Freitag, 16. Mai 2008

Murdoch warnt Israel vor Atomwaffeneinsatz (in Gaza)

rhbl

“Jede Regierung, die Atomwaffen einsetzt, beschließt damit die Selbstzerstörung ihrer ganzen Nation, niemand will das oder würde das tun,“ sagte Murdoch in einem Interview mit der Jerusalem Post, das heute von der Jerusalem Post online veröffentlicht wurde. ("Any government that uses a nuclear weapon is signing the self-destruction of their whole nation. Nobody wants that or would do that.")

Natürlich kleidet Murdoch diese Warnung an jede Regierung geschickt in den Kontext der angeblichen nuklearen Bedrohung durch Iran („So Gott will, werden wir sie stoppen“). In Tel Aviv, wo nicht jeder auf den Kopf gefallen ist, dürfte die doppeldeutige Botschaft gleichwohl verstanden worden sein. Es fällt auf, dass der Pate der mächtigsten proisraelischen Medienmaschine der Welt diese Warnung ausgerechnet am Vorabend des für die nächsten Stunden oder Tage erwarteten Großangriffs der IDF in Gaza an j e d e Regierung richtet.

Da der Iran noch gar keine Atomwaffen hat und den Besitz von Atomwaffen auch nicht anstrebt, kann mit der aktuellen Warnung konkret nur der Atomwaffenstaat Israel gemeint sein. Offenbar spielen in der Jerusalemer Regierung ein paar Heißsporne mit dem Gedanken an das Undenkbare. Der letzte israelische Gesprächspartner Murdochs vor diesem Interview, der auch ausdrücklich namentlich genannt wird, war Benjamin Netanjahu. So Gott will, wird der korruptionsgeschüttelte Olmert auch diesen Verrückten in die Schranken weisen.

Schlimm genug, dass die taz die anhaltenden Gerüchte aufgreift, wonach ein konventioneller Großangriff auf Gaza nach der Abreise von George W. Bush durchgezogen werden soll. Auf diese Gefahr, die sich nach dem Scheinangriff auf das Einkaufszentrum in Aschkelon (Muster: Überfall auf den Sender Gleiwitz, 09/11 ?) noch verstärkt haben dürfte, hat Scusi mehrfach hingewiesen. Die taz meldet zu Aschkelon inzwischen 90 Verletzte. Das wäre, wenn es sich bewahrheiten würde, ein dramatischer Anstieg der Opferzahl. Was für die Reaktion der auf Rache getrimmten Israelis das Schlimmste befürchten lässt. Der Mossad überlässt eben nichts dem Zufall.

Völlig unverantwortlich ist, dass der alkoholkranke Präsident der Weltschurkensupermacht USA die Machthaber der Militärjunta in Tel Aviv mit seiner schwachsinnigen Hetzrede vor der Knesset (Ihr seid 7 Millionen, 350 Millionen (Amerikaner) stehen hinter Euch“) das israelische Militär ausdrücklich zum Angriff ermuntert hat. Afghanistan, Irak, Libanon und Gaza, das sind doch vier Meilensteine eines geradezu höllischen US-Desasters. Robert Fisk kann da im Independent nur noch fassungslos fragen: "Wo hört der Irrsinn nur auf?"

Die bei dem Versuch, Öl ins Feuer zu gießen, von Bush genannten Zahlen müssen allerdings stutzig machen. Von den 7 Millionen Einwohnern Palästinas sind 3,5 Millionen Palästinenser. Die würden einen Großangriff der IDF mit tausenden von Panzern und Haubitzen auf Gaza wohl eher tatkräftig sabotieren. Selbst die korrupte Fatah unter dem schwachen Abbas kann hier nicht weiter tatenlos zusehen und sollte sich dringend darum kümmern, dass der von den Ägyptern mit der Hamas und den kleineren Widerstandsgruppen ausgehandelte Waffenstillstandsvertrag unter Dach und Fach kommt. Und 350 Millionen angeblich US-amerikanische Unterstützer des zionistischen Militärregimes in Tel Aviv soll es geben? Da hat Bush wohl Visionen und sollte dringend zum Arzt gehen. So viele Lesben, Schwule, Kinderschänder, Drogensüchtige, Finanzbetrüger, Alkoholkranke und sonstige Psychopathen gibt es in den USA nun auch wieder nicht. Jemand sollte Bush daran hindern, sein eigenes Land so schlecht zu machen.

Es gibt mehr als einundeinhalb Milliarden Muslime auf der Seite der Palästinenser. Die kriminelle Militärjunta in Tel Aviv sollte sich lieber zurückhalten, denn langfristig haben ein paar Tausend kriegslüsterne Zionisten gegen mehrere Milliarden Muslime keine Chance. Da nützen auch die tollsten atomaren Massenvernichtungswaffen nix, die sich die Enkel von Einstein & Co. in Dimona und Los Alamos zusammendengeln. Alles bloß noch nuklearer Schrott, seit Osama Bin Laden zu noch unkonventionelleren Kampfmethoden übergegangen ist.

scusi!

Die Welt ist eine Bühne, auf der ein jeder seine Possen agieret und hin und her tanzet, bis dass ihn unser aller Herr und Meister hinwegberufet. (G.Chr. Lichtenberg)

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