Hempher, der britische „Spion“ als humanitärer Helfer in Myanmar ?
rhbl
Es gibt drei Berufsgruppen, denen zur Zeit in der arabischen Welt und in Asien keine besondere Hochachtung widerfährt: der britische Spion, der israelische Panzerfahrer und der amerikanische Hypothekenhändler.
Dass Panzerfahrer und Hypothekenhändler unbeliebt sind ist selbsterklärend. Aber woran liegt es nur, dass die Briten in ihren ehemaligen Kolonien als Spione gelten ? Von ihnen hält man in der strenggläubigen Welt des Islam offenbar besonders wenig, wie sich aus den recht zahlreich vorhandenen, einschlägigen Schriften entnehmen lässt, die im Internet für die sunnitische, wahabitische oder schiitische Leserschaft zirkulieren.
Sehr wahrscheinlich werden diese Pamphlete in der Weltsprache Englisch auch in buddhistischen Ländern wie Myanmar gelesen, wo der Leidensdruck aus der britischen Kolonialzeit bei der Regierung noch nachwirkt. Anders kann ich mir die rigide Abschottung des Militärregimes von Myanmar gegenüber amerikanischen und britischen Hilfsangeboten nicht erklären.
Als kleine Kostprobe sei aus der in Arabien und Asien recht weit verbreiteten Propagandaschrift: „GESTÄNDNISSE von Hempher, einem britischen Spion und
(über die) Britische Feindschaft gegen den Islam“ von einem gewissen M.S. Gümü zitiert. Das Pamphlet richtet sich an eine intellektuell nicht gerade anspruchsvolle Leserschaft und warnt vor der hervorstechendsten britischen Nationaleigenschaft, der Heuchelei. Dazu werden in dem Traktat eindringlich die enormen Verstellungskünste des Agenten der Ostindischen Company, des britischen Spions Hempher geschildert. Und, damit alle Gefährdeten wirklich aufwachen, werden die britischen Kolonien extra noch mal aufgezählt, darunter auch Burma. Das muss auch Myanmars Generalität gelesen haben:
„Das britische Imperium, das auf der Feindschaft gegen den Islam, auf Grausamkeit, Despotismus, Hinterhältigkeit und Verrat beruht, nannte sich: “Der Staat, über dem die Sonne niemals untergeht.” Die Länder wie Kanada, Südafrika, Neuseeland, Fiji Inseln, Pazifische Inseln, Papua, Tonga, Australien, Britisches Beludschistan, Burma, Jemen (Aden), Somali, Borneo, Brunei, Sarawak, Indien, Westpakistan, Bengal, Malaysia, Indonesien, Hong Kong, ein Teil Chinas, Zypern, Malta, Ägypten (1882), Sudan, Niger, Nigeria, Uganda, Kenia, Simbabwe, Sambia, Malawî, Bahama, Grenada, Guyana, Botswana, Gambia, Ghana, Sierra Leone, Tansania und Singapur kamen unter britische Herrschaft. Den Völkern dieser Staaten gingen ihre Religion, ihre Sprache und ihre Tradition verloren. Dazu wurden noch ihre Bodenschätze und Naturalien von den Briten ausgebeutet…“ (Und dann wird richtig grausam gegen die Briten vom Leder gezogen, aber das wollen wir hier nicht vertiefen.)
Tja, wenn das so ist, da würde ich auch als Buddhist keine Briten oder US-Amerikaner als potentielle Spione ins Land lassen. Wer sich so daneben benimmt, wie die Briten in Indien und Burma oder die USA im Nahen und Mittleren Osten ("Black Hawk down" in Somalia), der wird halt nicht mehr reingelassen ins Land. Da ist die Angst vor einer in der amerikanischen TIMES schon diskutierten Invasion durch die US-Marines zu groß. Außerdem kursieren ja noch weltweit die Geschichten aus dem Kosovokrieg, wo die Amis aus der Luft erst gelbe Carepakete und dann gelbe Streubomben abgeworfen haben. Was besonders von vielen jugoslawischen Kindern verwechselt wurde, heimtückischer gehts kaum noch...
Nein, auf das was da an gezinkter "Hilfe" von den fragwürdigen Gestalten Bush oder Sarkozy aus der Luft abgeworfen werden soll, sollten die Leute aus Myanmar wegen der undurchsichtigen militärischen Begleitumstände lieber verzichten.
Zumal die Spenden aus China, Indien, Rußland, Pakistan, vom IKRK und überhaupt aus den asiatischen Nachbarländern ausreichend eingehen und auch von der Armee Myanmars so schnell es irgend geht verteilt werden. Es ist übrigens ein Irrtum, wenn man davon ausgeht, mit "westlicher" Transportlogistik wäre die Situation im Irrawaddy-Delta schneller unter Kontrolle zu bringen. Hier hilft vermutlich nur die großflächige Räumung/Evakuierung der betroffenen Gebiete und die Umsiedlung der Überlebenden in weiter nördlich gelegene Gebiete, wie die Regierung das ja auch schon eingeleitet hat.
Wie unsinnig die gehässige Propaganda der Westpresse ist, zeigt sich an den Artikeln gegen die Verlegung der Hauptstadt Myanmars aus Rangun in den vor Wirbelstürmen besser geschützten Norden des Landes. Hier hieß es, die Militärregierung habe die Entscheidung "wie üblich" nach Beratung durch "Astrologen" getroffen. Das waren aber sehr vernünftige Astrologen, denn hätte die Regierung zum Zeitpunkt des Zyklons noch in Rangun residiert, wären alle Hilfs- und Rettungsmaßnahmen noch schleppender angelaufen. Wir erinnern uns bei dieser Gelegenheit an die verheerenden Versäumnisse der Bush-Regierung in den ersten Tagen nach dem Wirbelsturm Kathrina in New Orleans. George W. und Laura Bush hielten sich zum Zeitpunkt der Kathrina-Katastrophe auf ihrer gemütlichen Farm in Texas auf und dachten tagelang nicht daran, die Füße vom Sofa zu nehmen. Und die USA sind kein Entwicklungsland, auf Bushs Privat-Ranch gibts vermutlich mehr Hubschrauber als in ganz Myanmar.
Was die verhetzte angloamerikanische Westpresse, die das Anti-Myanmar-Momentum für ihre niedrigen Zwecke nutzt, natürlich ganz anders darstellt. Kein Wunder, Murdoch & Co dürften ein sattes Schmiergeld vom global herrschenden, jüdisch-amerikanischen Diamanten-Monopolkonzern de Beers einstreichen, wenn die lästige burmesische Konkurrenz ausgeschaltet wird. Laura Bush, die NYT und die LA-Times lassen schon seit Jahren keine Gelegenheit aus, die Umweltsünder in Myanmar`s Diamantengruben anzuprangern. Die mitlaufende Regenbogenpresse erhofft sich wenigstens ein paar Dollar mehr aus zum Dank geschalteten de Beers-Zeitungsannoncen. Motto:"diamond`s best friend" . Für ein paar Klunker mehr durchstreift Antonia Rados sogar die "Todeszone Burma" ("Überall ein Gefühl der Angst"), ist die Journaille in der Stunde von Myanmars größter Not ("Massensterben", FAZ) bereit, mal eben die mißliebige Diamanten-Konkurrenz in Myanmar "forever" wegzuschreiben, damit keiner mehr die fantastischen Monopoly-Preise von de Beers unterbietet.
Seit drei Tagen tragen übrigens die Anti-Myanmar-Militär-Hetzartikel in der proisraelischen deutschen Presse, die zum Teil eins zu eins aus der New York Times abschreiben (siehe hierzu an Stelle vieler das Leitmedium Spiegel-Online, "Da kommt noch 'ne Leiche"), nicht mehr die Namen der Verfasser, ein Zufall? Nein, den Autoren ist es peinlich, dass sie gegen den journalistischen Berufskodex verstoßen müssen, damit sie ihren gutbezahlten Job behalten können. Deshalb werden Nachrichten nicht von Meinungen getrennt, Opferzahlen werden maßlos übertrieben, nachrichtendienstliche Quellen werden verschleiert und es wird ganz en passant ein wenig üble Nato-Propaganda gegen Myanmar und China gemacht, dass die Mietfedern vor Scham nur so glühen.
Es gibt drei Berufsgruppen, denen zur Zeit in der arabischen Welt und in Asien keine besondere Hochachtung widerfährt: der britische Spion, der israelische Panzerfahrer und der amerikanische Hypothekenhändler.
Dass Panzerfahrer und Hypothekenhändler unbeliebt sind ist selbsterklärend. Aber woran liegt es nur, dass die Briten in ihren ehemaligen Kolonien als Spione gelten ? Von ihnen hält man in der strenggläubigen Welt des Islam offenbar besonders wenig, wie sich aus den recht zahlreich vorhandenen, einschlägigen Schriften entnehmen lässt, die im Internet für die sunnitische, wahabitische oder schiitische Leserschaft zirkulieren.
Sehr wahrscheinlich werden diese Pamphlete in der Weltsprache Englisch auch in buddhistischen Ländern wie Myanmar gelesen, wo der Leidensdruck aus der britischen Kolonialzeit bei der Regierung noch nachwirkt. Anders kann ich mir die rigide Abschottung des Militärregimes von Myanmar gegenüber amerikanischen und britischen Hilfsangeboten nicht erklären.
Als kleine Kostprobe sei aus der in Arabien und Asien recht weit verbreiteten Propagandaschrift: „GESTÄNDNISSE von Hempher, einem britischen Spion und
(über die) Britische Feindschaft gegen den Islam“ von einem gewissen M.S. Gümü zitiert. Das Pamphlet richtet sich an eine intellektuell nicht gerade anspruchsvolle Leserschaft und warnt vor der hervorstechendsten britischen Nationaleigenschaft, der Heuchelei. Dazu werden in dem Traktat eindringlich die enormen Verstellungskünste des Agenten der Ostindischen Company, des britischen Spions Hempher geschildert. Und, damit alle Gefährdeten wirklich aufwachen, werden die britischen Kolonien extra noch mal aufgezählt, darunter auch Burma. Das muss auch Myanmars Generalität gelesen haben:
„Das britische Imperium, das auf der Feindschaft gegen den Islam, auf Grausamkeit, Despotismus, Hinterhältigkeit und Verrat beruht, nannte sich: “Der Staat, über dem die Sonne niemals untergeht.” Die Länder wie Kanada, Südafrika, Neuseeland, Fiji Inseln, Pazifische Inseln, Papua, Tonga, Australien, Britisches Beludschistan, Burma, Jemen (Aden), Somali, Borneo, Brunei, Sarawak, Indien, Westpakistan, Bengal, Malaysia, Indonesien, Hong Kong, ein Teil Chinas, Zypern, Malta, Ägypten (1882), Sudan, Niger, Nigeria, Uganda, Kenia, Simbabwe, Sambia, Malawî, Bahama, Grenada, Guyana, Botswana, Gambia, Ghana, Sierra Leone, Tansania und Singapur kamen unter britische Herrschaft. Den Völkern dieser Staaten gingen ihre Religion, ihre Sprache und ihre Tradition verloren. Dazu wurden noch ihre Bodenschätze und Naturalien von den Briten ausgebeutet…“ (Und dann wird richtig grausam gegen die Briten vom Leder gezogen, aber das wollen wir hier nicht vertiefen.)
Tja, wenn das so ist, da würde ich auch als Buddhist keine Briten oder US-Amerikaner als potentielle Spione ins Land lassen. Wer sich so daneben benimmt, wie die Briten in Indien und Burma oder die USA im Nahen und Mittleren Osten ("Black Hawk down" in Somalia), der wird halt nicht mehr reingelassen ins Land. Da ist die Angst vor einer in der amerikanischen TIMES schon diskutierten Invasion durch die US-Marines zu groß. Außerdem kursieren ja noch weltweit die Geschichten aus dem Kosovokrieg, wo die Amis aus der Luft erst gelbe Carepakete und dann gelbe Streubomben abgeworfen haben. Was besonders von vielen jugoslawischen Kindern verwechselt wurde, heimtückischer gehts kaum noch...
Nein, auf das was da an gezinkter "Hilfe" von den fragwürdigen Gestalten Bush oder Sarkozy aus der Luft abgeworfen werden soll, sollten die Leute aus Myanmar wegen der undurchsichtigen militärischen Begleitumstände lieber verzichten.
Zumal die Spenden aus China, Indien, Rußland, Pakistan, vom IKRK und überhaupt aus den asiatischen Nachbarländern ausreichend eingehen und auch von der Armee Myanmars so schnell es irgend geht verteilt werden. Es ist übrigens ein Irrtum, wenn man davon ausgeht, mit "westlicher" Transportlogistik wäre die Situation im Irrawaddy-Delta schneller unter Kontrolle zu bringen. Hier hilft vermutlich nur die großflächige Räumung/Evakuierung der betroffenen Gebiete und die Umsiedlung der Überlebenden in weiter nördlich gelegene Gebiete, wie die Regierung das ja auch schon eingeleitet hat.
Wie unsinnig die gehässige Propaganda der Westpresse ist, zeigt sich an den Artikeln gegen die Verlegung der Hauptstadt Myanmars aus Rangun in den vor Wirbelstürmen besser geschützten Norden des Landes. Hier hieß es, die Militärregierung habe die Entscheidung "wie üblich" nach Beratung durch "Astrologen" getroffen. Das waren aber sehr vernünftige Astrologen, denn hätte die Regierung zum Zeitpunkt des Zyklons noch in Rangun residiert, wären alle Hilfs- und Rettungsmaßnahmen noch schleppender angelaufen. Wir erinnern uns bei dieser Gelegenheit an die verheerenden Versäumnisse der Bush-Regierung in den ersten Tagen nach dem Wirbelsturm Kathrina in New Orleans. George W. und Laura Bush hielten sich zum Zeitpunkt der Kathrina-Katastrophe auf ihrer gemütlichen Farm in Texas auf und dachten tagelang nicht daran, die Füße vom Sofa zu nehmen. Und die USA sind kein Entwicklungsland, auf Bushs Privat-Ranch gibts vermutlich mehr Hubschrauber als in ganz Myanmar.
Was die verhetzte angloamerikanische Westpresse, die das Anti-Myanmar-Momentum für ihre niedrigen Zwecke nutzt, natürlich ganz anders darstellt. Kein Wunder, Murdoch & Co dürften ein sattes Schmiergeld vom global herrschenden, jüdisch-amerikanischen Diamanten-Monopolkonzern de Beers einstreichen, wenn die lästige burmesische Konkurrenz ausgeschaltet wird. Laura Bush, die NYT und die LA-Times lassen schon seit Jahren keine Gelegenheit aus, die Umweltsünder in Myanmar`s Diamantengruben anzuprangern. Die mitlaufende Regenbogenpresse erhofft sich wenigstens ein paar Dollar mehr aus zum Dank geschalteten de Beers-Zeitungsannoncen. Motto:"diamond`s best friend" . Für ein paar Klunker mehr durchstreift Antonia Rados sogar die "Todeszone Burma" ("Überall ein Gefühl der Angst"), ist die Journaille in der Stunde von Myanmars größter Not ("Massensterben", FAZ) bereit, mal eben die mißliebige Diamanten-Konkurrenz in Myanmar "forever" wegzuschreiben, damit keiner mehr die fantastischen Monopoly-Preise von de Beers unterbietet.
Seit drei Tagen tragen übrigens die Anti-Myanmar-Militär-Hetzartikel in der proisraelischen deutschen Presse, die zum Teil eins zu eins aus der New York Times abschreiben (siehe hierzu an Stelle vieler das Leitmedium Spiegel-Online, "Da kommt noch 'ne Leiche"), nicht mehr die Namen der Verfasser, ein Zufall? Nein, den Autoren ist es peinlich, dass sie gegen den journalistischen Berufskodex verstoßen müssen, damit sie ihren gutbezahlten Job behalten können. Deshalb werden Nachrichten nicht von Meinungen getrennt, Opferzahlen werden maßlos übertrieben, nachrichtendienstliche Quellen werden verschleiert und es wird ganz en passant ein wenig üble Nato-Propaganda gegen Myanmar und China gemacht, dass die Mietfedern vor Scham nur so glühen.
rhbl - 11. Mai, 17:08
