Schatten der Angst über Ludwigshafen
rhbl
Im "War on terror" ist nichts wie es scheint. Manche fallen trotzdem immer wieder auf die plumpsten Tricks diverser Dienste rein und verdächtigen prompt die Falschen. Wer wie z. Zt. die türkische Yellow-Press die Deutschen pauschal verdächtigt, geborene Fremdenfeinde und Neonazis zu sein, hängt demselben Denkschema an wie der Antisemitismus.
Wer handfeste Motive für blutige und brutale Anschläge gegen das friedliche Völkchen der Aleviten sucht, müsste sich zuerst mit ihrem Siedlungsgebiet, ihrer Geschichte, der alevitischen, kurdischen und armenischen Frage befassen, sollte sich die mörderischen Söldner-/Verbrecherbanden und skrupellosen Geheimdienste angucken, die gerade die letzten ertragreichen Ölquellen im Nordirak im Besonderen und im Nahen-/Mittleren Osten im Allgemeinen unter ihre Kontrolle bringen wollen.
Die „geniale“ Idee von Cheney, Bush und den amerikanischen Ölkonzernen, durch Beseitigung der Zentralmacht Saddam Husseins für lau an die irakischen Ölquellen zu kommen, hat gerade in den Grenzgebieten des Irak Dutzende von Konfliktherden neu entfacht, die seit Jahrzehnten und Jahrhunderten in der Region vor sich hin schwelten. Ethnische Auseinandersetzungen toben in Ostanatolien und im Nordirak seit der US-Invasion schlimmer als je zuvor zwischen Türken und Kurden (Bergtürken), Armeniern und Aleviten. Innerhalb dieser Völker gibt es wiederum Streit zwischen den verschiedensten Stämmen, religiöse Konflikte zwischen Sunniten und Schiiten, werden Kämpfe zwischen verschiedenen lokalen politischen Parteien und Richtungskämpfe innerhalb der Parteien und Religionsgruppen mit Waffengewalt ausgetragen. Geld für Munition und Waffen wurde oder wird von den Exilorganisationen der streitenden Gruppen u.a. in Deutschland, z.B. durch die knallhart agierende PKK bei den Gruppen-/ Stammes-/Volksangehörigen eingetrieben, die hier Asyl gefunden haben. Wer nicht zahlt, dessen Haus wird abgefackelt.
Seit die türkische Armee die kurdischen Peschmerga völkerrechtswidrig in aller Offenheit über die türkisch-/irakische Grenze hinweg mit Artillerie, Panzern und Hubschraubern bekämpft, hat sich die Lage auch für die anderen „Minderheiten“ dramatisch zugespitzt und strahlt negativ auf alle Exilanten/Migranten aus, die in Deutschland Zuflucht gesucht haben. So hat George W. Bush mit seinem „War on Terror“ in Afghanistan und im Irak, über den Balkan und Kurdistan, Palästina und Pakistan, Somalia und Äthiopien, Kenia und den Sudan inzwischen die ganze Welt in ein Treibhaus von Angst und Schrecken verwandelt, übersät mit Mord- und Totschlag, Brandstiftung, Kriegen und blutigen Bürgerkriegen. Im Untergang versuchen die amerikanischen Finanzkapitalisten noch möglichst viele mit in den Tod zu reißen. Wer hätte von der New Yorker Sippschaft auch anderes erwartet.
In Deutschland haben wir als Resultat der komplexen Interaktion im nahöstlichen Krisen- und Kriegsgebiet nur wahrgenommen, dass die Kurden jetzt im Nordirak die Gewalt über die Ölquellen an sich gerissen haben. Wenig bekannt ist, dass auch andere Minderheiten wie Aleviten und Yeziden dort aus „religiösen“ Gründen vom Staat genauso wie von den Terroristen grausam unterdrückt werden. LKW-Sprengstoffattentate im Gebiet der Yeziden mit hunderten Toten und Verletzten, die Al Queida zugeschoben wurden, gingen zuletzt durch die deutschen Medien. 35 Aleviten verbrannten in der Türkei 1993 in Sivas nach einem Brandanschlag von Sunniten auf das Madimak Hotel, wo eine wütende Menge Aziz Nezin im Hotel vermutete, der die Türken als feige und dumm verhöhnt und die satanischen Verse von Salman Rushdie zitiert hatte. Türkische Polizei und Feuerwehr griffen in Sivas erst nach acht Stunden ein, als die Hotel-Holzhütte schon bis zum Erdboden abgefackelt war. Aziz Nezin entkam dem Feuer leicht verletzt.
Seit Karl May habe wir Normalbürger uns damit begnügt, bei dieser dauerhaften Krisen-Region pauschal vom „wilden Kurdistan“ zu reden. Detailliert erfahren wir aus den Medien zuwenig über die Konfliktsituation des Bürgerkrieges in Ostanatolien und über den Krieg ums Öl im Nordirak, wo die aktuelle Bündnisbildung, deren Auseinanderbrechen und Neuformierung vermutlich vom türkischen Geheimdienst, der amerikanischen CIA, dem israelischen Mossad und den kurdischen Agenten massiv gesteuert wird.
Die Ursache der furchtbaren Brandkatastrophe in Ludwigshafen, die neun türkische Mitbürger das Leben gekostet hat und bei der sechzig Menschen in dem Haus am Danziger Platz verletzt wurden, ist noch immer ungeklärt. Weder ein technischer Defekt, noch ein Brandanschlag, nichts ist ausgeschlossen. Den Opfern, die wohl der Religionsgemeinschaft der Aleviten zuzurechnen sind, gilt unser tiefes Mitgefühl.
Zugleich erinnern wir uns an die Kölner Protestdemonstration der in Deutschland lebenden Aleviten gegen den anti-alevitischen Fernsehfilm „Wem Ehre gebührt“, der unter der Ägide des pro-israelischen Programmdirektors Volker Herres vom NDR in der ARD gezeigt wurde.
Auf der Website der alevitischen Gemeinschaft www.alevi.com fand sich zu dem antiislamischen Tatort-Krimi folgender Hinweis, Auszug:
„16-01-08 NDR-Programmausschuss wird sich mit Tatort befassen
Von: HEIKO HECHT
Der Programmausschuss des NDR wird sich mit der Tatort-Folge „Wem Ehre gebührt“ befassen. Das kündigte jetzt die Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Landesrundfunkrates des NDR-Hamburg, Antje Blumenthal (CDU), nach einem gemeinsamen Gespräch mit den CDU-Kandidaten für den Wahlkreis Billstedt-Wilhelmsburg- Finkenwerder David Erkalp und Heiko Hecht (MdHB), sowie den Vertretern der Alevitischen Gemeinde Cengiz Orhan (Vorsitzender des Alevitischen Kulturzentrums ) und Ejdar Tatar (Landessprecher der Alevitischen Gemeinde) in Hamburg an.
Unter anderem solle zum Thema gemacht werden, warum Mitarbeiter des Senders im Zuge der Recherche Mitglieder der Alevitischen Gemeinde zu ihrem Glauben nur oberflächlich befragten und im Tatort dann ein falsches und diffamierendes Bild der Aleviten zeichneten.
„Es wurden Fragen zu Beerdigungszeremonien gestellt. Dass auch das aus Vorurteilen herrührende Thema „Inzest“ eingebunden werden soll, erfuhren die Aleviten im Vorfeld nicht. Hier hätte in einem offenen Dialog mit der Gemeinde vieles zu einem frühen Zeitpunkt konstruktiv besprochen werden können“, erklärte Hecht..."
Die Geschichte hatte in Hamburg, von der bundesdeutschen Öffentlichkeit weithin unbeobachtet, einen interessanten kommunalpolitischen Vorlauf:
04-01-06 abendblatt.de berichtete unter „Hecht bricht sein Schweigen“ dazu folgendes:
„Seit Wochen ist er der umstrittenste Politiker der Hamburger CDU: der Bürgerschaftsabgeordnete Heiko Hecht, Ortsvorsitzender von Finkenwerder.
Alle Vorwürfe rund um den ominösen Masseneintritt in seinen Ortsverband ließ er unkommentiert, als auf wundersame Weise 204 Neuzugänge den kleinen Verband (78 Mitglieder) stärken sollten. ... Offene Fragen gibt es viele.
Hat Heiko Hecht den Eintritt von mehr als 200 Neumitgliedern organisiert, um seine Macht im Ortsverband Finkenwerder zu stärken? "Nein", betont er. Laut Hecht wurden die Mitglieder von Sympathisanten seines Ortsverbands geworben. Darunter sei der Kaufmann Ejdar Tatar aus dem Univiertel gewesen, aber auch andere. ..."Ich habe die Originale der Mitgliedsanträge gar nicht zu Gesicht bekommen", so Hecht, sie seien direkt von den Werbern bei der Zentrale des CDU-Landesverbands am Leinpfad abgegeben worden. "Später habe ich von der Landesgeschäftsstelle dann nur Mitgliedsbögen mit Namen und Geburtsdaten erhalten, und daran ist mir nichts Besonderes aufgefallen."
Heute, am 07-02-08, gibt der auf wundersame Weise wie fast alle FernsehintendantInnen der neuesten Generation israelfreundliche SWR-Intendant Peter Boudgoust eine zum Thema passende Neuigkeit bekannt (Auszug aus der FR):
„ARD verschiebt "Tatort" aus Ludwigshafen
Frankfurt - Nach der Brandkatastrophe von Ludwigshafen wird der für Sonntag vorgesehene Lena-Odenthal-"Tatort" um einen Mord im deutsch-türkischen Milieu der Stadt verschoben. Das hat der Südwestrundfunk (SWR) in enger Abstimmung mit der ARD-Programmdirektion in München entschieden.
Der Krimi "Schatten der Angst" mit Ulrike Folkerts als Kommissarin Lena Odenthal soll nun am 6. April nachgeholt werden. An diesem Sonntag wird stattdessen die Wiederholung der "Tatort"-Folge "Roter Tod" ausgestrahlt, in der es um das Thema Aids geht. Bei dem Feuer in Ludwigshafen in einem von türkischen Familien bewohnten Haus waren neun Menschen ums Leben gekommen.
SWR-Intendant Peter Boudgoust erklärte, mit der Entscheidung nehme der Sender "Rücksicht auf eine große Trauergemeinde, deren Gefühle wir nicht verletzen wollen". Angesichts der Anteilnahme für die Opfer "hätte die Gefahr bestanden, dass eine herausragende Produktion völlig falsch verstanden wird".
Nach Boudgousts Worten ist "Schatten der Angst" eine stimmig inszenierte, spannende Liebesgeschichte, die zwar im deutsch-türkischen Milieu spiele, "mit der aktuellen Diskussion um die Hintergründe des Großbrandes in Ludwigshafen vom Sonntag aber nichts zu tun" habe.“
Kein Kommentar. Oder doch: Neben Schleichwerbung gibt es offenbar auch eine recht subtil und "stimmig inszenierte", anti-alevitische, anti-islamische, anti-türkische Schleichpropaganda im öffentlich rechtlichen Fernsehen. Zu irgendwas müssen Intendanten und Programmdirektoren, die man zielstrebig auf ihre Sessel bugsiert hat, ja nutze sein; zu irgendwas müssen die elenden Koch-Veranstaltungen und ARD-Krimiserien doch benutzt werden.
Wer aber jetzt mit dem Finger nur auf den hessischen CDU-Youngster zeigt, der mit seinem Gerede über jugendliche kriminelle Ausländer die Stimmung geschürt und den Boden bereitet hat, darf eins nicht vergessen. Der Brandanschlag in Ludwigshafen lenkt die gesamte deutsche Aufmerksamkeit von dem anderen akuten Krisenherd Gaza/Nahost ab. Das Aufmerksamkeitsdefizit könnte Israel, das mit seiner Strangulations- und Blockadepolitik in Rafah gerade baden gegangen ist, gut für einen militärischen Großangriff gegen die Hamas nutzen. Sowas wissen die herrschenden globalen Themen- und Mediengestalter natürlich vorher und andere berücksichtigen es bei ihren Planungen.
Gerade kommt in der Frankfurter Rundschau die Meldung: Gazastreifen,
Israel droht mit Militärgewalt. Na also.
Soll ja nach den Aussagen der z w e i kindlichen Zeuginnen (Alter der Kinder?, Belastbarkeit der Aussagen?) ein Schwarzhaariger gewesen sein, der da im Hausflur in Ludwigshafen gezündelt haben soll; war wohl eher ein mediterraner Mossad-Typ. Deutsche Rechtsextremisten sind meistens blauäugig, blond und so dumm, dass sie an der am "Tattag" ganztägig vor dem Haus geparkten Polizeistreife kaum vorbeigekommen wären. Wo bleibt das Phantombild? Kommt vermutlich nicht, Ausreden (s. Mittweida) gibts ja genug.
Wenn das am Danziger Platz kein technischer Defekt war, von illegalem Stromabzweigen ist die Rede, dann war der Brandstifter - schon von der Gesamtplanung her - ein Profi. Vermutlich wird die Brandursache nie geklärt werden.
Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.
Im "War on terror" ist nichts wie es scheint. Manche fallen trotzdem immer wieder auf die plumpsten Tricks diverser Dienste rein und verdächtigen prompt die Falschen. Wer wie z. Zt. die türkische Yellow-Press die Deutschen pauschal verdächtigt, geborene Fremdenfeinde und Neonazis zu sein, hängt demselben Denkschema an wie der Antisemitismus.
Wer handfeste Motive für blutige und brutale Anschläge gegen das friedliche Völkchen der Aleviten sucht, müsste sich zuerst mit ihrem Siedlungsgebiet, ihrer Geschichte, der alevitischen, kurdischen und armenischen Frage befassen, sollte sich die mörderischen Söldner-/Verbrecherbanden und skrupellosen Geheimdienste angucken, die gerade die letzten ertragreichen Ölquellen im Nordirak im Besonderen und im Nahen-/Mittleren Osten im Allgemeinen unter ihre Kontrolle bringen wollen.
Die „geniale“ Idee von Cheney, Bush und den amerikanischen Ölkonzernen, durch Beseitigung der Zentralmacht Saddam Husseins für lau an die irakischen Ölquellen zu kommen, hat gerade in den Grenzgebieten des Irak Dutzende von Konfliktherden neu entfacht, die seit Jahrzehnten und Jahrhunderten in der Region vor sich hin schwelten. Ethnische Auseinandersetzungen toben in Ostanatolien und im Nordirak seit der US-Invasion schlimmer als je zuvor zwischen Türken und Kurden (Bergtürken), Armeniern und Aleviten. Innerhalb dieser Völker gibt es wiederum Streit zwischen den verschiedensten Stämmen, religiöse Konflikte zwischen Sunniten und Schiiten, werden Kämpfe zwischen verschiedenen lokalen politischen Parteien und Richtungskämpfe innerhalb der Parteien und Religionsgruppen mit Waffengewalt ausgetragen. Geld für Munition und Waffen wurde oder wird von den Exilorganisationen der streitenden Gruppen u.a. in Deutschland, z.B. durch die knallhart agierende PKK bei den Gruppen-/ Stammes-/Volksangehörigen eingetrieben, die hier Asyl gefunden haben. Wer nicht zahlt, dessen Haus wird abgefackelt.
Seit die türkische Armee die kurdischen Peschmerga völkerrechtswidrig in aller Offenheit über die türkisch-/irakische Grenze hinweg mit Artillerie, Panzern und Hubschraubern bekämpft, hat sich die Lage auch für die anderen „Minderheiten“ dramatisch zugespitzt und strahlt negativ auf alle Exilanten/Migranten aus, die in Deutschland Zuflucht gesucht haben. So hat George W. Bush mit seinem „War on Terror“ in Afghanistan und im Irak, über den Balkan und Kurdistan, Palästina und Pakistan, Somalia und Äthiopien, Kenia und den Sudan inzwischen die ganze Welt in ein Treibhaus von Angst und Schrecken verwandelt, übersät mit Mord- und Totschlag, Brandstiftung, Kriegen und blutigen Bürgerkriegen. Im Untergang versuchen die amerikanischen Finanzkapitalisten noch möglichst viele mit in den Tod zu reißen. Wer hätte von der New Yorker Sippschaft auch anderes erwartet.
In Deutschland haben wir als Resultat der komplexen Interaktion im nahöstlichen Krisen- und Kriegsgebiet nur wahrgenommen, dass die Kurden jetzt im Nordirak die Gewalt über die Ölquellen an sich gerissen haben. Wenig bekannt ist, dass auch andere Minderheiten wie Aleviten und Yeziden dort aus „religiösen“ Gründen vom Staat genauso wie von den Terroristen grausam unterdrückt werden. LKW-Sprengstoffattentate im Gebiet der Yeziden mit hunderten Toten und Verletzten, die Al Queida zugeschoben wurden, gingen zuletzt durch die deutschen Medien. 35 Aleviten verbrannten in der Türkei 1993 in Sivas nach einem Brandanschlag von Sunniten auf das Madimak Hotel, wo eine wütende Menge Aziz Nezin im Hotel vermutete, der die Türken als feige und dumm verhöhnt und die satanischen Verse von Salman Rushdie zitiert hatte. Türkische Polizei und Feuerwehr griffen in Sivas erst nach acht Stunden ein, als die Hotel-Holzhütte schon bis zum Erdboden abgefackelt war. Aziz Nezin entkam dem Feuer leicht verletzt.
Seit Karl May habe wir Normalbürger uns damit begnügt, bei dieser dauerhaften Krisen-Region pauschal vom „wilden Kurdistan“ zu reden. Detailliert erfahren wir aus den Medien zuwenig über die Konfliktsituation des Bürgerkrieges in Ostanatolien und über den Krieg ums Öl im Nordirak, wo die aktuelle Bündnisbildung, deren Auseinanderbrechen und Neuformierung vermutlich vom türkischen Geheimdienst, der amerikanischen CIA, dem israelischen Mossad und den kurdischen Agenten massiv gesteuert wird.
Die Ursache der furchtbaren Brandkatastrophe in Ludwigshafen, die neun türkische Mitbürger das Leben gekostet hat und bei der sechzig Menschen in dem Haus am Danziger Platz verletzt wurden, ist noch immer ungeklärt. Weder ein technischer Defekt, noch ein Brandanschlag, nichts ist ausgeschlossen. Den Opfern, die wohl der Religionsgemeinschaft der Aleviten zuzurechnen sind, gilt unser tiefes Mitgefühl.
Zugleich erinnern wir uns an die Kölner Protestdemonstration der in Deutschland lebenden Aleviten gegen den anti-alevitischen Fernsehfilm „Wem Ehre gebührt“, der unter der Ägide des pro-israelischen Programmdirektors Volker Herres vom NDR in der ARD gezeigt wurde.
Auf der Website der alevitischen Gemeinschaft www.alevi.com fand sich zu dem antiislamischen Tatort-Krimi folgender Hinweis, Auszug:
„16-01-08 NDR-Programmausschuss wird sich mit Tatort befassen
Von: HEIKO HECHT
Der Programmausschuss des NDR wird sich mit der Tatort-Folge „Wem Ehre gebührt“ befassen. Das kündigte jetzt die Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Landesrundfunkrates des NDR-Hamburg, Antje Blumenthal (CDU), nach einem gemeinsamen Gespräch mit den CDU-Kandidaten für den Wahlkreis Billstedt-Wilhelmsburg- Finkenwerder David Erkalp und Heiko Hecht (MdHB), sowie den Vertretern der Alevitischen Gemeinde Cengiz Orhan (Vorsitzender des Alevitischen Kulturzentrums ) und Ejdar Tatar (Landessprecher der Alevitischen Gemeinde) in Hamburg an.
Unter anderem solle zum Thema gemacht werden, warum Mitarbeiter des Senders im Zuge der Recherche Mitglieder der Alevitischen Gemeinde zu ihrem Glauben nur oberflächlich befragten und im Tatort dann ein falsches und diffamierendes Bild der Aleviten zeichneten.
„Es wurden Fragen zu Beerdigungszeremonien gestellt. Dass auch das aus Vorurteilen herrührende Thema „Inzest“ eingebunden werden soll, erfuhren die Aleviten im Vorfeld nicht. Hier hätte in einem offenen Dialog mit der Gemeinde vieles zu einem frühen Zeitpunkt konstruktiv besprochen werden können“, erklärte Hecht..."
Die Geschichte hatte in Hamburg, von der bundesdeutschen Öffentlichkeit weithin unbeobachtet, einen interessanten kommunalpolitischen Vorlauf:
04-01-06 abendblatt.de berichtete unter „Hecht bricht sein Schweigen“ dazu folgendes:
„Seit Wochen ist er der umstrittenste Politiker der Hamburger CDU: der Bürgerschaftsabgeordnete Heiko Hecht, Ortsvorsitzender von Finkenwerder.
Alle Vorwürfe rund um den ominösen Masseneintritt in seinen Ortsverband ließ er unkommentiert, als auf wundersame Weise 204 Neuzugänge den kleinen Verband (78 Mitglieder) stärken sollten. ... Offene Fragen gibt es viele.
Hat Heiko Hecht den Eintritt von mehr als 200 Neumitgliedern organisiert, um seine Macht im Ortsverband Finkenwerder zu stärken? "Nein", betont er. Laut Hecht wurden die Mitglieder von Sympathisanten seines Ortsverbands geworben. Darunter sei der Kaufmann Ejdar Tatar aus dem Univiertel gewesen, aber auch andere. ..."Ich habe die Originale der Mitgliedsanträge gar nicht zu Gesicht bekommen", so Hecht, sie seien direkt von den Werbern bei der Zentrale des CDU-Landesverbands am Leinpfad abgegeben worden. "Später habe ich von der Landesgeschäftsstelle dann nur Mitgliedsbögen mit Namen und Geburtsdaten erhalten, und daran ist mir nichts Besonderes aufgefallen."
Heute, am 07-02-08, gibt der auf wundersame Weise wie fast alle FernsehintendantInnen der neuesten Generation israelfreundliche SWR-Intendant Peter Boudgoust eine zum Thema passende Neuigkeit bekannt (Auszug aus der FR):
„ARD verschiebt "Tatort" aus Ludwigshafen
Frankfurt - Nach der Brandkatastrophe von Ludwigshafen wird der für Sonntag vorgesehene Lena-Odenthal-"Tatort" um einen Mord im deutsch-türkischen Milieu der Stadt verschoben. Das hat der Südwestrundfunk (SWR) in enger Abstimmung mit der ARD-Programmdirektion in München entschieden.
Der Krimi "Schatten der Angst" mit Ulrike Folkerts als Kommissarin Lena Odenthal soll nun am 6. April nachgeholt werden. An diesem Sonntag wird stattdessen die Wiederholung der "Tatort"-Folge "Roter Tod" ausgestrahlt, in der es um das Thema Aids geht. Bei dem Feuer in Ludwigshafen in einem von türkischen Familien bewohnten Haus waren neun Menschen ums Leben gekommen.
SWR-Intendant Peter Boudgoust erklärte, mit der Entscheidung nehme der Sender "Rücksicht auf eine große Trauergemeinde, deren Gefühle wir nicht verletzen wollen". Angesichts der Anteilnahme für die Opfer "hätte die Gefahr bestanden, dass eine herausragende Produktion völlig falsch verstanden wird".
Nach Boudgousts Worten ist "Schatten der Angst" eine stimmig inszenierte, spannende Liebesgeschichte, die zwar im deutsch-türkischen Milieu spiele, "mit der aktuellen Diskussion um die Hintergründe des Großbrandes in Ludwigshafen vom Sonntag aber nichts zu tun" habe.“
Kein Kommentar. Oder doch: Neben Schleichwerbung gibt es offenbar auch eine recht subtil und "stimmig inszenierte", anti-alevitische, anti-islamische, anti-türkische Schleichpropaganda im öffentlich rechtlichen Fernsehen. Zu irgendwas müssen Intendanten und Programmdirektoren, die man zielstrebig auf ihre Sessel bugsiert hat, ja nutze sein; zu irgendwas müssen die elenden Koch-Veranstaltungen und ARD-Krimiserien doch benutzt werden.
Wer aber jetzt mit dem Finger nur auf den hessischen CDU-Youngster zeigt, der mit seinem Gerede über jugendliche kriminelle Ausländer die Stimmung geschürt und den Boden bereitet hat, darf eins nicht vergessen. Der Brandanschlag in Ludwigshafen lenkt die gesamte deutsche Aufmerksamkeit von dem anderen akuten Krisenherd Gaza/Nahost ab. Das Aufmerksamkeitsdefizit könnte Israel, das mit seiner Strangulations- und Blockadepolitik in Rafah gerade baden gegangen ist, gut für einen militärischen Großangriff gegen die Hamas nutzen. Sowas wissen die herrschenden globalen Themen- und Mediengestalter natürlich vorher und andere berücksichtigen es bei ihren Planungen.
Gerade kommt in der Frankfurter Rundschau die Meldung: Gazastreifen,
Israel droht mit Militärgewalt. Na also.
Soll ja nach den Aussagen der z w e i kindlichen Zeuginnen (Alter der Kinder?, Belastbarkeit der Aussagen?) ein Schwarzhaariger gewesen sein, der da im Hausflur in Ludwigshafen gezündelt haben soll; war wohl eher ein mediterraner Mossad-Typ. Deutsche Rechtsextremisten sind meistens blauäugig, blond und so dumm, dass sie an der am "Tattag" ganztägig vor dem Haus geparkten Polizeistreife kaum vorbeigekommen wären. Wo bleibt das Phantombild? Kommt vermutlich nicht, Ausreden (s. Mittweida) gibts ja genug.
Wenn das am Danziger Platz kein technischer Defekt war, von illegalem Stromabzweigen ist die Rede, dann war der Brandstifter - schon von der Gesamtplanung her - ein Profi. Vermutlich wird die Brandursache nie geklärt werden.
Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.
rhbl - 7. Feb, 21:41
