Mittwoch, 7. Januar 2009

UN: Israelische Kindermörder dürfen in Gaza weitermachen

rhbl

Dan Gillerman, früherer Botschafter Israels bei den UN, hat eingeräumt, dass IDF-Truppen innerhalb weniger Tage unter der palästinensischen Bevölkerung in drei UN-Schulen eine "horrible tragedy" d.h. auf deutsch, ein Massaker mit 43 Toten und 55 Verletzten angerichtet haben.

Al Jazeera berichtet von inzwischen 680 Toten und 3075 Verletzten auf palästinensischer Seite, davon mehr als hundert tote Kinder. Auf israelischer Seite soll es bisher 10 Tote, überwiegend Soldaten, gegeben haben. Die Zahl der IDF-Verletzten schätze ich auf 40. Seit 27.12.08 dürften ca. 12 Zivilpersonen durch Kassambeschuss in Israel verletzt worden sein.

Israel muss von der deutschen Bundesregierung, so wie es die brasilianische Regierung von Lula da Silva vorexerziert hat, als Terrorstaat gebrandmarkt werden. Eine verbrecherische Entität, die in wenigen Tagen in Gaza Hunderte von Männern, Frauen und Kindern nahezu wahllos umgebracht hat. In Tel Aviv regieren Kriminelle, ein militaristisches Lumpengesindel, das nach einem ordentlichen Gerichtsverfahren vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag aufgehängt gehört.

Mit vorsätzlichem, unverhältnismäßigem Einsatz von Counterinsurgency-Spezialwaffen zur lokal begrenzten Massenvernichtung wie Phosphor-Streubomben, verschossen von schwerer Feldartillerie auf Selbstfahrlafetten, Flechette-Panzergranaten, Einkesselung von 1,5 Millionen Menschen auf engstem, praktisch unverteidigtem Gebiet ohne Schutzräume und ununterbrochenem Beschuss der Zivilbevölkerung durch Kanonenboote von See her, Bombardierungen aus F-16 Kampfjets, Raketenbeschuss aus Kampfhubschraubern, Beschuss durch Mörser- und Feldartillerie verstoßen die Kriegsverbrecher Ehud Olmert, Tzipi Livni und Ehud Barak nicht nur gegen alle Regeln des humanitären Kriegsvölkerrechts, sie begehen auch fortgesetzt Verbrechen gegen die Menschlichkeit, für die es wie in Nürnberg nur die Höchststrafe, die Todesstrafe geben kann.

Die Verhandlungen im UN-Sicherheitsrat sind in der Nacht erneut ergebnislos auf morgen vertagt worden. Den Teilnehmern war klar geworden, dass die USA trotz des gestrigen Mittagessens von Ban Ki Moon mit George W. Bush den vorliegenden, noch weiter verwässerten libyschen Entwurf einer Waffenstillstandsresolution blockieren würden. Offenbar hat Ban Ki Moon dem armen George beim Lunch nicht genug Whisky eingeschenkt.

Der ägyptische Präsident Husni Mubarak legte gestern Abend zusammen mit Zwerg Narkosy aus Paris einen eigenen Plan zur Beendigung der Kämpfe im Gazastreifen zwischen Israel und der Hamas vor. Sarkozy hat allen Grund, sich um einen baldigen Waffenstillstand zu kümmern. In Frankreich brennen bereits neben den Autos in den Vorstädten die ersten Synagogen.

Der Mubarak-Plan sieht eine zunächst befristete sofortige Waffenruhe vor, damit die Bevölkerung in dem palästinensischen Autonomiegebiet von außen mit Lebensmitteln, Medikamenten und anderen notwendigen Gütern versorgt werden kann.

Außerdem sollen sich in dieser Zeit Israel und die Palästinenser an einen Tisch setzen, um den Konflikt auf dem Verhandlungsweg beizulegen (Sehr witzig).

Im UN-Sicherheitsrat wurde die ägyptische Initiative auch von US-Außenministerin Condoleezza Rice unterstützt. Die USA seien erfreut über den Vorstoß Mubaraks und wollten ihn weiter verfolgen, sagte Rice, die vor einer "übereilten" Lösung warnte. "Wir brauchen eine dauerhafte und tragfähige Waffenruhe, die Sicherheit für Palästinenser wie Israelis gleichermaßen garantiert". Damit machte sie deutlich, dass es dem militärisch-industriellen Komplex der USA, ihrem eigentlichen Auftraggeber, darum geht, dass von der IDF in Gaza noch ein paar Tage weiter gemordet und geschossen wird, damit die US-Waffenhändler möglichst viel Kriegsgerät samt Munition verkaufen können.

Israels Ministerpräsident Ehud Olmert versucht seinerseits, eine generelle Waffenruhe zu unterlaufen, in dem er ankündigte, er akzeptiere einen "humanitären Korridor" für den umkämpften Gazastreifen. Bestimmte Zonen in dem Palästinensergebiet sollen "für eine begrenzte Zeit geöffnet werden, damit die Bevölkerung Hilfsgüter empfangen kann". Wann und wo diese Zonen sein sollen, blieb offen, soll ausgerechnet Barak entscheiden.

Bedingung für eine Waffenruhe ist aus der Sicht von Frau Rice ein sofortiges Ende des Raketenbeschusses der Hamas auf Israel. Zudem sei zu gewährleisten, dass der Waffenschmuggel in den Gazastreifen gestoppt werde und die Hamas dort ihr Tunnelsystem nicht wieder nutzen könne.



rafah
Bei Rafah sollen mehrere hundert Tunnels die Grenze zu Ägypten queren.
Obwohl Israel 2005 entlang der Grenze (schwarz gestrichelt) alle palästinensischen Häuser auf Sicht bzw. Gewehrschußweite (rot) geschleift und zusätzlich eine 400 m tiefe Todes-/Sicherheitszone (gelb) angeordnet hat, wo die IDF gegen Palästinenser rücksichtslos von der Waffe Gebrauch macht. Die 8 m hohe doppelte Stahl-Spundwand der IDF wurde am 26.01.08 von der Hamas
gesprengt aber leider wieder repariert.



Aus der Sicht der Hamas, die nicht gefragt wurde, ist der Stopp des israelischen Angriffs, der Rückzug der israelischen Truppen aus Gaza und die Öffnung der Grenzübergänge Voraussetzung der Waffenruhe.

Israelis und Palästinenser warben in der hochkarätig besetzten Sitzung des Rates (Steinmeier war nicht dabei) mit eindringlichen Appellen für ihre Positionen. Der selbsternannte "Palästinenserpräsident" Mumie Abbas rief das höchste UN-Gremium erstmals zum sofortigen Eingreifen auf. "Beenden Sie diesen V ö l k e r m o r d und diese Zerstörung", appellierte er an die 15 Mitgliedsstaaten.

Im proisraelisch kontrollierten Morgenmagazin der ARD wurde der Satz mit dem dekouvrierenden Rechtsbegriff "Völkermord" ("Genocid") aus der Rede von Abbas herausgeschnitten und irgend ein anderer irrelevanter Satz im O-Ton versendet, verantwortlich für die UN-Berichterstattung der ARD ist eine LENA BODEWEIN (s. dort das übliche Frontalfoto der Krummnase, der Name sagt schon alles), hier der zensierte Text auf der Moma-Website:

"Palästinenserpräsident Machmud Abbas sagte, er sei gekommen, um von der neuen palästinensischen Katastrophe zu berichten. Handeln sei nötig - jeder Aufschub mache das Leiden um ein Vielfaches schlimmer. "Geben Sie meinem Volk die Freiheit", rief er den Sicherheitsrat auf. Eine Resolution sei die dringend benötigte Nachricht an die Palästinenser, dass die Welt sie nicht opfere."

Das ist Zensur in der ARD, rotzfreche Desinformation und Manipulation der deutschen Fernsehzuschauer in Reinkultur, die auch noch durch Original-Propagandabilder von riesigen israelischen Merkavapanzern in hübscher Landschaft aus den PSK-Werkstätten der IDF umrahmt wurde.

Aus Israel berichten u.a. die "völlig unvoreingenommenen" C. Verenkotte, M. Rosch. Richard C. Schneider und Karin Storch.

Man wird in Zukunft darauf achten müssen, dass die personelle Besetzung in den deutschen Rundfunk- und Fernsehanstalten den Querschnitt der hier herumwuselnden Völkerschaften repräsentiert. Bei 0,1 Prozent jüdischer Bevölkerung dürfte in kleineren Landesrunfunkanstalten die Reservierung der Pförtnerstelle am Eingang schon zu einer Überrepräsentation führen. Tatsächlich sieht es genau umgekehrt aus, mit verheerenden Folgen für die Programmqualität auf allen Kanälen.

Die israelische UN-Botschafterin Gabriela Shalev verwies in der UNO auf die im Gazastreifen herrschende radikal-islamische Hamas: "Wir müssen uns verteidigen, nicht gegen die Palästinenser, sondern gegen die Terroristen, die sie als Geiseln genommen haben."
rhbl - 7. Jan, 12:56

Sachlichkeit erwünscht

Lieber R.

Bei der Kommentierung sind sachliche Stellungnahmen immer erwünscht.

Natürlich wissen wir, dass es bei der Hamas nicht nur Engel gibt. Das Kriegspotential der Hamas scheint jedoch recht begrenzt zu sein.

Es geht hier auch weniger darum, mit welchem Vernichtungspotential Israel den in Gaza eingesperrten 1,5 Millionen Gefangenen noch droht. Israel hat mindestens 200 Atombomben und könnte damit mindestens ganz Mitteleuropa und den Nahen und Mittleren Osten verwüsten.

Es geht darum, welche Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Gaza im laufenden Konflikt bereits angerichtet wurden.

Wegen der in Ihrem interessanten Kommentar enthaltenen, etwas zu groben Beleidigungen musste Ihr Kommentar leider gelöscht werden.

MfG

rhbl

R. (Gast) - 8. Jan, 11:36

Sachlichkeit?

Der Kommentar war genau so sachlich und beleidigend, wie der Beitrag, der kommentiert wurde - wollte mal gucken, wie schnell die Zensur hier dabei ist.

Man sollte niemanden einen Mörder nenne, dessen Beweggründe man genau so wenig kennt, wie Hintergründe und politische Spielereien.
Der Thread hier ist einseitig und in meinen Augen unsachlich.

Sprecht nicht von Völkermord, wenn keiner stattfindet.
Redet nicht von Aggression und relativiert die Angriff auf Israel.
Beachtet, dass die Hamas hinter menschlichen Schutzschilden agiert -
laut Genver Konvention trifft die Schuld für zivile Opfer dann diejenige Kriegspartei, die sich neben die Zivilisten stellt. Warum kapituliert die Hamas nicht - angesichts der Opfer. Was haben sie zu velieren, außer ihrem Leben?
Nichts. Wofür kämpfen sie? Nichts. Nichts außer einer Ehre, die auch keine ist, für Iranisches Geld und iranische Interessen und islamischen fanatischen Faschismus, der alles andere ausgrenzt und vernichten will.

Die Palästinenser könnten nach meiner Einschätzung nur dann Erfolge verzeichnen, wenn sie komplett einseitig auf Gewalt verzichten würden, jegliche Gewalt. Das haben sie seit 60 Jahren nicht probiert und jede Annäherung ist durch Gewalt wieder zunichte gemacht worden.

Solange in Palästina Gruppen an der Macht sind, die nur Geld kriegen, wenn es kracht, wird es keinen Frieden geben können. Denn der Frieden würde denen den Geldhahn zudrehen. (Aber das ist nur eines der Probleme, die zur Zeit noch unlösbar scheinen.)
rhbl (Gast) - 8. Jan, 16:18

Mord aus Habgier

.
.
Lieber R.!
.
Wenn Sie freundlicherweise einen Blick in meinen Beitrag vom 08.01.09 werfen könnten? Dort finden Sie die Karte Palästinas in vierfach gewandelter Gestalt. Das Grün des Propheten schwindet von Jahrzehnt zu Jahrzehnt, während das unschuldige Weiß aus der Fahne Israels immer mehr Platz einnimmt.

Dumm nur, dass so viele Palästinenser erst e r m o r d e t werden mussten, bevor man ihnen ihr Land wegnehmen konnte:



§ 211 StGB:

Abs. (2): "Mörder ist, wer

aus Mordlust,
zur Befriedigung des Geschlechtstriebs,
aus H a b g i e r
oder sonst aus niedrigen Beweggründen,

h e i m t ü c k i s c h oder grausam oder mit g e m e i n g e f ä h r l i c h e n Mitteln oder

um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,

einen Menschen tötet."

Viele Tatbestände hat schon Ilan Pappe in seinem Buch über die ethnische Säuberung aufgelistet. Die Subsumtion der laufenden Gräuelmorde habe ich in mehreren Beiträgen seit Weihnachten geleistet. "Kollateralschäden" sind für mich Morde. Zuvor hatte ich schon das Todesurteil für Bush & Co. gefordert. Leider hat bzgl. Bush, Cheney, Rumsfeld und Blair weder ein Gerichtsverfahren noch eine Hinrichtung durch Erhängen (besonders ehrlose Form der Todesstrafe) in Den Haag oder Washington stattgefunden. Das hätte Olmert, Livni und Barak vielleicht abgeschreckt.

Nur ein Reporter hat seine Schuhe auf George W. Bush geworfen, immerhin, das ist ein guter Anfang!

Ich empfehle Ihnen zur Abechslung mal diesen Artikel von Amira Hass:
http://www.ksta.de/html/artikel/1231176424114.shtml

MfG

rhbl
rhbl (Gast) - 7. Jan, 15:37

Befristete Waffenruhe

Unter dem übergroßen internationalen Druck sind die Verbrecher in Tel Aviv etwas eingeknickt:

Die Israeli Destruction Force (IDF) gab bekannt, aus «humanitären Gründen» von Mittwoch an täglich zwischen 13 und 16 Uhr Ortszeit (12 und 15 Uhr MEZ) auf Bombenangriffe im Gazastreifen zu verzichten. Ein Armeesprecher sagte, mit der Feuerpause solle die Lieferung von Hilfsgütern und die Arbeit von Hilfsorganisationen ermöglicht werden. Aus dem sogenannten "israelischen Verteidigungsministerium" hiess es allerdings, die Feuerpause gelte nur für die Stadt Gaza und Umgebung. Im Falle palästinensischer Angriffe werde zurück gefeuert.

Auch Hamas hält Feuerpause ein:

Ein führendes Mitglied der Hamas, Mussa Abu Marsuk, erklärte in Damaskus, die Organisation werde während der israelischen Feuerpause keine Raketen auf Israel abschiessen.

Torsten (Gast) - 7. Jan, 17:25

Entscheidung verschoben

"Das israelische Sicherheitskabinett hat nach mehrstündiger Beratung die Entscheidung über eine Ausweitung der Bodenoffensive im Gazastreifen verschoben. Die Entscheidung, ob die sogenannte «dritte Phase» der seit elf Tagen laufenden Gaza- Militäroperation angeordnet werden soll, wurde verschoben. Das berichtet die Internetausgabe der Zeitung «Haaretz». Israel hatte heute erstmals seit Beginn der Militäroffensive die Angriffe für drei Stunden unterbrochen." (dpa-Meldung)

Es lebe die Hamas (Gast) - 7. Jan, 19:30

Free Palästina

genau meine Meinung mach weiter so

scusi!

Die Welt ist eine Bühne, auf der ein jeder seine Possen agieret und hin und her tanzet, bis dass ihn unser aller Herr und Meister hinwegberufet. (G.Chr. Lichtenberg)

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