FAZ-Leser fassungslos über Medien-Treibjagd gegen Kurt Beck
rhbl
Der steigenden Anspruchslosigkeit der Neuen Medien kann man ja leicht entgehen: Stecker raus, Computer oder Glotze aus. Unterschreitet aber das eigene Hausblatt die unterste Grenze des guten Geschmacks, fragt man sich unwillkürlich, ob nicht vielleicht das ganze Land unter die Räuber gefallen ist.
Dass die Gossenblätter der „Hochfinanz“ über Kurt Beck herfallen würden, wenn er die SPD ein Stück weit in Richtung soziale Gerechtigkeit steuern würde, war ja klar. Aber dass seriöse Journalisten einer relativ angesehenen Tageszeitung mit den Widerlingen der Fünf-Groschenpresse gemeinsam als Meute über einen krank Darniederliegenden so herfallen, das haben wir noch selten erlebt.
Die NZZ hat vor ein paar Tagen geschildert, wie Kurt Beck am Abend des 18. Februar, wenige Tage vor der Hamburg-Wahl, mit einigen Berliner Journalisten ein vertrauliches Hintergrundgespräch geführt hat. Dabei hat er nicht ausgeschlossen, dass Frau Ypsilanti in Hessen in ihrer Koalitionsbildung auf Länderebene frei ist. Das hat dann wohl einer der Teilnehmer, ein wahrer Indiskretin, gegen die Regeln des Journalistenverbandes ein wenig aufgehübscht und weitergetragen. Dazu, dass ein Journalist hier den strengen Kodex seines Berufsstandes verletzt haben könnte, dazu las ich bisher nichts.
Jedenfalls erschien im Wiesbadener Kurier umgehend folgende Meldung (Auszug):
„Wiesbadener Kurier, Main-Taunus-Kurier vom 20.02.2008
Ypsilanti soll sich von Linken wählen lassen - Bundes-SPD setzt offenbar auf neue Strategie
sla./joh. WIESBADEN / BERLIN In der SPD-Führung wird eine Wahl der hessischen SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti zur Ministerpräsidentin nun offenbar auch für den Fall angestrebt, dass sie auf Stimmen der Linken angewiesen wäre. "Andrea Ypsilanti wird sich zur Wahl stellen. Als Ministerpräsidentin kann sie Neuwahlen nach vier oder fünf Monaten machen. So sieht das auch Kurt Beck", wurde unserer Berliner Redaktion in Parteikreisen bestätigt. ..“
Dieses „Schlangengerücht“ versetzte die schwarzen Gestalten an der Spitze der Berliner CDU-"Machtzentrale" in Panik. Obwohl jedem kundigen Thebaner nach dem Wahlergebnis in Hessen klar war, dass nur Rot-Grün mit Tolerierung durch die Linke eine reelle Chance zur Regierungsbildung hatte. Das "Gerücht" wurde umgehend von der CDU-Medienmeute, darunter die Herren Holl und Bannas von der FAZ, aufgegriffen und in eine unsäglich unfaire Kampagne gegen den SPD-Vorsitzenden verwandelt, der sich wegen einer schweren Grippe noch nicht einmal zur Wehr setzen konnte.
Von einer seriösen Zeitung und Journalisten, die sich noch einen Rest von Anstand bewahrt haben, hätte man das nicht erwartet. Auf den Inhalt der diversen Spekulationen und Gerüchte, die da hemmungslos als Fakten verbreitet wurden, will ich gar nicht eingehen. Hier einige Überschriften der "FAZ-Treibjagdserie", in chronologischer Reihenfolge. Sie sprechen für sich:
20.02.08 SPD weicht Spekulationen über Wahl Ypsilantis durch „Linke“ aus (holl)
20.02.08 Mit Becks Segen, Ypsilanti setzt offenbar auf die Hilfe der Linkspartei
21.02.08 Linker Geheimplan (bannas)
22.02.08 Frau Ypsilanti und die Linkspartei, SPD fassungslos über Kurt Beck
22.02.08 Die SPD und die Linkspartei, Becks durchsichtiges Manöver
22.02.08 Regierungsbildung in Hessen, Warnungen in der SPD vor „Wortbruch“ Becks
22.02.08 SPD rätselt über Kurt Beck, Was wollte er?
23.02.08 Union: Beck gefährdet Koalition
24.02.08 SPD nach der Hamburg-Wahl, Beck hat es versiebt
25.02.08 Richtungsstreit in der SPD, Becks Pyrrhussieg
26.02.08 Schadensbegrenzung nach der Wahl, Kopf- u. Gliederschmerzen in der ganzen SPD
28.02.08 Becks Bewährungsprobe
29.02.08 SPD, Geisterfahrer Beck
29.02.08 Heftiger Streit in der SPD, Naumann: Becks Kurs eine politische „Geisterfahrt“
29.02.08 Weiter Unmut in SPD über Beck (bannas)
29.02.08 Kurt Beck krank und unbeliebter
Dummerweise haben sich die schwarzen Indiskretins und Intriganten "geirrt". „Die SPD“ ist gar nicht fassungslos über Kurt Beck sondern solidarisiert sich mit ihm. Die ganze SPD hat weder Kopf- noch Gliederschmerzen, höchstens die wenigen "hohen Herren", die für die Heuschrecken die Drecksarbeit der sogenannten "Reformen" durchgeführt haben und jetzt die Reaktion der Basis fürchten müssen.
Die atlantischen Speichellecker vom Schlage Naumann, Klose oder Karsten Voigt glaubten doch allen Ernstes, sie könnten eine schnelle Mark machen und unsere kontinentalen Werte und unsere soziale Demokratie über Nacht an die angloamerikanischen Heuschrecken verscherbeln. In der Stadt der Milliardäre, in Hamburg, wären sie damit fast durchgekommen. Aber in Hessen-Süd zieht die Nummer der "Arbeiterverräter" nicht. Da sind sie voll aufgelaufen. Die Entscheidung in Wiesbaden habe keine Bedeutung für den Bund, verkündet Struck jetzt euphemistisch. Wer so tönt, könnte bald für die SPD im Bund nichts mehr zu entscheiden haben.
Die Basis schäumt wegen der ungerechtfertigten Attacken auf Beck und wird sicher eine ganze Weile einen großen Bogen um diesen Hamburger und jenen Berliner machen.
Welch andere Rückmeldung will jemand, der noch alle fünf Sinne beisammen hat, von einer Partei mit über hundertjähriger sozialer Tradition denn erwarten, wenn die Lebensumstände der Basis vom eigenen Überbau in so kurzer Zeit so dramatisch verschlechtert wurden? Wenn die eigenen "Spitzengenossen" Schröder (Systemveränderer, Hartz IV), Clement (Sklaven-Leiharbeitsförderer), Eichel (Heuschrecken-Türöffner, Ausverkäufer) und Steinbrück (Privatisierer, Arbeitsplatzvernichter) den Abbau der sozialen Gerechtigkeit auch noch als angebliche "Reformen" verschleiert und so den endgültigen sozialen Abstieg der Unterschicht (früher Proletariat, jetzt Prekariat) und den Niedergang ganzer Schichten bis in die Mitte der deutschen Gesellschaft arglistig befördert haben.
Die Genossen brauchen doch nur in ihr Portemonnaie zu gucken, wenn sie wissen wollen, was zuerst Herr Schröder und jetzt Frau Merkel für das Volk getan haben. Der wirtschaftliche Aufschwung der vergangenen drei Jahre ist einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung zufolge an den deutschen Arbeitnehmern weitgehend vorbeigegangen. Die realen Nettolöhne sind in diesem Zeitraum sogar um 3,5 Prozent gesunken.
Dagegen ist die Inflation im November 2007 in Deutschland mit 3,3 Prozent auf den höchsten Wert seit Februar 1994 geklettert.
Die Strompreise sind seit 2005 um 16,6 Prozent und die Gaspreise um 30 Prozent gestiegen. In den vergangenen zwölf Monaten sind bei Lebensmitteln vor allem Geflügel (plus 17,6 Prozent), Käse (17 Prozent) und Molkereiprodukte wie Butter (39,4 Prozent) teurer geworden. Auch für Gemüse (9,7 Prozent) und Brot (7,3 Prozent) müssen Verbraucher tiefer in die Tasche greifen. Der Liter Diesel liegt inzwischen bei 1,29 Euro, aber davon bekommen die „hohen Herren“ in ihren gepanzerten Luxus-Dienstwagen ja nichts mit.
So geht`s nicht weiter!
Wer wundert sich bei dieser Entwicklung noch, dass die Mehrheit der Bevölkerung, die demokratische Linke, jetzt Zug um Zug das Ruder in die Hand nehmen möchte? Das wird die schwarze Medienmeute aus den Teppichetagen der Groschenblätter bestimmt nicht verhindern. Seriöse Zeitungen sollten sich da besonders verantwortlich verhalten.
Sonst bliebe der Nachgeschmack, dass die widerlichen Intrigen der Hamburger-, Hannoveraner- und Wiesbadener "Yellow-Press" sogar aus den Redaktionsräumen der FAZ mitorchestriert werden.
Schmählich ist in jedem Fall das Eingeständnis der Niederlage. Gestern musste der bekannte Sozenfresser Günter Bannas melden:
„SPD-Parteirat stellt sich hinter Beck
ban. BERLIN, 3. März. Der SPD-Parteirat hat mit großer Mehrheit den Vorstandsbeschluss vom Montag vergangener Woche gebilligt, der den Landesverbänden die Möglichkeit zur Kooperation mit der Linkspartei freistellt, zugleich aber eine Zusammenarbeit auf Bundesebene ausschließt. „
"SPD
Parteirat unterstützt Beck
In Abwesenheit des erkrankten Vorsitzenden hat sich der SPD-Parteirat im Richtungsstreit über die Öffnung zur Linkspartei beinahe einstimmig hinter Kurt Beck gestellt. Für dessen Linie gab es Applaus; Steinmeier und Steinbrück wurden für ihre Illoyalität kritisiert."
Sogar die knochenkonservative NZZ musste einräumen, dass trotz zehntägigem "Sturm im Wasserglas" die SPD-Basis geschlossen hinter Kurt Beck steht. Die ganze virtuelle Liebesmüh der schwarzen Mietfedern gegen den SPD-Parteivorsitzenden war umsonst und hat den Zorn der "kleinen Leute" nur noch weiter angefacht.
Lieber Günter, da ist aber jetzt ein devot gehaltenes Entschuldigungsschreiben an Kurt Beck fällig. Vielleicht leiht Dir Genosse Steinbrück seinen Entwurf. Wenn sich so eine Schmutzkampagne überhaupt noch entschuldigen lässt.
Der steigenden Anspruchslosigkeit der Neuen Medien kann man ja leicht entgehen: Stecker raus, Computer oder Glotze aus. Unterschreitet aber das eigene Hausblatt die unterste Grenze des guten Geschmacks, fragt man sich unwillkürlich, ob nicht vielleicht das ganze Land unter die Räuber gefallen ist.
Dass die Gossenblätter der „Hochfinanz“ über Kurt Beck herfallen würden, wenn er die SPD ein Stück weit in Richtung soziale Gerechtigkeit steuern würde, war ja klar. Aber dass seriöse Journalisten einer relativ angesehenen Tageszeitung mit den Widerlingen der Fünf-Groschenpresse gemeinsam als Meute über einen krank Darniederliegenden so herfallen, das haben wir noch selten erlebt.
Die NZZ hat vor ein paar Tagen geschildert, wie Kurt Beck am Abend des 18. Februar, wenige Tage vor der Hamburg-Wahl, mit einigen Berliner Journalisten ein vertrauliches Hintergrundgespräch geführt hat. Dabei hat er nicht ausgeschlossen, dass Frau Ypsilanti in Hessen in ihrer Koalitionsbildung auf Länderebene frei ist. Das hat dann wohl einer der Teilnehmer, ein wahrer Indiskretin, gegen die Regeln des Journalistenverbandes ein wenig aufgehübscht und weitergetragen. Dazu, dass ein Journalist hier den strengen Kodex seines Berufsstandes verletzt haben könnte, dazu las ich bisher nichts.
Jedenfalls erschien im Wiesbadener Kurier umgehend folgende Meldung (Auszug):
„Wiesbadener Kurier, Main-Taunus-Kurier vom 20.02.2008
Ypsilanti soll sich von Linken wählen lassen - Bundes-SPD setzt offenbar auf neue Strategie
sla./joh. WIESBADEN / BERLIN In der SPD-Führung wird eine Wahl der hessischen SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti zur Ministerpräsidentin nun offenbar auch für den Fall angestrebt, dass sie auf Stimmen der Linken angewiesen wäre. "Andrea Ypsilanti wird sich zur Wahl stellen. Als Ministerpräsidentin kann sie Neuwahlen nach vier oder fünf Monaten machen. So sieht das auch Kurt Beck", wurde unserer Berliner Redaktion in Parteikreisen bestätigt. ..“
Dieses „Schlangengerücht“ versetzte die schwarzen Gestalten an der Spitze der Berliner CDU-"Machtzentrale" in Panik. Obwohl jedem kundigen Thebaner nach dem Wahlergebnis in Hessen klar war, dass nur Rot-Grün mit Tolerierung durch die Linke eine reelle Chance zur Regierungsbildung hatte. Das "Gerücht" wurde umgehend von der CDU-Medienmeute, darunter die Herren Holl und Bannas von der FAZ, aufgegriffen und in eine unsäglich unfaire Kampagne gegen den SPD-Vorsitzenden verwandelt, der sich wegen einer schweren Grippe noch nicht einmal zur Wehr setzen konnte.
Von einer seriösen Zeitung und Journalisten, die sich noch einen Rest von Anstand bewahrt haben, hätte man das nicht erwartet. Auf den Inhalt der diversen Spekulationen und Gerüchte, die da hemmungslos als Fakten verbreitet wurden, will ich gar nicht eingehen. Hier einige Überschriften der "FAZ-Treibjagdserie", in chronologischer Reihenfolge. Sie sprechen für sich:
20.02.08 SPD weicht Spekulationen über Wahl Ypsilantis durch „Linke“ aus (holl)
20.02.08 Mit Becks Segen, Ypsilanti setzt offenbar auf die Hilfe der Linkspartei
21.02.08 Linker Geheimplan (bannas)
22.02.08 Frau Ypsilanti und die Linkspartei, SPD fassungslos über Kurt Beck
22.02.08 Die SPD und die Linkspartei, Becks durchsichtiges Manöver
22.02.08 Regierungsbildung in Hessen, Warnungen in der SPD vor „Wortbruch“ Becks
22.02.08 SPD rätselt über Kurt Beck, Was wollte er?
23.02.08 Union: Beck gefährdet Koalition
24.02.08 SPD nach der Hamburg-Wahl, Beck hat es versiebt
25.02.08 Richtungsstreit in der SPD, Becks Pyrrhussieg
26.02.08 Schadensbegrenzung nach der Wahl, Kopf- u. Gliederschmerzen in der ganzen SPD
28.02.08 Becks Bewährungsprobe
29.02.08 SPD, Geisterfahrer Beck
29.02.08 Heftiger Streit in der SPD, Naumann: Becks Kurs eine politische „Geisterfahrt“
29.02.08 Weiter Unmut in SPD über Beck (bannas)
29.02.08 Kurt Beck krank und unbeliebter
Dummerweise haben sich die schwarzen Indiskretins und Intriganten "geirrt". „Die SPD“ ist gar nicht fassungslos über Kurt Beck sondern solidarisiert sich mit ihm. Die ganze SPD hat weder Kopf- noch Gliederschmerzen, höchstens die wenigen "hohen Herren", die für die Heuschrecken die Drecksarbeit der sogenannten "Reformen" durchgeführt haben und jetzt die Reaktion der Basis fürchten müssen.
Die atlantischen Speichellecker vom Schlage Naumann, Klose oder Karsten Voigt glaubten doch allen Ernstes, sie könnten eine schnelle Mark machen und unsere kontinentalen Werte und unsere soziale Demokratie über Nacht an die angloamerikanischen Heuschrecken verscherbeln. In der Stadt der Milliardäre, in Hamburg, wären sie damit fast durchgekommen. Aber in Hessen-Süd zieht die Nummer der "Arbeiterverräter" nicht. Da sind sie voll aufgelaufen. Die Entscheidung in Wiesbaden habe keine Bedeutung für den Bund, verkündet Struck jetzt euphemistisch. Wer so tönt, könnte bald für die SPD im Bund nichts mehr zu entscheiden haben.
Die Basis schäumt wegen der ungerechtfertigten Attacken auf Beck und wird sicher eine ganze Weile einen großen Bogen um diesen Hamburger und jenen Berliner machen.
Welch andere Rückmeldung will jemand, der noch alle fünf Sinne beisammen hat, von einer Partei mit über hundertjähriger sozialer Tradition denn erwarten, wenn die Lebensumstände der Basis vom eigenen Überbau in so kurzer Zeit so dramatisch verschlechtert wurden? Wenn die eigenen "Spitzengenossen" Schröder (Systemveränderer, Hartz IV), Clement (Sklaven-Leiharbeitsförderer), Eichel (Heuschrecken-Türöffner, Ausverkäufer) und Steinbrück (Privatisierer, Arbeitsplatzvernichter) den Abbau der sozialen Gerechtigkeit auch noch als angebliche "Reformen" verschleiert und so den endgültigen sozialen Abstieg der Unterschicht (früher Proletariat, jetzt Prekariat) und den Niedergang ganzer Schichten bis in die Mitte der deutschen Gesellschaft arglistig befördert haben.
Die Genossen brauchen doch nur in ihr Portemonnaie zu gucken, wenn sie wissen wollen, was zuerst Herr Schröder und jetzt Frau Merkel für das Volk getan haben. Der wirtschaftliche Aufschwung der vergangenen drei Jahre ist einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung zufolge an den deutschen Arbeitnehmern weitgehend vorbeigegangen. Die realen Nettolöhne sind in diesem Zeitraum sogar um 3,5 Prozent gesunken.
Dagegen ist die Inflation im November 2007 in Deutschland mit 3,3 Prozent auf den höchsten Wert seit Februar 1994 geklettert.
Die Strompreise sind seit 2005 um 16,6 Prozent und die Gaspreise um 30 Prozent gestiegen. In den vergangenen zwölf Monaten sind bei Lebensmitteln vor allem Geflügel (plus 17,6 Prozent), Käse (17 Prozent) und Molkereiprodukte wie Butter (39,4 Prozent) teurer geworden. Auch für Gemüse (9,7 Prozent) und Brot (7,3 Prozent) müssen Verbraucher tiefer in die Tasche greifen. Der Liter Diesel liegt inzwischen bei 1,29 Euro, aber davon bekommen die „hohen Herren“ in ihren gepanzerten Luxus-Dienstwagen ja nichts mit.
So geht`s nicht weiter!
Wer wundert sich bei dieser Entwicklung noch, dass die Mehrheit der Bevölkerung, die demokratische Linke, jetzt Zug um Zug das Ruder in die Hand nehmen möchte? Das wird die schwarze Medienmeute aus den Teppichetagen der Groschenblätter bestimmt nicht verhindern. Seriöse Zeitungen sollten sich da besonders verantwortlich verhalten.
Sonst bliebe der Nachgeschmack, dass die widerlichen Intrigen der Hamburger-, Hannoveraner- und Wiesbadener "Yellow-Press" sogar aus den Redaktionsräumen der FAZ mitorchestriert werden.
Schmählich ist in jedem Fall das Eingeständnis der Niederlage. Gestern musste der bekannte Sozenfresser Günter Bannas melden:
„SPD-Parteirat stellt sich hinter Beck
ban. BERLIN, 3. März. Der SPD-Parteirat hat mit großer Mehrheit den Vorstandsbeschluss vom Montag vergangener Woche gebilligt, der den Landesverbänden die Möglichkeit zur Kooperation mit der Linkspartei freistellt, zugleich aber eine Zusammenarbeit auf Bundesebene ausschließt. „
"SPD
Parteirat unterstützt Beck
In Abwesenheit des erkrankten Vorsitzenden hat sich der SPD-Parteirat im Richtungsstreit über die Öffnung zur Linkspartei beinahe einstimmig hinter Kurt Beck gestellt. Für dessen Linie gab es Applaus; Steinmeier und Steinbrück wurden für ihre Illoyalität kritisiert."
Sogar die knochenkonservative NZZ musste einräumen, dass trotz zehntägigem "Sturm im Wasserglas" die SPD-Basis geschlossen hinter Kurt Beck steht. Die ganze virtuelle Liebesmüh der schwarzen Mietfedern gegen den SPD-Parteivorsitzenden war umsonst und hat den Zorn der "kleinen Leute" nur noch weiter angefacht.
Lieber Günter, da ist aber jetzt ein devot gehaltenes Entschuldigungsschreiben an Kurt Beck fällig. Vielleicht leiht Dir Genosse Steinbrück seinen Entwurf. Wenn sich so eine Schmutzkampagne überhaupt noch entschuldigen lässt.
rhbl - 4. Mrz, 15:43
