Sonntag, 22. Juni 2008

Peter Struck: heute Kontaktsperre, morgen Putsch, dann …?

rhbl

Peter Struck fordert die Kontaktsperre für die Linken und mehr. Mehr? Vielleicht denkt der heimliche Anwalt der Neoliberalen, der Proll mit den vielen Gesichtern und noch mehr Motorrädern schon wieder ans Auspeitschen des "politischen Gegners" oder wie Franz Josef Strauß zu RAF-Zeiten an „gezielte Tötungen“?

Meint Struck nur die Linken in seiner Partei (er hasst sie von Herzen) oder auch die außerhalb, die Brüder und Schwestern jenseits der ehemaligen Zonengrenze? Wir wissen es nicht. Die Nervosität der Meute wächst mit jedem Tag, den wir dem Sommerloch entgegenstreben und die Zeitungsauflage/TV-Quote sinkt. Franz Walter schreibt schon von einem Virus, der die SPD befallen habe. Da irrt er, der Virus hat nur den Seeheimer Kreis befallen. Der SPD fehlt nicht die Resistenz, sondern bloß die Renitenz. Da muss man sich nur erinnern, wie Wehner und Brandt zu ihrer Zeit vom alten Adenauer über Erhard bis Kiesinger den Schwarzen den Schneid abgekauft haben. Bei Gysi und Lafontaine könnte man/frau sich auch eine Scheibe abschneiden.

Aber erst muss Beck in der Partei mit etwas mehr Härte durchgreifen, ein bisschen mehr Ordnung schaffen, das stimmt schon. Der Pfälzer müsste sich nur mal wie der freche Sarkozy in Paris einen von seinen feigen "parteiinternen" Kritikern greifen, ihm öffentlich übers Maul fahren und ihn vor laufender Kamera kräftig in den Hintern treten, dann hört die Berliner Intrigenposse des Rudeljournalismus schlagartig auf. Arroganten Halbgebildeten und US/IL-Edelmietfedern wie dem "linken" FR-Chefredakteur Dr. Uwe Vorkötter ("Nur Amerika kann uns retten"), die Becks Tage schon gezählt sehen, wird dann zwar vor Schreck die koschere Schweinshaxe im Hals steckenbleiben, aber da müssen wir durch. Der Einfluss der Histradut in Israel ist auch nicht mehr das, was er mal war. Der entsprechende Freundeskreis in der Teppichetage der SPD-Zentrale repräsentiert nur ein paar hundert von insgesamt 800.000 deutschen Parteimitgliedern.

Am Besten schnappt Beck sich exemplarisch einen der "führenden" SPD-Landespolitiker oder "Zuhälter", der im Landesverband Niedersachsen in Hannover bei der von Volkswagen gestifteten Nutten- und Champagnersause nach dem Muster des Hurenbocks Michel Friedman mitgemacht oder zugesehen hat.

Der Augiasstall der SPD in Hannover, wo Schröder und Struck herkommen, muss demonstrativ ausgemistet werden, sonst geht die SPD zusammen mit dem DGB am Jahrhundert-Skandal der v e r s i f f t e n Landes-SPD und der k o r r u p t e n IG Metall-Betriebsräte im Volkswagenwerk kaputt. Hat das in Berlin außer Frau Nahles noch niemand begriffen?

Die Zeit der Schröderianer ist längst vorbei. Die Schröder-Gang hat es mit den sogenannten "Reformen" ein wenig übertrieben. Damit muss jetzt erst mal Schluss sein, und mit Schröders Kampftrinkern natürlich auch.

Der Spiegel berichtete aufgeregt über Putschpläne. Ein Putsch, ein Umsturzversuch in der SPD? Eine Lachnummer. Der Wackelpudding SPD wird doch nicht stabiler, wenn man ihn umstürzt. Die SPD ist ja bloß der rote Pudding ("short on theme"), den der Nachspeisenexperte Churchill auf der WKII-Siegesfeier gegen die Wand seines Führerbunkers schmiss. Da hing zufällig eine Deutschlandkarte.

Und so traf ein Klecks Norddeutschland in der Höhe von Hamburg und Bremen und ein zweiter das Ruhrgebiet. In diesen Reservaten stehen noch einige größere Kohorten von echten Genossen unter Artenschutz. Wenn Beck diese eingefleischten Rothäute als Kernmannschaft für ein rot/rot/grünes Bündnis aktivieren kann, ist das für die nächste Bundestagswahl schon die halbe Miete.

Ja, ein kleiner Spritzer vom roten Pudding landete bei den Opelarbeitern in Rüsselsheim/Südhessen, wo sich Frau Andrea Ypsilanti heute noch in ihrer Äppelwoifraktion mit einer biertrinkenden Quertreiberin vom allmächtigen Atomclub abmüht.

Ein anderer Puddingklecks traf die südliche Pfalz, wo Kurt Beck aufwuchs, im winzigen Steinfeld, einer katholischen Diaspora in der SPD. Was den Maurersohn von der südlichen Weinstraße nicht daran hinderte, sich den Freigeist Brandt und den Protestanten Dröscher, den guten Menschen von Kirn, zwei Weintrinker, zum politischen Vorbild zu nehmen.

Schröder, Struck, Steinmeier, Steinbrück, Clement, das sind doch alles sozial wenig angehauchte Biertrinker. Biertrinker regen sich zudem immer über alles gleich so auf. Damit kristallisiert sich die Lösung des akuten SPD-Problems heraus. Mehr Weintrinker nach vorn, damit die Partei wieder sozial ausbalanciert ist. Das Glykol im Wein beruhigt und hilft als Frostschutz gegen die sich überall ausbreitende soziale Kälte. Die wahre Spaltung in der SPD vollzieht sich nicht zwischen lechts und rinks sondern zwischen Bier- und Weintrinkern.

Scusi empfiehlt für die gefährliche Sommerpause mit ihren wöchentlich frisch getürkten anti-Beck und pro-Steinmeier Forsa-Meinungsumfragen von Schröders Dutzfreund Güllner vorsorglich beiden Flügeln Enthaltsamkeit in Sachen Alkohol und Meinungsumfragen.

Meinungsumfragen sind in Wahrheit ein gefährliches Instrument zur Meinungsmache und zur Manipulation des Wählerwillens. Die elende Journalistenclique, die verzweifelt versucht, unsern guten Kurt Beck mieszumachen, veröffentlicht jede Woche eine sogenannte "Meinungsumfrage". Voll getürkt natürlich und gerne mit einem Schmähartikel kombiniert*. Wo "Meinungsforschung" drauf steht, ist der Neocon-Goebbels pur drin.

Der Philosoph Peter Sloterdijk, ein heller Kopf, hat neulich ein "Gesetz zur Eindämmung der Meinungsforschung" gefordert. In der Demoskopie erkennt er die Gefahr einer außerparlamentarischen Herrschaftsinstanz. Ja, er spricht sogar von einer unlegitimierten Meinungsdiktatur und hat damit vermutlich Recht (Kaube, FAZ-NET). Das Gesetz zur Eindämmung der Meinungsforschung kommt natürlich nicht, erst kommt noch ein Gesetz zum vermehrten Einsatz von Energiesparglühlampen, korrekt, weil wir in Deutschland so wenig helle Köpfe haben.

Al Gore, US-Präsidentschaftskandidat der Demokraten bei der Wahl 2000, schrieb dazu: „Dreißig-Sekunden-Werbespots im Fernsehen und ausgefeilte Meinungsumfragen können eine politische Botschaft heutzutage mit beängstigender Geschwindigkeit und Genauigkeit ins Ziel bringen. Sie können zur Beeinflussung der Wähler in zwei Wochen mehr beitragen als alle Reden und Debatten in zehn Jahren.

Wir sehen ein: Meinungsumfragen sind das höchst subjektive Werkzeug antidemokratischer Teufelchen, die sich als objektive Forscher verkleidet haben.

Aber der Teufel Alkohol bedroht unsere Abgeordneten noch viel schlimmer. Vor allem die Genossen Struck und Clement sollten an ihre Leber denken. Frühestens beim Weihnachtsessen der SPD-Fraktion könnte es dann ja statt einem Putsch mal wieder etwas Alkohol, vielleicht ein Punsch sein, den die Genossen wirklich genießen sollten. Wer weiß, was die Bundestagswahl im nächsten Jahr bringt und ob von der Schröder-SPD nach der Wahl in Berlin noch einer wieder auftaucht.

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** Zusammen mit Günter Bannas von der FAZ bildet Carsten Volkery vom SPIEGEL die Doppelspitze einer Schmähkampagne von der übelsten Sorte. Kathole Kurt Beck passt dem Medienkartell des Zentralrats** nicht in den Kram, weil er nicht von der I S R A E L – L O B B Y abhängig ist.

Hier nur die Anti-Beck-Titel von SPIEGEL-ONLINE aus den letzten vier Wochen, sie sprechen für sich:

24.05...SPIEGEL-Umfrage: Beck und Union verlieren deutlich an Zuspruch
26.05...Deutschland: Debakel für die SPD
27.05...Beliebte Politiker: Köhler erreicht Rekordwerte, Beck sinkt auf Tiefpunkt
28.05...Umfrage: Beck soll Steinmeier Kanzlerkandidatur überlassen
29.05...K-Frage: Steinmeier baut Umfrage-Vorsprung vor Beck aus
04.06...Parteien: Titanic-Stimmung bei der SPD
04.06...Mein lieber Schwan: SPD stürzt auf 20 Prozent
06.06...Alarmierende Umfrage: SPD und Union: 8,6 Mio Wähler seit 2005 verloren
11.06...Umfrage-Blamage: Jedes dritte SPD-Mitglied denkt über Parteiaustritt nach
13.06...Politbarometer: SPD erholt sich, Beck fällt noch weiter zurück
17.06...Beck-Krise: Jeder dritte SPD-Wähler traut Nahles Kanzlerkandidatur zu
20.06...Wutausbruch: Beck wittert "Vernichtungsfeldzug"
21.06...Beck soll weg: Steinmeier-Anhänger beraten über Putsch
21.06...Parteichaos: Beck erklärt "feigen Kritikern" den Kampf
23.06...Landratswahlen: SPD unter fünf Prozent auf Rügen
23.06...Führungskrise: Steinmeier betont Einigkeit mit Beck
23.06...Beck träumt von ruhiger Sommerpause


**Merke:

Zur Schmähkritik kriegen wir in D jedes Ekel, für ein paar Schekel.
.
rosmarin - 23. Jun, 00:11

schöner artikel.

Meckerpott (Gast) - 24. Jun, 07:14

Danke

Schön, das ich Sie zitieren durfte. Besser kann man es nicht ausdrücken.

scusi!

Die Welt ist eine Bühne, auf der ein jeder seine Possen agieret und hin und her tanzet, bis dass ihn unser aller Herr und Meister hinwegberufet. (G.Chr. Lichtenberg)

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