Mittwoch, 1. April 2015

DLF: Griechenland wird Mitglied der Eurasischen Union

rhbl


Griechenland will Mitglied der Eurasischen Union werden, wie der Deutschlandfunk (DLF) soeben mitteilte*. Als Gegenleistung erhofft sich die linke Syriza - Regierung unter Alexis Tsipras die Unterstützung Russlands (Chinas) bei der Entschuldung Griechenlands (SPON).

RT-Deutsch berichtet dazu: "Die russische Regierung ist bereit, Gespräche mit der griechischen Regierung über die Vergabe von Krediten und einen Rabatt auf den Kauf russischen Erdgases zu führen. Mit der Hilfe Moskaus könnte Griechenland seine existenzielle Abhängigkeit gegenüber Brüssel reduzieren und eine selbstbestimmte Politik im Interesse der griechischen Bevölkerung einleiten."

Das Syriza - Manöver würde Russland ganz neue Wege ins östliche Mittelmeer öffnen:

PlanB

US/NATO-General Breedlove`s Albtraum: Griechenland macht die US-amerikanische Sanktionspolitik gegen Russland nicht mehr mit und wechselt aus EU und NATO zur Eurasischen Union und zu Russland/China. Fehlt nur, dass die Türkei mitzieht und die Dardanellen und den Bosporus für die russische Marine freigibt. Der ukrainische Widerstand gegen den CIA-Putsch im Februar 2014 in Kiew und die Heimholung der Krim würde sich für Russland strategisch doppelt auszahlen. Land- und Seewege zum Mittelmeer öffnen sich, der russische Bär kann wieder besser in den warmen südlichen Gewässern des Mittelmeers bis zu seinem Marinestützpunkt Tartus in Syrien schwimmen (Grafik: scusi!).


Zwischen Russland und Griechenland bestehen traditionell gute Wirtschafts- und Kulturbeziehungen. In Nordgriechenland haben viele nach dem Ende des Bürgerkriegs (1949) nicht verstanden, warum das bettelarme, vom Bürgerkrieg im WK II zerstörte Griechenland unbedingt eine Westbindung eingehen musste. Schließlich hält nicht nur die christlich-orthodoxe Religion die beiden Länder zusammen. Griechen und Russen verwenden beim Schreiben auch die gleichen Schriftzeichen. Tsipras könnte sich, falls er das wollte, problemlos in der Moskauer U-Bahn zurechtfinden. Auch das Dolmetschen fällt heute in Moskau zwischen Putin und Tsipras nicht schwer. Ein von Tsipras evtl. mitgebrachter Antrag auf Finanzhilfe oder auf Mitgliedschaft in der Eurasischen Union wäre dank der von beiden Seiten leicht lesbaren (griechisch/kyrillischen) Schriftzeichen schnell entziffert.


Meerengen

Die globale Kontrolle der Meerengen zu Lasten Russlands - der russische Bär konnte lange Zeit angeblich nicht schwimmen - ging mit dem Untergang des "British Empire/UK" 1945 auf die USA über. Jetzt könnte sich Russland via schiitischen Iran (Meerenge von Hormuz) und den schiitisch beherrschten Jemen (Huthi-Kontrolle des "Bab el Mandeb") freischwimmen, wenn mit Hilfe Griechenlands und der Türkei ("Dardanellen/Bosporis") der freie Zugang für die Russische Marine zum Mittelmeer erreicht wird. Die G 7 haben das Thema "Handelsrouten/Meerengen" auf ihre Tagesordnung gesetzt. Allerdings könnte Russland dank der Klimaerwärmung in Zukunft zusätzlich verstärkt die Nordostpassage nutzen und damit dem "Westen" ein Schnippchen schlagen.




Die von der linksgerichteten Syriza-Partei geführte Regierung lehnt den von Brüssel auf Befehl Washingtons verfolgten Anti-Russland-Kurs ab. Von Russland erwartet Syriza im Gegenzug die Einstellung des für Griechenlands Landwirte schädlichen "Embargos" beim größten Markt für griechische Oliven, Schafskäse, Schnaps, Wein etc. in östlicher Nachbarschaft.

Griechenland, das rund 65 Prozent seines Erdgases aus Russland importiert, will die Zusammenarbeit mit den russischen Gasversorgern weiter verbessern.

Die griechischen Dickköpfe befürworten im übrigen den geplanten Bau der so genannten „Turkish Stream“-Pipeline, ein gemeinsames Energieprojekt zwischen der Regierung in Moskau und Ankara. Dieses sieht unter anderem die leichtere Versorgung Griechenlands mit russischem Erdgas über die Türkei vor, was den Griechen zur bequemeren Zentralheizung ihrer Wohnstätten und Hotels sehr entgegenkäme.

Die Beziehungen Griechenlands zur Europäischen Union dürften sich weiter eintrüben, weil Athen den seitens der Troika auferlegten Sparverpflichtungen bei den kleinen Leuten nicht nachkommen will.

Um die führende EU-Wirtschaftsmacht Deutschland in ein schlechtes Licht zu rücken, verbreitet die Syriza-Truppe unter Tsipras und seinem levantinischen Finanzgenie Varoufakis unablässig in allen proisraelischen Gossenblättern und TV-Kanälen weltweit die Hollywood-Mär von den angeblich bestehenden "Reparationsverpflichtungen" Deutschlands aus dem WKII ("Seifenmär") von ca. 278 Milliarden Euro. Griechenlands Schulden gegenüber der Europäischen Zentralbank (EZB) und anderen internationalen Gläubigern umfassen zufällig rund 270 Milliarden US-Dollar. Die zum harten Arbeiten viel zu widerborstigen Griechen wären also schuldenfrei, wenn sich Deutschland auf den "dummen" Schwachsinn von ein paar hebräischen Halodris in Athen (Kiffer Varoufakis) sowie auf die bei Proisraelis üblichen schmutzigen Erpressungsmethoden der heruntergekommenen Gangster von Goldman Sachs (Blankfein) in New York City auch nur im Geringsten einlassen würde.

Die Knete für Griechenlands Entschuldung müsste natürlich zum größten Teil aus China kommen. Soviel Zaster hat Putin nicht in der Portokasse. Aber dafür kriegen die Chinesen ja - ganz privat - das Rotlichtviertel vom Piräus, auf das sie so scharf sind.

Für die US/NATO und deren Brüsseler EU-Sbirren wäre der Wechsel Griechenlands aus der EU ins Putin-Lager eine geopolitische Katastrophe. Griechenland, das schwächste Glied in der südöstlichen Länderkette der NATO, fungierte bislang zusammen mit der Türkei als Torwächter an der Südostflanke des westlichen Bündnisses. Frühere "West" - Kandidaten wie die Ukraine und Moldawien sind seit dem blutigen CIA-Putsch in Kiew und dem nachfolgenden Bürgerkrieg für die NATO schon unerreichbar geworden. Georgien hat die Lektion "Saakaschwili" auch gelernt.

Bei einer Annäherung/Anbindung Griechenlands an Russland würden unweigerlich NATO-Wackelkandidaten und unsichere EU-Kantonisten wie Rumänien und Bulgarien, ja vielleicht sogar Ungarn und Tschechien in den kulturell seit siebzig Jahren näher liegenden Osten mitziehen. Ein Wechsel der Türkei zu Russland wäre für die NATO der letzte Sargnagel. Die USA zerlegen sich derweil in den aufkeimenden Rassenunruhen zwischen Schwarz und Weiß (SPON).

Das US-Empire wankt. Mit dem Herzog fällt der Mantel.

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* Aprilscherz!
.

scusi!

Die Welt ist eine Bühne, auf der ein jeder seine Possen agieret und hin und her tanzet, bis dass ihn unser aller Herr und Meister hinwegberufet. (G.Chr. Lichtenberg)

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