„Free Gaza“- und „Liberty“-Boot im Hafen von Gaza-City sicher angekommen
rhbl
Wie CNN um 16:00 Uhr und etwas später die Jerusalem Post meldete, sind die nunmehr 46 Blockadebrecher mit ihren beiden kleinen Booten sicher im Hafen von Gaza angekommen, nachdem das israelische Außenministerium im letzten Moment seine ablehnende Haltung geändert und den Skippern doch das Anlaufen von Gaza erlaubt hat.
Gründe für die Sinnesänderung wurden von israelischer Seite nicht genannt. Nach dem Debakel der israelischen „Militärberater“ in Georgien dürfte Israel angesichts des großen Interesses der Weltöffentlichkeit an der Aktion der Menschenrechts- organisation Free Gaza jeden Grund gehabt haben, sein internationales Image nicht weiter zu beschädigen.

Die mutigen „Free-Gaza“ Seefahrer werden von den Palästinensern in Gaza begeistert empfangen. Die vorher griechischen Bootsflaggen sind jetzt durch palästinensische Fahnen ersetzt.
Natürlich drohte im letzten Augenblick der Überfahrt vor der israelischen Küste noch Ungemach, nachdem der Bordfunk - vermutlich wegen israelischer Funkstörmanöver (Jamming ist eine israelische Spezialität) – ausgefallen war. Glücklicherweise hatten die Aktivisten auch Satellitentelephone, über die sie sich bei der griechischen Regierung, die Boote fuhren unter griechischer Flagge, über die Jamming-Störungen beschwerten.
Die Überfahrt der Free Gaza Aktivisten, an der neben Tony Blairs Schwägerin auch eine 81-jährige katholische Nonne teilnahm, ist ein wichtiges Zeichen der Verbundenheit mit den eingeschlossenen Menschen im Gazastreifen.
Im größten Freiluftgefängnis der westlichen Welt, wo 1,5 Millionen Menschen auf 360 Quadratkilometern zusammengepfercht sind, kommen trotz der Liefervereinbarungen im Juni-Waffenstillstand zwischen Hamas und Israel immer noch viel zu wenig Versorgungsgüter an. (Im Vergleich: in Süd-Ossetien wohnten 75.000 Einwohner auf 3885 Quadratkilometern).
Treibstofflieferungen und die Versorgung mit Elektrizität werden von Israel bewusst so knapp gehalten, dass große Bereiche in Gaza ins Mittelalter zurückgeworfen wurden. Die Teekessel müssen im Hinterhof auf provisorischen Dreibeinen über offenem Holzfeuer erhitzt werden. Dort muss zur Not bei Stromausfall auch das Brot gebacken und das warme Essen zubereitet werden. Kühlschränke können wegen der Unsicherheit mit der Elektrizitätsversorgung praktisch nicht betrieben werden. Schikanen über Schikanen machen den Palästinensern das Leben schwer. Weil die gesamte Wasser- und Abwasserversorgung auch vom Strom abhängig ist, drohen durch die mangelhaften hygienischen Bedingungen immer wieder Seuchen.
Die Lage in Gaza ist durch die rechtswidrige Kollektivbestrafung eines ganzen Volkes einfach katastrophal.
Nur sehr sporadisch dürfen palästinensische Kranke Gaza für Operationen im Ausland verlassen. Viele, die an den von Israel geschlossenen Checkpoints nicht durchgelassen wurden, sind inzwischen infolge der mangelnden medizinischen Versorgung gestorben. Palästinensischen Studenten wurde es durch die Blockade praktisch unmöglich gemacht, im Ausland zu studieren.
Bleibt zu hoffen, dass sich durch diese Aktion und durch die damit verbundene Aufmerksamkeit der Welt für die Palästinenser die Lebensbedingungen in Gaza für die Bewohner erleichtern werden.
Hamas-Chef Ismail Hanijeh begrüßte die Free Gaza-Aktion und rief die Welt auf, dem Beispiel der Aktivisten auf den zwei Booten zu folgen und die Belagerung von Gaza aufzubrechen. Er forderte Ägypten auf, den Übergang Rafah wieder zu öffnen und die Blockade ein für alle mal zu beenden (Aljazeera).
Wie CNN um 16:00 Uhr und etwas später die Jerusalem Post meldete, sind die nunmehr 46 Blockadebrecher mit ihren beiden kleinen Booten sicher im Hafen von Gaza angekommen, nachdem das israelische Außenministerium im letzten Moment seine ablehnende Haltung geändert und den Skippern doch das Anlaufen von Gaza erlaubt hat.
Gründe für die Sinnesänderung wurden von israelischer Seite nicht genannt. Nach dem Debakel der israelischen „Militärberater“ in Georgien dürfte Israel angesichts des großen Interesses der Weltöffentlichkeit an der Aktion der Menschenrechts- organisation Free Gaza jeden Grund gehabt haben, sein internationales Image nicht weiter zu beschädigen.

Die mutigen „Free-Gaza“ Seefahrer werden von den Palästinensern in Gaza begeistert empfangen. Die vorher griechischen Bootsflaggen sind jetzt durch palästinensische Fahnen ersetzt.
Natürlich drohte im letzten Augenblick der Überfahrt vor der israelischen Küste noch Ungemach, nachdem der Bordfunk - vermutlich wegen israelischer Funkstörmanöver (Jamming ist eine israelische Spezialität) – ausgefallen war. Glücklicherweise hatten die Aktivisten auch Satellitentelephone, über die sie sich bei der griechischen Regierung, die Boote fuhren unter griechischer Flagge, über die Jamming-Störungen beschwerten.
Die Überfahrt der Free Gaza Aktivisten, an der neben Tony Blairs Schwägerin auch eine 81-jährige katholische Nonne teilnahm, ist ein wichtiges Zeichen der Verbundenheit mit den eingeschlossenen Menschen im Gazastreifen.
Im größten Freiluftgefängnis der westlichen Welt, wo 1,5 Millionen Menschen auf 360 Quadratkilometern zusammengepfercht sind, kommen trotz der Liefervereinbarungen im Juni-Waffenstillstand zwischen Hamas und Israel immer noch viel zu wenig Versorgungsgüter an. (Im Vergleich: in Süd-Ossetien wohnten 75.000 Einwohner auf 3885 Quadratkilometern).
Treibstofflieferungen und die Versorgung mit Elektrizität werden von Israel bewusst so knapp gehalten, dass große Bereiche in Gaza ins Mittelalter zurückgeworfen wurden. Die Teekessel müssen im Hinterhof auf provisorischen Dreibeinen über offenem Holzfeuer erhitzt werden. Dort muss zur Not bei Stromausfall auch das Brot gebacken und das warme Essen zubereitet werden. Kühlschränke können wegen der Unsicherheit mit der Elektrizitätsversorgung praktisch nicht betrieben werden. Schikanen über Schikanen machen den Palästinensern das Leben schwer. Weil die gesamte Wasser- und Abwasserversorgung auch vom Strom abhängig ist, drohen durch die mangelhaften hygienischen Bedingungen immer wieder Seuchen.
Die Lage in Gaza ist durch die rechtswidrige Kollektivbestrafung eines ganzen Volkes einfach katastrophal.
Nur sehr sporadisch dürfen palästinensische Kranke Gaza für Operationen im Ausland verlassen. Viele, die an den von Israel geschlossenen Checkpoints nicht durchgelassen wurden, sind inzwischen infolge der mangelnden medizinischen Versorgung gestorben. Palästinensischen Studenten wurde es durch die Blockade praktisch unmöglich gemacht, im Ausland zu studieren.
Bleibt zu hoffen, dass sich durch diese Aktion und durch die damit verbundene Aufmerksamkeit der Welt für die Palästinenser die Lebensbedingungen in Gaza für die Bewohner erleichtern werden.
Hamas-Chef Ismail Hanijeh begrüßte die Free Gaza-Aktion und rief die Welt auf, dem Beispiel der Aktivisten auf den zwei Booten zu folgen und die Belagerung von Gaza aufzubrechen. Er forderte Ägypten auf, den Übergang Rafah wieder zu öffnen und die Blockade ein für alle mal zu beenden (Aljazeera).
rhbl - 23. Aug, 18:26

Ein Interview mit Huwaida Arraf, geführt von Amy Goodman und Juan Gonzalez
Ein Interview mit Huwaida Arraf, geführt von Amy Goodman und Juan Gonzalez
23.08.2008 — Democracy Now! / ZNet
http://zmag.de/artikel/free-gaza-zwei-boote-legen-von-zypern-ab-um-die-israelische-blockade-zu-durchbrechen