Vier Hessen-Abweichler, nur ein weiteres Symbol für den Niedergang der SPD
rhbl
Jenseits ihrer protzigen Berliner Parteizentrale ist die SPD ganz schön weit unten angekommen. In Hessen zum Beispiel, wo ein bislang ziemlich unbekannter CDU-naher Wirtschaftsanwalt, der wohl nur zum Schein SPD-Abgeordneter war, namens Jürgen Walter zusammen mit den rechten Genossinnen Dagmar Metzger, Silke Tesch und Carmen Everts der Landes-SPD unter Andrea Ypsilanti gerade mit einem miesen Putsch der Moneten (Big Money) einen fast vernichtenden Schlag versetzt hat. Der Finanzplatz Frankfurt hat mal wieder seine Schatten auf die SPD geworfen.

"Nur die allerdümmsten Kälber - wählen ihre MetzgerInnen (rechts außen, mit goldenem Vlies, neben der rothaarigen Carmen Everts) selber"
Die vier PutschistInnen gaben auf einer Pressekonferenz routiniert vor, Ypsilanti aus "Gewissensgründen" nicht wählen zu wollen. Fehlte nur noch, dass alle Vier "auf Kommando" vor laufenden Kameras wegen des großen seelischen Drucks in Heulen und Schluchzen ausgebrochen wären.
Charakter- und skrupellos sehen sich die schnöden Abweichler selbst überhaupt nicht. Sowas nennt man doch sonst schlicht V e r r a t. Die VerräterInnen (d i e Heimtücke ist weiblich) wollen sogar ihr Mandat und ihre Mitgliedschaft in der SPD-Landtagsfraktion behalten. Das bekundeten die absolut unglaubwürdigen Damen und der Herr Rechtsanwalt zur Überraschung aller Umstehenden auf ihrem Fototermin im Dorint-Luxushotel.
Von Frau Metzger (Aufsichtsratsmitglied beim Energieversorger HSE, einer 40%igen Eon-Tochter) abgesehen sind die schrecklichen Drei ziemlich spät angetreten, um Ypsilantis Wahl zur hessischen Ministerpräsidentin im letzten Moment zu verhindern. Bei zahlreichen Veranstaltungen und Probeabstimmungen hat keine/r der heute "spontan" vom Gewissen Geplagten den Mund aufgemacht. Neun Monate lang haben Herr Walter, Frau Tesch und Frau Everts Unterstützung für den Linken-Tolerierungskurs von Andrea Ypsilanti geheuchelt. An Kommunikation zwischen allen Beteiligten hat es in dieser Zeit ja nun wahrlich nicht gemangelt. Frau Ypsilanti hatte sich nach ihrem vom Genossen Clement vermiesten Start bei der Landtagswahl durchaus bemüht, alle Richtungen der Landes-SPD einzubinden.
Hätte es den Querschlag des Atommafia-Bediensteten Wolfgang Clement (W.C.) drei Tage vor der Landtagswahl nicht gegeben, hätte Frau Ypsilanti ihr Versprechen, ohne "Die Linke" als Ministerpräsidentin zu kandidieren, ja auch wahrmachen können. Die Ypsilanti-SPD lag ja damals bis zu den kontraproduktiven W.C.-Scheißhausparolen in der "WELT" sehr gut im Rennen. Das müssen sich alle Mietfedern aus Deutschlands proisraelischer Medienmaschine, die aus Andrea Ypsilantis Reaktion auf die Intervention des Atommafiosi W.C. in Hessen nachträglich kunstvoll einen "Wortbruch" konstruierten, vorhalten lassen. So war die Tolerierungstaktik nur eine logische Folge der demokratiewidrigen Manipulationen der Atomplutokraten.
Der Metzger-Moneten Putsch war eine echt schräge Tour von rechts, vermutlich auch noch vom Betreiber des Frankfurter Flughafens geschmiert und wohl stickum nach Kurt Becks Sturz im knochenkonservativen, monetengierigen Apparat der Berliner SPD von O b e n abgesegnet. "Zufällig" genau am Tag des gelungenen Putsches feierten die FRAPORT-Leute auf ihrem Flughafen ein wohlvorbereitetes Riesensiegesfest, was für ein perfekt geplantes Timing.
Politisch sind alle vier Abweichler in der mehrheitlich linken Hessen-SPD damit erledigt. Ihre Vorstellung, nach dieser widerlich-charakterlosen Inszenierung in der SPD-Landtagsfraktion verbleiben zu wollen, ist geradezu grotesk und verrät, dass es im Oberstübchen der VerräterInnen ziemlich wirr zugehen muss. Die SPD in Hessen ist auch so gut wie erledigt. Bei allfälligen Neuwahlen dürfte die SPD noch älter als ihr Bundesvorsitzender aussehen. Für den entsprechenden Landtagsbeschluss (56 Stimmen) brauchen FDP und CDU (53 Stimmen) noch drei Stimmen zusätzlich. Deshalb sind es wohl mit Puffer v i e r Abweichler, bei hess(l)ischen Verhältnissen geht man lieber auf Nummer sicher und lässt es nicht mehr auf e i n e Stimme ankommen.
Was stört mich mein Geschwätz von gestern, sagte sich der unzuverlässige Jürgen Walter, der den Koalitionsvertrag für das rot-grüne Bündnis, mit dem Andrea Ypsilanti den unsäglichen Roland Koch ablösen wollte, selbst mit ausgehandelt hatte. Jetzt plötzlich mochte der Maulwurf der Schwarzen in der Fraktion der Roten nicht mehr und verweigerte zusammen mit drei anderen aufmüpfigen Damen der armen Andrea die Stimme. Womit sie aufgeschmissen ist und CDU-Schreihals Roland Koch via Neuwahlen, Jamaika oder ein anderes konservatives Bündnis in Hessen am Ruder bleiben könnte.
Parteischädigendes Verhalten der hinterhältigsten Sorte, sicherlich. Ein enttäuschter Karrierist, der nicht das Ministeramt bekommt, das er sich gewünscht hat, räumt auf seinem Egotrip kurzerhand das ganze Inventar der Genossen ab und nimmt noch drei wilde SPD-Weiber vom rechten Flügel mit. Die SPD ist am Ende. Sie zerlegt sich in Hessen vor aller Augen in ihre beiden widerstreitenden Flügel. Das wäre ohne eine in Panik verfallene Bundes-SPD nicht möglich gewesen. Alles deutet darauf hin, dass der unter einer schweren Linken-Phobie leidende Altersvorsitzende Müntefering in Hessen die Sache hat laufen lassen, weil er an einer Vermittlung zwischen den Streitenden gar nicht interessiert war. Deshalb ist er auch jetzt als "Mediator" denkbar ungeeignet. Er sollte lieber erstmal vor der eigenen Haustür im Berliner Apparat der Zentrale kehren.
Solitärveranstaltungen wie in Hessen hätte es zu Zeiten von Herbert Wehner nicht gegeben. Der Zuchtmeister hatte die SPD noch durchgehend im Griff. Heutzutage kann jede halbwegs etablierte GenossIn, auf deren Stimmung es vielleicht gerade ankommt und deren persönliche Lebensplanung sich mit der Beschlusslage der Partei kreuzt, quertreiben. Natürlich empfiehlt es sich, wie W.C. es vorgemacht hat, als persönliche Rückversicherung mit irgendeinem Energieversorger einen gut dotierten, diskreten Beratervertrag oder ähnliches abzuschließen. Dagmar Metzger trat heute bei der Abweichler-Pressekonferenz schwer mit Goldschmuck behängt auf. Da fragt sich doch jeder, wo kommt das viele Gold denn plötzlich her? "Wes Brot ich eß, des Lied ich sing", das alte Sprichwort hat immer noch seine Gültigkeit und es könnte auch daraufhinweisen, wer Frau Dr. Carmen Everts was geflüstert haben könnte.
Das Szenario in Hessen entlarvt nur, wie abhängig sich die einstige Arbeiterpartei SPD von den Parteispenden der Industrie, vom Wahlkampf-Gold der Arbeitgeber gemacht hat. Denn genau deshalb hat vor der Landtagswahl der etwas zu industrienahe Genosse Wolfgang Clement aus NRW den Wählern sogar von der Wahl der SPD in Hessen abgeraten. Seinem Ausschlussverfahren kann er gelangweilt zusehen, weil in der SPD nicht mehr die Mitglieder, sondern die "Finanziers" aus dem Westen der Republik und deren gefügige "Spitzengenossen" das Sagen haben. Wie ihre stumpfen Kanalarbeiter, die Transmissionsriemen des Apparats nach unten an die Basis, wollen sie ums Verrecken nicht von ihren überkommenen Vorurteilen lassen. In ihrer tumben und kurzsichtigen Bunkermentalität verteidigen sie die kümmerlichen Privilegien, die schäbigen Brotkrumen, die ihnen das Hollywood-System bisher großherzig gewährte, mit Zähnen und Klauen. Verstockt lehnen sie jede Zusammenarbeit mit der Partei "Die Linke" ab. Solidarität mit den Linken? Nein danke.
Dumm nur, dass die egomanen "Investoren" und "Spender" der "CSPDU" mit den sozialen Problemen der einfachen SPD-Mitglieder nix am Hut haben. Die reichen Spender interessieren sich nur für ihre eigenen Goldesel, bestenfalls noch für das Zustandekommen eines nützlichen Investitionsmodernisierungsgesetzes oder eines schicken Finanzmarktförderungsgesetzes, für die eigene Geldanlage.
Die Atommafia, deren RWE-Goldesel BIBLIS A wegen Baufälligkeit und Terrorgefahr von Ypsilanti und Herrmann Scheer abgeschaltet zu werden drohte, lässt sich ja nicht so einfach die Butter vom Brot nehmen. Nach Wolfgang Clements Intervention, er sitzt im Aufsichtsrat von RWE-Power, schmolz entgegen den Wahlprognosen die Zahl der SPD-Mandate im Landtag so weit, dass jetzt in Wiesbaden eine einzige Stimme eines weiteren Karrieristen genügt hätte, um die atomkritische Parteispitze um Ypsilanti vollends zu desavouieren.
Die Demontage von Andrea Ypsilanti ist ein Lehrbeispiel dafür, wie undemokratisch und effizient die Herrschaftsmaschinerie der Atomplutokraten und der Frankfurter Börse (inkl. FRAPORT-Flughafen Betreiber) im Zusammenspiel mit der proIL-Medienmaschine in D funktioniert.
Gleich drei VerräterInnen, mit besonders einnehmendem Wesen, versteht sich von selbst, waren heute neben Jürgen Walter als die vier Musketiere der solventen Atomindustrie zur Stelle. Selbstverständlich gab es von diesen vier Ehrenwerten, die natürlich niemals Geld für einen Gesinnungswechsel annehmen würden, keinen Pieps zum AKW Biblis. Dafür wurde Herz-Schmerz-wortreich der furchtbare "Gewissenskonflikt" beschworen, in dem sich die Abweichler bis zu ihrem überraschenden Outing befunden haben wollen. Wer`s glaubt wird selig.
Die Situation war ja w i e ` g e m a c h t für die in der Politik üblichen dunklen Geldtransfers in dicken Briefumschlägen, eine verlockende Einladung für jene Art von dubiosen Schmiergeldzahlungen wie wir sie aus dem lebensfeindlichen Schattenreich des umstrittenen Flughafens FRAPORT oder des Atomkraftwerks BIBLIS einfach erwarten dürfen. Wo die Knete nur in großen Scheinen unter dem Tisch durchgereicht werden muss. Tschüss SPD, gute Nacht Demokratie, guten Morgen Plutokratie!
Nach einem ähnlichen Drama in Schleswig Holstein konnten wir so auch in Hessen wieder mal live dabei sein, konnten einer Operation vom Big Business, Big Money am offenen Herzen der SPD zusehen. Die Operation "Killt Andrea" ist im Sinne von FRAPORT und RWE gelungen, Patient Demokratie ist tot. Über die SPD brauchen wir nicht weiter zu reden. Zum Glück gibt es eine echte Alternative: DIE LINKE.
Jenseits ihrer protzigen Berliner Parteizentrale ist die SPD ganz schön weit unten angekommen. In Hessen zum Beispiel, wo ein bislang ziemlich unbekannter CDU-naher Wirtschaftsanwalt, der wohl nur zum Schein SPD-Abgeordneter war, namens Jürgen Walter zusammen mit den rechten Genossinnen Dagmar Metzger, Silke Tesch und Carmen Everts der Landes-SPD unter Andrea Ypsilanti gerade mit einem miesen Putsch der Moneten (Big Money) einen fast vernichtenden Schlag versetzt hat. Der Finanzplatz Frankfurt hat mal wieder seine Schatten auf die SPD geworfen.

"Nur die allerdümmsten Kälber - wählen ihre MetzgerInnen (rechts außen, mit goldenem Vlies, neben der rothaarigen Carmen Everts) selber"
Die vier PutschistInnen gaben auf einer Pressekonferenz routiniert vor, Ypsilanti aus "Gewissensgründen" nicht wählen zu wollen. Fehlte nur noch, dass alle Vier "auf Kommando" vor laufenden Kameras wegen des großen seelischen Drucks in Heulen und Schluchzen ausgebrochen wären.
Charakter- und skrupellos sehen sich die schnöden Abweichler selbst überhaupt nicht. Sowas nennt man doch sonst schlicht V e r r a t. Die VerräterInnen (d i e Heimtücke ist weiblich) wollen sogar ihr Mandat und ihre Mitgliedschaft in der SPD-Landtagsfraktion behalten. Das bekundeten die absolut unglaubwürdigen Damen und der Herr Rechtsanwalt zur Überraschung aller Umstehenden auf ihrem Fototermin im Dorint-Luxushotel.
Von Frau Metzger (Aufsichtsratsmitglied beim Energieversorger HSE, einer 40%igen Eon-Tochter) abgesehen sind die schrecklichen Drei ziemlich spät angetreten, um Ypsilantis Wahl zur hessischen Ministerpräsidentin im letzten Moment zu verhindern. Bei zahlreichen Veranstaltungen und Probeabstimmungen hat keine/r der heute "spontan" vom Gewissen Geplagten den Mund aufgemacht. Neun Monate lang haben Herr Walter, Frau Tesch und Frau Everts Unterstützung für den Linken-Tolerierungskurs von Andrea Ypsilanti geheuchelt. An Kommunikation zwischen allen Beteiligten hat es in dieser Zeit ja nun wahrlich nicht gemangelt. Frau Ypsilanti hatte sich nach ihrem vom Genossen Clement vermiesten Start bei der Landtagswahl durchaus bemüht, alle Richtungen der Landes-SPD einzubinden.
Hätte es den Querschlag des Atommafia-Bediensteten Wolfgang Clement (W.C.) drei Tage vor der Landtagswahl nicht gegeben, hätte Frau Ypsilanti ihr Versprechen, ohne "Die Linke" als Ministerpräsidentin zu kandidieren, ja auch wahrmachen können. Die Ypsilanti-SPD lag ja damals bis zu den kontraproduktiven W.C.-Scheißhausparolen in der "WELT" sehr gut im Rennen. Das müssen sich alle Mietfedern aus Deutschlands proisraelischer Medienmaschine, die aus Andrea Ypsilantis Reaktion auf die Intervention des Atommafiosi W.C. in Hessen nachträglich kunstvoll einen "Wortbruch" konstruierten, vorhalten lassen. So war die Tolerierungstaktik nur eine logische Folge der demokratiewidrigen Manipulationen der Atomplutokraten.
Der Metzger-Moneten Putsch war eine echt schräge Tour von rechts, vermutlich auch noch vom Betreiber des Frankfurter Flughafens geschmiert und wohl stickum nach Kurt Becks Sturz im knochenkonservativen, monetengierigen Apparat der Berliner SPD von O b e n abgesegnet. "Zufällig" genau am Tag des gelungenen Putsches feierten die FRAPORT-Leute auf ihrem Flughafen ein wohlvorbereitetes Riesensiegesfest, was für ein perfekt geplantes Timing.
Politisch sind alle vier Abweichler in der mehrheitlich linken Hessen-SPD damit erledigt. Ihre Vorstellung, nach dieser widerlich-charakterlosen Inszenierung in der SPD-Landtagsfraktion verbleiben zu wollen, ist geradezu grotesk und verrät, dass es im Oberstübchen der VerräterInnen ziemlich wirr zugehen muss. Die SPD in Hessen ist auch so gut wie erledigt. Bei allfälligen Neuwahlen dürfte die SPD noch älter als ihr Bundesvorsitzender aussehen. Für den entsprechenden Landtagsbeschluss (56 Stimmen) brauchen FDP und CDU (53 Stimmen) noch drei Stimmen zusätzlich. Deshalb sind es wohl mit Puffer v i e r Abweichler, bei hess(l)ischen Verhältnissen geht man lieber auf Nummer sicher und lässt es nicht mehr auf e i n e Stimme ankommen.
Was stört mich mein Geschwätz von gestern, sagte sich der unzuverlässige Jürgen Walter, der den Koalitionsvertrag für das rot-grüne Bündnis, mit dem Andrea Ypsilanti den unsäglichen Roland Koch ablösen wollte, selbst mit ausgehandelt hatte. Jetzt plötzlich mochte der Maulwurf der Schwarzen in der Fraktion der Roten nicht mehr und verweigerte zusammen mit drei anderen aufmüpfigen Damen der armen Andrea die Stimme. Womit sie aufgeschmissen ist und CDU-Schreihals Roland Koch via Neuwahlen, Jamaika oder ein anderes konservatives Bündnis in Hessen am Ruder bleiben könnte.
Parteischädigendes Verhalten der hinterhältigsten Sorte, sicherlich. Ein enttäuschter Karrierist, der nicht das Ministeramt bekommt, das er sich gewünscht hat, räumt auf seinem Egotrip kurzerhand das ganze Inventar der Genossen ab und nimmt noch drei wilde SPD-Weiber vom rechten Flügel mit. Die SPD ist am Ende. Sie zerlegt sich in Hessen vor aller Augen in ihre beiden widerstreitenden Flügel. Das wäre ohne eine in Panik verfallene Bundes-SPD nicht möglich gewesen. Alles deutet darauf hin, dass der unter einer schweren Linken-Phobie leidende Altersvorsitzende Müntefering in Hessen die Sache hat laufen lassen, weil er an einer Vermittlung zwischen den Streitenden gar nicht interessiert war. Deshalb ist er auch jetzt als "Mediator" denkbar ungeeignet. Er sollte lieber erstmal vor der eigenen Haustür im Berliner Apparat der Zentrale kehren.
Solitärveranstaltungen wie in Hessen hätte es zu Zeiten von Herbert Wehner nicht gegeben. Der Zuchtmeister hatte die SPD noch durchgehend im Griff. Heutzutage kann jede halbwegs etablierte GenossIn, auf deren Stimmung es vielleicht gerade ankommt und deren persönliche Lebensplanung sich mit der Beschlusslage der Partei kreuzt, quertreiben. Natürlich empfiehlt es sich, wie W.C. es vorgemacht hat, als persönliche Rückversicherung mit irgendeinem Energieversorger einen gut dotierten, diskreten Beratervertrag oder ähnliches abzuschließen. Dagmar Metzger trat heute bei der Abweichler-Pressekonferenz schwer mit Goldschmuck behängt auf. Da fragt sich doch jeder, wo kommt das viele Gold denn plötzlich her? "Wes Brot ich eß, des Lied ich sing", das alte Sprichwort hat immer noch seine Gültigkeit und es könnte auch daraufhinweisen, wer Frau Dr. Carmen Everts was geflüstert haben könnte.
Das Szenario in Hessen entlarvt nur, wie abhängig sich die einstige Arbeiterpartei SPD von den Parteispenden der Industrie, vom Wahlkampf-Gold der Arbeitgeber gemacht hat. Denn genau deshalb hat vor der Landtagswahl der etwas zu industrienahe Genosse Wolfgang Clement aus NRW den Wählern sogar von der Wahl der SPD in Hessen abgeraten. Seinem Ausschlussverfahren kann er gelangweilt zusehen, weil in der SPD nicht mehr die Mitglieder, sondern die "Finanziers" aus dem Westen der Republik und deren gefügige "Spitzengenossen" das Sagen haben. Wie ihre stumpfen Kanalarbeiter, die Transmissionsriemen des Apparats nach unten an die Basis, wollen sie ums Verrecken nicht von ihren überkommenen Vorurteilen lassen. In ihrer tumben und kurzsichtigen Bunkermentalität verteidigen sie die kümmerlichen Privilegien, die schäbigen Brotkrumen, die ihnen das Hollywood-System bisher großherzig gewährte, mit Zähnen und Klauen. Verstockt lehnen sie jede Zusammenarbeit mit der Partei "Die Linke" ab. Solidarität mit den Linken? Nein danke.
Dumm nur, dass die egomanen "Investoren" und "Spender" der "CSPDU" mit den sozialen Problemen der einfachen SPD-Mitglieder nix am Hut haben. Die reichen Spender interessieren sich nur für ihre eigenen Goldesel, bestenfalls noch für das Zustandekommen eines nützlichen Investitionsmodernisierungsgesetzes oder eines schicken Finanzmarktförderungsgesetzes, für die eigene Geldanlage.
Die Atommafia, deren RWE-Goldesel BIBLIS A wegen Baufälligkeit und Terrorgefahr von Ypsilanti und Herrmann Scheer abgeschaltet zu werden drohte, lässt sich ja nicht so einfach die Butter vom Brot nehmen. Nach Wolfgang Clements Intervention, er sitzt im Aufsichtsrat von RWE-Power, schmolz entgegen den Wahlprognosen die Zahl der SPD-Mandate im Landtag so weit, dass jetzt in Wiesbaden eine einzige Stimme eines weiteren Karrieristen genügt hätte, um die atomkritische Parteispitze um Ypsilanti vollends zu desavouieren.
Die Demontage von Andrea Ypsilanti ist ein Lehrbeispiel dafür, wie undemokratisch und effizient die Herrschaftsmaschinerie der Atomplutokraten und der Frankfurter Börse (inkl. FRAPORT-Flughafen Betreiber) im Zusammenspiel mit der proIL-Medienmaschine in D funktioniert.
Gleich drei VerräterInnen, mit besonders einnehmendem Wesen, versteht sich von selbst, waren heute neben Jürgen Walter als die vier Musketiere der solventen Atomindustrie zur Stelle. Selbstverständlich gab es von diesen vier Ehrenwerten, die natürlich niemals Geld für einen Gesinnungswechsel annehmen würden, keinen Pieps zum AKW Biblis. Dafür wurde Herz-Schmerz-wortreich der furchtbare "Gewissenskonflikt" beschworen, in dem sich die Abweichler bis zu ihrem überraschenden Outing befunden haben wollen. Wer`s glaubt wird selig.
Die Situation war ja w i e ` g e m a c h t für die in der Politik üblichen dunklen Geldtransfers in dicken Briefumschlägen, eine verlockende Einladung für jene Art von dubiosen Schmiergeldzahlungen wie wir sie aus dem lebensfeindlichen Schattenreich des umstrittenen Flughafens FRAPORT oder des Atomkraftwerks BIBLIS einfach erwarten dürfen. Wo die Knete nur in großen Scheinen unter dem Tisch durchgereicht werden muss. Tschüss SPD, gute Nacht Demokratie, guten Morgen Plutokratie!
Nach einem ähnlichen Drama in Schleswig Holstein konnten wir so auch in Hessen wieder mal live dabei sein, konnten einer Operation vom Big Business, Big Money am offenen Herzen der SPD zusehen. Die Operation "Killt Andrea" ist im Sinne von FRAPORT und RWE gelungen, Patient Demokratie ist tot. Über die SPD brauchen wir nicht weiter zu reden. Zum Glück gibt es eine echte Alternative: DIE LINKE.
rhbl - 3. Nov, 11:15
