Dienstag, 18. November 2008

Gaza-Blockierer testen Obama`s proisraelische Einstellung

rhbl

In der Nacht zum Mittwoch, den 05.11.08, um 02 Uhr 40, ("US-Wahlnacht") wurde hierzulande Obamas „Durchbruch“, sein Sieg in Pennsylvania bekannt gegeben. Damit war weltweit allen klar, dass er der nächste US-Präsident würde.

In der gleichen Nacht erschoss die IDF im Gazastreifen eine Gruppe von sechs palästinensischen Widerständlern, die 250 m von der Grenze zu Israel entfernt angeblich an einem Tunnel gebastelt hatte. Aus Rache, und weil die Ermordung ihrer Kameraden eine grobe Verletzung der bis dahin haltenden Waffenruhe war, antworteten die Palästinenser mit Kassam-Raketen. Israel blockierte daraufhin alle Grenzübergänge und schaltete die lebenswichtige Stromzufuhr zum Gazastreifen ab. Seit heute rollen schwere israelische Panzer in Gaza, schießen die "himmlischen Wagen" der IDF trotz Waffenstillstands auf unbewaffnete Greise, Frauen und Palästinenserkinder.


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Palästinensische Jugendliche demonstrieren gegen die Blockade und Stromsperre im Gazastreifen


Die Eskalation in Gaza kommt nicht überraschend. Seit feststeht, dass Obama am 10. Januar 2009 Präsident wird, ist Bush eine lahme Ente. In Israel prüfen die Militär-Falken schon, ob sie unter Obama noch aggressiver gegen die Hamas, Hisbollah und den Iran vorgehen können. Krieg ist für die herrschenden Itzhaks ein blendendes Geschäft. Billionen künstlich geschaffene "Derivate-Dollar" liegen in den Banktresoren und müssen "validiert" d.h. gewaschen werden. Das geht im Krieg am Besten. Weil jüdische Wall Street - Bankster mit mehreren hundert Millionen Dollar offenbar den größten Teil von Obamas Wahlkampf finanziert haben, ist die kriegerische Erwartungshaltung in Israel besonders groß.

Dumm nur, dass Obama eigentlich mal einen muslimischen Stiefvater hatte und in Indonesien, einem muslimischen Land sogar ein paar Jahre zur Schule gegangen ist. Offenbar war die muslimische Prägung nur schwach. Obama gibt sich jetzt als Christ aus. Wird der vom CIA schon hoffnungsvoll als „Renegat“ eingestufte als US-Präsident seine muslimische Erziehung vergessen und die ehemaligen islamischen Schulkameraden zugunsten seiner neuen Finanziers von der Wall Street in die Pfanne hauen?

Ja, natürlich, wie sollte jemand mit Charakter denn sonst Präsident der Weltsuperschurkenmacht USA werden können. Ja, Obama hat eine schwarze (afrikanische) Seele, sein richtiger Vater war Schwarzafrikaner. Obama mag vermutlich gar keine muslimischen Araber. Das jedenfalls testen die praktisch veranlagten Rechten in Israel gerade mit der Eskalation im Gaza-Streifen. Eine wohlbedachte Eskalation, die nicht zufällig mit der Erschießung der sechs Palästinenser und dem Bruch der Waffenruhe in der Nacht zum 05. November 2008 begonnen hat. Ja, Obama liebt Juden, das hoffen in Israel natürlich auch die linken Falken, die mit Obamas Wahl Morgenluft wittern.

Die Rechte, wie die Shaz- oder die Likud-Anhänger, die im Militär, Mossad und Schin Beth das Sagen haben, sind schon dabei, die Pläne für einen Großangriff auf den Gazastreifen "medial" unters Volk zu bringen. Amira Hass verurteilt die Kriegshetze der IL-Falken in Haaretz. Denn mit ihrer Eskalation unterstützen sie zugleich die radikalen Kräfte in der Hamas. So werfen sich die Militaristen und Extremisten beider Seiten in Israel und in den Besetzten Gebieten die Bälle zu, um an der Macht bleiben zu können.

In Washington zeigt sich derweil ein entspannt wirkender Obama im trauten Plausch mit dem Falken Mc Cain den Fernsehkameras.


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Unter Obama stehen den Kindern in Gaza und anderswo düstere Zeiten bevor

Der kleine Mann, die Kinder in Gaza, Detroit oder New Orleans, in Kabul oder Islamabad werden die Zeche für die große Show in den USA bezahlen. Der US-Wahlkampf soll ja ein paar Milliarden Dollar gekostet haben. Wer fragt noch danach. Hunger und Kriege gehen überall auf der Welt munter weiter.

Jetzt kommt erstmal die große Weltwirtschaftskrise und wird alle Lebensverhältnisse noch verschlimmern. Vor allem bei den Ärmsten der Armen in Gaza wird es eng, wo ein Durchschnitts-Einwohner trotz irrsinniger Preise mit 500 Dollar im Jahr überleben muss. Selbst im Jemen sind die Leute besser dran. Trinkwasser, Brot, Klamotten, Diesel, ein Sack Zement oder eine Stange Zigaretten kosten in Gaza zehnmal soviel wie sonstwo, weil die staatlichen Zöllner in Israel und die ägyptischen Tunnel-Schmuggler mit dem Elend der Bewohner von Gaza ein Riesengeschäft machen und auf alle "importierten" Waren wucherische "Gebühren" draufschlagen.

Von wegen „Change“ (Wechsel). Das kaputte westliche System der Marktradikalen und Kriegstreiber wird nicht geändert. Der Trog bleibt überall derselbe. Nur ein paar reiche Schweine an der Spitze des Systems wechseln für eine Weile die Plätze. Als einzige Abwechslung haben sie sich diesmal einen armen schwarzen Hund ausgesucht, auf dem sie demnächst durch die Arena traben werden, als wäre es ein Pferd.

scusi!

Die Welt ist eine Bühne, auf der ein jeder seine Possen agieret und hin und her tanzet, bis dass ihn unser aller Herr und Meister hinwegberufet. (G.Chr. Lichtenberg)

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