GAZA-MASSAKER: DER PROPAGANDAKRIEG VON SPIEGEL-ONLINE (I)
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Den „SPIEGEL-ONLINE“ als proisraelisch zu bezeichnen, dürfte eine leichte Untertreibung sein. Wie alle deutschen Nachrichtenblätter kämpft DER SPIEGEL nicht erst seit gestern stramm auf der Seite des Judenstaats. Das war zu Zeiten seines jüdischen Gründers Rudolf Augstein noch anders.
Der SPIEGEL – ONLINE weiß um die Macht der Bilder. Darum gibt es dort aus aktuellem Anlass eine Fotostrecke: „Gaza: Israel forciert Bodenoffensive“. Sie umfasst zur Zeit 15 Bilder. Eines, es ist ganz hinten einsortiert, soweit blättert der normale User nicht, zeigt eine schwerverletzte Palästinenserin:

Dieses Bild bedarf keines Kommentars. Es erklärt sich selbst. Wie auch das darauf folgende Foto eines verletzt fliehenden Palästinenserkindes. Um die Wirkung dieser beiden Bilder zu entschärfen, ist auf den übrigen Bildern der Fotostrecke auf eine ziemlich lächerliche Art und Weise der "heldenhafte" Kampf Israels im Krieg im Süden, gegen die Palästinenser dargestellt. Das sind die Leute, denen in Palästina das Land gehört, um das dort immer wieder so erbittert mit den neuen Herrenmenschen, den Juden, gestritten wird.
Das Land "Israel" ist heute so groß wie Hessen. Israel hat es den Palästinensern meist gestohlen oder geraubt, manchmal war auch nur Betrug beim Notar im Spiel. Einige Grundstücke sollen von Juden tatsächlich rechtmäßig erworben und sogar bezahlt worden sein. Israel muss sich vor den Palästinensern als rechtmäßigen Besitzern von Grund und Boden nicht mehr fürchten, auch wenn die ihr Land immer noch wiederhaben wollen. Israel hat über zweihundert Atombomben, fast so viele Kampfjets und mehr Panzer als die USA. Es ist nach sechzig Jahren Streit gelungen, die gutmütigeren Palästinenser auf der West Bank in einer Art Freilandhaltung zu isolieren und unter Kontrolle zu bringen. Die weniger zugänglichen Palästinenser hält Israel seit Jahrzehnten in einer Art Käfighaltung im Lager Gaza, das seit anderthalb Jahren eher einem KZ gleicht. Gaza ist so groß wie der Stadtstaat Bremen.
Die Gaza-Palästinenser sind bis auf wenige praktisch unbewaffnet. Die Wenigen haben mit dem häufigen Abschießen von einer Art überdimensionierter Sylvesterrakete (Kassam) versucht, die Welt auf ihr Schicksal aufmerksam zu machen. Dabei sind vielleicht ein Dutzend Israelis in acht Jahren getötet worden. Deswegen musste Israel in Gaza einrücken und die Wenigen unter den 1,5 Millionen abmetzeln. Das geht nicht so zielgenau wie oft behauptet. 560 Gaza-Palästinenser wurden in wenigen Tagen umgebracht, 2400 verletzt. Sorgen macht in Tel Aviv nur, dass es in der Welt so viele Bilder von seinem Gemetzel in Gaza gibt. Deshalb hat Tzipi Livni eine weltweite PR-Aktion gestartet. Die soll zeigen, wie auch Israelis im „Krieg im Süden“ verletzt werden:

DER SPIEGEL ONLINE ist an der PR-Aktion offenbar beteiligt. Um Israel in der Operation „Bleigießen“ gut aussehen zu lassen, zeigt er als zweites Bild in der o.a. Fotostrecke eine israelische "Verletzte". Die sind im Verhältnis zu den in sieben Tagen 2400 verletzten Palästinensern nicht so oft anzutreffen. Deshalb musste das Opfer ein wenig arrangiert werden. Es wird nicht zu dem hinten links stehenden Krankenwagen getragen, sondern der Rot-Kreuz-Helfer trägt die Verletzte vom Wagen weg, hält sie in die Kameras.
Was passiert ist wissen wir nicht. Vielleicht ist eine Kassam eingeschlagen und hat die junge Dame nur geschockt. Ein TV-Team (hinten rechts) ist auch schon da, und viele fröhliche Gaffer in Sonntagskleidern.
Wie man an den drei Schatten auf dem Boden sieht, sind es mindestens gleich drei Fotografen, die sich um die "Verletzte" bemühen. Deshalb ziert sich die knapp bauchnabelfrei bekleidete junge Dame etwas, hält sich gekünstelt das rechte Ohr. Nur das Handy fehlt noch für ein Telekom-Werbefoto. Der Mund ist halb offen, zeigt eine tadellose Reihe blendendweisser Zähne. Offenbar hat es hier ein wohlhabendes Fotomodell erwischt. Die moderne Reihenhaus-Wohnsiedlung macht auch einen eher gutbürgerlichen Eindruck.
Die Beine der armen Verletzten hängen nicht schlaff herab, die Hosenbeine sind nicht vom Blut durchtränkt, wie wir es bei den von völkerrechtswidriger Flechette- oder Streumunition aus israelischen Panzergranaten* getroffenen Palästinensern gewohnt sind. Sogar die Schuhe sitzen akkurat. Da wundert es nicht, dass die drei jungen Männer im Hintergrund erkennbar lachen, wohl weil die Szene gestellt ist. Nur der Rot-Kreuz-Helfer bewahrt Haltung, schaut ernst geradeaus. So wie es ihm der Kameramann eben empfohlen hat. Israel im Krieg. Lustig flattern zwei israelische Fahnen im Wind.
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** Die israelische Menschenrechtsorganisation B“tselem gibt zu der vom israelischen Militär (mutmaßlich) verwendeten Flechette-Munition an: Die Flechettes sind eine Antipersonen-Waffe; Flechettes werden mittels Panzergranaten abgefeuert. Die Granate explodiert in der Luft, dabei werden tausende von kleinen Metallpfeilen (3,75mm lang) freigesetzt. Streuung: 300 Meter in die Weite, 90 Meter in die Breite.
Den „SPIEGEL-ONLINE“ als proisraelisch zu bezeichnen, dürfte eine leichte Untertreibung sein. Wie alle deutschen Nachrichtenblätter kämpft DER SPIEGEL nicht erst seit gestern stramm auf der Seite des Judenstaats. Das war zu Zeiten seines jüdischen Gründers Rudolf Augstein noch anders.
Der SPIEGEL – ONLINE weiß um die Macht der Bilder. Darum gibt es dort aus aktuellem Anlass eine Fotostrecke: „Gaza: Israel forciert Bodenoffensive“. Sie umfasst zur Zeit 15 Bilder. Eines, es ist ganz hinten einsortiert, soweit blättert der normale User nicht, zeigt eine schwerverletzte Palästinenserin:

Dieses Bild bedarf keines Kommentars. Es erklärt sich selbst. Wie auch das darauf folgende Foto eines verletzt fliehenden Palästinenserkindes. Um die Wirkung dieser beiden Bilder zu entschärfen, ist auf den übrigen Bildern der Fotostrecke auf eine ziemlich lächerliche Art und Weise der "heldenhafte" Kampf Israels im Krieg im Süden, gegen die Palästinenser dargestellt. Das sind die Leute, denen in Palästina das Land gehört, um das dort immer wieder so erbittert mit den neuen Herrenmenschen, den Juden, gestritten wird.
Das Land "Israel" ist heute so groß wie Hessen. Israel hat es den Palästinensern meist gestohlen oder geraubt, manchmal war auch nur Betrug beim Notar im Spiel. Einige Grundstücke sollen von Juden tatsächlich rechtmäßig erworben und sogar bezahlt worden sein. Israel muss sich vor den Palästinensern als rechtmäßigen Besitzern von Grund und Boden nicht mehr fürchten, auch wenn die ihr Land immer noch wiederhaben wollen. Israel hat über zweihundert Atombomben, fast so viele Kampfjets und mehr Panzer als die USA. Es ist nach sechzig Jahren Streit gelungen, die gutmütigeren Palästinenser auf der West Bank in einer Art Freilandhaltung zu isolieren und unter Kontrolle zu bringen. Die weniger zugänglichen Palästinenser hält Israel seit Jahrzehnten in einer Art Käfighaltung im Lager Gaza, das seit anderthalb Jahren eher einem KZ gleicht. Gaza ist so groß wie der Stadtstaat Bremen.
Die Gaza-Palästinenser sind bis auf wenige praktisch unbewaffnet. Die Wenigen haben mit dem häufigen Abschießen von einer Art überdimensionierter Sylvesterrakete (Kassam) versucht, die Welt auf ihr Schicksal aufmerksam zu machen. Dabei sind vielleicht ein Dutzend Israelis in acht Jahren getötet worden. Deswegen musste Israel in Gaza einrücken und die Wenigen unter den 1,5 Millionen abmetzeln. Das geht nicht so zielgenau wie oft behauptet. 560 Gaza-Palästinenser wurden in wenigen Tagen umgebracht, 2400 verletzt. Sorgen macht in Tel Aviv nur, dass es in der Welt so viele Bilder von seinem Gemetzel in Gaza gibt. Deshalb hat Tzipi Livni eine weltweite PR-Aktion gestartet. Die soll zeigen, wie auch Israelis im „Krieg im Süden“ verletzt werden:

DER SPIEGEL ONLINE ist an der PR-Aktion offenbar beteiligt. Um Israel in der Operation „Bleigießen“ gut aussehen zu lassen, zeigt er als zweites Bild in der o.a. Fotostrecke eine israelische "Verletzte". Die sind im Verhältnis zu den in sieben Tagen 2400 verletzten Palästinensern nicht so oft anzutreffen. Deshalb musste das Opfer ein wenig arrangiert werden. Es wird nicht zu dem hinten links stehenden Krankenwagen getragen, sondern der Rot-Kreuz-Helfer trägt die Verletzte vom Wagen weg, hält sie in die Kameras.
Was passiert ist wissen wir nicht. Vielleicht ist eine Kassam eingeschlagen und hat die junge Dame nur geschockt. Ein TV-Team (hinten rechts) ist auch schon da, und viele fröhliche Gaffer in Sonntagskleidern.
Wie man an den drei Schatten auf dem Boden sieht, sind es mindestens gleich drei Fotografen, die sich um die "Verletzte" bemühen. Deshalb ziert sich die knapp bauchnabelfrei bekleidete junge Dame etwas, hält sich gekünstelt das rechte Ohr. Nur das Handy fehlt noch für ein Telekom-Werbefoto. Der Mund ist halb offen, zeigt eine tadellose Reihe blendendweisser Zähne. Offenbar hat es hier ein wohlhabendes Fotomodell erwischt. Die moderne Reihenhaus-Wohnsiedlung macht auch einen eher gutbürgerlichen Eindruck.
Die Beine der armen Verletzten hängen nicht schlaff herab, die Hosenbeine sind nicht vom Blut durchtränkt, wie wir es bei den von völkerrechtswidriger Flechette- oder Streumunition aus israelischen Panzergranaten* getroffenen Palästinensern gewohnt sind. Sogar die Schuhe sitzen akkurat. Da wundert es nicht, dass die drei jungen Männer im Hintergrund erkennbar lachen, wohl weil die Szene gestellt ist. Nur der Rot-Kreuz-Helfer bewahrt Haltung, schaut ernst geradeaus. So wie es ihm der Kameramann eben empfohlen hat. Israel im Krieg. Lustig flattern zwei israelische Fahnen im Wind.
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** Die israelische Menschenrechtsorganisation B“tselem gibt zu der vom israelischen Militär (mutmaßlich) verwendeten Flechette-Munition an: Die Flechettes sind eine Antipersonen-Waffe; Flechettes werden mittels Panzergranaten abgefeuert. Die Granate explodiert in der Luft, dabei werden tausende von kleinen Metallpfeilen (3,75mm lang) freigesetzt. Streuung: 300 Meter in die Weite, 90 Meter in die Breite.
rhbl - 5. Jan, 17:04
