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Freitag, 28. November 2008

Aufruhr in Indien

rhbl

Michael Lüders (FR) spekuliert nach den Anschlägen in Mumbai (Bombay) über die beliebteste Leserfrage „who don`it?“, wer war`s?:

„Terroristen überfallen eine ganze Stadt und nehmen sie zur Geisel. Das Ziel ist gut gewählt: Mumbai ist die Wirtschaftsmetropole Indiens, ein Lebensnerv wird getroffen. Gleichzeitig fallen Ausländer in den Luxushotels in die Hände der Angreifer: Damit weitet sich der Terrorakt zur internationalen Krise aus. Angeblich haben die Terroristen systematisch Jagd auf Briten und Amerikaner gemacht…Hinzu kommt, dass indische Muslime keinen Grund hätten, Ausländer anzugreifen."

Inzwischen ist die Zahl der Toten auf über 130, davon 4 Deutsche, gestiegen. Hundert Menschen sollen noch im umkämpften Taj-Hotel feststecken. 327 Menschen wurden verwundet.

Die aktuelle Berichterstattung der FR stützt die Vermutung von der Pakistan-Connection: "Wiederholt hat es Anschläge islamistischer Extremisten aus Pakistan in Indien gegeben.“ The Daily Star berichtet, dass ein festgenommener Rebell Pakistani sei. Die pakistanische Regierung weist jede Verbindung zu den Anschlägen kategorisch zurück. Von den insgesamt nur z e h n Attentätern sollen einige aus England kommen oder Kontakte dahin unterhalten haben.

Das Problem ist, dass die ganze Aktion, wie in Ostasien, speziell bei Pakistans US-geführten Geheimdienst ISI nicht unüblich, unter falscher Flagge gefahren worden sein könnte. Auf jeden ISI-Mitarbeiter kommen ja zwei Betreuer von der CIA. Herr Lüders und viele andere könnten deshalb einer üblen Täuschung der CIA zum Opfer fallen. Es wäre nicht das erste Mal, dass die Jungs aus Langley die Welt an der Nase herumführen (09/11 ?).

Für die "false flag"-Version spricht das völlige "Versagen" der indischen Geheimdienste. Wo doch die USA (und Israel?) seit geraumer Zeit Indiens Atomkraftwerke und die zugehörige Nuklearindustrie ertüchtigen. Sowas wird stets bilateral massiv geheimdienstlich abgesichert und flankiert. Wo waren die Jungs aus Langley, als die Rebellen mit ihren Schlauchbooten starteten, vielleicht auf dem Mutterschiff? Der zeitgleiche Angriff auf sieben Ziele in Bombay wurde so professionell wie eine CIA-Operation durchgezogen. Der Plot könnte ohne weiteres dem Drehbuch eines marktüblichen Hollywood-Terrorstreifens entlehnt sein.

Jedenfalls wäre es für die finanziell strauchelnden Filmfabriken in Hollywood eine spürbare Entlastung, wenn die "Bollywood-Produktion" der Billigkonkurrenz in Indien jetzt eine Weile durch die kriegsartigen Zustände im florierenden Mumbai empfindlich gestört oder gänzlich lahmgelegt würde. Schon im römischen Empire war es Brauch, wirtschaftlich zu stark konkurrierende Häfen rund ums Mittelmeer einfach in Schutt und Asche zu legen bzw., was noch eleganter ist, durch Dritte zerstören zu lassen.

Deshalb ist der Schnellschuss des ansonsten sympathischen Herrn Lüders vermutlich nur zum Teil richtig. Insgesamt ist der Hinweis auf Pakistan etwas eindimensional, ein wenig zu kurz gesprungen und legt eventuell eine falsche Spur.

Wer den Aufruhr in Indien, den beginnenden Sturm über Asien erklären will, muss schon ein wenig weiter ausholen. Follow the money! Seit die englische Königin Elisabeth am 31.12.1600 der Ostindischen Compagnie den Freibrief zur Ausbeutung Ostasiens erteilte, hat sich ja ein kleiner Kreis von Briten an der Ausplünderung Indiens eine goldenen Nase verdient.


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1857, Sepoy-Aufstand, renitente Inder werden vor englische Kanonen gebunden und zerfetzt



Man könnte sagen, dass das Grundvermögen der Finanzbetrüger der Londoner City und ihrer Wall Street-Erben aus jener Zeit stammt, als der märchenhafte Reichtum Indiens auf den Schiffen der "Ostindischen Compagnie" nach England exportiert und als pures Gold in die Schatzkammern der englischen Aristokratie verklappt wurde.

Dabei wendete Karl I. schon ähnliche Methoden an, wie die Finanzbetrüger der Weltsuperschurkenmacht USA sie heutzutage noch im Umgang mit ihren Bündnisvasallen in der Nato üben. Gegen wertlose Schuldscheine (Zertifikate oder Derivate) mussten die „Pfeffersäcke“ der Compagnie dem König alle ihre Pfeffervorräte, damals das wichtigste Handelsgut, überlassen. Karl II. erteilte der Compagnie sogar das Recht, in Indien Land zu „erwerben“ und gegen „nichtchristliche Mächte“ – ganz Indien war nichtchristlich - Krieg zu führen. Um 1857, als die Inder den ersten großen Aufstand gegen die Engländer wagten (Sepoy-Aufstand), beuteten die Engländer in Indien 250 Millionen Eingeborene auf die heimtückischste und gnadenloseste Art aus, die man sich in der Kolonialzeit nur vorstellen kann.


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Engländer beim Aufhängen indischer Rebellen. Am 8. April 1858 wurde auch Mangal Pandey gehängt. Er wird als erster Unabhängigkeitskämpfer Indiens verehrt.

Die jugendliche Rani von Jhansi - Lakshmi Bai (* 1835, gefallen am 17. Juni 1858 im Gefecht bei Kotah-ki-Serai nahe Gwalior) - wurde durch ihren standhaften Widerstand bei der Verteidigung der Festung Jhansi sowie in den nachfolgenden Gefechten und ihren frühen Tod zur Volksheldin Indiens (die „Jeanne d'Arc von Indien“).


Während ihrer Kolonialherrschaft spielten die Engländer rücksichtslos Hindus gegen Moslems aus und hetzten erbarmungslos die verschiedensten Völkerschaften Indiens gegeneinander auf. Die ihnen treu ergebenen Sikhs retteten 1857/58 zusammen mit nepalesischen Gurkha-Truppen die englische Herrschaft in Indien. Nach der Niederwerfung des von dem mohammedanischen Schattenkaiser Bahadur Shah in Delhi (Neu-Delhi) angeführten Sepoy-Aufstands ("Aufruf zum Aufstand" siehe unten, Anhang) wurden die indischen Rebellen ausnahmslos füsiliert, aufgehängt oder vor englische Kanonen gebunden. Die englischen Greuel sind im kollektiven Gedächtnis der Asiaten noch äußerst lebendig, wie die im Internet kursierende Story über „Hempher, den britischen Spion“ belegt, die noch heute bei muslimischen Internauten ein recht beliebter Lesestoff ist.


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Englische "Soldaten" plündern nach der Niederwerfung des indischen Aufstands 1857/58

Die Paläste der am Aufstand beteiligten indischen Fürsten und Kaufleute wurden den englischen Soldaten zur Plünderung freigegeben, nachdem die dicksten Diamanten schon vorher der englischen Krone übergeben worden waren.

Alle folgenden Blutbäder in der indisch-pakistanischen Geschichte, die Millionen unschuldiger Opfer forderten, werden von den Indern und Pakistanis direkt oder indirekt auf das unheilvolle, ja diabolische Wirken der Kolonialherrschaft der Engländer und den Einfluss der die Englische Weltmacht nach 1947 beerbenden US-Amerikaner zurückgeführt. Die in Indien systematisch unterdrückte, marginalisierte und in minderwertige Erwerbspositionen abgedrängte muslimische Minderheit (165 Millionen Muslime leben in Indien) hat dabei besonders viele Rechnungen mit dem United Kingdom und den USA offen, weil der Ausbeutungsdruck des kapitalistisch-angloamerikanischen Herrschaftssystems auf den unteren Stufen der Gesellschaft besonders stark ist.

Erinnert sei nur das Giftgasunglück der US-amerikanischen Chemiefabrik in Bhopal, wo Tausende von Indern umkamen und Zehntausende seitdem krank dahinsiechen, ohne dass DOW CHEMICAL (USA) bis heute eine nennenswerte Entschädigung gezahlt hätte. Die US-Verantwortlichen haben in der indischen Verwaltung nur ein paar Korrupte mit etwas Schweigegeld ruhiggestellt. Bei den Betroffenen ist jedenfalls nichts angekommen.

Anders als Michael Lüders in der FR kommen die Autoren in der Financial Times daher zu dem Schluss, dass es vermutlich Anhänger der SIMI, einer muslimischen, studentischen Widerstandsbewegung in Indien selbst waren, die den Angriff auf Bombay durchgeführt haben ("Indian Mudschaheddin" oder "Deccan Mudschaheddin"). Bombay steht für Bollywood, d.h.für den Einzug des westlichen Werteverfalls und den Verfall der Moral (Swadarma) in Indien. Deshalb wurde vermutlich auch ein Kino angegriffen. Die drei teuersten Luxushotels in Bombay wurden angegriffen, weil dort bevorzugt perverse Reiche aus England und den USA absteigen, Schwule, Lesben und Pädophile, die wie der von deutscher Polizei enttarnte kanadische Kinderschänder in Thailand die Armut der lokalen indischen Bevölkerung auf ihre ganz eigene Art ausbeuten.

Ein wohl nicht zufällig direkt neben den Luxushotels gelegenes jüdisches Zentrum war wohl Ziel der Anschläge, weil Israel die Gewalt und den Terror gegen die muslimischen Bewohner des Gaza-Konzentrationslagers und der West Bank zuletzt ins Unerträgliche gesteigert hat.

Für eine studentische Aktion der indischen SIMI-Widerstandsbewegung spricht das jugendliche Alter der Angreifer. Außerdem sind die Informationen über die kapitalismusfreundliche jüdische Entourage, die ideologisch-religiöse Einmauerung des kommenden US-Präsidenten Barack Obama bisher praktisch nur im Internet verfügbar. Das Internet ist eine Informationsquelle, von der wegen ihrer Schnelligkeit vor allem jüdische Geschäftsleute und Politiker, aber auch alle Studenten weltweit regen Gebrauch machen.

Der Anschlag auf Bombay war eine deutliche Warnung an die moralisch total verkommene, "westliche", d.h. angloamerikanische Welt, ein warnender Fingerzeig für Obama, was auch bei ihm zu Hause und anderswo so alles passieren könnte, wenn er sich auf die von AIPAC gemieteten Einflüsterer um Rahmbo Israel im Weißen Haus verlässt.

In Tel Aviv, New York, Washington und London haben einige noch nicht begriffen, dass ihre Zeit abgelaufen ist. Das bei der Bush-Nachfolge durchgeführte lächerliche Mulatten-Manöver des Rahm Israel Emanuel, genauer - seiner "proisraelischen Hinterleute" - war einfach zu durchsichtig.

Obama hat die falschen Berater. Der Interessent Richard Kießler von der WAZ-Mediengruppe des Bodo Hombach war zwar heute morgen im DLF der entgegengesetzten Meinung, Obamas Team versammele die "originellsten" und "klügsten" Köpfe der USA, aber das wirft nur die Frage auf: wer ist schon Richard Kießler?

Das Massaker von Mumbai ist eine ernstzunehmende Warnung an die Mischpoke. Die Zeichen stehen auf Sturm.
_________________________________________________________________

Aufruf des mohammedanischen Schattenkaisers Bahadur Shah zum Aufstand von 1857,

(Auszug):


"Hindus und Mohammedaner von Indien! Steht auf!


Brüder, steht auf!

Von allen Gottesgaben die köstlichste ist Swaraj (die nationale Selbstregierung). Soll der Teufel der Unterdrückung, der sie uns durch Betrug geraubt hat, sie uns für immer nehmen? Kann eine solche Handlung gegen den Willen Gottes in alle Ewigkeit Bestand haben? Nein, niemals. Die Engländer haben so viele Grausamkeiten begangen, dass das Maß ihrer Untaten voll ist. Zum Überfluss haben sie jetzt ihren Wunsch zu erkennen gegeben, unsere heilige Religion zu zerstören! Wollt Ihr auch jetzt noch untätig bleiben?

Gott will es nicht, dass Ihr noch zaudert. Gott hat in den Herzen der Hindus und Mohammedaner den Wunsch geweckt, die Engländer aus dem Land zu werfen. Und mit Gottes Hilfe und mit Eurer Kraft werden sie bald vollständig geschlagen werden, dass in unserem Hindustan auch nicht die geringste Spur mehr von ihnen zurückbleiben wird!..."

scusi!

Die Welt ist eine Bühne, auf der ein jeder seine Possen agieret und hin und her tanzet, bis dass ihn unser aller Herr und Meister hinwegberufet. (G.Chr. Lichtenberg)

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