G20, außer Spesen nix gewesen
rhbl
„Was die Schriftsteller schreiben
ist ja nichts gegen die Wirklichkeit
jaja sie schreiben ja dass alles fürchterlich ist
dass alles verdorben und verkommen ist
dass alles katastrophal ist
und dass alles ausweglos ist
aber alles das sie schreiben
ist nichts gegen die Wirklichkeit
die Wirklichkeit ist so schlimm
dass sie nicht beschrieben werden kann
noch kein Schriftsteller hat die Wirklichkeit so beschrieben
wie sie wirklich ist
das ist das Fürchterliche“
(Thomas Bernhard)
Angela Merkel war in Washington beim G20-Gipfel, der bezeichnenderweise in einem Museum stattfand. Die G20, so wie sie jetzt zusammengesetzt sind, gehören ins Museum. Die MMnews merken dazu an, dass das Kommuniqué wohl schon Tage vorher geschrieben wurde, so nichtssagend ist es. Niemand hat es der Übersetzung ins Deutsche für Wert befunden. Nur Herr Steinbrück fand wieder mal alles prima, siehe ebenda.
Willem Buiter, Professor an der London School of Economics, fordert stattdessen in der FTD:
„eine G8, wo Europa mit einer Stimme sprechen würde, und n u r mit einer Stimme. Da säßen dann China, Indien, Brasilien, Saudi-Arabien und womöglich auch Südafrika mit der EU, Russland und den USA am Tisch.
Der (zu demokratisierende und aufzuwertende , d. Verf.) Internationale Währungsfonds könnte die Aufgabe des Sekretariats übernehmen. Der finanzielle Spielraum des IWF müsse erweitert werden.
Zudem bräuchten wir einen globalen Regulierungsrahmen für Ratingagenturen und große Finanzinstitute mit hohem Verschuldungsgrad, die weltweit tätig sind."
Klingt vernünftig.
Frau Merkel ist mit einem Aktionsplan zurückgekommen, der 47 Punkte hat. So sind die Amis. Wenn sie mit der Umsetzung bei Punkt 47 angekommen sind, ist bei den ersten 20 Punkten schon wieder alles Durcheinander, so wie bei ihrem neuesten Betriebssystem, wo auch nur noch Verschlimmbesserungen upzudaten sind. Hasta la vista, Vista!

G20 im Weißen Haus. Früher kamen auf jeden Gast zwei "Sarottimohren" (s. Pfeil). In der Weltfinanzkrise werden natürlich in den USA die Stellen der kleinen Leute zuerst eingespart.
Im Weißen Haus gab es bei Georg W. Bush zum Abschied ein leckeres Abendessen. Die Kellner waren Schwarze. Change! Das wird bei Barack Obama anders sein. Sonst geht alles seinen gewohnten Gang, siehe oben, Thomas Bernhard.
Die Fähigkeit der US-Amerikaner, sich am eignen Schopf aus dem selbstbereiteten Sumpf zu ziehen, ist an ihr Ende gekommen. Die USA, die in den letzten fünfzig Jahren fast jeden Winkel der Welt amerikanisiert, mit Humvees samt aufgepflanztem Maschinengewehr durchquert, jede Wasserstelle mit Coca Cola zugestellt, jede Disko mit ihrem Musikmüll zugedröhnt haben, sind am Ende ihrer Geschichte angekommen.
Die USA sind:
- finanziell ruiniert (Immokrise, Subprime-, Ramschpapiere, Dollarschrott usw.)
- moralisch diskreditiert (WMD-Irakkriegslüge, Abu Graib, Guantanamo, Folter)
- militärische gescheitert (Afghanistan, Taliban)
- wirtschaftlich erledigt (Detroits Innenstadt ist eine Geisterbahn)
Die Leute, die ihre hemmungs- und grenzenlose Gier auf alles, was mit Sex und Geld zu tun hatte, nicht zügeln konnten, werden jetzt versuchen, die durch die wahnsinnige amerikanische Verschwendungssucht entstandenen zig oder hundert Billionen Dollar Schulden auf Deutschland, Europa und den Rest der Welt abzuwälzen. Bei der systemimmanent agierenden G20 könnten sie damit sogar durchkommen. Die Gier der Wall Street wird nur noch übertroffen von der Dummheit der G20-Finanzminister.
Obama fordert schon Subventionen für die amerikanischen Autohersteller. Wenn die drei größten Autofabriken dicht machen, gibt es auf einen Schlag in den USA drei Millionen Arbeitslose mehr.
Opel (während der Weltwirtschaftskrise Nr.1 war das Werk 1929 für die Amis für 33,4 Mio Dollar ein sehr günstiges Schnäppchen) braucht auch dringend frische Kohle. Unsere Staatsknete bzw. Bürgschaften darf es aber nur geben, wenn General Motors (GM) Opel wieder hergibt, damit die Fabrik im gleichen Atemzug vergesellschaftet werden kann und wieder zu einem deutschen Betrieb gemacht wird (Bofinger). Die kleinen Corsa`s kaufen uns die Inder doch mit Kusshand ab.
Jetzt, wo die Globalisierer, Finanzbetrüger und US-Kapitalisten wie die Maikäfer auf dem Rücken liegen, ist eine günstige Gelegenheit das Aussaugen Deutschlands zu beenden. Die Entflechtung der undurchsichtigen, transatlantischen Eigentümer- und Kapitalstrukturen muss jetzt beginnen. Wie lange wollen wir Deutsche es uns noch gefallen lassen, dass die Amis die Gewinne ihrer internationalen Konzerne in der Zentrale in den USA und die Schulden bei den deutschen Tochtergesellschaften wie Opel buchen.
Deshalb muss sofort Schluß sein mit den halbherzigen Reparatur- und Verschlimmbesserungsversuchen nach Art der parasitären US-Kapital-Verbrecher. Auf dem Kontinent installierte US-Gambler wie Sarkozy & Co. sollten gleich mit die Platte putzen. Da ist die französische Linke gefragt, die leider zur Zeit wegen eines Zickenkriegs zwischen Martine Aubry und Ségolène Royal nicht in bester Verfassung ist. Als nächstes Offshore-Casino wird vermutlich das überschuldete England in der Nordsee untergehen. Nordsee ist Mordsee, der Anstieg des Meeresspiegels nach der zu erwartenden saftigen Erderwärmung lässt eh nur noch Schottland und Wales übrig, und die sind schon lange für die Einführung des Euro.
Kontinentaleuropa sollte spätestens ab dann mit einer Stimme sprechen können. Aber weniger mit den unwiderruflich untergehenden USA, sondern im Rahmen der Buiterschen G8 mit Russland, Indien, China, Brasilien, Südafrika und mit den arabischen Staaten. Dort liegt die Zukunft. Die USA und UK, die gehören ins (Unterwasser-) Museum.
„Was die Schriftsteller schreiben
ist ja nichts gegen die Wirklichkeit
jaja sie schreiben ja dass alles fürchterlich ist
dass alles verdorben und verkommen ist
dass alles katastrophal ist
und dass alles ausweglos ist
aber alles das sie schreiben
ist nichts gegen die Wirklichkeit
die Wirklichkeit ist so schlimm
dass sie nicht beschrieben werden kann
noch kein Schriftsteller hat die Wirklichkeit so beschrieben
wie sie wirklich ist
das ist das Fürchterliche“
(Thomas Bernhard)
Angela Merkel war in Washington beim G20-Gipfel, der bezeichnenderweise in einem Museum stattfand. Die G20, so wie sie jetzt zusammengesetzt sind, gehören ins Museum. Die MMnews merken dazu an, dass das Kommuniqué wohl schon Tage vorher geschrieben wurde, so nichtssagend ist es. Niemand hat es der Übersetzung ins Deutsche für Wert befunden. Nur Herr Steinbrück fand wieder mal alles prima, siehe ebenda.
Willem Buiter, Professor an der London School of Economics, fordert stattdessen in der FTD:
„eine G8, wo Europa mit einer Stimme sprechen würde, und n u r mit einer Stimme. Da säßen dann China, Indien, Brasilien, Saudi-Arabien und womöglich auch Südafrika mit der EU, Russland und den USA am Tisch.
Der (zu demokratisierende und aufzuwertende , d. Verf.) Internationale Währungsfonds könnte die Aufgabe des Sekretariats übernehmen. Der finanzielle Spielraum des IWF müsse erweitert werden.
Zudem bräuchten wir einen globalen Regulierungsrahmen für Ratingagenturen und große Finanzinstitute mit hohem Verschuldungsgrad, die weltweit tätig sind."
Klingt vernünftig.
Frau Merkel ist mit einem Aktionsplan zurückgekommen, der 47 Punkte hat. So sind die Amis. Wenn sie mit der Umsetzung bei Punkt 47 angekommen sind, ist bei den ersten 20 Punkten schon wieder alles Durcheinander, so wie bei ihrem neuesten Betriebssystem, wo auch nur noch Verschlimmbesserungen upzudaten sind. Hasta la vista, Vista!

G20 im Weißen Haus. Früher kamen auf jeden Gast zwei "Sarottimohren" (s. Pfeil). In der Weltfinanzkrise werden natürlich in den USA die Stellen der kleinen Leute zuerst eingespart.
Im Weißen Haus gab es bei Georg W. Bush zum Abschied ein leckeres Abendessen. Die Kellner waren Schwarze. Change! Das wird bei Barack Obama anders sein. Sonst geht alles seinen gewohnten Gang, siehe oben, Thomas Bernhard.
Die Fähigkeit der US-Amerikaner, sich am eignen Schopf aus dem selbstbereiteten Sumpf zu ziehen, ist an ihr Ende gekommen. Die USA, die in den letzten fünfzig Jahren fast jeden Winkel der Welt amerikanisiert, mit Humvees samt aufgepflanztem Maschinengewehr durchquert, jede Wasserstelle mit Coca Cola zugestellt, jede Disko mit ihrem Musikmüll zugedröhnt haben, sind am Ende ihrer Geschichte angekommen.
Die USA sind:
- finanziell ruiniert (Immokrise, Subprime-, Ramschpapiere, Dollarschrott usw.)
- moralisch diskreditiert (WMD-Irakkriegslüge, Abu Graib, Guantanamo, Folter)
- militärische gescheitert (Afghanistan, Taliban)
- wirtschaftlich erledigt (Detroits Innenstadt ist eine Geisterbahn)
Die Leute, die ihre hemmungs- und grenzenlose Gier auf alles, was mit Sex und Geld zu tun hatte, nicht zügeln konnten, werden jetzt versuchen, die durch die wahnsinnige amerikanische Verschwendungssucht entstandenen zig oder hundert Billionen Dollar Schulden auf Deutschland, Europa und den Rest der Welt abzuwälzen. Bei der systemimmanent agierenden G20 könnten sie damit sogar durchkommen. Die Gier der Wall Street wird nur noch übertroffen von der Dummheit der G20-Finanzminister.
Obama fordert schon Subventionen für die amerikanischen Autohersteller. Wenn die drei größten Autofabriken dicht machen, gibt es auf einen Schlag in den USA drei Millionen Arbeitslose mehr.
Opel (während der Weltwirtschaftskrise Nr.1 war das Werk 1929 für die Amis für 33,4 Mio Dollar ein sehr günstiges Schnäppchen) braucht auch dringend frische Kohle. Unsere Staatsknete bzw. Bürgschaften darf es aber nur geben, wenn General Motors (GM) Opel wieder hergibt, damit die Fabrik im gleichen Atemzug vergesellschaftet werden kann und wieder zu einem deutschen Betrieb gemacht wird (Bofinger). Die kleinen Corsa`s kaufen uns die Inder doch mit Kusshand ab.
Jetzt, wo die Globalisierer, Finanzbetrüger und US-Kapitalisten wie die Maikäfer auf dem Rücken liegen, ist eine günstige Gelegenheit das Aussaugen Deutschlands zu beenden. Die Entflechtung der undurchsichtigen, transatlantischen Eigentümer- und Kapitalstrukturen muss jetzt beginnen. Wie lange wollen wir Deutsche es uns noch gefallen lassen, dass die Amis die Gewinne ihrer internationalen Konzerne in der Zentrale in den USA und die Schulden bei den deutschen Tochtergesellschaften wie Opel buchen.
Deshalb muss sofort Schluß sein mit den halbherzigen Reparatur- und Verschlimmbesserungsversuchen nach Art der parasitären US-Kapital-Verbrecher. Auf dem Kontinent installierte US-Gambler wie Sarkozy & Co. sollten gleich mit die Platte putzen. Da ist die französische Linke gefragt, die leider zur Zeit wegen eines Zickenkriegs zwischen Martine Aubry und Ségolène Royal nicht in bester Verfassung ist. Als nächstes Offshore-Casino wird vermutlich das überschuldete England in der Nordsee untergehen. Nordsee ist Mordsee, der Anstieg des Meeresspiegels nach der zu erwartenden saftigen Erderwärmung lässt eh nur noch Schottland und Wales übrig, und die sind schon lange für die Einführung des Euro.
Kontinentaleuropa sollte spätestens ab dann mit einer Stimme sprechen können. Aber weniger mit den unwiderruflich untergehenden USA, sondern im Rahmen der Buiterschen G8 mit Russland, Indien, China, Brasilien, Südafrika und mit den arabischen Staaten. Dort liegt die Zukunft. Die USA und UK, die gehören ins (Unterwasser-) Museum.
rhbl - 16. Nov, 18:45
