Donnerstag, 6. Dezember 2007

Angela Merkel reduziert lieber den CO2-Ausstoß als die Zahl kindlicher Gewaltopfer

rhbl

„Maßnahmen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes sind leider populärere Ziele als solche zur Reduzierung kindlicher Gewaltopfer in unserer Gesellschaft,“ schloss die Pressemitteilung vom 9. Oktober 2007 des Bundes Deutscher Kriminalbeamter und der Deutschen Kinderhilfe Direkt. Die Presseerklärung zog eine ernüchternde Bilanz: „Ein Jahr nach Kevins Tod ist die Strukturkrise der Kinder- und Jugendhilfe unverändert. Gewalt gegen Kinder und Kinderarmut sind untrennbar verbunden“. Inzwischen haben sich noch ganz andere Tragödien ereignet und jede Woche gibt es in Deutschland drei neue Kindstötungen.

Was ist von unserer Kanzlerin Angela Merkel und der Bundesfamilienministerin von der Leyen seit dem Fall Kevin getan worden, um die Lage unserer Kinder zu verbessern? So gut wie nichts. Mit leerem Gerede und falschen Versprechungen versuchen die Verantwortungslosen sich von einer Tragödie zur nächsten zu hangeln. Im künstlich hergestellten Irrgarten der organisierten Unverantwortlichkeit zwischen Bund, Ländern und Gemeinden, den die Damen fälschlich als ihr "Netzwerk" preisen, ist scheinbar niemand richtig zuständig. Weil die Glaubensbrüder von Eichel & Co den Unternehmern das Steuerzahlen fast völlig geschenkt haben, werden von den Kommunen aus Geldnot bei den Jugendämtern seit Jahren Stellen eingespart.

Ein himmelschreiender Skandal und eine nationale Katastrophe, aber die Springerpresse nebst den übrigen IL/US-gesteuerten Medien will über die wahren Ursachen nicht berichten, weil die deutsche Tragödie der Kinderarmut und der kindlichen Gewaltopfer pekuniär der Profitgier der heuchlerischen, in Wahrheit antideutschen JournalistInnenen und hier herrschenden VerlegerInnen zugute kommt. Typisch sind aus der "Szene" deshalb vernebelnde Kommentare wie der von Daniel Bax in der taz:"Es bleibt bei solchen Taten stets ein Rest Unbegreifliches." Mord und Gewalt steigert die Quote, die Auflage und die Werbeeinnahmen und füllt so die Konten der journalistischen "Glamour-Szene" auf den Offshore-Banken von Zypern bis Haifa oder auf den Kayman-Islands.

Die bloß machtgeile Frau Merkel, die selbst keine Kinder hat, interessiert sich eben nur für Wählerstimmen. Kinder haben keine Wahl. Frau von der Leyen ist ein Spezialfall, auf den ich nochmal gesondert zu sprechen kommen werde. Auf dem Bundesparteitag der Christlich Demokratischen Union konnte nur mit Mühe eine von den Frauenverbänden der Union verlangte Änderung des CDU-Parteiprogramms verhindert werden, welche die endgültige Zerschlagung der überkommenen Familie mit der klassischen Familienstruktur aus Vater, Mutter und Kindern bedeutet hätte. Wenn Rita Süssmuth das noch hätte erleben dürfen!

Patchwork statt gewachsener Strukturen in allen Lebensbereichen und damit auch Patchworkfamilien wie die aus Darry wird uns von Leuten wie Daniel Bax, die angeblich an Deutschland leiden, aber im Überbau gerne unser sauer verdientes Geld abgreifen, als der letzte Schrei angepriesen. Es könnte tatsächlich der letzte Schrei sein, aber der letzte Schrei eines von seiner Mutter misshandelten oder ermordeten Kindes.

Warum lassen wir uns in Deutschland von ein paar hergelaufenen Komikern, HedonistInnen und den "meinungsführenden" JournalistInnen und VerlegerInnen des Hollywood`schen Amüsierfaschismus eigentlich diesen ganzen Schmäh aufdrehen?

Die überkommene Familienstruktur hat sich durch Jahrtausende bewährt. Vier Augen sehen mehr als zwei. Warum hat die Natur wohl dafür gesorgt, dass sich in der Phase der kindlichen Früherziehung stets ein Vater und eine Mutter um ihre Kinder kümmern. Vielleicht, weil das Aufziehen und Behüten von Kleinkindern so anstrengend sein kann, dass es gut ist, wenn sich Vater und Mutter die Arbeit teilen. Nicht nur die Kinder können krank werden, auch die Mutter, wie in Darry oder der Vater. Es ist ja nicht mehr so selten, dass in unserer hochneurotischen Gesellschaft eine Partnerin, die vielleicht nicht so ganz in sich ruht, durch das ständige Reinquatschen ihrer emanzipierten Freundinnen und anderer desparater "wilder" Weiber nervlich schlapp macht und zur schizoiden Gefahr für ihre familiäre Umgebung wird.

Von solchen Tragödien wollen die auch in Deutschland tonangebenden US-Emanzen, die ohnehin zumeist Lesben sind und uns zum dritten Mal in fünfzig Jahren, diesmal im Sinne der muslimfeindlichen Feministin Hillary Clinton, „umerziehen“ möchten, nichts hören. Ihnen geht es nur um die Zerschlagung überkommener traditioneller Strukturen, in denen Frauen angeblich immer nur bevormundet und entrechtet werden. Die emanzipierten Damen dieser Republik sehen darin die Chance, endlich mal alleine Powershopping machen zu können und sich, das ist der letzte Schrei, einen zwanzig Jahre jüngeren Liebhaber oder gleich mehrere preiswerte frisch Zugewanderte zuzulegen. So wie es ihnen am Abend die enthemmte Reklame im Privatfernsehen oder Porno-Bitch Ray bei Frau Maischberger vorgaukelt: erst kommt der Spaß, dann das Vergnügen. Dazu vor allem wollen sich die Damen vom klassischen Rollenmuster befreien, ihre erzieherischen Pflichten möchten sie selbstredend auf den Staat abwälzen, damit sie ihre neu gewonnenen Rechte und Freiheiten in vollen Zügen genießen können. Sowas muss ja schief gehen. Aber in ihrer Gier nehmen die zur Verhöhnung Deutschlands mit Bundesverdienstkreuzen und Ehrenlegionsorden behängten neuen Heldinnen der egomanen Hässlichkeit gnadenlos in Kauf, dass sich beim Prekariat eben Tragödien wie die dreifache oder fünffache Kindstötung in Plauen, Darry oder anderswo häufen. In den Plattenbausiedlungen fehlt halt das Geld fürs Shoppen, den Gärtner, den Chauffeur und die Kinderfrau, welches die Familienministerin Frau von der Leyen als Tochter des ehemaligen, selbstredend atomfreundlichen CDU-Ministerpräsidenten von Niedersachsen natürlich in Hülle und Fülle hat. Wer als Kind von Ernst Albrecht zur "nuklearen Familie" gehört, kann sich in Deutschland alles erlauben.


Prof. Hurrelmann spricht in der oben zitierten Pressemitteilung von rund 100.000 Kindern, die aktuell in Deutschland täglich dem Risiko von Gewalt und Misshandlung ausgesetzt sind:

„Gewalt, Misshandlung und Verwahrlosung bei Kindern sind untrennbar verbunden mit dem Thema Kinderarmut. Nahezu alle Fälle schwerer Misshandlung und Verwahrlosung finden in der ungern benannten Unterschicht statt. Dieser Tatsache weicht die Politik aus und reduziert die Armutsdebatte auf finanzielle Aspekte.“
mammarazzi - 6. Dez, 20:22

wieviel kinder haben sie?
meinen sie, verwahrlosung hat immer etwas mit der sogenannten unterschicht zu tun?
meinen sie, dass immer nur "weiber", wie sie schreiben, zur schizoiden gefahr für ihre umwelt werden?
welches klassische rollenmuster sollten "damen" denn haben?
wussten sie, dass die frau, die neun säuglinge getötet hat, aus einer religiösen familie stammt, die im kirchenvorstand mit gearbeitet hat und selbst krankenschwester war? gehört sie zum prekariat?
viele fragen...

rhbl - 6. Dez, 21:54

Werteverfall und Rollenmuster

1.) Zwei.

2.) Seelische Verwahrlosung gibt es natürlich genauso in den Villen der Reichen, wo die eiskalten Typen hausen, die nur Cash im Kopf haben. Das sind rein statistisch natürlich weniger Problemfälle, weil an der Spitze der bundesrepublikanischen Gesellschaftspyramide 10 Prozent der Bevölkerung über zwei Drittel des Vermögens verfügen. Umgekehrt hat das unterste Drittel der Bevölkerung vor allem eins: Schulden, jede Menge Stress, Angst um den Arbeitsplatz, Beziehungsprobleme etc...

3.) Die "wilden" Weiber, die das in der Verfassung verankerte System der überkommenen Familie praktisch schon zerstört haben, haben keine Idee, was an die Stelle der Familie treten soll. Die kommende Anarchie zeichnet sich in einigen Bereichen schon ab. Ein Beispiel: Spätestens, wenn die hunderttausend Kinder, die via anonyme Samenspenden erzeugt worden sind, nach ihrem 18. Geburtstag wissen wollen, wer wirklich ihr Vater ist oder wenn es um den Unterhalt geht, geht der Ärger richtig los.

4.) Obwohl der Vater auf die seelische Krankheit seiner Frau frühzeitig deutlich hingewiesen hat, hat ihn keiner ernst genommen. Weil es trendy ist, Männer nicht ernst zu nehmen. Gehen Sie mal als Mann in ein Jugendamt und tragen dort bei den "Damen" ihre Sorgen vor. Sie werden Ihr "lila" Wunder erleben. Ich habe hier vor Ort ein chaotisch desorganisiertes, verwahrlostes Jugendamt mit völlig überforderten Mitarbeiterinnen erlebt, die sich nur noch verzweifelt hinter Bergen von durcheinanderliegenden Akten an ihren Kaffeetassen festhielten und eine Zigarette nach der anderen wegrauchten. Geholfen hat mir niemand. Im Gegenteil.

rhbl
rhbl - 8. Dez, 09:48

Verharmlosen und Verschweigen

Während Frank Hässler in der ZEIT mit der Verharmlosung der Verbrechen begonnen hat :"Bekannt seit der Antike" (http://www.zeit.de/online/2007/50/haessler?page=all)
und dabei Äpfel und Birnen vergleicht, weil man die Tötungen in Darry nicht mit denen in Plauen in einen Topf werfen darf, üben sich der ZDF-Text und andere regierungsnahe Medien in auffälliger Enthaltsamkeit.

Auffällig ist auch, dass in Darry schon extrem frühzeitig von der Schuldunfähigkeit der Mutter die Rede war, als die Umstände der Tat kaum alle bekannt gewesen sein können. Entweder wissen die Behörden viel mehr, als sie zugeben, dann stellt sich die Frage des Unterlassens, oder sie wurden von den Ereignissen überrascht, dann kommt die Einschätzung der Staatsanwaltschaft zur Schuldunfähigkeit zu früh.

scusi!

Die Welt ist eine Bühne, auf der ein jeder seine Possen agieret und hin und her tanzet, bis dass ihn unser aller Herr und Meister hinwegberufet. (G.Chr. Lichtenberg)

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