In den Stammesgebieten sprechen die Liberianer zu über 90 Prozent nur ihre Stammessprache. Nur 2,5 Prozent der Bevölkerung, die als Nachfahren der aus den USA rückgesiedelten befreiten Sklaven bezeichnen Englisch als Muttersprache . Die Informationstafeln über Ebola an den Straßenrändern "Ebola is real!" waren bisher alle in Englisch gehalten, so wie die Radio- und TV-Sendungen auch. Damit gingen die aufwändigen, UN-finanzierten Informationskampagnen über Ebola monatelang an der Masse der Bevölkerung vorbei.


Probleme für die gesundheitliche Aufklärung gibt es nicht nur in Afrika.
Mit der hochkomplexen Welt der Viren befasst sich selbst in den entwickelten Industriestaaten nur ein Bruchteil spezialisierter Medizinforscher, praktizierender Fachleute und Wissenschaftsjournalisten. Wie kann die Allgemeinheit im Westen jetzt in kürzester Zeit vernünftig über die Ebolavirengefahr informiert werden? Es gibt ca. 4000 verschiedene, bekannte Viren, die in 80 Familien klassifiziert werden, davon werden in der Familie der Filoviren (Fadenviren) nochmal fünf Unterarten unterschieden, die wohl gefährlichste davon ist das "Zaire"-Virus, das zur Zeit vorrangig in Westafrika grassiert. Es ist so tückisch wie tödlich.


In den USA, wo schwarzafrikanische Nachfahren von westafrikanischen Sklaven einen beträchtlichen Teil der Bevölkerung ausmachen, ist schon eine wahre Ebola - Hysterie ausgebrochen (NYT). Zurückzuführen ist das auf den niedrigen Bildungsstand des gemeinen Durchschnittsamerikaners, die Sensationssucht der US-Medien und natürlich auf die dort üblichen, skrupellosen Geschäftemacher. Die wollen angebliche Viren- und Ebolaschutzkleidung verkaufen und versuchen sogar mit Ebola-Informationsdiensten wie "Sickweather"in den Neuen Medien aus der enormen Angst der hysterisch gemachten User Dollar zu schlagen.

Ebola-Neuinfekte

Die Zahl der Ebola-Neuinfektionen in Westafrika ist laut WHO etwas zurückgegangen. (Grafik: NZZ)


Nach ersten effekthaschenden Berichten in BLÖD und anderen Gossenmedien sahen sich in Deutschland die öffentlich-rechtlichen TV-Sender im Oktober zu Sondersendungen über Ebola gezwungen. Mit Lesch`s Aufregung im ZDF über die Gerüchte, dass Ebola durch die Luft übertragbar wäre und Yogeschwar`s Schnellschüssen im WDR dürfte die Sache aber noch längst nicht gegessen sein. Pausenlos erscheinen im Web auch weiterhin Selbstschutz-Handreichungen von Online-Zeitungen, Fachleuten, Amateurbloggern und Gerüchtemachern.

In der Informationsflut sind vor allem knappe, verständliche, objektive und richtige Informationen zu Ebola (Beispiel) geboten. Weil nicht jedermann Experte in Sachen "Mikrobiologie" ist hat sich scusi! im Internet weiter umgesehen und neben gut illustrierten englischsprachigen Tips (Photoserie, Chinesische Volkszeitung) eine m.E. vorbildliche Einführung in das Thema "Ebola" durch ein Frankfurter Repetitorium für Medizinstudenten (MedRep) gefunden. Scusi! spiegelt das Ganze hier einfach, konnte aber nicht alle Grafiken mitübernehmen, so dass Interessierte unter diesem Link komplett fündig werden. Hier der medrep-Text:


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"Sechs Dinge die man über Ebola wissen muss


von TheWingofZock (13.10.2014)



1. Was ist Ebola überhaupt?


Elektronenmikroskopbild-ebola

Ebolavirus unter dem Elektronenmikroskop. Der infektiöse Teil des Fadenvirus ist nur 970 Nanometer (nm) groß.


Das Ebolavirus wird zur Familie der Filoviridae gezählt und ist in vielen afrikanischen Staaten zu finden. Es wurde 1976 in der Nähe des Flusses Ebola in der heutigen Demokratischen Republik Kongo erstmals gefunden.** Seitdem wurden immer wieder sporadische Ausbrüche auf der ganzen Welt dokumentiert. Bis zum heutigen Tag ist das natürliche Reservoir des Ebolavirus unbekannt. Allerdings vermuten Wissenschaftler, dass Ebola durch Tiere übertragen wird. Insbesondere Fledertiere (Fledermäuse und Flughunde) stehen im Verdacht Ebola zu übertragen*. 
 


 2. Wie kommt es zu einer Übertragung?


Ebolauebertragung

Der Übertragungsweg vom Reservoirwirt zum Menschen ist noch nicht vollends geklärt. Die Jagd, Verarbeitung und der Konsum von durch Fledertieren infiziertem Wild („Buschwild“) werden als Möglichkeiten diskutiert.


Ebola wird hauptsächlich durch den direkten Kontakt von Körperflüssigkeiten (bspw. Blut) mit Schleimhäuten von Mensch zu Mensch übertragen. Als besonders infektiös werden neben Blut noch Kot und Erbrochenes erachtet. Daher sollte der direkte Kontakt mit infizierten Personen stets vermieden werden. 

Mithilfe dieses Wissens kann man sich nun auch die größte Risikogruppe für Infektionen herleiten- in erster Linie die Pfleger. In den ländlichen Gegenden Westafrikas sind es besonders häufig Frauen, die diese Aufgaben übernehmen. Frauen sind im Gegensatz zu den Männern in der Opferstatistik daher auch doppelt so häufig vertreten.

Dieses besonders hohe Risiko für Pfleger und Mitarbeiter des Gesundheitswesen hat dieses Jahr zum Zusammenbruch des Gesundheitssystems der betroffenen Länder geführt, da Pfleger und Ärzte aus Angst vor Ansteckung und inadäquater Ausrüstung in Scharen geflohen sind. Der Zusammenbruch wiederum führt zu einem tödlichen Kreislauf der Virusverbreitung, bei dem aus Angst vor Ansteckung selbst die Leichen nicht von der Straße entfernt werden können. 



3. Wie ansteckend ist Ebola?



Ansteckungsgefahr-ebola

In der Epidemiologie ist es von ausgesprochener Wichtigkeit zu wissen, wie viele Menschen durchschnittlich durch einen infizierten Patienten angesteckt werden (vorausgesetzt, dass niemand geimpft ist). Diese Wahrscheinlichkeit wird als R₀ bezeichnet.

          – R₀ von 0 bedeutet, dass durchschnittlich niemand angesteckt wird
          – R₀ von 1 bedeutet, dass durchschnittlich eine weitere Person angesteckt wird
          – R₀ von 5 bedeutet, dass durchschnittlich fünf weitere Personen angesteckt werden, usw.

Während einige Krankheiten nach einigen Tagen nicht mehr verbreitet werden können (Ebola), können andere Krankheiten durch einen einzigen infizierten Patienten jahrelang verbreitet werden (bspw. HIV). Diese Dauer und die Art der Übertragung (bspw. über Luft oder Körperflüssigkeiten) spielen eine Rolle bei der Berechnung der Ansteckungswahrscheinlichkeit R₀.

Wie man sehen kann hat Ebola einen R₀ von 2. Eine infizierte Person steckt demnach durchschnittlich 2 weitere Personen an. Vergleicht man dieses R₀ mit dem R₀ von Masern, welche per Luft übertragen und durchschnittlich 18 weitere Personen anstecken, stellt man fest, dass Ebola eine relativ geringe Ansteckungsgefahr birgt. 



4. Was für Symptome löst Ebola aus?


ebola-symptome

Nachdem sich eine Person infiziert hat, lassen sich nach 2-21 Tagen die ersten Symptome beobachten. Erst ab dem Zeitpunkt des ersten Symptoms beginnt eine Person ansteckend zu sein. 

Eine Tücke des Ebolavirus ist auch, dass es sich bis zur Ausbildung der unerklärlichen Blutungen kaum von einer beginnenden Grippe unterscheiden lässt. Außerdem sind meist noch andere Tropenkrankheiten auszuschließen, die sich ebenfalls durch Fieber äußern können. Dies trifft in den betroffenen Ländern besonders häufig auf Malaria zu und erschwert die Behandlung ungemein.

Ebola kann daher klinisch nur sehr schwer diagnostiziert werden und bedarf einer labordiagnostischen Untersuchung (Reverse Transkriptase PCR) des Blutes oder Urins.

Grippeähnliche Symptome, ein kollabiertes Gesundheitssystem und der aufwendige Nachweis von Ebola lässt infizierten Personen viel Zeit ihre Umgebung anzustecken. Hinzu kommt, dass viele Menschen in den betroffenen Gebieten, aufgrund fehlender finanzieller Mittel, keinen Arzt aufsuchen. 


5. Was kann man tun?

Es gibt zurzeit keine Impfung und kein antivirales Medikament, das zur ursächlichen Behandlung von Ebola zugelassen ist. Man versucht Ebola ausschließlich durch die frühzeitige Behandlung von Symptomen in Schach zu halten. Dies klingt zunächst nicht besonders erfolgsversprechend, allerdings haben einige simple Interventionen bei schneller Implementierung große Auswirkungen auf die Überlebensrate der infizierten Patienten.

Dazu zählen:

          – Volumen- und Elektrolytkontrolle
          – Die Überwachung der Oxygenierung und des Blutdrucks
          – Die Behandlung von sekundär auftretenden Infektionen


Die Genesung der infizierten Patienten hängt im Wesentlichen von einer unterstützenden Pflege, einer guten Immunantwort und den oben genannten, relativ kostengünstigen, Maßnahmen ab. Überlebende bilden meist Antikörper gegen Ebola, allerdings ist nicht bekannt, ob sie eine lebenslange Immunität ausbilden oder eine Ansteckung mit einer anderen Ebolaspezies möglich ist.

Als weitere Maßnahme wird das sogenannte „Contact tracing“ angewandt, bei dem Kontaktpersonen des infizierten Patienten schnellstmöglich ausfindig gemacht und isoliert werden. So kann eine schnelle Behandlung erfolgen und eine weitere Verbreitung des Ebolavirus verhindert werden.



6. Was ist dieses Mal anders als sonst?



ebola-hospitaeler

Seit der Entdeckung im Jahr 1976 gab es so gut wie jedes Jahr einen Ebolaausbruch. Allerdings waren diese meist auf ein Land und einige wenige Dörfer beschränkt. 

Der aktuelle Ausbruch jedoch betrifft mehrere Länder zugleich und breitet sich auch in dicht besiedelte Gebiete aus. Laut CDC (Center of Disease Control – Vereinigte Staaten von Amerika) forderte Ebola bereits 4033 Opfer (Stand 13.10.2014).

Diese Zahlen sind besonders besorgniserregend, da durch den Zusammenbruch des Gesundheitssystems der betroffenen Länder nur noch ein Bruchteil der Erkrankten ein Krankenhaus aufsuchen und dokumentiert werden, sodass die WHO die echte Opferzahl auf mindestens 10.000 Personen schätzt. Solch hohe Opferzahlen lassen die Anzahl der infizierten Personen nur erahnen (langfristige Schätzungen für Januar 2015 gehen von 1,4 Millionen infizierten Menschen aus).

Eine Pandemieentwicklung muss um jeden Preis verhindert werden, daher haben die WHO und viele andere Staaten großzügige Hilfen versprochen.**** In erster Linie soll damit das zusammengebrochene Gesundheitssystem wieder auf die Beine gestellt und ein “Contact tracing” aufgebaut werden. Des Weiteren wurden an westlichen Flughäfen Quarantänestationen mit „Ebola fast-response-Teams“ eingerichtet und alle Flüge aus Westafrika gestrichen***."



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Anm. Scusi:

* Die beiden Fragezeichen in der CDC-Grafik "Übertragungswege" habe ich nachträglich eingefügt. Die unschuldigen Fledermäuse als "Überträger", das sind nach meiner unmaßgeblichen privaten Meinung bisher nur unbewiesene Halloween - Thesen. Ergiebiger wäre vermutlich eine Nachsuche in den Biowaffenlabors von Fort Detrick (USA) und Nes Ziona (Israel). Siehe den liberianischen Leitspruch der Ebola-Kampagne: "Ebola isreal".


** Nicht in Yambuku im Kongo/Zaire sondern 700 km östlich im Südsudan, im Städtchen Nzara fand im Juni 1976 der erste Ebola Ausbruch statt (WHO Bulletin, engl.).

1975, im Jahr zuvor, hatte ein angloamerikanischer Ölkonzern überraschend große Ö l v o r k o m m e n im Südsudan entdeckt (s. Grafik zur Ölausbeutung im Südsudan). Erst vier Wochen nach dem Ebolaausbruch in Nzara brach Ebola 1976 auch in Yambuku im Kongo aus, damals noch Zaire genannt (WHO Bulletin, engl).

Auch dem aktuellen Ebola-Ausbruch in Westafrika ging die Entdeckung reicher Bodenschätze voraus.
Enorme zusätzliche D i a m a n t e n v o r k o m m e n wurden letztes Jahr in Liberia gefunden.



*** alle Flüge nach/aus Westafrika sind wohl nicht gestrichen. Sie werden hoffentlich von den Gesundheitsämtern besonders sorgfältig überwacht.


**** NGO-Helfer wie die"Ärzte ohne Grenzen" oder die "Grünhelme" (Rupert Neudeck) setzen in Westafrika ihr Leben ein und sollten unbedingt durch Spenden unterstützt werden (Webseite zur Online-Spende für "Grünhelme").

Neben den USA, Deutschland und anderen EU-Staaten sind vor allem Kuba und China bei der staatlichen Bekämpfung der aktuellen Ebolaseuche aktiv:

(Reuters) "Im Kampf gegen die Ebola-Seuche entsendet China eine Eliteeinheit der Volksbefreiungsarmee nach Liberia. Die Soldaten sollten dort binnen eines Monats ein Behandlungszentrum mit 100 Betten aufbauen, teilte der für Afrika zuständige Generaldirektor im Aussenministerium, Lin Songtian, mit. Zu der Einheit gehörten auch 480 medizinische Fachkräfte zur Versorgung der Ebola-Kranken. Die Einheit habe bereits im Zusammenhang mit dem Ausbruch der Lungenkrankheit Sars 2002 Erfahrung in der Seuchenbekämpfung gesammelt."

Ebola-Behandlungszentrum

Ebola Behandlungszentrum. Neben Dutzenden von Isolierstationen mit je 100 Betten samt Pflegepersonal und Ärzten werden vor allem weitere hochmoderne Testlabors zum Nachweis des Virus im Blut Erkrankter gebraucht. Die USA schätzen ihre Kosten für das erste halbe Jahr Ebolahilfe auf 750 Millionen Dollar.

Eine Milliarde Euro kommt wohl auf die EU zu, mit mehr als hundert Millionen Euro ist Deutschland an der Unterstützung für Westafrika beteiligt.
Grafik: NYT (Thumbnail, anklicken)




Israels IDF schickt leider nur drei kleine mobile Trupps, nachdem sich Kriegsminister Ya`alon aus Furcht vor Ebola-Ansteckung standhaft geweigert hat die von den UN erbetene, vorhandene Einheit zum Aufbau eines stationären Feldlazaretts oder Behandlungszentrums zu entsenden. Nach Australien und Kanada hat auch Israel seinen westafrikanischen Botschaften heimlich die Erteilung von Visa zur Einreise nach Israel verboten. In Israel`s militärischen Hochsicherheits-Forschungszentren kennt man sich mit gefährlichen "Viren" wie Ebola, Aids, SARS, Vogel- und Schweinegrippe halt besser aus als anderswo. Israel hat - wie Guinea - das am 04. Mai 1976 in Kraft getretene, von 166 Staaten unterschriebene "UN-Übereinkommen zum Verbot von Biowaffen" bis heute nicht unterzeichnet (Weltkarte der Unterzeichnerstaaten).
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Montag, 27. Oktober 2014

Jazenjuk vor Poroschenko nach vorgezogener Ukraine-Wahl

rhbl





Als Ergebnis der seit Jahrzehnten mit mindestens fünf Milliarden US-Dollar gesteuerten proamerikanischen "Entwicklung" in der Ukraine (US - Nudelfrau) haben vor allem "prowestliche" Parteien bei den Wahlen den Sprung in die Rada geschafft. Es waren vom Putschpräses Schoko-Poro willkürlich vorgezogene Wahlen, die planmäßig erst 2017 hätten stattfinden sollen.

Irreführend wäre es im übrigen von einer sich abzeichnenden "proeuropäischen" Mehrheit im ukrainischen Parlament zu reden. Die "halbe Portion" Jazenjuk war und ist der Favorit der "US-Amerikaner". Wikipedia (dt.) erwähnt die Unterstützung der US-Sbirre durch den "Euromaidan". Auch die falsche Bezeichnung "Euromaidan" wurde von den US-Strippenziehern, welche die ukrainischen Putschisten reichlichst mit Dollar schmieren, bewußt irreführend gewählt. Es handelt sich in Wahrheit um den "Dollarmaidan", der die prowestliche "Puppet" Jazenjuk mit an die Macht gebracht hat. Ein hübscher Hinweis dazu findet sich in der englischen Ausgabe von Wikipedia:

"On October 27, 2013, a few weeks before first mass protests in Maidan square, Yatseniuk contributed to a Trilateral Commission meeting in Krakow, presided over by Jean-Claude Trichet, on the topic "Ukraine and European Union".

[dt.: "Am 27. Oktober 2013, wenige Wochen vor den ersten Massenprotesten auf dem Maidan nahm Jazenjuk an einem Treffen der Trilateralen Kommission in Krakau (Polen) teil, geleitet von Jean Claude Trichet, zum Thema "Ukraine und die EU"".]

"On January 25, 2014, Yatsenyuk was offered the post of prime minister by President Viktor Yanukovych but refused due to unmet demands. Yatsenyuk said the people should be making a decision for the future of Ukraine, not the present government officials." (Wikipedia, engl.)


[dt.: "Am 25. Januar 2014 bot Präsident Janukowitsch Jazenjuk den Posten des Premierministers an. Jazenjuk lehnte ab - unter Hinweis auf das ukrainische Volk, das über die Zukunft der Ukraine zu entscheiden hätte, nicht die gegenwärtigen Offiziellen der Regierung".]

Offenbar hatte das CIA - Rekrutierungsbüro im Kiewer Hotel Dnipro schon vorher zugeschlagen und bei Jazenjuk für die proamerikanische Sache Nägel mit Köpfen gemacht. Es wäre nicht das erste Mal, das die Amis sich irgendwo auf der Welt ne` Sbirre mit nem Koffer voll Dollar gekauft haben. Über die miesen Bestechungsmethoden und die routinierte "false flag" - Arbeitsweise von David Rockefellers Trilateraler Kommission braucht im ehemals Christlichen Abendland, in dem die Trilateralen hinreichend gewütet haben, niemand mehr aufgeklärt zu werden.


Hier ein Zwischenstand der Stimmauszählung (36,5 Prozent ausgezählte Stimmen) von heute morgen, 10:00 Uhr:


Ukrainewahl-261014

Bei der Auszählung der Stimmen nach der gestrigen, von Poroschenko vorverlegten Parlamentswahl in der Ukraine liegt derzeit Jazenjuk überraschend vor Poroschenko. Beide liefern sich ein Kopf an Kopf - Rennen. (Quelle: Kiew Post).


Demnach hat es Poroschenko auch nichts mehr genutzt, dass er am Sonntagmorgen noch vor der Stimmangabe mit dem Hubschrauber in die Ostukraine flog, um sich dort dem TV-Volk im Kampfanzug zu präsentieren. Die Regierungsbildung in Kiew könnte schwierig werden. Zwar gibt es schon einen Entwurf für einen Koalitionsvertrag zwischen Jazenjuks und Poroschenkos politischen Gruppierungen, doch falls Jazenjuk`s "Volksfront" bei den Radawahlen die Nase am Ende vorn behält dürfte es für Poroschenko nicht mehr einfach sein, den "proamerikanischen" Hardliner Jazenjuk zu bändigen.

Die Umstände der vorgezogenen Wahlen lassen sich mit den Vereinbarungen
der Genfer Erklärung oder der "Vereinbarung über die Beilegung der Krise in der Ukraine vom 21.02.2014" schwerlich in Einklang bringen. Was ist aus der ursprünglich vorgesehenen "Regierung der Nationalen Einheit", was aus der "Verfassungsreform" geworden?

Geplant und verbürgt durch drei EU-Außenminister war im Februar 2014, "sofort mit einer Verfassungsreform zu beginnen, welche die Befugnisse des Präsidenten, der Regierung und des Parlaments ausbalanciert. Die Verfassungsreform soll im September 2014 abgeschlossen sein."

Von einer Regierung der Nationalen Einheit und einer vernünftigen, föderalen Verfassung ist die Ukraine weiter entfernt denn je. Europa hat sich weggeduckt, je massiver die militärischen, proamerikanisch motivierten Angriffe auf die prorussischen Bürger der Ostukraine wurden. Die ProIl-Medien berichteten kaum oder desinformierten die Europäer gezielt zu dem, was Poroschenkos Raketenwerfer in Slawjansk, Kramatorsk, Lugansk oder Donezk unter der Zivilbevölkerung anrichteten.

Der entsetzliche, US-animierte Bürgerkrieg zwischen der West- und Ostukraine konnte dank Putin mit der "Minsker Vereinbarung" wenigstens halbwegs eingedämmt werden. Zwischen den USA und Russland geht es nach den unsinnigen westlichen "Sanktionen" frostiger zu als in den Eizellen-Kühlschränken von Apple und Freezebook (Siehe auch Putin`s offenherzige Rede im Valdai-Club am 24.Oktober 2014, engl.).

US-Geheimdienste diktieren wohl noch immer in Kiew, was von den US-Sbirren Poroschenko, Turtschinow oder Jazenjuk militärisch im Osten des Landes zu tun ist. Die Ukraine rüstet militärisch weiter auf, offenbar mit Krediten der EU, der Weltbank und des IWF, obwohl 615 Millionen Euro zur Fertigstellung der viel wichtigeren neuen Schutzhülle in Tschernobyl fehlen und der Weiterbau des vor allem mit deutschem und europäischem Geld finanzierten Milliarden - Shelterprojekts stockt. Das Blutvergießen geht derweil bei Donezk trotz "Waffenruhe" nach einer herben Niederlage der Pro-Ami-Söldner (Ilovaisk) munter weiter.

Wen wundert es da noch, wenn mitten im Bürgerkrieg der Westen der Ukraine plötzlich wählen darf und prompt prowestliche Falken in Kiew ans Ruder kommen?

Wieviele im Osten nicht gewählt haben, die beschönigende Rede ist von "nur" drei Millionen fehlenden Stimmen in den Regionen Lugansk und Donezk, ist nicht bekannt. Allein 800.000 Ostukrainer sind nach Rußland geflohen. Sie hätten die Oligar(s)chInnen Poroschenko bis Timoschenko bestimmt nicht gewählt.

Wie hoch war die Wahlbeteiligung überhaupt? Wenn nur die Hälfte der Wahlberechtigten zur Wahl gegangen ist, dann hat eine armselig bescheidene Minderheit Jazenjuk oder Poroschenko gewählt. Das reicht noch nicht mal für `ne Fassadendemokratie.


Die USA haben in der Ukraine an den Europäern vorbei für ihr antirussisches Raketenabwehrsystem längst Fakten geschaffen und stehen mit beiden Füßen militärisch und finanziell im strategisch bedeutsamen südosteuropäischen Gelände. Ein Leser hat es heute auf der Website vom BBC unter einer Analyse zur Ukraine-Wahl kurz und knapp so formuliert:

"The public debt of USA is $ 18 trillion.
This level of debt cannot be serviced by normal means, so other methods were sought. Since March 2014: US took 32 tons of Ukrainian gold, grabbed Ukraine's farmland for Monsanto, gave oil/gas pipelines to Biden Jnr & fracking rights to Exxon/Mobil."


dt.: "Die Staatsschulden der USA belaufen sich auf 18 Billionen Dollar.
Diese Schuldsumme kann mit normalen Mitteln nicht getilgt werden, so dass andere Methoden her mussten: seit März 2014 griffen sich die USA 32 Tonnen Ukrainisches Gold, schnappten sich das Ukrainische F a r m l a n d für Monsanto, übergaben die ukrainischen Öl- und Gaspipelines an Biden Junior und die F r a c k i n g rechte an Exon/Mobil."


Diesem Leserkommentar ist nichts hinzuzufügen.

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Sanktionsgegner Christophe de Margerie total brutal beseitigt?

rhbl




wnukowo

Zwei Schneepflüge tagsüber auf dem Vorfeld vom Flughafen Wnukowo/Moskau


Der überraschende Tod des russlandfreundlichen Total - Chefs Christophe de Margerie durch einen sogenannten "Verkehrsunfall" auf dem Moskauer Flughafen Wnukowo ist ein Menetekel, die Schrift an der Wand ("Flugzeug rammt Schneepflug", NZZ). Dass das kein gewöhnlicher "Flugzeugunfall" war, darauf weist schon die Tatsache hin, dass in den ARD-Tagesthemen vom 21.10.2014 um 22:15 Uhr (Moderation Pinar Atalay) über das ziemlich w i c h t i g e E r e i g n i s (anders als im ZDF) nichts, aber auch überhaupt nichts berichtet wurde. Wenn ein öffentlich-rechtlicher Sender so gröblich gegen seine Informationspflicht verstößt, dann muss es dafür schwerwiegende Gründe geben. Das kann z.B. ein Telefonanruf aus dem Bundeskanzleramt sein, wo der Koordinator für die Geheimdienste sitzt.

In Wnukowo/Moskau herrscht im Spätherbst übrigens fast immer schlechte Sicht und Schneetreiben. Schlechtes Wetter ist für das leidgeplagte russische Flughafenpersonal auf dem Tower völlige Routine. Nachts (der "Unfall" ereignete sich um 23:57 Uhr) geht es vor allem darum, dass die per Funk kontrollierten Schneepflugfahrer keine der gerade benutzen Startbahnen kreuzen. Disziplin ist auf dem Vorfeld eines Flughafens höchstes Gebot, auch in Russland. Der Schneepflugfahrer will auch nicht betrunken gewesen sein. Fast alle ProIl-Medien berichteten unter Berufung auf "Sonderermittler / Ärzte" sofort unisono das Gegenteil, was dem im Westen vorherrschenden Klischee vom russischen Wodkatrinker sehr entgegenkommt. Eine Spur zu glatt - die ganze Sache.

Irgendwie ist in Wnukowo schwer "getrickst" worden, sonst wäre der Schneepflug nicht aus dem Ruder gelaufen (RIA Novosti).

Sollte man vielleicht statt von "krimineller Nachlässigkeit" beim Flughafenpersonal (Le Monde) von "gezielter Tötung" durch einen vom CIA eingekauften russischen Flugsicherungsbeamten reden? Wäre das `ne abwegige "Verschwörungstheorie"?

Denn der selbstbewusste Franzose de Margerie, der mit Putin und Medwedjew persönlich gut auskam, scherte sich nicht um die von den USA und der EU gegen Russland verhängten "Sanktionen". Total lieferte den Russen trotz Sanktionen u.a. weiter lebenswichtiges Equipment für deren Erdölförderindustrie, was ihn offenbar auf die schwarze Liste der USA befördert hat. An dem Chef von Total wurde wohl ein typisch US-amerikanisches, weil total brutales CIA-Exempel statuiert.

Sonntag, 19. Oktober 2014

Obama, orientierungslos im Orient

rhbl



"Die Vandalen brachten, überall wo sie vorüberzogen, Verwüstungen mit sich. Plünderungen, Blutbäder, Feuersbrünste und eine Fülle grauenhafter Leiden. Sie achteten nicht Alter noch Geschlecht, sie schonten die Diener des Herren ebenso wenig wie die Weihgefäße und die heiligen Bauten selber." (Lebensbericht des Kirchenvaters Augustinus)




Mittl_Osten-Strategie_Fehlschlag_-2014

Friedensnobelpreisträger Obama hat im Nahen Osten scheinbar die Orientierung verloren. Die Israelis, die mit ihren Geheimdiensten seit sechzig Jahren an der Spaltung der Muslime (Unit 8200) arbeiten und gerade erst wieder Gaza zerbombt haben, scheinen mit ihrer brandgefährlichen, perfiden Destruktionspolitik am längeren Hebel zu sitzen. Die staatlichen Strukturen des Irak, Libyens und Syriens sind zerstört.


Im Nahen Osten wütet d a n k Israel ein nie dagewesener Flächenbrand. Viele zweifeln daran, ob die USA nach den Niederlagen in Afghanistan und im Irak überhaupt noch eine Strategie haben. Der sogenannte Krieg gegen den Terror der neuen Allianz der Willfährigen ist nur eine leere Worthülse, wie Alain Gresh in Le Monde Diplomatique schreibt. Werden die USA am Ende der Geschichte in dem durch die Beseitigung Saddam Husseins und Gaddafis "selbstverschuldeten", levantinischen Bürgerkriegsmorast versinken?

In Wahrheit ringt nach dem System des Kommunismus nun das System des "westlichen" Kapitalismus mit dem Tod. An den Börsen läuten schon die Totenglöckchen. Wie im Nahen Osten, so stehen auch in der Ukraine alle Zeichen auf Eskalation, auf einen kalten Winter und einen heißen Krieg. Friedensstimmen werden in Europa immer leiser:



Kabarettist Christoph Sieber, "Die Zeichen stehen auf Krieg"




Heute vor 1575 Jahren eroberten die Vandalen die nordafrikanische Stadt Karthago. Die militärisch gut befestigte Stadt fiel wohl durch Verrat und wurde zum Königssitz in der über 100 Jahre andauernden Vandalen-Herrschaft in Nordafrika. Die Vandalen wurden zum Synonym für raubende und verwüstende Banden - obwohl sie eigentlich gar keine Räuberbande waren. Wer im Nahen Osten in Wahrheit die schlimmste Räuberbande ist, das wird wohl erst nach dem Ende des Kapitalismus rauskommen. Zum Glück ist`s nicht mehr lang hin (Scusi!).


Kalifat-Karte

Karte des vom DAECH (ISIS) - Kalifat für die islamischen Araber beanspruchten Territoriums. Da können die separatistischen Katalanen in Spanien ("Andalus")gleich einpacken. (Quelle: BLÖD)



Nach Jahrhunderten der Demütigung des Orients, des Despotismus und der kolonialen Ausbeutung, insbesondere durch England, Frankreich und seit dem WK II durch die USA (Erdöl), nimmt der "Islamisch-Arabische Frühling" Gestalt an; aber ganz anders, als es sich die westlichen Ölkonsortien, die "Sieben Schwestern" in Paris, London und New York gedacht haben.


Kamel-selfie

Gelungenes Kamel-Selfie (Quelle: Internet). Leider haben die US-Planer des "Long War" gegen den "IS" weder Amin Maalouf`s Büchlein über "Mörderische Identitäten" gelesen noch wollen sie Edward W. Said`s bahnbrechendes Werk "Orientalismus" zur Kenntnis nehmen. Sonst würden sie es sich dreimal überlegen den "asymmetrischen" Krieg gegen anderthalb Milliarden Muslime zu beginnen. Es gibt ja noch politische Alternativen und Lösungen.


Noch lachen sie in London* und New York verächtlich über die orientalischen "Kameltreiber". Aber das könnte bald anders werden. Aus den Ghettos der arbeitslosen Muslime in aller Welt machen sich die "zornigen jungen Männer" (Sloterdijk) auf den Weg, um das massenhafte Abschlachten von Muslimen in Gaza, in diversen "US-Golfkriegen" sowie die vielen Morde an ihren islamischen Brüdern in angloamerikanischen Foltergefängnissen wie Abu Ghuraib, Bagram und Guantanamo oder in den israelischen Geheimgefängnissen auf dem Sinai zu rächen. Die USA unterhielten während des Bushkriegs nachweislich auch Geheimgefängnisse in Polen, Litauen und Rumänien (Bukarest).


Zuwanderung

Aus allen Himmelsrichtungen, vor allem aus Nordafrika strömen Tausende sunnitische Muslime zu den Aufständischen des "DAECH" / "IS" nach Raqqa und Mossul (Quelle: Washington Post). Ohne Google (Eric Schmidt), Facebook (Zuckerberg) und Twitter hätte "DAECH" / "IS" nie den enormen Zulauf erreicht. Die das Internet zu 100 Prozent kontrollierenden "westlichen ProIl`s" und deren Geheimdienste (NSA etc.) haben offenbar die DAECH - PR im Internet mit ihren asozialen Plattformen wie "Facebook" oder "Twitter" jahrelang diskret unterstützt. Zumindest müssen sie wie beim "NSU" "gezielt weggesehen" und sich so für die Verbrechen in der Levante mitverantwortlich gemacht haben.


Die frommen Dschihadis sammeln sich aktuell wegen der vielen völkerrechtswidrigen, gezielten Tötungen ihrer Brüder und Schwestern durch die Hellfire-Raketen der US-amerikanischen Predator Drohnen in arabischen bzw. muslimischen Ländern vom Jemen über Somalia bis Pakistan (scusi: "Verdeckte Kriegsführung").

Die DAECH-Kämpfer ziehen dabei zur Bekräftigung ihrer Identität in den Kampf um i h r Land: "الدولة الاسلامية في العراق والشام", den sogenannten "Islamischen Staat" ("D A E C H"), das Ursprungsland des Propheten Mohammed.

Wenn auch der Islam eine Religion war, die früher als das Christentum über ein Toleranzprotokoll gegenüber Andersgläubigen verfügte (Maalouf), so scheint doch jetzt - in der Abenddämmerung des schwächelnden angloamerikanischen Kapitalismus - die Zeit der Revanche gekommen, um sich für die jahrhundertelange koloniale Ausbeutung, die Plünderung der natürlichen Ressourcen (Öl & Gas) und die Demütigungen durch die arroganten und zynischen "Kolonialherren" England, Frankreich und die USA zu "bedanken". Korrupten US-Sbirren und Hofschranzen in Saudi-Arabien, Katar, VAE und Jordanien, ja sogar dem islamfreundlichen Erdogan in der Türkei könnte es nebenbei auch an den Kragen gehen.


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Hochmotivierte DAECH - Kämpfer bei einer für westliche Internet-Medien inszenierten Turnschuh-Parade. Die PR-Arbeit des DAECH wird von westlichen Profis als "enorm effizient" eingestuft. Dabei sind Benjamin Netanyahu & Konsorten in Israel für DAECH/ISIL die aktivsten Werbeträger. Das barbarische Abhacken der Köpfe und Gliedmaßen "Ungläubiger" zur Verbreitung von Terror und Angst unter den Bewohnern der eroberten Gebiete durch DAECH-Henker scheint das manuelle Gegenstück zum bisherigen automatisierten Einsatz von militärischen Metzgermessern in der Levante zu sein: dem Abwurf von DIME-Munition durch die israelische Armee in Gaza (scusi: "Ärzte entsetzt...").



Im Irak steht nach Mossul bald auch Bagdad vor der Eroberung durch die bis vor einem halben Jahr vom Westen so massiv wie diskret geförderte "ISIS-/ISIL-/DAECH" - Vandalenorganisation, die sich provozierend falsch als „Islamischer Staat“ bezeichnet. Denn mit dem Islam hat das Abschneiden von Köpfen und die Versklavung von Frauen und Kindern nichts zu tun.

Vermutlich ist das Triumvirat an der Spitze des DAECH samt selbsternanntem "Kalifen" Abu Bakr eine irreführende Erfindung des Mossad, ähnlich der viehischen Machination „NSU“ in Deutschland, die vermutlich auf eine tolle Idee aus den gleichen verbrecherischen Geheimdienstkreisen zurückzuführen ist. Aber das wird wohl nie geklärt werden. Die Angaben zu DAECH in den westlichen Medien (30.000 Kämpfer) scheinen ziemlich übertrieben zu sein. Fakt ist, dass aus Europa zuwandernde DAECH-Kämpfer sogar ihre Waffen selbst bezahlen müssen. Die Kriegsrealität vor Ort, Bekleidung, Munitionslogistik und Verpflegung scheinen recht erbärmlich zu sein. Scusi warnt unbedarfte Neugierige!


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Eine wohl aus Europa rekrutierte DAECH - Kampfgruppe in Räuberzivil. Unter den Neuankömmlingen sind Abiturienten und Hochschulabsolventen aus Deutschland, England und Frankreich, die den Umgang mit HighTec-Waffensystemen ziemlich schnell draufhaben könnten. So entkommen sie vermeintlich der verheerenden Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Einige Talentierte lernen gerade den Umgang mit drei in Syrien erbeuteten Kampfjets. Ohne Luftunterstützung (close air support) geht in der Wüste gar nix, wie Kobane beweist. Und die Pickups mit schweren MG können vielleicht eine Straßenkreuzung beherrschen. Eine F 16 holt man damit aber nicht vom Himmel.



Die amerikanischen Kriegstreiber in ihren West- und Ostküstenvillen juckt das entsetzliche Blutvergießen vor Ort herzlich wenig. Für Israel und die proisraelischen Machthaber dieser Welt ist es von Vorteil, wenn sich die verschiedenen Richtungen der Muslime (Shiiten, Sunniten ...) durch die "Blutpumpe Syrien" und anderswo gegenseitig umbringen und so neutralisieren. Zur Zeit konzentriert sich die Metzelei noch auf den Norden Syriens und des Irak
(Vier Karten, Le Monde, frz.).

Mehr als 200.000 Menschen hat der syrische Bürgerkrieg schon das Leben gekostet. Das interessiert auch eiskalte Frauenbefreierinnen wie Hillary Clinton, ein machtgieriges Flintenweib, das die erste US-Präsidentin werden will, überhaupt nicht. Fotos belegen, dass ihr Kumpan, der republikanische US-Senator McCain, einer der proisraelischen Hauptstrippenzieher und Geschäftemacher des syrischen „Bürgerkriegs“, schon verdächtig früh mit dem IS-Kalifen Abu Bakr – al Bagdadi, damals nannte er sich noch Ibrahim al-Badri, diskrete Gespräche geführt hat.

Zur Verschleierung der US-amerikanischen, englischen. französischen und israelischen "Geburtshilfe" beim "Entwickeln" der bewaffneten syrischen Opposition haben die verschiedenen Terrortrupps (es soll in Syrien inzwischen 1500 Terror-Gruppen geben!) immer mal wieder ihren Namen gewechselt, wie das in Verbrecherkreisen so üblich ist.

Im Nouvel Observateur, Blog89, macht sich Pascal Riché über den scheinbaren Wirrwarr bei der ISIS-Namensgebung lustig („Dämonische Worte“).

Aus westlicher Sicht müssten die auf politische Korrektheit bedachten Nachrichtenagenturen ja jedesmal umständlich etwas von der „Terrorgruppe Islamischer Staat“ schreiben. Das macht aber keiner mit, weil das in unseren kurzatmigen Medien viel zu lang wäre. Die linguistisch zutreffende Übersetzung aus dem Arabischen käme im Französischen übrigens zu einer ganz anderen Abkürzung, DAESH:

« Dawla al-Islāmiyya fi al-Irāq wa-š-Šhām (الدولة الاسلامية في العراق والشام) » :
د = Dawlat (Nation)
ا = (al-) Islāmiyya
ع= (fī’l-) Irāq
ش = (wa’š-) Šhām (le Levant).

Im Deutschen wäre das vergleichbare Akronym DAECH, was (ohne E) eine gefährliche Ähnlichkeit zu DACH hätte, der Abkürzung für den deutschsprachigen Raum Deutschland (D), Österreich (A) und Schweiz (CH). Sowas will natürlich auch keiner in den Nachrichten im Zusammenhang mit Halsabschneidern sehen.

Pascal Riché ist in Frankreich kein Unbekannter. Er hat einen sarkastischen Blog-Beitrag über den musikalisch untermalten YouTube - PR-Auftritt vom Einsatz der französischen Rafale-Kampfbomber über der Levante geschrieben.
„Ah, wie hübsch die Luftschläge der Rafale sind!“ :




Ein smartes Werbevideo der französischen Luftwaffe. Ursprünglich untermalte im Internet eine ekstatisch angehauchte Frauenstimme die Bombeneinschläge mit musikalisch anschwellenden "Aah`s" und "Ooh`s" (Sex sells). Das wurde leider rausgelöscht.


Frankreichs Luftwaffe funktioniert offenbar dank der Rafale-Kampfbomber, anders als unsere "Eurofighter" von der Leyenspielschar. Weil die Bundeswehr durch die vielen unausgegorenen Reformversuche unfähiger VerteidigungsministerInnen ruiniert ist, kann zur Zeit keine Teilstreitkraft irgendwo etwas Planvolles veranstalten. Deutsche Bodentruppen, wie sie vom AJC gewünscht werden, existieren nur noch in der nostalgischen Erinnerung uralter Weltkriegsteilnehmer wie Helmut Schmidt.

Das obige YouTube-Video macht mit den irakischen Kampfeinsätzen ungeniert Reklame für die beteiligten franz. und US-amerikanischen Rüstungskonzerne. Riché schlägt einen Abspann vor, der die Konzerne offen beim Namen nennt und fügt für die an einschlägigen Rüstungsgütern interessierten Staaten/Gruppen einen Einkaufskorb à la amazon hinzu, fehlen nur noch die astronomischen Preise:


"Les deux Rafale : Dassault aviation.

L’avion ravitailleur C135-FR : Boeing.

Les pods de désignation Damoclès : Groupe Thalès.

Les quatre bombes GBU 12 : Lockheed Martin et Raytheon.

L’avion de patrouille Atlantique 2 : Breguet Aviation".

einkaufswagen



Die von Obama zu Beginn seiner US-Präsidentschaft in der Kairoer Universität tapfer angekündigte Strategie zur Förderung rechtsstaatlich und demokratisch verfasster Zivilgesellschaften in NahOst wurde vor allem von den Izaks im Pentagon zielstrebig torpediert. Der seit sechzig Jahren den Nahen Osten dominierende Militarismus und Geheimdienstterror Israels (IDF - UNIT 8200, Mossad, Shin Beth etc.) hat zudem alle Freunde einer friedlichen Entwicklung im Orient marginalisiert und sie über seine PR-Agenturen mit der Antisemitismus-Keule global erfolgreich zum Schweigen gebracht.


Ob die DAECH-Kämpfer des sogenannten „Islamischen Staats“ trotz alledem auch hundert Jahre „wie die Vandalen“ herrschen werden, wissen wir nicht. Das sind Leute, die mit ihren barbarischen „Rübe ab“ - Methoden auf dem besten Weg sind das Stigma der G r a u s a m k e i t, das seit jeher den Orientalen recht gedankenlos angeklebt wird, zu verfestigen. "Sie beschmutzen das Bild des Jihad", schreibt die
NZZ. Hussein Obama hat dem US-/UK-/IL-Militär-Industriellen Komplex jedenfalls (als Ersatz für das "war theatre" Afghanistan) einen „langen Krieg“ gegen die levantinischen DAECH - Kopfabschneider "versprochen".


Wieder mal haben sich in unserer neueren Geschichte die Kriegstreiber des Hegemon, des öldurstigen US-/UK-/Il-Militär-Industriellen Komplexes durchgesetzt. Wie in der Geschichte des "Imperium Romanum" stehen auch in Washington die "Tore des Krieges" fast immer weit offen. Für friedliche Lösungen votiert kaum jemand. Geschichte fällt übrigens nicht vom Himmel, die machen wir Menschen uns selber (Edward W. Said).

Der "israelisch – palästinensische Konflikt" ist die Mutter aller Streitigkeiten im Nahen und Mittleren Osten. Das von den raubkapitalistischen US-/UK-/IL - Rüstungskonzernen inszenierte Kriegstheater "Judenstaat versus muslimische Araber" geht in die nächste Eskalationsstufe. Irgendwann sind die konventionellen Waffenvorräte aufgebraucht, was dann? Das grauenhafte Blutvergießen in den von Israel „Besetzten Gebieten“, in Gaza, Ostjerusalem und im Westjordanland, in Syrien, Libyen und im Irak scheint weltweit niemand mehr stoppen zu können oder stoppen zu wollen.

Schon der Afghanistan- wie der Irakkrieg der Bushfamily erwiesen sich als Desaster: erlogene Begründungen, Hunderttausende von zivilen Opfern, die Entfesselung von Bürgerkriegen, die Destabilisierung gesamter Weltregionen mit der Folge von Flüchtlingsbewegungen, die Millionen Muslime heimatlos machten. Die Mischpoke mischt den Nahen Osten auf und Deutschland und die EU zahlen die Zeche. Die Flüchtlingslager platzen aus allen Nähten. Juden werden systematisch gegen Muslime, Muslime gegen Juden, Shiiten gegen Sunniten und zuletzt Sunniten gegen Christen, Alewiten, Kurden und Jesiden aufgebracht.

Den ganzen modernen Terror, die depressive Grundstimmung in der Bevölkerung der westlichen Hegemonialstaaten und die zunehmenden Wutaufstände in der hungernden, sogenannten "Dritten Welt", all das verdankt die Menschheit – insbesondere nach der genialen Einstein-/ Szilard- /Oppenheimer`schen Erfindung der Atombombe - den „Masters of the Universe“.

Die reichen Atomkraftwerksbesitzer und Atomwaffenerpresser de Luxe mit ihren kosmopolitischen Finanzsbirren konnten mittels ihres nuklearen "Big Stick" und via grenzenloser, allumfassend verdeckter CIA/NSA - Computer-Internetüberwachung nach 1945 ihrem hemmungslosen Geld- und Machtstreben trotz Kaltem Krieg so lustvoll wie pervers nachgehen, ein trauriges Beispiel unter vielen: Izak Strauss-Kahn. Die von der dominierenden angelsächsischen Hollywoodfilmindustrie global verbreiteten US-amerikanischen "Glücksvorstellungen": "Raffen", "Fressen", "Saufen", "Vögeln" und "Koksen" haben nach dem Zweiten Weltkrieg in wenigen Jahrzehnten die überkommenen Wertvorstellungen des christlichen Abendlands verdrängt. Die uns von den US-ProIl-Medien gnadenlos aufgezwungene "Political Correctness" tat ihr übriges, um Deutschland, ehemals ein Land der Dichter und Denker, in eine nahezu flächendeckend kritik- und hirnlose Konsumgesellschaft zu verwandeln.


Dem Fass die Krone mitten ins Gesicht geschlagen hat im Nahen Osten die aparte Umsetzung einer rassistischen „Judenstaat - Gründeridee", wo Palästinenser "Untermenschen" sind, was in einer Welt ohne die jüdische Atombombe niemals realisierbar gewesen wäre.


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* Arroganz der Angelsachsen

Am 30. Juli 1907 unterstützte Balfour im Londoner Unterhaus die Gewährung einer Ruhestandsprämie von 50.000 Pfund für Evelyn Baring, Lord Cromer, seit 1882 Statthalter Englands in Ägypten, für dessen Leistungen. Cromer hatte u.a. in Ägypten den nationalistischen Aufstand von Oberst Arabi niedergeschlagen.

Wie abschätzig die englischen Kolonialherren die Orientalen betrachteten ergibt sich aus dem Erfahrungsbericht von Lord Cromer, den dieser im 34. Kapitel des zweibändigen Werks ("Modern Egypt") so auf den Punkt bringt:

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Zitat nach E. W. Said, "Orientalismus", Erstauflage 1978, Neuauflage 2009, S. 51, S. Fischer-Verlag, Frankfurt/Main.

Der US-amerikanische Begriff "asymmetrische" Kriege (zur "Terrorbekämpfung") könnte in diesem Cromer - Text seinen Ursprung haben, denn die reichen Amis haben nach dem WK II nicht nur das Kolonialreich der bankrotten Briten sondern auch deren bigotte Denke übernommen. Eher legt ein Hund einen Wurstvorrat an, als dass ein Banker der Londoner oder New Yorker City an so etwas wie Soziale Gerechtigkeit denken würde. Schließlich haben "herausragende" angelsächsische Philosophen wie Locke und Hume mit ihrem "Empirismus" die Sklaverei gerechtfertigt, die England und die USA reich gemacht hat.

Der "Terrorist" der Reichen ist der "Freiheitskämpfer" der Armen. Reiche Kapitalisten erpressen die Welt diskret mit ihren Atombomben, indem sie via WTO den Armen ihre Handelsbedingungen diktieren (und via TTIP/TISA/CETA den blöden Europäern) . Arme kapern Flugzeuge (9/11) oder nutzen für ihre Aufstände das was sie haben, Schrotflinten, Kalaschnikows, Sprengfallen (IED) und Autobomben.

Als pragmatische Techniker der Macht glauben Engländer wie Amerikaner bis heute über "den Islam" und "die Araber" alles zu wissen. Fakt ist, dass es noch einiges im Islam und in der arabischen Welt gibt, was berechnende Angelsachsen nie begreifen werden.

Montag, 22. September 2014

Ebola in Westafrika: das Versagen westlicher Regierungen und die monatelange Verharmlosung durch die Medien

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Exponentielle Zunahme der Fallzahlen bei den Ebola - Todesopfern. Die Zahl der Erkrankten ist jeweils mehr als doppelt so hoch und stellt nur die Spitze des Eisbergs dar. Laut der MSF-Vorsitzenden F r a u Liu von den in Westafrika besonders engagiert arbeitenden "Ärzten ohne Grenzen" (Médecins Sans Frontières) sind nur ca. 20 Prozent der erkrankten Fälle bekannt. Oft verstecken die Angehörigen ihre kranken Verwandten in Panik und Angst. (Grafik Scusi! Datenquelle: WHO, Roadmap, 16.09.2014)


Monatelang haben unsere Medien nur wenig und wenn, dann meist verharmlosend über den Ausbruch der Ebola-Seuche in Westafrika im März dieses Jahres berichtet. Krisen, Massaker und Kriege direkt vor unserer Haustür, der blutige Putsch in der Ukraine, das Gazamassaker, der Vormarsch des "Islamischen Staats" im Nahen Osten etc. hatten eindeutig Vorrang.

Wenn überhaupt etwas über die Ebola-Seuche in Westafrika berichtet wurde, dann überwiegend in beruhigend wirkenden, professionell abgeklärten, klinisch sauberen TV-Reportagen. Die erweckten den Eindruck, als habe der "Westen" die gesundheitlichen wie die sanitären Zustände in Westafrika, insbesondere in seiner früheren US-Vorzeigekolonie LIBERIA durch den Einsatz von NGO`s wie "Ärzte ohne Grenzen" einigermaßen im Griff. Man sah im TV meist ordentlich hergerichtete Hilfslazarette mit Sanitätspersonal in korrekter Schutzkleidung und verängstigte Patienten, so wie hier noch vor ein paar Wochen in dieser jede Panikmache vermeidenden "Reportage" des Bayerischen Rundfunks im Mittagsmagazin:




BY-Beitrag des ARD-Mittagsmagazins; "Ebola-Virus breitet sich weiter aus". Eine "beruhigende" Reportage im ö.r. TV, die mit der Wirklichkeit vor Ort zum Zeitpunkt der Ausstrahlung nur mehr wenig gemein hatte - veröffentlicht am 28.07.2014. Erst später erfuhr man, dass die Helfer wegen gravierenden Personalmangels teils in 12-Stunden - Schichten arbeiten. Bei der vorherrschenden Hitze ist jeder, der unter Vollschutz arbeitet, nach einer Stunde komplett durchgeschwitzt und durchnässt und müsste wegen der damit steigenden Ansteckungsgefahr dann sogleich ausgewechselt werden.



Vor dem Sommerurlaub glaubten unsere westlichen Regierungen wie auch die WHO, mit ein paar Millionen Dollar Stütze an die betroffenen Länder, hauptsächlich Guinea, Liberia und Sierra Leone, sei `s getan. Obama hatte Liberia im ersten Anlauf die Lieferung eines einzigen, viel zu kleinen Feldhospitals mit 25 Betten zugesagt, Wert: 22 Millionen Dollar. Als das im mit den USA eng "befreundeten" Monrovia bekannt wurde, war die Enttäuschung groß. Ganze Kliniken hatten in der dicht besiedelten Hauptstadt von Liberia da schon dicht gemacht, weil sich das Sanitätspersonal an Ebolakranken angesteckt hatte. Das hochansteckende, meist tödliche Ebola-Virus kann schon durch den Kontakt mit der Körperflüssigkeit von Kranken, durch bloße Berührung Infizierter übertragen werden. Viele Ärzte und Pfleger sind in Westafrika, wo der besonders tödliche "Zaire" - Erregerstamm des Virus nachgewiesen wurde, schon am hämorragischen Ebola-Fieber gestorben. Neun von Zehn Ebola-Kranken, die mit dem "Zaire-Strang" infiziert sind, überleben nicht, während bei anderen Ebola - Erregerstämmen die Sterblichkeit bei 50 Prozent liegen soll.


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Ebola-Kranke mit ihrem Kind auf der Straße, Liberia



Gebraucht wurden in Liberia Anfang September Hilfslazarette mit einer Kapazität von mindestens 400 Betten und vor allem das dazugehörige medizinische Personal (Pany, Telepolis). Dr. Tim Flanigan, ein in der Seuchenbekämpfung in der Dritten Welt erfahrener katholischer Dekan der Brown Universität, der seit dem 1. September in Monrovia war, beklagte sich in seinem Blog bitterlich über die mickrig geplante, zu späte und unzureichende Unterstützung aus den USA.

Daraufhin, und vor allem angesichts der Tatsache, dass zwischenzeitlich allein Kuba 50 Ärzte und 100 Sanitäter nach Westafrika entsandt und China als Startmaßnahme schon eine Fracht-Boeing 747 mit Sanitätsmaterial in die drei afrikanischen Länder geschickt hatte, verbesserte die US-Regierung nochmals ihr Hilfsangebot. Nun sollen 3000 US-Soldaten mit 17 Hilfslazaretten zu je 100 Betten kommen. Die UNO ernannte den weltweit als Lobbyisten für angereicherte Kindernahrung bekannten Engländer Dr. Navarro als ihren speziellen Koordinator für alle UN-Hilfsprogramme. Die EU schickte am 18./19. September 2014 eilends einen gewissen Dr. Cornaro als ihren mit einer 140 Millionen € - Stütze beschwerten Emissär, das Geld soll via WHO hauptsächlich Liberia zufließen. Nicht nur vor Ort, auch unterwegs gibt es viele Möglichkeiten Hilfsgelder zu unterschlagen und für eigene Zwecke abzuzweigen (Front Page Africa: " US-$ 5 Million Mystery, what really happened to ebola money"). Wetten, dass es die üblichen Verdächtigen in EU-Brüssel und deren korrupte ProIl-Betbrüder in den Teppichetagen von UNICEF, UNMEER, WHO usw. wieder mal schaffen, einen Großteil der Ebola-Hilfsgelder mit den bekannten Buchhaltungstricks in ihre eigenen privaten Taschen zu bugsieren?

Wieviel Ebola-Hilfsgelder werden wohl offiziell aus Europa, den USA und Israel nach Guinea, Liberia und Sierra Leone fließen und wieviel Geld wird tatsächlich bei den Bedürftigen vor Ort ankommen?

Deutschland will zusammen mit Frankreich eine Luftbrücke in den Senegal aufbauen (die Bundeswehr ist ja schon im heillosen Bürgerkrieg gegen islamistische Touareg im Nachbarland Mali wie im wilden Kurdistan mit Ausbildern engagiert), will Sanitätsmaterial, Geld und freiwillige Sanis von der Bundeswehr schicken. Woher das qualifizierte Sanitätspersonal kommen soll ist unbekannt. Nach den Stellenstreichungen im Sanitätswesen der Bundeswehr fehlen dort 300 bis 500 Ärzte und entsprechend mehr einfache Sanitäter. Der frühere Wehrbeauftragte Reinhold Robbe wollte 2010 sogar einen Fehlbestand von 600 Ärzten ausgemacht haben. Reuters meldete seinerzeit: "Er (Robbe) habe fünf Jahre lang wiederholt die Mängel im Sanitätswesen angesprochen. "Wenn sich da nichts tut, dann muss man sich die Frage stellen, ob hier die richtigen Leute die richtigen Aufgaben haben." Dem für das Sanitätswesen verantwortlichen Inspekteur warf Robbe "klares Versagen" vor. Die Kündigung von 130 Sanitätsärzten, die Schließung oder Zusammenlegung von Krankenhausabteilungen, die zunehmende Belastung von Ärzten und Sanitätern seien Indizien dafür, dass die Sanitätsführung das Problem viel zu spät aufgegriffen habe, heißt es im Wehrbericht."

Offenbar hat es in der Bundeswehr eine wunderbare Sanitätervermehrung gegeben. Denn innerhalb von drei Tagen sollen sich schon 2000 Freiwillige für den Ebola-Sanitätseinsatz in Westafrika gemeldet haben. Wollen die alle nur noch weg, wegen der beklagenswerten Zustände in der Bundeswehr? In Afrika muss vor allem das BW-Material mitspielen. Das ist allerdings in meist schrottreifem, traurigem Zustand, wie müde Boxer-Panzer, kaputte Seaking-Hubschrauber, flügellahme Transall-Transporter und wegen Wartung meist am Boden klebende Eurofighter beweisen. Die vielen Pannen bei der Irak-Mission sind ein Indiz dafür, dass die fotogene F r a u Ministerin, die wollte, "dass Deutschland militärisch mehr Verantwortung in der Welt übernimmt", ihren Laden immer noch nicht im Griff hat und wohl auch nicht mehr in den Griff kriegt. Wie auch, für die Leyenspielerin ist das brutale Profi-Kill-Geschäft einfach eine Nummer zu groß. Lange wird die Truppe das unrühmliche Schauspiel nicht mehr mitmachen ("bundeswehr-panne-bei-von-der-leyens-ebola-mission", SPON).


Immerhin, Verteidigungsministerin F r a u von der Leyen, selbst Ärztin, ist aufgewacht. Hoffentlich kommt für Westafrika bald die Hilfe, die jetzt und nicht erst in sechs Wochen benötigt wird. Jeder Tag zählt. Wenn nicht umgehend umfassende Maßnahmen vor Ort zur Eindämmung der Seuche durchgeführt werden, könnte die Zahl der Ebola-Fälle auf bis zu 1,4 Millionen in 2015 hochschnellen, wie die neueste CDC-Studie (Al Jazeera) befürchtet.

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Ausbreitung der Ebola Epidemie bis zum 14.04.2014, Quelle: ZEIT - Online


Als die letzten Deutschen samt ihrer Regierung Anfang September aus dem Sommerurlaub zurückkamen, hatte sich der Ton in der Ebola-Berichterstattung plötzlich dramatisch zugespitzt. Die Fallzahlen bei den Ebola-Erkrankten und Verstorbenen hatten exponentiell zugenommen:


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Ausbreitung der Ebola Epidemie bis zum 06.09.2014, Quelle: ZEIT - Online. In einem Brief an die Bundeskanzlerin F r a u Merkel vom 17.09.2014 hat sich der Vorstand von "Ärzte ohne Grenzen", Sektion Deutschland, e r n e u t bitter über das Ausbleiben hinreichender staatlicher Unterstützung beklagt.


Man fragt sich, was das bundesdeutsche Entwicklungshilfeministerium in vier Jahrzehnten seit dem erstmaligen Auftreten von "Ebola" in den siebziger Jahren im Kongo, dem "Herz der Finsternis" eigentlich getan hat. Wohin sind all die Entwicklungshilfe-Milliarden versickert? In die Taschen der korrupten afrikanischen Oberschicht, mit Kick Back nach Paris, London und New York.

Kundige Thebaner erinnern sich an den Bonner Aufruf vom September 2008. Damals wurde von kritischen Experten eine Neuorientierung der Entwicklungshilfe in Richtung Nachhaltigkeit und Selbstverwaltung gefordert, Auszug:


"Wir fordern:

- eine klare Durchsetzung der Verantwortlichkeiten.

- die Neuorientierung der Zusammenarbeit: wo immer möglich, weg von staatlichen Partnern und hin zu gesellschaftlichen Gruppen, die sich selbst organisieren und verwalten.

- die Entscheidungsbefugnis über bilaterale Entwicklungszusammenarbeit auf die deutschen Botschaften zu übertragen, die personell entsprechend ausgestattet werden.

- unsere Hilfe auf das zu konzentrieren, was sich als besonders förderungswürdig erwiesen hat: Grund- und Berufsbildung, Kleinkredite und die arbeitsintensive und beschäftigungswirksame Durchführung von Infrastrukturmaßnahmen.

Wenn wir in einem weiteren halben Jahrhundert nicht vor einer ähnlichen Situation wie heute stehen wollen, muss der Kurs der Entwicklungshilfe radikal geändert werden."



Geschehen ist daraufhin in Deutschland natürlich so gut wie nichts. Am Elend in der Dritten Welt hat sich - abgesehen von Schwellenländern wie China oder Brasilien - auch nichts getan. Stattdessen gibt es auf unserer vom egomanen US-Kapital beherrschten Welt mehr Milliardäre als je zuvor.


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Slum in Sierra Leone. Aus der Nähe fotografiert wurde für die Liberation-Leser hier nur die sauberste Stelle am Ort, der Waschplatz. Nahaufnahmen vom Slum-Dreck und den erbärmlich unhygienisch zusammengedrängten Hütten könnten die "zivilisierten" französischen LeserInnen abschrecken.


Amerikaner, Engländer, Holländer, Spanier, Portugiesen und Franzosen stehen wegen ihres schwunghaften Sklavenhandels als frühere "Kolonialmächte" ohnehin in Afrika zuallererst in der Verantwortung. Seit dreihundert Jahren wird der schwarze Kontinent vom "Westen" nur ausgeplündert, führen die wenigen Verkehrswege und Eisenbahnen oft nur von den Gold-, Uran- und Diamantenminen zu den "Export-Häfen" an der Küste. Eine korrupte Oberschicht arbeitet mit den üblichen Verdächtigen, den "Kosmopoliten" von den IFIS eng zusammen und sahnt alles ab.

Von den im Jahr 2000 aufgestellten Millenniumszielen der UNO, die bis 2015 erreicht sein sollten, wurde praktisch bisher keines erfüllt. Aber es sind ja noch drei Monate Zeit:


I.) Bekämpfung von extremer Armut und Hunger

Zwischen 1990 und 2015 den Anteil der Menschen halbieren, die weniger als den Gegenwert von eineinhalb US-Dollar pro Tag zum Leben haben.
Zwischen 1990 und 2015 den Anteil der Menschen halbieren, die Hunger leiden.
Vollbeschäftigung in ehrbarer Arbeit für alle erreichen, auch für Frauen und Jugendliche.


II.) Primärschulbildung für alle

Bis zum Jahr 2015 sicherstellen, dass Kinder in der ganzen Welt, Mädchen wie Jungen, eine Primärschulbildung vollständig abschließen.


III.) Gleichstellung der Geschlechter / Stärkung der Rolle der F r a u e n


Das Geschlechtergefälle in der Primar- und Sekundarschulbildung beseitigen, möglichst bis 2005 und auf allen Bildungsebenen bis spätestens 2015.


IV.) Senkung der Kindersterblichkeit

Zwischen 1991 und 2015 Senkung der Kindersterblichkeit von unter Fünfjährigen um zwei Drittel (von 10,6 Prozent auf 3,5 Prozent).


V.) Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Mütter

Zwischen 1990 und 2015 Senkung der Sterblichkeitsrate von Müttern um drei Viertel.
Bis 2015 allgemeinen Zugang zu reproduktiver Gesundheit erreichen.


VI.) Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und anderen schweren Krankheiten

Bis 2015 die Ausbreitung von HIV/AIDS zum Stillstand bringen und eine Trendumkehr bewirken.
Bis 2010 weltweiten Zugang zu medizinischer Versorgung für alle HIV/AIDS-Infizierten erreichen, die diese benötigen.
Bis 2015 die Ausbreitung von Malaria und anderen schweren Krankheiten zum Stillstand bringen und eine Trendumkehr bewirken.


VII.) Schutz des Klimas, Ökologische Nachhaltigkeit

Die Grundsätze der nachhaltigen Entwicklung in der Politik und den Programmen der einzelnen Staaten verankern und die Vernichtung von Umweltressourcen eindämmen.
Den Verlust der Biodiversität verringern, bis 2010 eine signifikante Drosselung der Verlustrate erreichen.
Bis 2015 Halbierung des Anteils der Menschen ohne dauerhaft gesicherten Zugang zu hygienisch einwandfreiem Trinkwasser (von 65 Prozent auf 32 Prozent).
Bis 2020 eine deutliche Verbesserung der Lebensbedingungen von mindestens 100 Millionen Slumbewohnern und -bewohnerinnen bewirken.


VIII.) Aufbau einer globalen Partnerschaft für Entwicklung


Weitere Fortschritte bei der Entwicklung eines offenen, regelgestützten, berechenbaren und nicht diskriminierenden Handels- und Finanzsystems. Dies umfasst die Verpflichtung zu verantwortungsbewusster Regierungsführung, zu Entwicklung und zur Senkung der Armut - sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene.
Berücksichtigung der besonderen Bedürfnisse der am wenigsten entwickelten Länder. Das beinhaltet den Abbau von Handelshemmnissen, Schuldenerleichterung und -erlass, besondere finanzielle Unterstützung der aktiv um Armutsminderung bemühten Länder.
Den besonderen Bedürfnissen der Binnen- und kleinen Insel-Entwicklungsländern Rechnung tragen.
Umfassende Anstrengungen auf nationaler und internationaler Ebene zur Lösung der Schuldenprobleme der Entwicklungsländer.
In Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern Strategien zur Schaffung menschenwürdiger und sinnvoller Arbeitsplätze für junge Menschen erarbeiten und umsetzen.
In Zusammenarbeit mit den Pharmaunternehmen Zugang zu unentbehrlichen Arzneimitteln zu erschwinglichen Preisen in Entwicklungsländern gewährleisten.
In Zusammenarbeit mit dem privaten Sektor dafür sorgen, dass die Vorteile neuer Technologien, insbesondere von Informations- und Kommunikationstechnologien, von Entwicklungsländern genutzt werden können.

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------------ Wo bleiben die von den Pharmaunternehmen versprochenen erschwinglichen Medikamente gegen HIV/ Aids oder Ebola? ------------------


Die Ebola-Seuche ist inzwischen außer Kontrolle geraten (FAZ). Liberia`s schwache Präsidentin F r a u Ellen Johnson-Sirleaf, vor Tische noch gefeierte "Friedensnobelpreisträgerin", ist von Putschgerüchten, vom Regime Change bedroht. Hochgehende Wellen von Korruption und Mißwirtschaft, in die auch F r a u Adelaide Gardner verstrickt ist, eine enge Vertraute von F r a u Sirleaf, haben gerade erst den Kopf der Beschaffungs- und Lizenzbehörde (Public Procurement and Concessions Commission, PPCC), F r a u Peggy Varfley Meres in Monrovia gekostet.

In kritischen deutschen TV-Magazinen sieht man erstmals realistische Bilder von Ebolakranken, die im Schlamm vor den wegen Überfüllung verrammelten, trostlos vergammelten Buschkliniken krepieren. Daneben verlassene "Taxen" mit sterbenden oder toten Menschen, deren Fahrer offenbar sofort nach der Anlieferung geflohen waren, die Fahrzeugtüren standen noch sperrangelweit offen. Selbst die New York Times berichtet jetzt was wirklich in Liberia abgeht:




Ebola Virus Outbreak 2014: Dying at the Hospital Door (Sterben vor der Hospitaltür) (Quelle: The New York Times, 11.09.2014)


Sogar der UN-Sicherheitsrat (Resolution 2177) hat sich inzwischen mit der Ebola - Epidemie befasst und in seiner UN-Resolution 2176, (deutsch) ausdrücklich festgestellt, "dass die Situation in Liberia nach wie vor eine Bedrohung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit in der Region darstellt".

Wenn sich der normalerweise mit militärischen Konflikten herumschlagende UN-Sicherheitsrat plötzlich mit "Gesundheitsproblemen" wie der Ebola-Seuche befasst wird jeder "Verschwörungstheoretiker" hellhörig.

Das Hamburger Abendblatt hat denn auch den Chemie- und Biowaffenexperten der Fraktion Die Linke im Bundestag, Jan van Aken, zum Thema "Ebola" als potentieller Biowaffe befragt. Der gab eine eingeschränkte Entwarnung: "Ebola eignet sich zwar nicht als Biowaffe für Terroristen. Aber theoretisch könnten Einzeltäter damit eine Massenpanik auslösen," meinte er und erinnerte in diesem Zusammenhang an die weltweite Milzbrand-Panik im Jahr 2001/2002, als jede Portion Backpulver, die zum Beispiel in Paketen verschickt wurde, neue Ängste geschürt hatte. Eine Woche nach 09/11 hatte jemand Milzbrand-Pulver an Senatoren und Zeitungsverlage verschickt. Mindestens zwei Postangestellte starben. Just in Time vor der Abstimmung über den "Patriot Act" sollte wohl Stimmung im US-Senat für das "Antiterrorgesetz" gemacht werden. Das "US-Ermächtigungsgesetz" wurde prompt mit überwältigender Mehrheit durchgewunken.

Nicht nur, dass in den USA heute noch jeder Briefempfänger seine Post mit spitzen Fingern öffnet. Es ist auch bekannt geworden, dass der verdächtige Täter, ein Oberstleutnant Phillip Zack der US-Army aus dem US-Biowaffenlabor in Fort Detrick seinerzeit neben dem Anthrax vermutlich auch einige Ebola-Proben hatte mitgehen lassen. Ob die hinreichend gefriergetrocknet und fachgerecht konserviert waren, dass sie nach zwanzig Jahren noch wirken? Niemand weiss es. Egal, am geheimen Nachschub dürfte es in den undurchsichtigen Biowaffenlabors von Nes Ziona und Fort Detrick der absolut skrupellosen Machthabermilliardäre in Israel und den USA nie gemangelt haben.

Ebola brach in Liberia, einem Staat, der aus naheliegenden Gründen Obama sehr am Herzen liegen muss, im März 2014 aus. Die Inkubationszeit liegt beim Ebola-Virus, bei dem es fünf bekannte Erregerstämme gibt, zwischen 2 und 21 Tagen. Wie ausgerechnet der "Zaire" - Erregerstamm vom Kongo nach Westafrika gelangt sein soll bleibt unklar. Inzwischen ist Ebola auch wieder im Kongo ausgebrochen. Die jämmerlich agierende WHO, die bisher in Sachen Ebola rundum versagt hat, geht jetzt davon aus, dass sich die Ebola-Epidemie in Westafrika zunächst monatelang unerkannt und später weiterhin unkontrolliert ausgebreitet hat (?) (Die Presse). Der "Fall Null sei ein zweijähriger Bub, der im Dezember 2013 in einem Dorf in Guinea nahe der Grenzen von Sierra Leone und Liberia erkrankte und nach zwei Tagen starb".

Die SZ berichtet zum neuerlichen Ausbruch im Kongo: "Die Demokratische Republik Kongo bestätigt ebenfalls Ebola-Fälle. Damit ist das Virus nun schon in fünf afrikanischen Staaten aufgetreten. Eine Einschleppung des Virus aus Westafrika in den zentralafrikanischen Kongo halten Experten jedoch für unwahrscheinlich. Die Fälle in Zentralafrika könnten auf einen zweiten Strang des Virus zurückgehen."

Wenn Experten laut SZ ein Einschleppen des Virus aus Westafrika in den zentralafrikanischen Kongo für unwahrscheinlich halten, dann dürfte der umgekehrte Transportweg genauso unwahrscheinlich sein. Das Regionalbüro der WHO für Afrika in Brazzaville/Kongo, wo Ebola seit Jahrzehnten Thema sein müsste, sollte hierzu eigentlich detailliert Auskunft geben können. Die schwache und leicht lenkbare WHO-Generaldirektorin F r a u Margret Chan, die noch am 23.09.14 von einem Anstieg der Fallzahlen auf nur 20.000 Ebola - Erkrankte in Mitte 2015 ausging, lässt offenkundig im nachhinein Märchen verbreiten, um von ihrem Versagen abzulenken (Handelsblatt: "WHO raeumt Stümpereien bei der Virusbekaempfung ein").

Es bleibt dabei. Der Ausbruch des "Zaire" - Ebola-Virus in Guinea/Liberia wurde im März 2014, etwa ein bis zwei Wochen n a c h dem den Weltfrieden ernstlich bedrohenden, p r o a m e r i k a n i s c h e n CIA-Putsch in Kiew vom 21. Februar 2014 verzeichnet, auf dem Höhepunkt der Krim-Krise. Das war nach dem Zeitpunkt, zu dem Obama erstmals klargemacht hatte, dass er wegen der Krim und der Ostukraine keinen Krieg mit Russland führen wollte. Das könnte im Militärisch-Industriellen Komplex der USA* und vor allem im Pentagon, der vorgesetzten Stelle von Fort Detrick, wegen der entgangenen und entgehenden Rüstungsgeschäfte große Wut ausgelöst haben ("NATO is desperate for war", asiatimes). Ist in Washington/Fort Detrick einer der üblichen Verdächtigen ausgerastet? Ein gewisser Tony Cartalucci hat sich dazu schon am 15.04.2014 in einer verfemten, weil rechtslastigen Internet-Publikation so seine Gedanken gemacht.

Hony soit qui mal y pense.

West-point

Der auf einer Landzunge am Meer gelegene Slum "West Point" in Monrovia nach einem Sturm. In den nach Fäkalien und Pisse stinkenden, verfallenen Wellblechhütten drängen sich seit Jahrzehnten 75.000 Menschen auf engstem Raum. Luxus-Kreuzfahrtschiffe mit westl. Wohlhabenden gehen in dieser Bucht nicht vor Anker. Der CIA benutzte die liberianische Hauptstadt Monrovia für Jahrzehnte als Dreh- und Angelpunkt für seine afrikanischen Aktivitäten. Das US-Hauptquartier für Afrika ist inzwischen in das angenehmere, weniger stinkende Stuttgart im von den USA noch immer digital besetzten Deutschland umgezogen.


Scusi! glaubt noch an das Gute im Menschen und dass niemand - noch nicht mal Hillary Clinton oder John Brennan - so ein Schwein sein kann, in dem von 14 Jahren Bürgerkrieg zerrütteten, total verarmten Liberia vorsätzlich Ebola-Viren in Umlauf zu bringen. In Ghetto - Gegenden wie dem Monrovia-Slum "West Point" (nicht zu verwechseln mit der US-Militärakademie gleichen Namens), wo es für zigtausende in elenden Wellblechhütten zusammengeferchte Hungernde ohne Wasser-, Strom- und Abwasserleitungen nur vier öffentliche, aber kostenpflichtige Scheißhäuser gibt. Wo deshalb fast jeder - wie nahezu überall in Afrika - nachts hinter den nächsten Busch kackt.

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Scusi-Nachbemerkung vom 17.10.2014


In nur vier Wochen seit dem 16.09.2014 (2.461 Tote) hat sich die Zahl der Ebolatoten fast verdoppelt. Sie liegt jetzt über 4.500.

SPON verbreitet zur Beruhigung der Bevölkerung im Holger Dambeck - Artikel "Faktencheck: Stammt das Ebolavirus aus einem Geheimlabor?" eine kühne, höchst unvorsichtige Behauptung:

"Allein über die L u f t ist eine Übertragung nach derzeitigem Wissensstand unmöglich - anders als etwa bei Influenzaviren."

Die Aussage ist als Momentaufnahme vielleicht richtig, angesichts des laufenden Entwicklungsprozesses - Viren mutieren und verändern sich fortlaufend - aber propagandistischer, verantwortungsloser Verharmlosungs-Quatsch. Der Kampf gegen die Ebola-Seuche ist ein Rennen gegen die Zeit. Früher oder später könnte der Ebola-Virus so mutieren, dass auch eine Übertragung über die Luft möglich wird. Eine explosionsartige Ausbreitung auch in den USA und Europa ist dann denkbar, auch wenn das zur Zeit wenig wahrscheinlich erscheint (Deutsche Welle, 10.09.2014, "Das Ebola-Virus mutiert - mit unbekannten Folgen").

Philip Leymairie spricht diesen katastrophalen Albtraum z.B. in seinem Beitrag "Ebola-une-affaire-de-securite-nationale" für das Blog von Le Monde Diplomatique am 10.10.2014 offen an:

"Dernière évolution en vue : le virus pourrait subir une mutation et devenir contagieux par la voie des airs si l’épidémie n’est pas maîtrisée assez rapidement (dt.: der Virus könnte mutieren und sich über die Luft verbreiten, wenn man die Epidemie nicht schnell genug in den Griff bekommt..."), met en garde Anthony Banbury, le chef de l’UNMEER, en tournée ces derniers jours dans les pays les plus touchés, comme le relate le quotidien The Telegraph [6] : «  C’est un scénario cauchemardesque et peu probable, mais qui ne peut pas être exclu ». Pour ce responsable de l’ONU, les travailleurs humanitaires « se battent contre la montre pour parvenir à un stade de contrôle de l’épidémie, dans le cas d’une mutation où elle deviendrait alors encore plus difficile à traiter ».

Statt der erhofften Milliarde hat die WHO bisher nur 100.000 Dollar, ein Spende Kolumbiens, zur administrativ-operationellen Bekämpfung der Ebola - Pest eingesammelt. Angesichts des globalen Versagens der inkompetenten und lahmen "Gesundheitsbehörden" hat der Virus damit eine gute Chance, den Wettlauf gegen die Zeit zu gewinnen und entsprechend zu mutieren. Dann gute Nacht!

Die Presse meldet: In ganz Deutschland können zur Zeit nur 10 (in Worten: zehn) Ebolapatienten gleichzeitig behandelt werden (SZ).

Was macht eigentlich unsere Bundeskanzlerin, Frau Merkel?

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* Eisenhower`s Warnung

Eine eindringliche Warnung vor dem Militärisch-Industriellen-Komplex sprach der damalige US-Präsident Eisenhower während seiner Abschiedsrede vom 17. Januar 1961 aus:

"we must guard against the acquisition of unwarranted influence, whether sought or unsought, by the military–industrial complex."

He elaborated, "we recognize the imperative need for this development ... the potential for the disastrous rise of misplaced power exists and will persist ... Only an alert and knowledgeable citizenry can compel the proper meshing of the huge industrial and military machinery of defense with our peaceful methods and goals, so that security and liberty may prosper together."

January 17, 1961, Eisenhower, final televised Address to the Nation from the Oval Office


Als Präsident warnte Eisenhower wiederholt eindringlich vor den Gefahren, die ein einflussreicher militärisch-industrieller Komplex für die USA in Zukunft mit sich bringen würde. So sagte er in seiner Rede „Chance for Peace“ am 16. April 1953:

„Jede Kanone, die gebaut wird, jedes Kriegsschiff, das vom Stapel gelassen wird, jede abgefeuerte Rakete bedeutet letztlich einen Diebstahl an denen, die hungern und nichts zu essen bekommen, an denen, die frieren und keine Kleidung haben. Eine Welt unter Waffen verpulvert nicht nur Geld allein. Sie verpulvert auch den Schweiß ihrer Arbeiter, den Geist ihrer Wissenschaftler und die Hoffnung ihrer Kinder.“

Sonntag, 14. September 2014

Obama: "Krieg gegen den Islamischen Staat"; Franziskus: "Krieg ist Wahnsinn"

rhbl


"Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln"
Carl von Clausewitz, "Vom Kriege"

"Wenn ein Haus brennt, so muß man vor allen Dingen die rechte Wand des zur Linken stehenden Hauses und hingegen die linke Wand des zur Rechten stehenden Hauses zu decken suchen..."
G. Chr. Lichtenberg






Die USA sprechen erstmals wieder von Krieg. Die US-Regierung hat den Ton verschärft und nennt den Kampf gegen die jahrelang vom "Westen" gepuschten "nützlichen Idioten", die blutrünstigen ISIS/ISIL-Terroristen* vom "Islamischen Staat" (IS) in Syrien und im Irak nun erstmals ausdrücklich Krieg.

Syrien verwahrt sich gegen jede Art von Verletzung seiner staatlichen Souveränität. Der schiitische Iran, der mit einer funktionierenden Kampfbrigade von 1000 Mann schon die eine oder andere Stadt im Nordirak von der Belagerung durch den IS befreit hat, bleibt offiziell unbeteiligt. Wann bombardiert Obama die Schulungs- und Erholungsheime der ISIS/ISIL in der Türkei?


Krieg-gg-IS

26 "willige" Länder helfen den USA unterschiedlich in deren Krieg gegen den "Islamischen Staat". Laut dieser Übersicht im Le Figaro unterstützt Deutschland die USA auch militärisch (Waffenlieferungen an die kurdischen Peschmerga und deren Einweisung durch 40 Fallschirmjäger). Damit ist im Irak die Schwelle zum "Kriegseinsatz" (Die Linke, Riexinger) Deutschlands überschritten, den der Bundestag förmlich beschließen und erlauben muss.


Deutschland liefert bald auch Aufklärungsdrohnen an die OSZE in der Ukraine. Frau Merkel und Herr Gauck begeben sich mit ihrer von den Amis via SWP/German Marshall Fund losgetretenen Militarisierung der deutschen Außenpolitik in vorauseilendem Gehorsam auf eine gefährlich schiefe Ebene, von der es für die armen US-Sbirren bald kein Zurück mehr geben könnte. Gerade vom Bundespräsidenten erwarten wir mehr Zurückhaltung.

Den Begriff "Krieg" hatte Obama zuletzt vermieden und stattdessen von "Aktionen zur Terrorabwehr" gesprochen. Der Sprecher von Präsident Barack Obama, Joshua Earnest, sagte nun jedoch, die USA befänden sich in einem Krieg mit IS, "in derselben Weise, wie wir uns in einem Krieg mit Al Kaida und deren Verbündeten rund um die Welt befinden" (Quelle: Tagesschau, 13.09.2014 15:22 Uhr).




Papst Franziskus hat vor dem "Wahnsinn des Krieges" gewarnt. Das Oberhaupt der Römisch Katholischen Kirche feierte auf dem Weltkriegsdenkmal Fogliano Redipuglia in Friaul, wo auf dem Soldatenfriedhof 100.000 Gefallene des Ersten Weltkriegs liegen, mit Bischöfen aus Italien und den ehemals habsburgischen Ländern eine Messe für die Opfer aller Kriege. (Quelle: Youtube, 13.09.2014).


Ist Obama wahnsinnig geworden oder liegt Franziskus richtig? Scusi!-Leser kennen die Antwort. Hier der Text der Papstpredigt bei der Gedenkfeier zum hundertsten Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs (Militärische Gedenkstätte Redipuglia, Samstag, 13. September 2014) in der offiziellen Übersetzung:


Die Predigt des Papstes:

"Nachdem ich die Schönheit der Landschaft dieser ganzen Gegend betrachtet habe, wo Männer und Frauen arbeiten und so ihre Familie voranbringen, wo die Kinder spielen und die Alten träumen…, kann ich nun hier an diesem Ort nur sagen: Der Krieg ist ein Wahnsinn.

Während Gott seine Schöpfung weiterführt und wir Menschen berufen sind, an seinem Werk mitzuarbeiten, schafft der Krieg Zerstörung. Er zerstört auch das Schönste, was Gott erschaffen hat: den Menschen. Der Krieg bringt alles in tiefste Verwirrung, auch die Bande unter Brüdern. Der Krieg ist wahnsinnig, sein Entwicklungsplan ist die Zerstörung: der Wille, sich zu entwickeln durch die Zerstörung!"...



vorhernachher

Im sogenannten "Gazakrieg" metzelte der "Judenstaat Israel" höchst einseitig Tausende von palästinensischen Muslimen im Gazastreifen ab (Le Monde). Wehrlose alte Leute, sunnitische Frauen und Kinder wurden massenhaft unter den Trümmern ihrer gleich reihenweise zerbombten Häuser erschlagen, zerfetzt oder verbrannt. Nackter Terror der Israel Occupation Force (IOF). Wer Kritik an dem verbrecherischen IOF-Treiben in den vom Judenstaat besetzten Gebieten Palästinas übt, wird in Deutschland pauschal als "Antisemit" verunglimpft, und muss sich als ein in seinem eigenen Land rechtloser Bürger bei den gekauften Berliner Demonstrationen der bekannt-betuchten Israel-Lobby auch noch von sogenannten "Spitzenpolitikern" wie auf Bestellung durch den Zentralrat der Juden e.V. in der "deutschen" ProIl-Presse wegen vermeintlichem "Judenhass" kollektiv verleumden und beleidigen lassen.


"H a b g i e r, Intoleranz, Machstreben – das sind Motive, welche die Kriegsentscheidung vorantreiben, und diese Motive werden häufig durch eine Ideologie gerechtfertigt; zuerst aber ist da die Leidenschaft, der verkehrte Antrieb. Die Ideologie ist eine Rechtfertigung, und wenn keine Ideologie vorhanden ist, dann gibt es die Antwort des Kain: „Was geht mich das an?“, »Bin ich der Hüter meines Bruders?« (Gen 4,9). Der Krieg schaut niemandem ins Gesicht: Alte, Kinder, Mütter, Väter… „Was geht mich das an?“

Über dem Eingang dieses Friedhofs schwebt das höhnische Motto des Krieges: „Was geht mich das an?“ Alle diese Menschen, deren Gebeine hier ruhen, hatten ihre Pläne, ihre Träume…, doch Ihr Leben ist zerschlagen worden. Die Menschheit hat gesagt: „Was geht mich das an?“

Auch heute, nach dem zweiten Scheitern eines weiteren Weltkriegs kann man vielleicht von einem d r i t t e n K r i e g reden, der „in Abschnitten“ ausgefochten wird, mit Verbrechen, Massakern, Zerstörungen…"
...


Huette-brennt-Ostukraine

Trotz Waffenstillstands schwelt der Ukraine-Brand immer noch nach einem US-amerikanisch orchestrierten (V. Nudelman, J. Brennan) Staatsstreich am 21./22. Februar 2014 auf dem $$-Maidan in Kiew. Weder mit ihrer von der CIA wohl als Klopapier verwendeten Vereinbarung vom 21. Februar 2014 noch mit der Genfer Erklärung vom 17. April 2014 konnten europäische Diplomaten die verdeckt agierenden US-/UK-/IL-Kriegstreiber stoppen. Die servilen europäischen "Spitzenpolitiker" eskalieren stattdessen mit ihren textlich aus den USA diktierten Sanktionen gegenüber Rußland die gefährliche Krise immer weiter.


"Um ehrlich zu sein, müsste auf den Titelseiten der Tageszeitungen die Schlagzeile stehen: „Was geht mich das an?“ Kain würde sagen: »Bin ich der Hüter meines Bruders?«

Diese Haltung ist genau das Gegenteil von dem, was Jesus im Evangelium von uns verlangt. Wir haben gehört, dass er im geringsten seiner Brüder gegenwärtig ist: Er, der König, der Weltenrichter, ist der Hungrige, der Durstige, der Fremde, der Kranke, der Gefangene… Wer sich um den Mitmenschen kümmert, geht ein in die Freude des Herrn; wer es aber nicht tut, wer mit seinen Unterlassungen sagt: „Was geht mich das an?“, der bleibt draußen.

Hier gibt es viele Opfer. Heute gedenken wir ihrer. Unter Tränen und voller Schmerz. Und von hier aus gedenken wir aller Opfer aller Kriege.
Auch heute gibt es viele Opfer… Wie ist das nur möglich? Es ist möglich, weil es auch heute hinter den Kulissen Interessen, geopolitische Pläne, Geldgier und Machthunger gibt, und es gibt die W a f f e n i n d u s t r i e, die anscheinend so wichtig ist!"...



nie-wieder

Über die Verbrechen der proamerikanischen Putschisten des Rüstungsoligarchen Poroschenko in der Ostukraine und über das ProIl - Massaker an den Palästinensern in Gaza schweigen sogenannte "westliche Spitzenpolitiker", die meist über wenig demokratische, verschlungene Pfade in ihr "Spitzenamt" gelangen. Hier fehlen nur noch Christine Lagarde (IWF)**, David Cameron (UK), Hillary Clinton (USA), Francois Hollande, Victoria Nudelman & NATO-General Breedlove, dann kann der Sack zugebunden werden. Der satirisch verkürzte Schnappschuss zeigt ein paar I s r a e l f a n s de L u x e bei ihrer merkwürdigen "Verfolgten" - Demo in Berlin am 14.09.2014.


"Und diese T e r r o r p l a n e r, diese Organisatoren der Konfrontation wie auch die W a f f e n h ä n d l e r haben in ihr Herz geschrieben: „Was geht mich das an?“

Den Weisen ist es eigen, ihre Fehler einzugestehen, sich über sie zu grämen, sie zu bereuen, um Verzeihung zu bitten und zu weinen.

Mit jenem „Was geht mich das an?“, das die G e s c h ä f t e m a c h e r des Krieges im Herzen haben, verdienen sie vielleicht viel, aber ihr verdorbenes Herz hat die Fähigkeit zu weinen verloren. Jenes „Was geht mich das an?“ verhindert das Weinen. Kain hat nicht geweint. Der Schatten Kains liegt heute über uns, hier auf diesem Friedhof. Hier ist er zu sehen. Er ist sichtbar in der Geschichte, die von 1914 bis in unsere Tage reicht. Und er ist sichtbar auch in unseren Tagen.

Mit dem Herzen eines Sohnes, eines Bruders, eines Vaters erbitte ich von euch allen und für uns alle die Umkehr des Herzens: von jenem „Was geht mich das an?“ überzugehen zum Weinen – um all die Gefallenen des „unnötigen Blutbads“, um alle Opfer des Kriegswahnsinns zu allen Zeiten. Die Menschheit hat es nötig zu weinen, und dies ist die Stunde der Tränen."



(rv 13.09.2014 mg) Der fettgedruckte Text der Predigt stammt von der Webseite des Internetauftritts von Radio Vatikan. Hervorhebungen von Scusi!


Betsy-Ross-Flag

Polen ist die rechte Wand des links neben der brennenden Ukraine stehenden Europäischen Hauses. Gelten F 15 und F 16 - Kampfbomber, die Obama hier nach Warschau mitgebracht hat, neuerdings als Löschflugzeuge?


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* Angeblicher US - "Krieg gegen den Terror": das Ghetto schlägt mit der Enthauptung westlicher Geiseln und der Veröffentlichung der Bilder im Internet auf seine Art zurück





Ausbreitung des Kalifats "Islamischer Staat". Achtung dieses Vicenews-YouTube-Video enthält grausame Bilder von geköpften Opfern des IS in Raqqa.


"Sind die Kriege gebildeter Völker viel weniger grausam und zerstörend als die der ungebildeten, so liegt das in dem gesellschaftlichen Zustande, sowohl der Staaten in sich als unter sich...

Finden wir also, dass gebildete Völker den Gefangenen nicht den Tod geben, Stadt und Land nicht zerstören, so ist es, weil sich die Intelligenz in ihre Kriegführung mehr mischt und ihnen wirksamere Mittel zur Anwendung der Gewalt gelehrt hat als diese rohen Äußerungen des Instinkts...

Der Krieg ist ein Akt der Gewalt, und es gibt in der Anwendung derselben keine Grenzen; so gibt jeder dem anderen das Gesetz, es entsteht eine Wechselwirkung, die dem Begriff nach zum Äußersten führen muß."


Carl von Clausewitz, "Vom Kriege"



Die 1,4 Milliarden Muslime in aller Welt haben nicht vergessen, was George Bush`s US-Bomber u.a. im 2. Golfkrieg am 26. Februar 1991 gegen den Irak für grauenhafte Massaker unter Saddam Husseins Truppen und unter den sie begleitenden Palästinensern auf dem "Highway des Todes" beim Rückzug aus Kuweit angerichtet haben.

Unzählige Opfer der Hellfire-Raketen, verschossen von US-amerikanischen Predator-Drohnen, die geheimen Entführungen, Folterungen und Morde (in Bagram, Abu Ghraib, Guantanamo) an oft unschuldigen Muslimen durch die CIA sind ebenfalls noch gut im allgemeinen Gedächtnis. Ungezählte Morde verübten die USA-Schergen der bekannten Finanzgeschäftemacher in New York während des "Krieges gegen den Terror", den der aus einer jüdisch-deutschen Familie stammende George W. Bush und seine US-Plutokraten aus purer Habgier nach billigem arabischem Öl durchzogen, aber für die Weltöffentlichkeit scheinbar als Rache für 09/11 inszenierten. Englands exPremier, der Jude Tony Blair und seine Frau gehörten als Bush-Gehilfen dabei in England zu den eifrigsten Kriegstreibern gegen die muslimische Welt.

Kein Wunder, dass die katholischen Schotten mit England, mit den verkommenen Schwulen und kriminellen Kinderschändern (The Independent: "Westminster’s dark secret: Adultery, homosexuality, sadomasochism and abuse of children were all seemingly lumped together") in der Londoner City nichts mehr zu tun haben wollen (Scusi!, "Sex in the City...").

Außerdem haben die Geheimdienste der USA, UK und Israels den "Islamischen Staat" als ISIS/ISIL-Aufständische via Türkei, Katar und Saudi Arabien zwecks "Regime Change" in Syrien zur Entmachtung Assads selbst aufgebaut (john-mccain-conductor-arab-spring-and-caliph-ibrahim). "Besen, Besen, sei`s gewesen!" rufen manche ihrem Zauberlehrling jetzt zu, umsonst.

Die Terrorplaner frohlocken. Bei den jüdischen Eigentümern der US-amerikanischen Rüstungsindustrie, z.B. den Gebrüdern Blue als Eigentümern von GENERAL ATOMICS, wo die Predator - Drohne fabriziert wird, aber auch bei den anderen Freimaurer - Eignern der westlichen Rüstungsfabriken klingeln die Kassen:

arbeitskosten

Der "Islamische Staat" dürfte genauso eine Machination, ein "Golem" des CIA/MOSSAD sein wie die "Hamas". Der US-/UK-/IL-militärindustrielle Komplex brauchte 1989 nach dem Ende des "Kalten Krieges" dringend Rüstungsaufträge. Für die schon tot geglaubte NATO sind die laufenden Gemetzel von der Ukraine bis Afghanistan eine Frischzellenkur und ein guter Grund von den Mitgliedstaaten eine Erhöhung der Militärausgaben zu verlangen. Auch die IOF-Söldner brauchen mehr Knete: "Security costs money, there are no cheap wars" meint locker der israelische Kriegsminister Ya'alon. Ohne die fetten Einnahmen aus der israelischen Rüstungsindustrie wäre auch der Judenstaat längst pleite.


Nach zwei amerikanischen Geiseln hat der IS nun auch einen britischen Staatsangehörigen vor laufender Kamera enthauptet. Premierminister Cameron reagierte am Sonntag empört und kündigte die Zerstörung der terroristischen Gruppe an. «Die Islamisten spielten in dem Video geschickt auf den britischen Kriegseinsatz 2003 unter Premierminister Blair an, der in Grossbritannien bis heute politisch und rechtlich höchst umstritten ist», schreibt Peter Rásonyi in der NZZ.

____________________________________________________________

** Christine Lagarde


Lagarde

Karrierefrau Christine Lagarde zusammen mit dem fantastischen "Womanizer" Dominique Strauss-Kahn, ihrem auch in Gelddingen talentierten Amtsvorgänger beim IWF, der in New York über ein etwas dickliches, schwarzafrikanisches Zimmermädchen stolperte.


Wikipedia berichtet locker über die flotte Christine:

"Seit dem 5. Juli 2011 ist Christine Lagarde geschäftsführende Direktorin des IWF...

Lagarde soll sich in einem Entschädigungsverfahren vorschnell auf einen Vergleich mit dem französischen Geschäftsmann Bernard Tapie eingelassen haben.[8] Lagarde bestreitet dies.[9] Der Gerichtshof der Republik hat am 4. August 2011 entschieden, ein Ermittlungsverfahren wegen Amtsmissbrauchs gegen Lagarde zuzulassen. Das Gericht gab einem entsprechenden Antrag der Staatsanwaltschaft statt.[10][11][12] Zwei Wochen darauf eröffnete die französische Justiz formell ein Ermittlungsverfahren gegen Lagarde,[13] in dessen Folge am 20. März 2013 auch eine Wohnung von ihr in Paris durchsucht wurde. Im Mai 2013 wurde sie zwei Tage von einem Gericht verhört; gegen Lagarde wurde ein formelles Ermittlungsverfahren eröffnet. [14][15]"

Was Wikipedia n i c h t berichtet ist, dass dem Adidas-Fritzen Bernard Tapie in o.a. d u b i o s e m Vergleich mit der Hilfe von ein paar befreundeten Winkeladvokaten aus dem Élysèe-Palast vom französischen Staat, d.h. von den Steuerzahlern diskret trickreich 405 Millionen Euro wohl mehr oder weniger grundlos zugeschustert wurden. Frankreich ist ein zentral verwalteter Staat. In Paris, wo sich die oberen Zehntausend verdammt gut kennen, laufen alle Fäden zusammen, hilft einer dem anderen. Adidas-Tapie hat`s eigentlich nicht nötig, er gehört wie Frau Lagarde zu den reichsten Franzosen. Douce France.

Adidas sponserte übrigens nicht nur den aktuellen Fußball-Weltmeister sondern auch Bayern München - wo ein in Gelddingen überaus talentierter Herr Hoeneß, ein völlig "Unschuldiger", der laut BLÖD in Kürze aus dem Knast wieder frei kommt, rein freundschaftlich zu Zockerzwecken ganz am Rande um die Jahrtausendwende völlig "legal" mit einem gigantischen Privatdarlehen "von 10 bis 15 Millionen Euro" (BZ) vom ehemaligen Adidas-Chef Dreyfuss † versehen worden war. Wie die Richter und das Finanzamt wollen auch wir bei Scusi! gar nicht so genau wissen, was auf den Privatkonten mancher "Manager" im Einzelnen alles los ist. Da müssten ja Tonnen von Kontoauszügen - auch in Steuerparadiesen wie Singapur, der Schweiz und der Karibik - gesichtet und analysiert werden.

Natürlich nur aus purer Freundschaft und nur am Rande hat sich auch die vielbeschäftigte Finanzministerin Christine Lagarde um den Fall des ADIDAS-Eigners Tapie gekümmert - und dabei vielleicht fahrlässig etwas "übersehen". Schon wieder so ein typischer "Überseefehler". Die Staatsanwälte ermitteln.

Siehe auch die dezenten Andeutungen in der Basler Zeitung Online.

scusi!

Die Welt ist eine Bühne, auf der ein jeder seine Possen agieret und hin und her tanzet, bis dass ihn unser aller Herr und Meister hinwegberufet. (G.Chr. Lichtenberg)

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