Freitag, 2. Januar 2009

Gaza-Bodenoffensive: Morgen Kinder wird’s was geben

rhbl

Weihnachten, Fest des Friedens und der Nächstenliebe? Nicht in "Israel".

Die Kriegsverbrecher des jüdischen Atomstaats haben in den "heiligen Nächten" (Mittelhochdeutsch: "ze wihen nahten") heimtückisch und wahllos 400 Palästinenser, Männer, Frauen und Kinder, bei ihren Luftangriffen massakriert und 2000 verletzt.

Seit sieben Tagen, rund um die Uhr, fliegt die IAF täglich Dutzende von mörderischen Luftangriffen auf Gaza. Das reicht dem von Hass und Bitterkeit erfüllten israelischen Lumpengesindel, einem wahrhaftigen "Fluch der Menschheit" noch nicht. Jetzt marschieren "Israels" Panzer für eine sogenannte "Bodenoffensive", für einen Massenmord am Boden auf.



bod
Ehud Olmert`s Blitzkrieg


Der Gazastreifen ist im Schnitt 8 km breit und 40 km lang. Israel hat knapp 15.000 Panzer und gepanzerte Fahrzeuge. Ein Merkava - Panzer ist 4 m breit. Wenn Israel entlang der 48 km langen Demarkationslinie, an der südlichen und nördlichen Grenze zu Gaza dicht an dicht je einen Panzer neben dem anderen aufstellt, könnte es in der ersten Reihe nur 12.000 seiner Panzer platzieren. 3000 müssten mit der zweiten Reihe vorlieb nehmen.

Dieses Bild soll nur den Irrsinn einer Bodenoffensive verdeutlichen. Denn jeder der Panzer aus der ersten Reihe könnte mit seiner 120 mm Glattrohrkanone (die Blaupause dieser Kanone wurde beim deutschen Leopard - Panzer geklaut!) praktisch die ganze Tiefe des Gazastreifens umpflügen. Nicht gerechnet die israelischen Kanonenboote, die Gaza von der anderen Seite, von Meer her seit Tagen schon unter Feuer nehmen. Kein Panzer müsste überhaupt in den Gazastreifen reinfahren. Alles, was in dem Geländestreifen kreucht und fleucht könnte sogar ohne Luftunterstützung quasi aus dem Stand pulverisiert werden. Hinzu kommen ja noch die weitreichenden Rohre der Artillerie, von der es mehr als 1000 Einheiten auf Selbstfahrlafetten gibt.

Seit sechs Tagen hat Israel Panzer um Panzer in die Bereitstellungsräume rund um Gaza-City und entlang des Grenzzauns vor allem im Süden von Gaza gekarrt. Die Stoßkeile stehen bereit. Alles wartet auf Barak`s Angriffsbefehl. Der Mathematiker, der auch Physik studiert hat und wie ein Uhrwerk ticken soll, hat angeblich alles bis aufs Letzte durchgeplant (Der Einzelkämpfer).


uhr
GröFaZ Barak tickt wie ein Uhrwerk


Doch bisher geht nur die IAF im Minutentakt ihrem mörderischen Stückwerk nach und zerbombt Haus um Haus, wobei in Tötungsabsicht (NZZ) hin und wieder auch ein Hamasfunktionär samt Familie von den tonnenschweren Lenkbomben zerrissen wird. Das sind keine Kollateralschäden, das ist geplanter Mord, in toto: systematischer Genocid.

Gründe, warum die Bodenoffensive noch nicht begonnen hat, soll es auch geben. Zwischen Tzipi Livni, Barak und dem Generalstab hat es offenbar schwer gefunkt. Im Tel Aviver Führerbunker sollen die Tassen nur so geflogen sein, hört man aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen (Süddeutsche Zeitung). Anschließend ist Tzipi nach Paris abgerauscht, zu Sarkozy.

Der bucklige Messias hat eine diplomatische Rundreise durch den Nahen Osten angekündigt. Mit seinem Vermittler-Glorienschein aus dem Georgien - Russland Tackling könnte er sogar eine Chance haben, eine 48-Stunden Waffenruhe hinzubekommen. Barak soll ganz Ohr gewesen sein, Tzipi und Olmert weniger. Die sehen ihre Wahlchancen dahinschwinden.

Barack weiss, warum er einlenken will. Im Moment regnet und nebelt es in Gaza. Bei schlechtem Wetter gibts keine Luftunterstützung. Außerdem müsste die Panzer-Elite, die 970 Merkava 4, auf den festen Wegen und Strassen bleiben, sonst versinken die je 5 Millionen Dollar teuren Ungetüme (65 Tonnen Lebendgewicht) im Morast. Auf den Wegen und Strassen hat die Hamas natürlich ihre improvisierten Sprengfallen und Minen vergraben. IED`s können auch einen Merkava aufs Kreuz legen. Das hätte ich nicht gedacht. Kleine Ursache, große Unkosten. Wie die meisten anderen Panzer ist auch der Merkava sehr anfällig für ferngezündete Landminen. Während der Al-Aqsa-Intifada gelang es den Palästinensern so, drei Merkava zu zerstören, wobei zehn israelische Soldaten ums Leben kamen.

Außerdem gibt es da noch die richtige Panzerabwehr der Hamas, die inzwischen von der Hizbollah angelernt worden ist. Während des Libanonkrieges 2006 wurden 50 Merkava von Panzerabwehrwaffen der Hizbollah getroffen und beschädigt oder zerstört. Eine unerwartet hohe Verlustquote. Wir alle haben noch das Bild des damaligen Verteidigungsminister Peretz vor Augen, wie er durchs zugeschraubte Fernglas (Schutzklappen abnehmen vergessen) gucken will. Bei 44 Prozent aller getroffenen Merkava - Panzer durchschlug das Geschoss die Panzerung. Dabei wurden 23 Besatzungsmitglieder getötet und mehr als 100 verletzt.

Die vom israelischen Generalstab in Auftrag gegebene Ursachenanalyse ergab dafür drei Hauptgründe:

• Iran liefert in Russland entwickelte und gebaute AT-13 Saxhorn-2 an Hisbollah-Kämpfer
• Unerfahrenheit und mangelnder Ausbildungsstand der Merkava-Besatzungen (die meisten Treffer erfolgten in bewegungslosem Zustand; Panzersoldaten waren bis vor dem Einsatz in anderen Bereichen tätig)
• Budgetkürzungen im Wehretat (so waren Merkava ohne Rauchgranaten im Einsatz)

Ja, wenn die Panzerbesatzungen so jung und unerfahren sind, dann wissen wir warum es in Gaza noch nicht losgehen konnte. Weil erst mal überall die Stützräder an den Merkava`s angebracht werden mussten, damit die Kinderchen mit ihren hohen Kisten (Höhe 2,66 m) nicht umfallen, wenn sie anfahren.

Ob aber der Ausbildungsstand heute noch zu wünschen übrig lässt, wenn der damalige Verteidigungsminister im Libanonkrieg noch nicht mal ein Fernglas bedienen konnte. Der wurde ja ausgewechselt. Das ist also kein Grund, nicht anzugreifen.

Der Hauptgrund für die Verzögerungen liegt vermutlich in der hohen Besiedlungsdichte des Gazastreifens. 3960 Menschen wohnen hier im Schnitt auf einem Quadratkilometer.


tzi
Tzipi Livni: "Es gibt keine humanitäre Notlage in Gaza".


Wenn die israelischen Panzer losfahren, müssen sie ja gleich buchstäblich durch die armseligen Hütten der Palästinenser samt Inhalt durchbrausen, wenn sie nicht untereinander anbumsen und zusammenstoßen wollen. Und Schutzräume für Zivilisten gibt es in Gaza nicht. Da gibt es gleich in der ersten Stunde so viel Blut auf den Straßen der Flüchtlingslager, dass es vom Israelischen Magen David (Rotes Kreuz) gar nicht schnell genug aufgewischt werden kann, bevor die TV-Leute von Al Jazeera kommen.

Und dann wäre der Krieg auch schon wieder zu Ende. Denn das halten die Provinzpolitiker in Tel Aviv, selbst das Mossad-Flintenweib Tzipi, nicht aus, wenn dann die Weltpresse über sie herfällt. Das wäre i h r bitteres Ende.

Ich hoffe bloß, dass heute Nacht die einzig ernstzunehmende 1000 Manntruppe "Izz-al-Din-al Quassam" der Hamas heimlich durch die restlichen Tunnels nach Ägypten ausreist und in der Negev wieder einreist, um sich den IAF-Flugbetrieb mal aus der Nähe anzuschauen. Dann wäre Gaza morgen früh völlig unverteidigt. Und die IDF-Panzer würden ganz umsonst Munition verballern, im Kreisverkehr vor Khan Younis sinnlose Runden drehen und teuren Sprit verbrauchen. In diesem Gewirr von Häusern, kaputten Gewächshäusern und Ruinen ist mit Panzern kein Blumentopf zu ernten. Das so gut wie kampflose "Cannae" der IDF könnte Khan Younis werden, anklicken:

Größere Kartenansicht

Das Bleigießen wäre ins Wasser gefallen.

Die restlichen 15.000 Mann vom Hamas-Volkssturm sollen dann das machen, was jeder vernünftige Volkssturm-Mann in so einer Situation macht. Er schmeisst sein Gewehr weg und geht nach Hause. In Gaza ist das immer ein kurzer Weg. Und Barak, Livni und Olmert wären mitsamt ihrem tollen Generalstab blamiert bis in die Knochen und müssten ihre Blechsoldaten wieder abziehen. Nach einer Anstandsfrist würde die Hamas noch eine, nur eine einzige Kassam in Richtung Israel abfeuern. Um die totale Sinnlosigkeit des Blutvergießens, die Absurdität der Operation "vergossenes Blei" abschließend vor aller Welt zu dokumentieren.

Leider ist das nur ein Traum. Vermutlich ist die Hamas so fantasielos und leistet Widerstand. Dann könnte außer Allah noch ganz was anders über Israel herfallen. Es gibt in den letzten Tagen unschöne Vorzeichen nicht nur vom Prenzlauer Berg. In Chikago hat eine Synagoge gebrannt. In Dänemark wurden zwei jüdische Studenten angeschossen. Griechenlands Jugend hat keine Geduld mehr mit den korrupten US-Puppets in Athen. In Paris sollen an Sylvester 1147 Autos gebrannt haben, 30 Prozent mehr als letztes Jahr. Die Steigerung könnte ja was mit Gaza zu tun haben. Unruhe gibt es unter den Muslimen vor allem in den arabischen Staaten, aber auch weltweit. 3,5 Millionen Muslime leben in Deutschland. Bei Beginn einer Bodenoffensive dürfte die Unruhe und die Gewalt weltweit exponentiell zunehmen.

Und das am Anfang einer einer Kernschmelze im Finanzsystem, einer Weltwirtschaftskrise, wo Gaza dann vielleicht der Anfang eines W e l t k r i e g e s sein könnte. Eines Weltbürgerkriegs, der ganz anders laufen würde, als es sich Alki Bush oder Hausneger Obama vorgestellt haben. Wo ohne vorherige "Umfragen" die Volksmassen von Bangalore bis Islamabad und von Kairo bis Amman sich umstandslos und spontan ihr korruptes Politestablishment greifen und die US-Sphirren an der nächsten Straßenlaterne aufhängen. Das könnte eine Kettenreaktion geben, wie sie die Atomfuzzis dieser Welt in ihren schlimmsten Albträumen nicht prognostiziert und durchgerechnet haben. Ob das der irre Mathematiker Barak in seine Planungen einbezogen hat? Könnte sein, dass dem Uhrwerk aus Tel Aviv die Zeit längst davongelaufen ist. Er weiß es nur noch nicht.
Tut nichts zur Sache (anonym) - 2. Jan, 14:17

Sie wollten ja nie

politisch korrekt sein.
Der Begriff "Hausneger" ist es wohl sicher nicht. Ihre Schilderung amüsiert mich inzwischen. Denn die Hamas spricht von 25.000 höchst motivierten und kampfstarken Widerstandskämpfern.
In einem Punkt haben Sie allerdings recht. Das Wetter ist wirklich wesentlich bei einer Offensive. Bei klarem Wetter sind die Verluste geringer.
Dass Sie allerdings mittlerweile grammatikalische Fehler machen ("Der Uhrwerk"), zeigt, dass es Ihnen nur mehr ums Räsonieren ankommt.
Für das Wort Sphirren habe ich im Internet keine Erklärung gefunden. Es wird nur häufig von Ihnen verwendet und von ein paar anderen politisch deutlich zuordbaren Personen.
Darf ich Sie also als Hamas-Sphirre bezeichnen? Oder heißt es Hamas-Sphirrer?

rhbl - 2. Jan, 15:41

Re: Tut nichts zur Sache

Was die reale Zahl der Hamas-Widerstandskämpfer angeht folge ich israelischen Quellenangaben, die ich hier nicht öffentlich machen möchte.

Bei Robert Fisk im "Independent" habe ich diese "Schätzungen" bestätigt gefunden, die über 15.000 "Militante" (das sind die, die in die Luft schießen, die ihre Munition bei Beerdigungen vergeuden) und einen harten Kern von ca. 1000 militärisch geschulten, disziplinierten Guerillakämpfern (Izz-al-Din) nicht hinausgehen. Die Zahl 25.000 ist reine Propaganda.

Obama wird ja ab 20. Januar Gelegenheit erhalten zu beweisen, dass er kein "Hausneger" der einschlägigen US-Herrschaften ist.

Am liebsten würde ich nur über das Wetter reden, aber ich will meine Leserschaft ja auch unterhalten. Und zwar so amüsant wie unter den gegebenen Umständen noch möglich.

Von "Sphirren" war in Bonn zu Beginn der 80er Jahre erstmals im Zusammenhang mit Hans Dietrich Genschers "Info-Netzwerk" die Rede. Wenn der Begriff inzwischen außer mir auch von vielen anderen bösen Menschen verwendet wird, heißt das nicht, das ich mich mit denen identifiziere.

Ich betrachte mich nach wie vor als relativ unabhängigen Beobachter der Szene. Natürlich schlägt mein Herz für die Schwachen und Verletzbaren. Das sind in diesem Gemetzel die Hungernden, die Kranken, die Kinder, die Frauen und die Alten. Kurz, ich sympathisiere mit den Zivilisten, die wehrlose Opfer der Kriegsverbrechen sind.

Zur Hamas halte ich in etwa die gleiche Distanz wie zur IDF. Robert Fisk macht das auch. Die IDF und die Hamas sollten wesentlich bescheidener auftreten und sich politisch an dem orientieren, was Amre Mussa, der Generalsekretär der Arabischen Liga vorschlägt. Mussa halte ich neben Erdogan für eine einigermaßen integre Persönlichkeit, verglichen mit all den anderen mittelmäßigen bis völlig inkompetenten HochstaplerInnen, die zur Zeit die Politbühne bevölkern.
Tut nichts zur Sache (anonym) - 2. Jan, 15:52

einigermaßen

Für mich ist allerdings interessant, dass Erdogan so beständig an der Leugnung des armenischen Genozids festhält. Kein Anlass für Entschuldigung.
Mir ist es inzwischen egal, ob die Tschechen die Benes-Dekrete aufrecht erhalten oder nicht.
Auch wenn meine eigenen Vorfahren verjagt wurden, was noch der glücklichere Ausgang war, haben die Tschechen damals auch keinen Unterschied zwischen Zivilisten und nicht-Zivilisten oder zwischen Mann und Frau gemacht.
Bei der Türkei stört es mich mehr, weil hier türkisch gesehen an einer falschen Geschichtsschreibung festgehalten wird.
Für mich ist das ein Ablehnungsgrund bezüglich eines allfälligen Türkei-Beitritts zu EU.
anonym (anonym) - 2. Jan, 16:21

Man kann ja nicht alles wissen

Wahrscheinlich sind hier Sbirren gemeint: italienisch für Spitzel
Tut nichts zur Sache (anonym) - 2. Jan, 17:08

Danke! Das ist cool. Ich bin ziemlich überzeugt davon, dass es daher stammt und vermutlich einmal falsch geschrieben wurde, was ungefähr den weiteren etymologischen Verlauf erkennen lässt.
Ich denke, dass die Verwendung bestimmter Wörter, ohne ihre Quelle oder Semantik zu kennen, sehr wohl auf die sachliche Qualität des restlichen Geschriebenen schließen lassen.
Monsieur rhbl, ich bin gespannt, wie Sie die Verwendung des Wortes Sphirren weiter verteidigen. Vielleicht gibt es das Wort ja wirklich...
rhbl - 2. Jan, 16:14

Wer keine Hoffnung hat kann auch nicht enttäuscht werden.

Es gibt immer noch zuviele, die auf ihre selbstgezimmerten Hoffungen nicht verzichten können. Aber der Sinn der Geschichte ist eben nur der Naturvorgang des Geschehens selbst. Wir, die wir allzulange über unsere Verhältnisse gelebt haben, sollten uns zurücknehmen und Bescheidenheit lernen.

rhbl - 2. Jan, 18:28

Re: Von Sphirren über Sbirren zu Spitzeln

Die Erfindung der Sphirre ist eigentlich nur ein kleiner Scherz von mir. Aber Bloggen bildet. Um deutlicher zu werden. Die üblichen "proisraelischen" Verdächtigen sind in den vier ältesten Gewerben der Welt überrepräsentiert:

Zuhälter, man sollte sich nur mal die Liste der Bordellbesitzer in Europa anschauen;

Drogenhändler, Europol sollte mal in der veröffentlichten Statistik die Händler ausweisen, die aus Israel kommen;

Spione, wenn der Gazastreifen nicht mit sovielen israelischen Spitzeln durchsetzt wäre, schreibt Robert Fisk, könnte die IAF jetzt nicht Haus für Haus die kinderreichen Großfamilien der Hamas-Funktionäre zusammenbomben;

Wettbetrüger und Geldwechsler, mit denen hatte Jesus schon im Jerusalemer Tempel seine Probleme. Bis zur Weltfinanzkrise aus der City of London, dem Frankfurter Bankenviertel und bis zu dem Finanzbetrüger Bernard M a d o f f , den Lehmans und Goldmans, den Rotschilds an der New Yorker Wall Street hat sich an der Ehrlichkeit gewisser Banker offenkundig wenig geändert.


Spitzel wird es schon im alten Griechenland gegeben haben. Aus Griechenland ist das schöne Wort dann über Rom/Italien zu uns gewandert und zuletzt von mir in meinem Weblog so gnadenlos eingedeutscht worden, dass es jetzt von allen anderen (siehe z.B. VDK Köln) anstandslos übernommen wird. Bei mir sind in einem erweiterten Sinn auch die Marionetten der Weltführungsmacht gemeint. Das, was im arabischen Raum die "puppets" der Amerikaner sind: also Mubarak und Konsorten.

Damit dürfte die notwendige begriffliche Trennschärfe beim Bloggen gewahrt sein. Ich bin schließlich kein professioneller Journalist und werde fürs Schreiben von niemandem bezahlt. Deshalb bitte ich vorab für Tipp- und Grammatikfehler, Kommata etc. um gebührende Nachsicht. Beim Abwurf ihrer tonnenschweren Lenkbomben über Gaza machen die Israelis übrigens k e i n e so feinen Unterschiede wie meine Kritiker. Rabbulistik, d.h. Haarspalterei und Wortverdrehung bleibt den Heerscharen von Itzhaks und Mietfedern vorbehalten, die jetzt im Rahmen von Tzipis globaler PR-Aktion den medialen Raum fluten.

Tut nichts zur Sache (anonym) - 2. Jan, 19:15

:)
Also das finde ich an sich ganz nett. Gegen Wortschöpfungen habe ich nichts. Sie sollten aber schon a priori verständlich sein. Da kann es Lautmalereien etc. geben. Im Prinzip reicht auch eine Klammer mit (Spitzel). Dagegen ist nichts einzuwenden.
Aber Ihre Stellungnahme für die "Schwachen" lässt schon einiges an Unlogik zu. Es reicht nicht, sich von der Hamas zu distanzieren. Die Charta der Hamas, die bisher nicht verändert wurde, ist absolut rassistisch und gleichzeitig Aufruf zum Mord, wobei es egal ist, ob Kinder oder Frauen betroffen sind.
Dann gibt es aber von islamischen Führern in seriösen Zeitungen Zitate wie: die armen palästinensischen Raketen sind blind und treffen sowieso nichts. Die israelischen Flieger wissen, wohin sie zielen. Ehrlich gesagt, mir ist Letzteres lieber. Wenn ich wirklich neben einer militärischen Stelle wohne, versuche ich vielleicht bei Freunden unter zu kommen.
Sie kritisieren die israelischen Spitzeln. Gleichzeitig schreiben Sie, dass die Hamas gar nicht erwischt wird. Wenn einer der fünf Führer samt 4 Frauen und 11 Kindern, eines hat ja überlebt, getötet wird, habe ich auch für die Zivilisten kein Mitleid. Und zumindest er ist nicht durch den Tunnel geflüchtet.
Die Frage ist ja, warum die Hamas den Waffenstillstand gebrochen haben?
Wenn es wirklich Dummheit war, dann gehört sie "ausgemerzt". Dieses Wort verwende ich dann ganz bewusst. Es gibt absolut keine Entschuldigung für Dummheit. Nicht dann, wenn man androht, den anderen umbringen zu wollen.
Ich sage Ihnen, dass ich den Standpunkt der Palästinenser schon wesentlich besser verstehen konnte. Der Bruder des Sicherheitschefs von Arafat hat mir einmal in einem dreistündigen Gespräch die Problematik erklärt. Er war ein Mensch, den ich sehr geachtet habe. Die Quintessenz des Gesprächs war, dass es auf beiden Seiten die Hardliner gibt und aus dieser Sicht heraus kaum eine Chance auf Frieden. Weil jetzt die Hardliner bei den Palästinensern mehr zu sagen haben und auch die friedlich Gesinnten noch verhetzen, spielen sie den Hardlinern bei den Israelis in die Hand. Verstehen Sie, das bezeichne ich als Dummheit.
Mit Ihren Beiträgen, gewürzt durch die offiziellen Stellungnahmen Hamas-freundlicher Personen, wird das Mitleid, das mit der leidenden Zivilbevölkerung existieren kann, nicht verstärkt. Es wird einfach schwächer und schwächer. "Sie sind ja selbst schuld!"
Bertolt (anonym) - 2. Jan, 20:34

Israels wird das Schicksal Karthagos erleiden

Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtig nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.

Bertolt

Europäer (anonym) - 4. Jan, 01:57

Ihnen geht es wohl noch gut !

Wenn der Zentralrat der Juden mal wieder mit dem Finger auf uns zeigt ,gefällt mir das auch nicht !
Aber Hakenkreuze und Nazipolemik gegen Israel zu verwenden ist ,vor allem als Deutscher, unter aller Würde !

Die Volksgruppe oder Religionsgemeinschaft der Juden hat seine uralte traditionelle Heimat in Israel und deshalb dort ein Existenzrecht .Warum kann es keine Co-Existenz geben?
Neidische kalaschnikov-schwingende Taugenichtse wollen dieses nicht wahrhaben .Zugeständnisse der Israelis,wie etwa in der Siedlungspolitik, werden von diesen Kriegstreibern ,die nur ihre eigene kleine Macht im Hinterkopf haben ,als Schwäche ausgelegt.

Ich habe nichts gegen Muslime oder Araber ,aber Einige von Ihnen sind es doch ,die uns ihre Kultur und Religion aufzwingen wollen und sich auf einen Kreuzzug befinden !
Gewalt wird das Problem nicht dauerhaft lösen,aber ich habe volles Verständniss für die Israelis.

Tom (anonym) - 4. Jan, 12:56

Israels "Blitzkrieg" gegen Gaza

Watt mutt datt mutt. Wer Hitlers Blitzkrieg in Gaza nachahmt und auch noch dessen Terminologie verwendet (Barak: "Krieg bis zum bitteren Ende", das war Hitlers Weihnachtsansprache 1941, s.d. Times), der muss sich den Vergleich gefallen lassen.

Das heutige Deutschland hat nichts mehr mit Hitler-Deutschland gemein, Israel aber sehr viel. In Israel existieren Konzentrationslager in der Wüste negev, wo wie in den Nazi-KZ 10.000 Palästinenser, Männer, Frauen und Kinder unter menschenunwürdigen Bedingungen gefangengehalten werden.

In Israel wird wie bei der Gestapo gefoltert und gezielt gemordet (targeted Killings).

Israel verfolgt die arabische Minderheit in seinem herrschaftsgebiet mit rassistischen Gemeinheiten, so wie es Hitler mit den juden auch machte.

Arabische Cartoons zu zitieren, die die Kriegsverbrechen der faschistischen Kriegsmaschine Israels anprangern, vor allem gegen Kinder und Babys, wird doch noch erlaubt sein. Europäer, erinnern sie sich mal rasch an die Dänischen Cartoons, mit denen sogar Allah in den Schmutz gezogen wurde.

scusi!

Die Welt ist eine Bühne, auf der ein jeder seine Possen agieret und hin und her tanzet, bis dass ihn unser aller Herr und Meister hinwegberufet. (G.Chr. Lichtenberg)

Aktuelle Beiträge

Afghanistan: Durst ist...
rhbl Nach Clausewitz („Vom Kriege“) gibt...
rhbl - 4. Jul, 16:50
„Märtyrer“...
rhbl Weltweit fließen die Krokodilstränen...
rhbl - 1. Jul, 19:34
Worum es in der Irankrise...
rhbl Es geht doch im Iran nur vordergründig um...
rhbl - 29. Jun, 22:04
CIA/MI6-Putsch in Teheran:...
rhbl "Die Zubereitung eines Soufflés erfordert...
rhbl - 25. Jun, 22:55
Twitter ist nicht kugelsicher
rhbl Wer glaubt im Westen noch an den gütigen...
rhbl - 24. Jun, 14:09
Westen verstößt...
rhbl Im Vorfeld der Präsidentenwahl in Teheran...
rhbl - 22. Jun, 10:09
Klimakatastrophe in der...
rhbl Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan hat...
rhbl - 18. Jun, 11:43
Schweinegrippe breitet...
rhbl Am 28.04.09 prognostizierte der Schweizer „Blick“:...
rhbl - 16. Jun, 14:50

Suche

 

Kontakt

E-Mail-Adresse:

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Status

Online seit 632 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 4. Jul, 16:56

Web Counter-Modul


Profil
Abmelden
Weblog abonnieren